Mittwoch, 17. Juli 2019

La casa vuoto

Mein Herz fährt Karussell, ich weiss nicht recht;
wohin mit
mir? Mit meinen Halbgaren Gefühlen.
Umzug, geht, irgendwie.
Es stehen immer noch (viel zu) viele Manga hier
rum
Eigentümlich.
faul?
Noch nicht ganz bereit, Abschied zu nehmen.
faul
Faul.
Nicht der Erwartung entsprechend.
Ich fliehe nach draussen oder in Minecraft,
der Server auf dem ich mir schon wieder so was
wie ein
Ich aufgebaut habe.
Wer ist denn dieses Mal
Indigo?
Wer bin ich heute?
Und wenn Schweri und Bryn dabei sind, dann
bin
ich ein bisschen mehr
ich
aber wer ist das denn
schlussendlich?
In diesen hohlen Hallen,
in diesen
hohen Hallen
hallt mein
Hohlsein, mein
Leerraum

Hallo Depression.

Montag, 15. Juli 2019

Kenka Bancho

Heute war der erste Tag meines ersehnten Urlaubs und ich hab ihn' hauptsächlich mit Umziehen (und schlafen) verbracht.
Es ist ein Vorteil, dass ich es alleine mache.
Es ist ein Nachteil, dass ich es alleine mache.
ABER ich war hart stolz auf mich, dass ich sogar das grosse Bücherregal alleine da hochgekriegt hab',
auch wenn ich den Muskelkater jetzt schon kommen spüre.
Vielleicht sind auch die Ziegelsteine schuld.
Oder die Geschirrkiste.
Ich bin ja halt auch einfach n sturkopf und muss UNBEDINGTTTT so viel wie möglich zusammen hochtragen.
Like, ich habe literally drei Wochen zeit, ich könnte theoretisch eine Kiste am Tag hochbringen und wär gut inner Zeit.. :'D
Aber neeeiinnn, zack bum alles auf einmal.
Manchmalllllll......

Am Abend war ich dann echt am Ende nervlich und generell,
deswegen habe ich beschlossen, spontan meinen monatlichen Friseurbesuch zu machen.
Und es war SO GUT.
Das Problem war, dass mein Iro, vor allem hinten, mittlerweile echt kacke lang war, weil ich irgendwie in die Birne gekriegt habe, dass ich mich mehr.. gesellschaftlich verankert "weiblich" geben muss, dann fühle ich mich mit meinem Geschlecht auch wohler.
Ich hab fast geheult als die Dame mit mir fertig war, und meine Haare wieder kurz und strubblig und TOLL waren.
Es ist so eine LAST von mir abgefallen, und ich frage mich; warum versuche ich so verzweifelt jemand zu sein, der ich offensichtlich nicht bin?
Und: Wo sollte ich eigentlich ansetzen; herausfinden, wer ich sein will, oder herausfinden, wer ich bin?
Was ist da denn der Unterschied, so in der praxis betrachtet?
Ja, auf jeden Fall: Meine Haare sind wieder wundervoll hergerichtet, ich fühle mich furchtbar viel wohler damit und Geschlechtsidentität ist immer noch fürchterlich blöd.

Morgen steh ich dann vor der tollen Aufgabe, meine ganzen Manga in die neue Wohnung hochzubringen.
Ah, meine neue Wohnung.. sie ist so toll!! Sie ist.. niedlich. (Ist das ein Adjektiv das für eine Wohnung benutzt werden kann?)
Es sind 1 1/2 Zimmer mit einer Kochnische und einem kleinen Bad.
Leider hab ich keine Badewanne mehr, aber ich merke, ich finds gar nicht so tragisch.
Die Räume sind hell und ich hab mich sofort wohlgefühlt.
Was für eine Erleichterung! Ich hatte so fürchterliche Panik, dass es nicht passt und ich dann drei Jahre in einer Wohnung rumgurken muss, in der ich mich nicht zuhause fühle.
Ausserdem ist mein neues Bett n fucking 1.40ger.. ich hatte noch nie son grosses Bett! Plötzlich haben alle meine Plüschies platz :D
Ich habe keine Abstellkammer, was auch grundsätzlich okay ist. 1. komm ich so nicht in die Versuchung Zeug einfach "wegzuschieben", und zweitens kann ich aus den Kisten, die ich nicht auspacken muss/kann, noch mal Bücherregale bauen. Das ist praktisch.

Dinge, um die ich mich unbedingt noch kümmern muss:
Fixleintücher für grösseres Bett kaufen
Im Wohnheim anfragen ob sie grössere Vorhänge haben, weil die, die ich bisher hatte, zu kurz sind (Die neue Wohnung ist höher geschnitten)
und falls sie keine haben, welche besorgen.

Ansonsten.. hab ich nun zum vierten Mal die Harry Potter Hörbücher durch und starte meinen fünften Anlauf.
Ich bin gespannt, wann ich sie satt haben werde. WENN ich sie jemals satt haben werde.. :'D

Oh, und ich hab jetzt Yogahosen in derselben Farbe wie meine Yogamatte, das ist eine komplett unnütze Info, aber ich freu mich drüber.. x)

Ich wünsche allen, die das lesen, einen wundervollen Tag <3
(Und allen anderen auch, aber ja, die lesens ja nicht, und so)

Freitag, 12. Juli 2019

wat

Ich habe beim Stöbern einen japanischen Dichter gefunden und ich sterrrbeeee was ist denn los mit diesem Mann :D
Entweder sind die Übersetzungen komplett.. abenteuerlich oder aber dieser Mensch hat sehr spannende Gedanken.
Like? Was zum fick?
:'D

Sein Name ist Gozo Yoshimasu
Gott, ist das gut :'D

Burning 

Die Seele ist ein Rad, das über Wolken rollt

Mein Wille ist
blind zu werden
Sonne und Apfel zu werden
und ihnen nicht zu ähneln
weibliche Brust zu werden, Sonne, Apfel, Papier, Feder, Tinte, Traum!
Am besten ein unheimlicher Rhythmus

Heute Abend fährst du
In einem Sportwagen
Eine Sternschnuppe fliegt dir entgegen
Kannst du sie auf dein Gesicht tätowieren? Du!


mad in the morning

Ich schreibe ein Gedicht
Ich schreibe die erste Zeile
Ein Schnitzmesser richtet sich morgentoll auf
Das ist mein Recht!

Die Morgenröte und die Brüste einer Frau sind nicht immer schön
Schönheit ist nicht immer das wichtigste
Alle Musik ist eine Lüge!
Ach, vor allem die Blütenblätter, laßt sie uns schließen und zur Erde stürzen!

Heute morgen, am 24. September 1966
Schrieb ich einen Brief an meinen besten Freund
Über Erbsünde
Über das perfekte Verbrechen und die Methoden der Wissenstilgung

Ah!
Was für ein Wassertropfen, der in meiner rosafarbenen Hand rollt!
Die Brüste spiegeln sich in einer Kaffeeschale!
Oh, ich kann nicht stürzen!
Ich bin über die Schwertklinge gerannt, aber die Welt ist nicht verschwunden!

grand cru

Leben wollen - das bedeutet auch, Verantwortung für dieses Leben zu übernehmen.
Zuhause bleiben, wenn ich mich krank fühle.
Das potentiell ätzende Putzmittel nur mit Handschuhen benutzen.
Nicht auf der Strasse sondern auf dem Gehsteig gehen.
Mich ausgewogen ernähren.
Eine Jacke anziehen, wenn es draussen kalt ist.
Meine Medikamente gewissenhaft nehmen.
Dieses Lied, das mich immer traurig macht, nicht extra anmachen.
Wegschalten, wenn ich merke, die Doku geht mir zu nahe.
Mir Pausen gönnen und im gleichen Masse in den Arsch treten, wenn ich etwas rausschiebe.

Verantwortung für mein Leben, mein Tun und mich selber übernehmen; das ist eine Herausforderung.
Aber es ist eine, der ich mich stellen muss und will, weil ich weiss, dass es ein grosser Teil dieses ganzen ominösen "vorangehen" ist.

Es ist eine Gratwanderung, zwischen mich selber anspornen und einfach mal gepflegt kapitulieren.
Das Gleichgewicht halten ist für mich schwer, nicht nur, weil ich mit diesem Zwischenbereich, dem, was das Schwarz und das Weiss zusammenhält, nicht vertraut bin, sondern auch, weil es Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin, einen starken Willen verlangt.
Es ist doch so viel einfacher, zwischen Extremen zu pendeln, weil es das ist, was ich kenne.
Das Zwischendrin, das Ausgeglichene macht mir Angst.
Und doch starte ich jeden Tag mit dem Vorsatz, weiter zu üben, einen Schritt weiter zu wagen, bis ich irgendwann auf dem Schwebebalken stehe, dem Seil, der Slackline.
In der Mitte aller Dinge, ohne auf die eine oder andere Seite zu fallen, ein Künstler hoch oben, ein Seiltänzer im eigenen Leben.
Und, wenn ich mir etwas wünschen darf, so wünsche ich, dass ich bis dahin auch lernen darf, nicht nur zu balancieren, sondern ebenso, umsomehr, die Aussicht zu geniessen.
Gerne auf diesem Seil zu stehen.

Leben wollen bedeutet viel mehr als nur nicht zu sterben.

Sonntag, 7. Juli 2019

Rosmarin Chemotyp Verbenon

Kleine Schritte gehen - manchmal bedeutet das, verstehen zu müssen, dass man mitten auf dem Weg ist.
Die letzten Tage schwirrte mir etwas im Kopf herum. Dass, wäre mein Leben ein Film, dieser jetzt zu Ende wäre.
Es ist so diese Semi-Stage, der Held hat einiges geschafft, aber es ist noch Luft nach oben, und der Zuschauer weiss, dass nach dem Ende des Filmes noch Entwicklung stattfinden würde, wäre es nicht nur ein Film mit Schauspielern.
Eben kein "Alles war gut", sondern eher so; das Hauptthema des Films ist abgeschlossen, deswegen is auch der Film zu Ende, aber die Geschichte ist noch nicht vorbei.
Ich hab keine Ahnung, ob diese Überlegung ausserhalb meines Kopfes Sinn ergibt.
Aber ich merke wieder, dass dieses ganze "Leben ist ein Film" Dingens nicht funktioniert.
Weil Leben nicht linear verlaufen, sie haben keinen roten dramaturgischen Fade, es gibt kein "Hauptthema".

Meine Wände sind leer. Weil in einer Woche der Umzug ansteht, habe ich angefangen alles zusammenzupacken, und die Poster waren etwas vom Ersten, was dran glauben musste.
Ich habe absichtlich die Wandbekleisterungen so "früh" runtergeholt, weil ich ausprobieren wollte, ob ich nicht auch mit weniger zutapezierter Wohnung leben könnte.
Und, nein. Irgendwie fühlt es sich so viel weniger wie ein Zuhause an. Irgendwie erscheint mir dieser Ort jetzt etwas Seelenlos.
So ist es viel einfacher, abschied zu nehmen. Jetzt wo ich hier sitze, merke ich; diese Wohnung ist schon nicht mehr meine.
Und so endgültig wie ich gemerkt habe, hat mein Herz Abschied genommen von Martin, so endgültig merke ich, ist meine Seele hier ausgezogen.
Ich bin bereit für was Neues.

Ich stelle fest, das meine Gefühle irgendwie.. weicher geworden sind.
Es ist immer noch ein Chaos, aber es ist.. geordneter.
Dieses Wochenende hatte ich immer wieder ganz krasse Episoden von Trauer.
Aber es war irgendwie anders. Vorher war Trauer wie ein Tsunami, der mich am Strand überrascht,
seine Wellen schlagen über allem Zusammen und ich bin erstarrt in diesem Moment der bodenlosen, unendlichen, scheinbar niemals endenden Trauer ohne Grund und ohne Namen.
Und wenn sich das Wasser wieder zurückzieht, dann ist alles zerstört und es ist kalt und es ist leer.
Jetzt ist es.. sanfter.
Ich liege im warmen Sand und ich weiss, die Wellen kommen und sie verschlingen mich, sie umfassen mich und meine Welt und für die Dauer ihres Daseins ist alles unter Wasser, ist alles gedämpft und leise.
Aber ich fürchte mich weniger, denn ich weiss, sie gehen wieder weg. Ich kenne sie, diese Wellen, und wenn sie wieder gegangen sind, dann ist es plötzlich merkwürdig, dann fühle ich mich merkwürdig.
Aber die Häuser stehen noch und mein Herz schlägt noch und ich hole Atem und die Abendluft ist frisch und erfüllt von Salz und Rosmarin.
Ich bin dann immer noch ein bisschen leer, aber ich bin nicht mehr gebannt von dieser plötzlichen Leere.
Ich fasse mit meinen Händen in den Sand und ich merke, dass mir das Meer Muscheln gebracht hat.
Es ist ein bisschen leer, aber es ist eine schönere Leere als bisher.
Das Meer, die Trauer, dieses Gefühl ist nicht mehr mein Feind.
Nicht unbedingt mein Freund, eher ein.. Bekannter.
Jemand, der ein bisschen Sehnsucht, ein paar Tränen, aber auch viele Muscheln und Treibholz hinterlässt, das ein wundervolles blaues Feuer erzeugt, das mich wärmt und sich in meinen Augen widerspiegelt.
Ich bin noch da. Ich fühle, aber ich bin noch da.
Die Trauer ist nicht ich, ich bin nur traurig.

Ich weiss nicht, ob es verständlich ist, was ich damit meine.
Aber ich glaube, das ist ein wahnsinniger Fortschritt.
Und irgendwann, hoffe ich, werde ich das Meer verstehen, es lesen können und die Wellen abfangen, ohne es hinter kalten und hochaufragenden Mauern wegzusperren, ohne mich dem Land zuzuwenden und so zu tun, als höre meine Welt mit dem Beginn des Strandes auf.
Irgendwann werde ich so gut sein im Fühlen und im Gefühle handhaben, dass ich ein bisschen Mensch sein kann.
Ich glaube dran.

Donnerstag, 4. Juli 2019

The tale of the pale kingdom: Part II "The Queen"

Her beauty's
not
for everyone's
eyes
snotty nose-
a tear that
dies

The only
one
who can see
her real
face
is
mirror-me

Hands
and knuckels
with
shabby traces
of her passion's
many
faces

The phantom
of her
pretty
lie
her milky
tears, her
soundful
cry

The Queen
she is
and she's
it
with
pride
crowned with
a hidden
sigh

And when
she's done;
see hate
unfurl
she closes
the door
and is just
a
girl