Donnerstag, 10. März 2022

Nova 17

Ich war heute in der Pause auf Arbeit am See.
Ein bisschen den Wellen lauschen, ein bisschen Sein.
Ein lieber Hund, den ich streicheln durfte, mit einem sehr freundlichen Herrchen, die vorbeispazierten.
Das Kies das unter meinen Füssen knirscht, der erste Krokus der am Wegrand blüht.


Manchmal liegt das Glück in den kleinsten Dingen.

Donnerstag, 3. März 2022

Everything becomes F

Everything
becomes
F
frail
feeble
futile

Everything
I feel
is F
frustrated
faceless
futile

Everything
I am
is F
failing
forlorn
futile.

Everything
became
F

Everything
is
futile.

Blue Llama Inn

 Es ist grausam, was in der Welt passiert. Das, was überpräsent in allen Medien berichtet wird, aber auch das, was still und leise geschieht, ohne dass viele davon erfahren.
Und einmal mehr weiss ich nicht: Was kann ich tun? Es erscheint mir immer so unsinnig, Dinge wie "meine Gedanken sind bei" zu äussern, weil das effektiv nichts bringt. Das hilft niemandem. Nichts wird dadurch an der Situation verändert, keiner lebt deswegen sicherer. Und doch erscheint es mir zeitweise das Einzige, was ich überhaupt tun kann.
Kein emotionaler Sparmodus, kein verbaler Ablassbrief um mit gutem Gewissen zu meinem Alltag zurückzukehren. Keine überprivilegierte Lossagung von der Betroffenheit die mich in allen Winkeln meines Seins heimsucht.
Ich will mein ehrliches Mitgefühl aussprechen. Anteilnahme zeigen.
Aber was bringt das?
Was bringt überhaupt irgendetwas? Wäre ich in dieser Situation - was würde mir aktiv helfen?
Ich glaube, irgendwelche Menschen in irgendwelchen nicht betroffenen Ländern die irgendwelche Dinge sagen oder auf die Strasse gehen, sind mir im Moment der Not herzlichst egal. Oder?
Ich weiss es nicht.
Ich weiss nichts - nur, dass es mich zutiefst betroffen macht, dass weiss ich. Das spüre ich.
Es tut mir so unfassbar leid, was diesen Menschen widerfährt.
Es tut mir leid.

Und einmal mehr komme ich nicht umhin zu erkennen, wie unfassbar privilegiert ich in diesem Land bin. Wie unglaublich wohlhabend ich doch bin. Vermögend. Sicher.

Die Welt wird sich nicht entschuldigen für diese Ungleichheit, diese Ungerechtigkeit. Aber ich habe das Bedürfniss, dies an ihrer Statt zu tun - es tut mir leid.
Es tut mir leid, dass ihr leidet.
Es tut mir leid.