Montag, 31. Juli 2017

Feinschliffstaub

A heart of broken glass
Defiled
Deep inside
The abandoned child

Nuclear - Mike Oldfield



Ich merke, wie etwas passiert ist bei mir.

Wo ich noch vor kurzem, namentlich auf der Akutstation wo ich ja 5 Wochen war,
ein extremen Leidensdruck hatte wenns um Menschengruppen ging und der Tatsache,
dass ich mich nicht einfinden kann, merke ich jetzt hier, dass es einfach funktioniert.
Ich hatte bisher nicht viel Kontakt zu meinen Mitpatienten, Jil mal ausgeschlossen,
aber nicht, weil ich mich nicht traue und Angst habe, sondern weil ich mich so entscheide.
Weil ich aktuell mehr ruhe brauche und befürchte, ich würde wieder viel zu viel Anteil nehmen und nicht bei mir bleiben.

Nach der grossen Wut der letzten Tage bin ich im Moment einfach nur erschöpft und furchtbar traurig.

Ich empfinde eine so abgrundtiefe Traurigkeit, dass ich mir manchmal denke, ich werde da nie wieder rauskommen.
Ich bin extrem nah am Wasser gebaut, es sind bestimmte Themen die mich mitten im Bus, im Café oder relativ überall einfach losheulen lassen.
Ich sehe es in der Zeitung, Passenger TV, höre Gesprächsfetzen anderer Leute.

Meine Bezugsperson meinte, ich soll es einfach zulassen.
Das ich zuviel Fassung versuche zu behalten, das ich immerzu versuche nichts preiszugeben,
Gott und der Welt helfe, aber selber nicht mitkriege, das ich grade eigentlich gerne traurig wäre.

Trauer ist ein so schwieriges Gefühl.
Ich glaube, von allen Gefühlen, ist Trauer eines der kompliziertesten für mich.
Ich kann damit einfach überhaupt nicht umgehen, es ist.. ich hab so grosse Angst davor.
Vor dem, was passiert, wenn ich es einfach so passieren lasse.
Ich fürchte mich schrecklich.

Heute wird Mahir 38.
Happy Birthday!

Und Stefan wird 18.
Ich hab gemischte Gefühle.

Aber sonst.. geht es mir eigentlich gut.
Es ist mühsam, es ist ermüdend, es ist.. aeuseasierbvelör

Aber es ist okay.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.


There's a child in me,
Still hiding behind the old tree
But aren't we all hiding
'Till the moment we're dying
And maybe I'm free
But freedom just means that I'm lost

Blackfield - Far Away

Freitag, 28. Juli 2017

Healing Rainbow


Dieses Kind hat grad die legit grossartigste Reaktion rausgehauen die ich jemals erlebt habe.
Er ist einer unserer jüngsten Sups im Team auf dem Gamingserver,
und eigentlich ist er grade in einer sehr rauen Phase,
er sucht ständig Streit mit allen und beleidigt viel.
Und ich wusste nicht mal, dass er das noch gar nicht weiss,
eigentlich habe ich das Team darüber informiert.
Vermutlich hat er da grad wieder nicht hingehört..^^
(Man ignoriere bitte meine nicht ganz so erwachsene Ausdrücksweise. Ich hätte das schöner umschreiben können, das ist wahr.)

Aber, ohne Witz, das ist so süss.
Ich fühle mich ein bisschen geehrt.

Und das erinnert mich dran, dass, als ich gestern in Wil unterwegs war,
ein etwa vier oder fünfjähriger Junge mit seiner (vermutlichen) kleinen Schwester an der Hand auf mich zukam,
einmal an mir hochgeguckt hat, meinte "Du hast soooo tolle Haare!", und dann samt Anhang wieder abgezischt ist.

Kinder sind so ein fucking Wunder.
Ich liebe sie!

Donnerstag, 27. Juli 2017

Bananenmatrix

Es ist so unglaublich.
Ich hab keine Lust mehr, es pisst mich so unglaublich an.

Ich muss einen verdammten Antrag stellen, der dann verdammt nochmal erst besprochen und abgewogen werden muss,
nur damit ich nicht nach Hause muss am Wochenende.
Und das JEDES DUMME WOCHENENDE EINZELN.

Das hat mir grade echt so absolut den Resten gegeben.

Ich bin so aggro und verzweifelt und weiss nicht weiter.

"Ja, hier ist die vorraussetzung ein fester, gesicherter Wohnsitz, da kann ich nichts machen"

Oh, ja, wO IST DAS DENN NICHT SO, BITTE SEHR
Selbst auf der friggin AKUTSTATION musste ich darum kämpfen, nicht nach Hause zu müssen.
Ohne Witz, was ist das denn?

Aber ich geh verdammt noch mal nicht nach Hause. Nach "Hause".
Es ist mir so scheissegal, von mir aus schliess ich mich im Zimmer ein oder schlaf irgendwo am fucking Bahnhof,
es ist nur eine Nacht die Woche.
Ich kann sonst einfach nichts tun.

Ich bin so unglaublich wütend auf diese dumme Klinik, dieses dumme System,
meine Situation, meinen Vater.
Und gleichzeitig hasse ich mich so sehr und hab so ein grausam schlechtes Gewissen,
weil.. irgendwie keiner was dafür kann.

Wir hatten heute Abend son Käseteller mit Kartoffeln und Zeugs.
Und da war Birnenbrot mit drauf, und ich musste es wegtun weil ich sonst angefangen hätte zu heulen,
weil mein Vater das gerne isst und weil er eigentlich so ein lieber Mensch ist und nichts dafür kann,
und das ist so lächerlich und ich bin so verzweifelt, ich weiss nicht was machen.

Ich möchte gerne Leute anschreien, ich will irgend nen verdammten Schuldigen.
Aber es gibt keinen.
Nur ich, die einen Aufstand um nichts macht.

Ich will, das mein Vater EINMAL auf meine Seite steht und ein Machtwort spricht.
Aber er tut es nicht, und er ist nicht dazu verpflichtet, und es ist alles nur meine verdrehte Wahrnehmung,
und das macht mich so unglaublich traurig und wütend und verdammt noch mal hilflos.

Ich weiss nicht was ich machen soll.
Ich weiss es einfach nicht.

Dienstag, 25. Juli 2017

Graustufenregenbogen


Ich habe keine Ahnung was die Animetrulla da daneben soll,
aber der Spruch ist sehr wahr.

Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, den ganzen Abend schon.
Ich war noch kurz bei Anna heute, meine 98347 Pakete abholen und mir eingestehen, 
das ich ein fucking Problem mit Geld habe.
Also.. mit dem Umgang mit Geld. Ich bin so furchtbar, ehrlich.
Aber, worums mit eigentlich ging.. 

Meine Schwester meinte, als ich wieder ging, dass unser Vater ihr letzthin am Telefon offenbar ganz bewusst, fast etwas übertrieben, "ICH wünsche dir auch eine schöne Zeit" gesagt haben.
Mit Hintergrund des grossen Theaters das wir hatten, weil angesprochen wurde, dass wir uns mehr "ich" und weniger "wir" wünschen würden, hat mich das richtig hart getroffen.
Eigentlich ist mein Vater so ein armer Kerl. Er VERSUCHT es so sehr, er versucht wirklich alles um jedem irgendwie gerecht zu werden und alles irgendwie zusammenzuhalten.
Und ich danke es ihm, indem ich aktuell kaum ein Wort mit ihm wechsle und den näheren Kontakt ganz bewusst ablehne.
Es ist so scheisse, ehrlich.
Auf der einen Seite habe ich aktuell WIRKLICH die Schnauze voll und ich will mich nicht dauernd drum sorgen wie sich andere grade fühle.
Aber gleichzeitig kann ich es auch einfach nicht lassen.
Ich habe meinen Vater und seine Frau bewusst angelogen und behauptet, ich hätte ne Gesangsstunde am Mittag, und deswegen zum Essen nicht da.
Dabei war ich da gar nicht. Ich war mit Schweri essen, zum einen weil ich gerne mit Schweri unterwegs bin,
und zum anderen weil ich nicht zuhause sein wollte.
Aber ich kann ihnen das nicht sagen, weil sie das verletzen würde, deswegen lüg ich halt lieber.
Es ist so dumm, aber ich komm aus dem Muster nicht raus.

Mein Vater ist eigentlich wirklich ein lieber Mensch.
Er hat seine Ticks, okay, aber die hat ja jeder, oder?
Ich ertrage das nicht.
Ich ertrage es nicht, dass ich ihn nicht ertrage.

Ich habe mich wieder geschnitten, am Arm und am Bein.
Was soll ich dazu sagen? Ich kann jetzt theoretisch Tic Tac Toe auf meinem Bein spielen.
Das war zwar nicht geplant, aber es gibt mir jetzt die Möglichkeit darüber zu lachen.
Obwohl mir eigentlich zum heulen zu mute ist.
Ich fühle mich verantwortlich für die Schlechte Stimmung zuhause,
ich fühle mich verantwortlich für die Tränen meines Vaters und seiner Frau,
ich fühle mich verantwortlich für die bösen Worte, die heftigen Gefühle.
Ich fühle mich verantwortlich.

Morgen ist Eintritt auf der Püntstation und ich hab gemischte Gefühle.
Einerseits freue ich mich dem Dilemma hier zu entkommen, andererseits habe ich es so satt.

Lange Flure, Desinfektionsgeruch, Schreie, Lachen, ein Handy piepst.
Medikamente, Verbände wechseln, zur Therapie, aus der Therapie,
spazieren, Wald, Sonne, Regen, Tränen, der Typ neben mir singt.
"Schauen Sie auf sich", "Bleiben Sie bei sich", "Sie haben ihren Kopf grade ganz woanders",
Fortschritt, Rückschritt, Rückschritt, laufen gehen, hoffen, Morgen erleben, weinen,
schreien, das Gras spüren, Gespräche, Augen zu, um 3 Uhr Morgens umherirren,
müde bis Mittags, hellwach, erschöpft, Entscheidungen treffen, motiviert, am Boden zerstört.
Stillstand, Stillstand, vorwärts, zurück,
mein Glück?
Ich habs verloren.

Der neben dir heult,
die Umarmung gewollt,
nicht wirklich, aber was bleibt denn auch?

Grau, Grau,
Abgestürzt,
verloren und wiedergefunden.

Schwarz und Weiss,
bleib auf dem Boden,
Tränen auf Wangen sind heiss.

Ich hab es so satt.
Argh.


Jay hat am 18.8 ein Erstgespräch für die Klinik bei ihm in der (nicht) Nähe.
Ich bin froh, dass er den Schritt geht, ich bin froh, dass für ihn geguckt wird,
jetzt, wo ich das so glorios nicht kann.

Ich bin dankbar für die Menschen um mich,
und ich bin dankbar für jeden Moment im Licht.

Und ich suche Halt und Hoffnung in meinen Figuren,
und Geschichten und all dem alten Wahnsinn.
Ich will neue Wege gehen, aber ich weiss nicht wos durchgeht,
drum laufe ich alte Pfade entlang, und hasse sie, und liebe sie und weiss nicht wohin.

's wirr.
Aber wird schon.
Irgendwann.



Montag, 24. Juli 2017

Samstag, 22. Juli 2017

Safe and Sound

Kenma hummed a tune, a melody from one of his favourite video games, and surprised himself by remembering the entire song. And, one melody after the other, he filled the air with the sound of his will to live, refusing to bow even as the heavens crashed down all around him.




Come Morning Light | SharkbaitSekki | www.archiveofourown.org

Freitag, 21. Juli 2017

MatsuHana is trashy af

Mein Psychiater meinte heute, er ist beeindruckt davon, wie ich mich trotzt all dem Shit der in meinem Leben grade abgeht noch irgendwie aufrecht erhalte.
Nun, das Geheimnis ist: Tu ich gar nicht.
Zumindest nicht, wenn ich mit mir alleine bin. Nachts und so.

Ich hab aktuell so ein krasses Verlangen einfach loszuschreien, dass ich sogar mitten auf der Strasse anfange zu singen.
Also, schon wenn ich alleine bin.
Aber einfach so, in der Öffentlichkeit.
Ich habe das Gefühl, andernfalls explodiert meine Brust ab all dem Druck.

Ausserdem bin ich die fucking Niagarafälle, ich heule die ganze Zeit,
zumindest in den Therapien.
Okay, mein Psychiater war auch echt fies.
Er fragt mich einfach so, ob ich es mir denn wünschen würde,
dass mein Vater mir wirklich ein Vater wäre und ich das auch so fühlen könnte.
Arrghh. Ganz böses Thema!

Generell.. bin ich wieder sehr in diesem "Gefühle wahrnehmen, Gefühle sortieren" Ding drin.
Ich meine, ich kann mittlerweile über die Hälfte von dem Matsch an Gefühlen in mir einigermassen identifizieren,
an richtig guten Tagen sinds auch schonmal fast 80%.
Aber das bringt eben auch ungeahnte Schwierigkeiten mit sich.
Okay, vielleicht nicht ganz so ungeahnt, aber mit viel Liebe ignoriert.
Eben zum Beispiel, dass ich mich damit auseinandersetzen muss, das ich gerne, SO GERNE wirklich fühlen würde, dass ich geliebt werde.
Wirklich, wahrhaftig zu fühlen, zu wissen das ich geliebt werde.

Ich meine, ja, rational habe ich vor einer Weile schon begriffen,
dass einige Menschen mich wirklich wirklich gerne haben.
Aber es zu FÜHLEN ist einfach nochmal ein ganz anderes Bier.

Am.. Mittwoch? Oder Donnerstag? wollten mein Vater und seine Frau ein Gespräch mit mir.
Was eine absolut grossartige Idee ist mit dem ganzen Sodom und Gomorrha das wir grade hier haben.
Ich habe auch versucht klar zu machen, dass ich aktuell nicht wirklich reden kann und will.
Aber sie bestanden trotzdem drauf.
Das ist so freaking bescheuert, aber, nun, bitte.
Da meinte die Frau meines Vaters auch nur so: "Ich dachte, wir hätten sowas wie eine Vertrauensbasis aufgebaut, aber dem war wohl nicht so, tja".
Hallo? Ich meine.. sie redet als wäre Vertrauen etwas was ich eben mal für Zwo Fuffzig in der Migros nebenan kriege.
Gesund sein muss schon der helle Wahnsinn sein.
Vertrauen ist so SCHWER.
Ich meine.. ja, Michelle und Lisa kenne ich jetzt 10 Jahre, und langsam, nach friggin 10 Jahren denke ich mir das die beiden vielleichttt, eventuelllll ja wirklich nicht weggehen.
Keiner der beiden hat mir JEMALS Anlass zur Angst gegeben, dass sie weggehen.
Aber so funktioniert mein Kopf leider nicht.
Und das ist entirely mein Bier und ich gebe niemandem die Schuld an irgendwas!
Ich will damit nur sagen, dass ich so SO sehr mühe habe mit Vertrauen.
Insbesondere wenns darum geht, verlassen und/oder gehasst zu werden.
Oh, und natürlich die Kais. Da habe ich diese Angst auch nicht (mehr).
Ich habe keine Ahnung, aber die zwei Kerle sind sowieso in so ziemlich allem eine Ausnahme und das ist gruselig und grossartig in gleichem Masse. Die zwei sind einfach ein Geschenk das mir vom Zufall des Schicksals gemacht wurde, und ich liebe sie mit allem was ich habe, über alles.

Ich hab grad den Faden verloren.
Egal, wie auch immer, Vertrauen ist schwer, Leute, merkt euch das.
Nein, merkt euch das nicht, dass ist nur meine verdrehte Realität.

Oh, ich weiss wieder; ich wollte schreiben, wie ich aktuell immer ein bisschen sterbe,
wenn mir bewusst wird, wieviel unconditionally Unterstützung ich erhalte.
Es hat mich wirklich umgehauen als ich realisiert habe, dass ich, obwohl alles grade auseinanderfällt und ich keine Ahnung habe wie es auch nur die nächsten Stunden weitergehen soll,
weiss, dass ich ein backup habe.
Das
ich
nicht
alleine
bin.
Das ist wunder wunderschön und verdammt schwer wirklich zu fühlen.
Aber irgendwie kriege ich es hin und ich bin platt weils geht.
Es ist das allererste Mal das ich in einer Krise bin und nicht komplett auf Unterstützung von fiktiven Figuren baue.
Bisher war es wirklich so.. dass ich viel Kraft aus Animefiguren gezogen habe,
is klar, die verlassen mich nämlich wirklich nicht.
Die sind immer genau dann da, wo ich sie haben will.
Sie bleiben bei mir. Sie gehen nicht weg.

Deswegen ist es - für mich - eine sehr einschneidende Erfahrung, mal auf WIRKLICHE Menschen "zurückzugreifen", und ich glaube, das ist eine wirklich wunderbare Entwicklung, und zeigt, dass ich Fortschritte mache.
Langsam, shaky, aber Fortschritte.

Mir ist etwas klar geworden heute.
Die Frau meines Vaters meinte mal, dass ich nie was sage am Tisch, und wenn, dann sage ich etwas Seltsames, worauf keiner eine Antwort weiss.
Anna hat mir vor Kurzem mal erzählt, dass unser Vater und seine Frau gegen die Homo-Ehe sind,
und ja, das ergibt jetzt irgendwie Sinn das Brigitte das zu mir gesagt hat.
Das war nämlich nachdem ich mal gemeint hatte, dass für mich eine schwule Beziehung die romantischte Form der Liebe ist.

Ich bin ehrlich gesagt etwas versucht meine ganzen Yaoi/Shounen-Ai Poster und so rund um meine Zimmertür zu hängen, und zwar auf der Aussenseite.
Ich hab böse Bock einfach mal ein bisschen zu provozieren.
Gucken was passiert.
Aber ich machs eben doch nicht, weil ich ein bisschen Angst habe um meine Merch, haha.
Und weil wahrscheinlich wirklich nicht viel passiert.
Aber lustig wärs irgendwie schon.

Übrigens, das Dümmste was ich in der Klinik gehört habe, war die Aussage von dieser komischen Roberta die von was-weiss-ich-welcher Station kam (definitiv nicht von unserer) und meinte, ja, sie versteht ja Lesben und das sei ja auch okay, aber Schwule, nein, da höre ihr Verständnis auf.
Da dachte ich mir nur Yo, alles klar.
Das ist sogar dümmer als Menschen, die generell etwas gegen homosexuelle haben. Ich meine, diese Menschen haben wenigstens Prinzipien.

Apropo Provozieren und Prinzipien: Meine Betreuerin meinte, sie fände es toll das ich aktuell so wütend auf alles bin, insbesondere auf die zwei Alien-Ehe-Gottesanbeter-Hybrid-Spinner hier zuhause.
Sie meinte, sie habe so sehr auf den Moment gewartet, in dem ich zu ihr ins Büro komme und ihr sage, dass ich wütend bin.
Weil Wut einen Standpunkt schafft.
Weil Wut dem Selbstvertrauen gut tut.

Es ist einfach.. ich habs SO satt alles verstehen zu müssen,
dieses ewige "Sei vernünftig Jin, sei verständnisvoll Jin, sei nachsichtig Jin" blaaaaa alter Verwalter, jetzt ohne Witz, das steht mir bis hier.
Ich habe keine LUSSSTT mehr alles zu verstehen und zu hinterfragen,
ich finde es einfach nur strunzendumm wie sich Brigitte verhält, als wär sie fucking 13 Jahre alt oder son Scheiss.
In dem Moment, in dem sie meinte, sie zieht aus wenn wir mit unserem Vater alleine reden wollen und möchten, dass er mehr von sich und nicht immer von "uns" redet, hat sie mir und meinen Schwestern offiziell den Krieg erklärt.
Weil sie damit nicht nur unseren Vater in die undankbare Position in der Mitte, sondern uns eben auch unfreiwillig in die Rollen der Gegenspieler drängt.
Und das ist so freaking unfair, jetzt mal ohne Witz.
ALLE von uns drein gönnen den beiden ihr behindertes Glück so sehr und sind froh, dass unser Vater endlich wieder wen hat und auch das sie grundsätzlich wirklich in Ordnung ist, die zwei soviel teilen können und so weiter und so fort,
aber dann ankommen und das Gefühl haben, wir würden ihn ihr irgendwie.. wegnehmen (the fuck?) ist so unerwachsen und dumm und einfach nur.. argh. dumm!
Und ich will nicht nachsichtig sein müssen und mir denke jaaaa sie hat halt verlustängste, jaaa sie hat halt überreagiert, jaaaaaaaa ichhh verssteheeheeeeee dassssss schonnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn gott verdammt nochmal nein, einfach nur fucking nein, ich versteh das null und ich bin zu 932479% NICHT gewillt auch nur einen Milimeter zu verstehen,
wie man in dem Alter so daneben sein kann und son Scheiss zu erzählen.
Was zum fick ist denn los mit der.

Sehr spannend fand ich, dass Anna meinte, irgendwie seien ja unsere Rollen vertauscht, denn genau DAS hatte ich knappe 30 Minuten vorher mit genau den Worten meiner Betreuerin gesagt.
Ich komm mir so vor, als wär das völlig verdreht.
Man erwartet doch eher von den Kindern, dass sie Theater machen, weil der Vater ne Neue hat,
anstelle davon das die Neue Theater macht weil ihr Kerl friggin Kinder hat.
Die Frau ist doch selber Mutter. Ich verstehs nicht, und ich krieg Kopfschmerzen von dem Scheiss.

Aber ich merke, es hilft enorm mit verschiedenen Leuten darüber zu reden und die Bestätigung zu kriegen,
das es eben wirklich ziemlich fucked up ist von ihr.
Mir ist das total wichtig, dass ich die Realität so überprüfen kann,
weil ich sehr Angst davor habe, wieder irgendwo in meiner eigenen verkorksten Wahrnehmung mir irgendwas zusammenzuspinnen.
Aber ausnahmslos alle waren ebenfalls der Meinung, dass dies nicht meine Schuld ist.
Vielleicht bin ich da etwas overly "ich-brauch-deine-Meinung" aber ich will halt verhindern das ich mich völlig zu unrecht aufrege und etwas kaputt mache weil ich mal wieder irgendwo in meinen Gefühlshallus verloren gegangen bin.

Ja, wie dem auch sei.
Aktuell.. bin ich pissig und davon krieg ich irgendwie gute Laune.
Es ist so.. KRAFTVOLL, so richtig richtig pissig zu sein.
Hella good.

Ich will mehr drabbeln.
Aber ich bin so unglaublich schreibfaul.
#Jinproblems2k17

(Ich musste heute echt lachen. Der Typ im Buchladen hat geguckt wie ein Auto als er den Betrag auf meinem Gutschein gesehen hat. Es ist so, das sich mit meiner Premiumcard immer einmal im Jahr einen Gutschein mit einem gewissen Betrag kriege, abhängig davon wieviel Geld ich die letzten 12 Monate in dem Laden liegen gelassen habe. Ich kaufe viele Manga.. VIELEEEE und hab in den letzen 12 Monaten über 2k ausgegeben, was in einem 150CHF Gutschein resultierte. Er meinte, er arbeite ja da schon eine Weile, aber eine so lächerlich hohe Zahl sei ihm noch nie untergekommen. Das war grossartig. Ich geb zuviel Geld aus. fml)


Donnerstag, 20. Juli 2017

Have you ever thrown a fist full of glitter in the air?




Kuroo hushes him, then says in a soft voice, “Of course you’re falling apart, darling. You’re human. Sometimes humans only know how to crumble.”

Until We Feel Alright | star_child | www.archiveofourown.org





Ich bin dankbar für meine Freunde.
Ich bin dankbar für meine Schwestern.
Ich bin dankbar für meinen snarky ass cat Partner in crime.
Ich bin dankbar für meine Betreuerin und meinen Psychiater.
Für die Menschen, die mich grade aufrecht halten.
Für all die Fanfiction-Schreiber, die mir Minuten, Stunden der Ruhe schenken.

Ich bin dankbar dafür, dass ich trotz all dem schwarzen Nichts um mich herum soviel Liebe und Unterstützung erfahren darf.

Ich bin in das grosse, dunkle, bodenlose Nichts gefallen, dass sich mein Kopf ausgedacht hat.
Ich sehe kein Morgen, ich sehe nicht einmal die nächste Stunde vor mir.

Aber ich bin nicht alleine, und ich weiss, dass das Licht irgendwann wiederkommen wird.
Nicht heute, nicht Morgen, aber irgendwann, ganz sicher.

Ich will nicht sagen, die Last auf meinen Schultern und der Schmerz in mir drin hat mich gebrochen.
ich will nur sagen, dass ich grade nicht mehr Leben mag.
Nicht so.

Aber ich bin nicht alleine.
Und dafür bin ich unendlich dankbar.
Dafür bin ich so unendlich dankbar.


Mittwoch, 19. Juli 2017

Undead Messiah

Ich bin des Todes müde, aber ich will einfach nur anmerken,
dass ich meine Freunde über alles liebe.
Danke, dass ihr da seid, danke, für alles.

Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, zu wissen, und wirklich.. WIRKLICH zu wissen,
dass jemand da ist und das man geliebt wird,
selbst wenn man for the time being nicht viel Kontakt hat,
zum Beispiel Michelle oder Lisa.
Durch die ganzen letzten Tagen haben wir kein Wort gewechselt, und das ist absolut okay,
weil ich weiss, dass sie da sind, und das ist grossartig.
Ich weiss gar nicht, wie ich das erklären soll.

Meine Welt ist eingestürzt, aber nichts ist tot solange ich nicht alleine bin.


"But, but what if I fall?"
"Oh Darling, what if you FLY?"



Nimmste das M weg, haste Arschmellow

Irgendwie hat es mein Leben geschafft, in den letzten vier Tagen zu 3498% Shit zu werden.

Von Vorne.
Eigentlich hat mir der Klinikaufenthalt gut getan, ich hab ganz viel lernen und verstehen dürfen,
bin wieder ein Stück weiter.
Aber dann hat meine Familie, namentlich mein Vater und seine Frau, beschlossen, dem absoluten Wahnsinn zu verfallen,
und jetzt... ist alles tot.

Als ich in der Klinik angekommen bin, hat mir meine Ärztin empfohlen,
eine Art Kontaktsperre zu meinem Vater und seiner Frau aufzubauen,
einfach um Ruhe in die Situation zu bringen,
und mir und auch ihnen die Zeit zu geben uns zu sammeln.
Okay, hat mein Vater nicht ganz so gut aufgefasst und mich erst mit Smsen bombadiert,
ob das denn meine Entscheidung gewesen sei, dass ich doch immer willkommen sei zuhause und so weiter.
Danach hat er die Strategie umgekehrt und mich komplett ignoriert.

Es ist nichts Neues für mich, das ein Elternteil von mir sich absolut ambivalent verhält,
insofern.. okay, wenn das seine Art ist damit umzugehen, ist das wohl so.

Dann war relativ lange Funkstille und wir hatten dann ein Familiengespräch, was, der Meinung waren sowohl ich als auch meine Betreuerin und meine Ärztin, eigentlich gut gelaufen ist.
Wir konnten einiges klären und eine Strategie ausmachen für zuhause.

Und dann.. ging entweder der akute Elternwahnsinn um, oder.. keine Ahnung.
Ich schwöre, ich habe KEINE AHNUNG was zur Hölle eigentlich passiert ist.
Angefangen hat es damit, dass ich letzen Samstag zum ersten Mal nach der Kontaktsperre so richtig zuhause war,
und ich habe mich drauf gefreut und eigentlich war alles easy.
Wobei, das stimmt nicht mal.
Ich war das WE davor schonmal zuhause zum Mittagessen, und das lief voll okay,
zumindest habe ich es so aufgefasst.

Ja, gut, letzen Samstag waren dann aber nur Tayuya und mein Vater zuhause.
Auf Nachfrage, wo denn Brigitte sei, meinte mein Vater nur, dass sie Auswärts ist.
Ja, okay, ich hab mir ehrlich nichts dabei gedacht.
Vielleicht war sie ja eingeladen, hat was abgemacht oder musste irgendwie notfallmässig zu einem Patienten ins Katharinenthal.
Sie ist da ja seit kurzem Seelsorgerin und so wie ich sie kenne ist sie sehr dedicated und nimmt ihren Job ernst.
Kann ja easy sein das da wer im sterben liegt und gerne ihre Begleitung hätte oder so.

Generell habe ich meinen Vater aber sehr angespannt erlebt,
habe auch da nicht viel bei gedacht, ich meine, der Mann hat auch ein Leben,
weiss der Geier was da los gewesen sein könnte.

Dann, kurz bevor ich wieder los zur Klinik wollte, wirft er mir so im gehen hinterher: Brigitte ist übrigens heute nicht da, weil sie es am Tisch mit dir nicht aushält. Weil sie die Stille nicht aushält.
(Welche verfickte Stille? Irgendwer an unserem Tisch redet immer wie ein fucking Wasserfall)

Wow.
Woooooow.

Ich habe keine Ahnung, was meinen Vater dazu bewogen hat, mir das doch noch zu sagen.
Es war.. ich glaube, dafür gibts nicht mal n Wort.
Und in dem Moment.. es war.. SCHULD, brennende, heisse, schmerzende Schuld die mich gefressen hat,
das Wissen, das ich sie quasi aus ihrem Haus vertrieben habe,
weil ich krank bin, weil ich kein verfickter normaler scheiss Mensch sein kann.
Danach kam die Wut, der Schmerz des abgewiesen werdens, und mein Kopf ist irgendwie explodiert und ich hatte nen Bilderbuch-Nervenzusammenbruch bei uns im Hauseingang.
Als ich wieder angefangen habe, meine Umgebung wahrzunehmen sass mein Vater neben mir auf dem Boden und wir haben beide geheult und er hat sich für irgendwas entschuldig was ich nicht gerallt habe und ich war einen kurzen, wahnsinnigen Moment versucht laut zu lachen,
weil das so typisch mein scheiss Leben, so typisch meine scheiss erbärmliche, fehlerhafte Existenz ist.
Aber ich habs nicht hingekriegt.
Irgendwann hat mir mein Vater die Hand hingestreckt und ich hab keine Ahnung ob ich ihm was versprechen sollte oder was das gesollt hätte, aber ich hab sie genommen und irgendwie hat mich das ein bisschen zurück in die Realität gesnappt.
Ich bin dann total verheult und Banane in der Birne raus und zu meiner Schwester,
mit dem festen Vorhaben, so zu tun als wär alles in Ordnung und Sonnenschein.
Es hat.. wunderbar nicht funktioniert.
Nachdem ich auch meine Schwester zugeheult habe, ist es irgendwie schräg ehrlich geworden.
Ich hab einfach geredet und erzählt und meine sonstige Mauer aus None of this Shit ever happened war irgendwie ein bisschen durchsichtig und ich hab ihr einfach alles erzählt, von unserer Mutter und wie ich sie erlebt habe,
wie ich unsere Kindheit generell erlebt habe und wie scheisse das alles war und ist,
weil es mich nicht loslässt, diese Ohnmacht, weil keiner Schuld ist, aber ich einen Schuldigen brauche,
diese Wut, diese Angst, alle diese nie ausgesprochenen Gefühle.
Und ich bin bei Gott DANKBAR dafür das sie mich weder ausgelacht hat noch mir gesagt hat,
dass ich die einzige bin, die das alles so erlebt hat.
Es.. macht die Dinge zwar irgendwie realer, wenn man hört, das es jemand genauso in Erinnerung hat,
aber es tut gut, weil es mir die Sicherheit gibt, das ich das nicht einfach alles geträumt habe.
Da mein Vater die Tendenz zum "Das ist nie passiert, das habe ich nicht gemacht/gesagt" und ich bis vor kurzem der festen Überzeugung war, dass das Wort meines Vaters absolut ist,
habe ich ständig im Klinsch mit mir selber gelebt.
Ist das, an das ich mich erinnere, wahr?
Spinne ich einfach nur rum?

Ich glaube, irgendwie hat es gut getan, das mal alles zu sagen?
Es tut mir auf jeden Fall bei Gott leid, dass meine Schwester sich das anhören musste,
aber es hat gut getan, verdammt nochmal.
Wir haben uns dann auch noch mit Tayuya getroffen die eine Freundin dabei hatte,
und es war mir so scheiss egal das da wer dabei war der eigentlich gar nichts damit zu tun hatte,
aber ich musste einfach reden reden reden nachfragen, erleben, mich selber überprüfen.
Ich war so voll in diesem Film drin, ich glaube, ich hätte selbst vor einer riesigen Menschenmenge weitergeredet.
So im Nachhinein macht es mir Angst und ich bereue es, es ist mir total unangenehm wenn Menschen, die damit nichts zu tun haben, da so halb mit reingezogen werden.
Aber im Nachhinein vor etwas Angst zu haben, was halt schon passiert ist, ist so dermassen dumm,
das ichs lieber gelassen habe, oder es zumindest versucht habe.

Auf jeden Fall hat Tayuya dann erzählt, dass sie einen Teil des Gesprächs zwischen unserem Vater und seiner Frau mitgekriegt hat, kurz bevor ich dann zu besuch gekommen bin,
und sie halt wirklich meinte, dass sie es nicht aushält mit jemandem der sich weigert zu kommunizieren und so.

Das ist so.. so UNFAIR das ich schreien will.
Ehrlich, das regt mich so auf.
Das ist doch genau mein PROBLEM, verdammt noch mal.
Das ich lernen muss, zu komunizieren, und was zur Hölle denkt die eigentlich tu ich in dieser blöden Klinik,
und in diesen blöden Therapiestunden?
Urlaub?
Kaffeklatsch?
Das hat mich wirklich wirklich wütend gemacht.
Vorallem weil sie mir nichtmal eine CHANCE gegeben hat zu zeigen, das es vielleicht nach der Klinik ein bisschen besser geworden ist.
Nein, sie muss sich einfach verpissen und so tun als wär das die ultimative Lösung.

Ich weiss, das ich mit diesen Worten unfair bin.
Ich meine.. JA, ich verstehe es doch, wenn sie und mein Vater überfordert sind.
Ich bin doch mit mir selber überfordert, halleluja, wer kann das also besser nachvollziehen als ich?
Auch kenne ich das Bedürfniss, einer Situation einfach entgehen zu wollen, weils nicht mehr geht.
Aber zum Teufel, genau DAS ist mir ja zum Vorwurf gemacht worden.
Das ich mich zurückziehe wenn ich was nicht aushalte.
Das ich mich dann nicht am Familienleben beteilige.
Und nachdem wir Wochenlang Stress wegen dem Scheiss haben, geht sie hin und tuT GENAU DAS?
Was ist das denn bitte?
Ich weiss echt nicht ob ich lachen oder heulen soll.

Und ich schwör, ich habs so satt immer die Klappe zu halten.
Ich habs so satt immer erst alles durch die vier Filter gehen zu lassen, ehe ich es sage,
ich will einfach mal austicken und ihnen alles an den Kopf schmeissen was mir einfällt,
einfach mal ungefiltert ausrasten.
Aber ich bin beherrscht, ich habe gelernt, meine Impulse im Griff zu haben.
Ich habe gelernt, Menschen und ihre Ticks zu verstehen.
Ich bin in der Lage, nachsichtig zu sein, wenn jemand nicht mehr kann.
Und im grunde genommen.. bin ich das auch.
Ich VERSTEHE es wirklich, dass sie eine Auszeit davon brauchte,
ich verstehe es, dass mein Vater am Limit läuft, das sie beide nicht mehr wissen was noch machen.
Ja man, ich versteh das doch.
Aber ich bin es so leid.
Ich bin es so leid alles zu verstehen und hinzunehmen und zu schweigen.
Ich bin es so verdammt leid erwachsen und beherrscht zu sein.

Seit diesem Zusammenbruch habe ich permanent das Gefühl, schreien zu müssen/wollen.
Ich versuche es mit Singen zu kompensieren.

Ich bin dann am Samstag zurück in die Klinik und relativ sofort ins Bett.
Am Sonntag habe ich mich dann an eine Pflegerin gewendet und um ein Gespräch gebeten,
einfach um zu verstehen was da passiert ist und weil ich wirklich, WIRKLICH verstehen will,
warum die Frau meines Vaters so gehandelt hat.
Wir haben dann ausgemacht, dass ich meinen Vater anrufe und versuche die Sache zu klären.
Zurück im Zimmer hatte ich direkt zwei verpasste Anrufe meines Vaters, einen meiner Schwester, eine Sms von meinem Vater und eine von seiner Frau.
Juhee..

Da wars dann irgendwie schon wieder fertig.
Einfach überfordert.
Die Frau meines Vaters schrieb das es ihr ja leidtue, dass sie Grenzen habe,
aber sie halte es nicht aus das ich alle Annäherungsversuche abblocke und sowieso.
Argh.

S
C
H
U
L
D
G
E
F
Ü
H
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Ich hab dann meine Schwester angerufen, und sie meinte, Vater sei gar nicht mal so begeister gewesen von der Idee einer Familientherapie.
Dann ruft mein Vater direkt nochmal an, und ich bin rangegangen.
Es ist eskaliert.
Es ist so verdammt eskaliert, und ich versteh nicht wieso und es tut weh und ich bin überfordert und hab furchtbare Angst vor meinem Vater und seiner Frau.
Es hat.. irgendwie darin geendet, dass ich meinem Vater alles erzählt habe was meine Mutter so angestellt hat,
dass ich Angst habe vor seiner Frau weil sie technisch gesehen in der Position meiner Mutter steht und ich auf das nicht wirklich klarkomme,
dass ich mich so verraten gefühlt habe von ihm früher, weil er nie da war und wenn er da war,
hat er mir verbal eine runtergehauen.
Mein Vater meinte dann, ja, also, er erinnert sich, dass er uns zweimal eine Kopfnuss gegeben hat,
und das tue ihm sehr sehr leid, das sei ein grosser Fehler gewesen.
Bitch.
Zwei Mal.
Alter was?
Ich erinnere mich daran, das ich quasi in konstanter Angst davor gelebt habe,
eins aufs Dach zu kriegen wegen allem Möglichem.
Das ist so.. Shizo, ohne Witz.
In was für einer Realität lebt der Mann denn?
Wahrnehmung ist verdammt gruselig.

Wir kamen auch darauf zu sprechen, dass es uns, meinen Schwestern und mir, das hatten wir sogar noch besprochen am Tag vorher, komisch reinkommt,
dass er und seine Frau nur noch als Kollektiv existieren.
Das wir uns unseren Vater als Vater wünschen, und es schön fänden, wenn er von sich und seine Frau von sich spricht,
und nicht einer von beiden für beide.
Das hatte sogar meine Schwester vorher am Telefon mit ihm angesprochen.
Und dann ist die Frau meines Vaters total ausgerastet.
Meinte, dann könne sie ja direkt ausziehen,
sie sei ja eh nur das fünfte Rad am Wagen und so weiter und so fort.

Ehrlich.
WIE geht man damit um?
Es.. hat mich unfassbar wütend gemacht, weil sie meinenVater damit in die Position zwischen ihr und uns katapultiert.
Es hat mir wehgetan, weil ich sowas ausgelöst habe.
Ich hatte Schuldgefühle, weil ich es angesprochen hatte.
Es war alles so dermassen daneben, und ich hab keine Ahnung wie und wann wir dieses verflixte Gespräch beendet haben,
ich weiss nur, das ich geheult hab wie eine Bekloppte und festgestellt habe,
dass wenn ich mir Mister Superflausch ins Gesicht halte beim heulen Fusseln im Gesicht habe.
(Mister Superflausch ist ein Kuscheltier das ich von Kaito geschenkt gekriegt habe. Er ist.. nunja, superflauschig. Obviously.)

Ja, gut, okay.
Nicht okay.

In dem Moment wollte ich einfach nur noch sterben.
Wegen MIR ist alles so ausser Kontrolle geraten, nur weil ich existiere und Krank bin geht es jetzt meinem Vater und seiner Frau so schlecht.
Es ist alles meine Schuld, und dieses Wissen ist so hervorragend.
Yay.
Ich hab das so auch der Pflegerin formuliert.
Ausserdem auch, das ich unter keinen Umständen nach Hause kann für die Acht Tage bis ich auf die andere Station kann.
Meine Ärztin meinte am Montag dann auch, dass das vermutlich eine ziemlich dumme Idee ist,
und wir haben versucht, irgendwas zu organisieren.
Erst hiess es, ich kann zu meiner Schwester, dann doch nicht,
dann meinte mein Vater plötzlich "Komm bitte ohne Angst am Dienstag nach Hause"
Wow, danke, als ob ich die Angst absichtlich mitnehme.
(Ich weiss, es ist nicht so gemeint. Aber mein Kopf interpretiert das falsch.)
Als ich am Montag ins Bett gegangen bin, wusste ich nicht, wo ich am Dienstag hinsoll.
Das ist unheimlich beruhigend. Nicht.
Und bis um Neun Uhr Morgens wusste keiner, ob ich jetzt wirklich Entlassen werden kann oder nicht.
Sie dürfen mich halt nicht entlassen wenn ich nirgends hinkann und/oder suizidgefärdet bin.
Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung was zweiteres betrifft,
ich will wirklich aktuell nicht mehr leben, weil ich mich so dermassen im Weg fühle.
Aber ich bin auch wütend, so so sehr wütend, weil man mir als Kind soviel angetan hat,
ich Null für meine Krankheit kann, und jetzt auch noch an der Scheisse Schuld sein soll.
Ich bin hin und hergerissen.

Meistens bin ich aber einfach nur rigendwie Gefühlsmässig tot.
Ich habe in den letzten Tagen riesige Rückschritte gemacht, ich erreiche meine Gefühle gar nicht mehr.
Ich erreiche mich selber nicht mehr, und halte mich die meiste Zeit irgendwie aufrecht,
indem ich dissoziiere oder mich in die warme Sicherheit meines Kopfes zurückziehe.
Ich nehme gar nichts wahr.
Aber hey.
In einer Woche kann ich wieder in die Klinik und vielleicht wird es dann besser.

Ich fühle nichts, aber mein Körper reagiert mit Angst,
mit beschissener Angst vor den kommenden Tagen,
vor meinem Vater und seiner Frau, vor der Situation.
Es ist furchtbar.

Und das furchtbarste ist, dass keiner was dafür kann.
Maximal ich.

Es ist alles so kaputt grade.
Und ich sitze nur inmitten all der Trümmer und spiele mit den Scherben meines Verstandes.

Aber die aktuelle Animeseason hat einen sehr vielversprechenden Drama/Romance-Anime und einen sehr tollen Sportanime, mit grossartigen Synchronsprechern.
Ausserdem habe ich zwei sehr rare Merchandiseobjekte auf ebay geschossen,
für nur knapp 20€ inklusive Versand.

Es sind die kleinen Dinge im Leben.

Sonntag, 9. Juli 2017

Boi, that escalated quickly

yamagucci: would you kill a spider for me tsukki
tsaltyshima: no
yamagucci: but what if i was dying
tsaltyshima: g o o d b y e
yamagucci: you are the worst boyfriend
tsaltyshima: kinda but at least i'm better than kageyama
kagaayama: do you wanna fucking fight
tinygiant2.0: there was a grasshopper in my room two days ago and you ran screaming
kagaayama: hinata
kagaayama: shut the up
tsaltyshima: shut the up
yamagucci: shut the up
tinygiant2.0: shut the up
chikachika: shut the up
narghita: shut the up
sassyshi: shut the up
thigh-chi: shut the up
sugamama: shut the up
ta(no)ka: shut the up
kagaayama: fuck you guys
kagaayama  has removed himself from "Save The Fucking Bees, You Shits"

Tscreaming™ | iKohta | www.archiveofourown.org


Ich weiss nicht WARUM das so lustig ist, aber ich bin legit TOT.
AAAHHHH.

Freitag, 7. Juli 2017

Sommerregen

Ja, hallo, guten Tag, ich lebe noch.

Verzeiht, dass ich so still bin hier,
ich merke, das mir die Auszeit von.. legit ALLEM sehr sehr gut tut.
Kein Helarion, kein Blog, keine Schüler, kein Garnichts,
nur ich, mit mir selber und den Therapien.
Es ist wirklich eine Reise zu und mit mir selber.

Es wird wieder, das ist sicher.

Ich gucke viele Anime und höre Gronkh beim streamen zu,
das beruhigt unheimlich.
Ausserdem ist die Sommerseason der Anime unglaublich stark,
ich kann mir kaum für drei Titel entscheiden.
(mehr als drei Titel live verfolgen ist schlicht nicht möglich,
da komm ich komplett durcheinander. Aber es ist wirklich schwerrrr dieses Mal)

Letzten Samstag im Wochenendurlaub wollte ich mich vor einen Zug werfen.
Am Sonntag habe ich 21 Stunden durchgeschlafen, am Abend bin ich dann schreien durch die Station gerannt.
Am Montag war klar: Ich vertrage das neue Medikament nicht.
Da war eine Stimme, eine sehr bestimmte Stimme, die mir furchtbar dummes Zeugs eingeredet hat.
Das war ein absoluter Höllentrip.
Nach absetzen des Medis, Ausgangssperre und ner Hardcoredosis Beruhigungsmittel gehts jetzt wieder.
Ich schlafe immer noch viel, aber ich bin wieder klar im Kopf und es geht mir besser.
Raus darf ich auch wieder.

Am 24.7 habe ich Austritt hier.
Danach gehts auf die DBT-Station.

Bis dahin.. lerne ich Kroatisch mit der Nachtwache,
stehe mit Jil vor dem Babydinge-Regal, geh im Regen tanzen und finde mich selber und meine Gefühle in der Musiktherapie.
(Musiktherapie ist GOTT)

's läuft.
Is nicht schön, aber das ist Therapie nie.
Es läuft.
Ich bin zuversichtlich.