Ich bin traurig.
Vielleicht bin ich auch erschöpft, müde, ein bisschen disconnected von der Welt,
so genau kann ich das grade nicht sagen.
Die letzten Tage waren ruhig und die davor zum erschiessen.
Am Montag war ich normal arbeiten, ich erinnere mich nicht mehr so gut. Es war wohl ein vernünftiger Tag.
Am Dienstag war der Geburtstag meiner Schwester und der 10. Todestag meiner Mutter.
Zeit ist so ein seltsames Konstrukt.
Während ich mir immer denke, dass meine Schwester eigentlich viel erwachsener ist als ich, ist sie doch zwei Jahre jünger,
und während ich seit einem Jahrzehnt die Augen meiner Mutter nicht mehr gesehen habe, so erscheint es mir auch jetzt manchmal noch unwirklich, dass sie gestorben ist.
Vielleicht weil ich dieselben Augen habe wie sie und mir der Spiegel verrät, wie sie ausgesehen haben,
vielleicht weil die Stimme in meinem Kopf, die, die mit mir schimpft die ihre ist,
vielleicht, weil ich auch heute noch emotional nicht an mich selber rankomme wenn es um sie geht;
vielleicht ist es deswegen irgendwie merkwürdig für mich, dass es schon 10 Jahre her ist.
Ich war nicht an ihrem Grab.
Ich habe mich mit meiner grossen Schwester, die mir nicht nur das Alter voraus hat, getroffen und wir haben geredet,
ich habe meiner kleinen Schwester, die in so vielem so viel "grösser" ist als ich, gratuliert.
Dann bin ich wieder nach Hause gefahren, habe ein bisschen gesungen und ein bisschen ins Leere gestarrt.
Am Mittwoch war ük.
Dieser gottverdammte Kurs wird mein Ende sein, es ist eine fucking Katastrophe.
Die Leute sind bescheuert, die Aufgaben sind bescheuert, die Leiterin ist bescheuert, ich bin bescheuert, die Busverbindungen sind bescheuert.
Jesus.
Donnerstag und Freitag war wieder Schule und es war okay.
Es ist so.. merkwürdig, dass es nach so einem katastrophalen Mittwoch ein so okayer Donnerstag gibt.
Das ich irgendwie einfach weitermache, wo ich früher doch einfach ex-, oder implodiert wäre.
Und heute.. weine ich Abends ein bisschen, bin ein bisschen wütend, rege mich ein bisschen auf und gehe dann schlafen.
Ist es das, was man Normalität nennt?
Ist es das, was angestrebt wird?
Es ist noch immer völlig überfordernd für mich, dass ich einen so schönen Platz in meiner Berufschulklasse habe.
Wir waren am Freitag statt in der Cafeteria etwas weiter weg, ich habe mir mit einer Mitschülerin einen rohen Fenchel geteilt,
das fanden die anderen ein bisschen komisch und ein bisschen lustig,
ich habe mich mit Kay gut unterhalten, er ist ein bisschen zurückhalten und ein bisschen dunkel-humoristisch veranlagt,
der Unterricht ging vorbei und das Wochenende war angenehm.
Ich glaube, ich weiss nicht recht, wohin ich dieses.. okaye vorbeitröpfeln der Tage sortieren soll, und deswegen bin ich jetzt erschöpft.
Aber das ist okay.
Kleine Schritte - sie werden ein bisschen grösser
Sonntag, 27. Oktober 2019
Donnerstag, 24. Oktober 2019
Der Mond
Oh so sehe
dein Angesicht
in der Jahre
Licht
Nichts das
ohne Wandel
mir beiwohnt
und am Himmel
der Mond
dein Angesicht
in der Jahre
Licht
Nichts das
ohne Wandel
mir beiwohnt
und am Himmel
der Mond
Mittwoch, 23. Oktober 2019
Samstag, 19. Oktober 2019
Orange Lipstick
Ich habe heute den Manga gelesen, den mir Jil damals empfohlen hat.
Orange Lipstick, ein recht sexuell grafischer Yuri, also eine Geschichte von Lesben.
Grundsätzlich war die Geschichte eher nicht mein Fall, aber irgendwo in der oberflächlich gehaltenen Melancholie die zwischen den beiden Protagonisten umherschwebte, getränkt in das Licht der Abendsonne, irgendwo da habe ich Jil wiedererkannt und es hat mir mein Herz gebrochen.
Jil war.. kein sanftes Abendlicht, sie war die strahlende, blendende Sonne des Mittags, allgegenwärtig und alles übertönend, in allem mehr als ich mit umgehen konnte.
Und in der Hitze dieser knallenden Mittagssonne sind wir mit Haut und Haar verbrannt, wir haben Feuer gefangen als ich meine Hände an deine legte, wir sind verbrannt und es ist nichts übrig geblieben, keine Asche zum trauern un begraben, nichts, nichts ausser Stiche in der Haut, dem Tattoo, ein paar Kentnnisse deiner Heimatstadt und die Abendsonne orangener Lippenstifte
Ich möchte mir einbilden dass diese Leseempfehlung deine Art von Abschied war, ein oberflächliches Werk voller Abendsonne, Licht, dass geht.
Abschied, das ist es, was mir dazu einfällt.
Nun scheint du weiter, die Mitternachtssonne in meinem Herzen und es ist die Absenz von Wärme die mich am meisten Irritiert,
so heiss und versengend du auch warst, meine Haut hat sich dran gewöhnt und jetzt friere ich jämmerlich weil du so weit weg von mir weiterkreist.
Du hast deine Umlaufbahn verlassen und alle diese Planeten als die wir uns um dich drehten, wir stehen verlassen da zu Eis erstarrt ohne dich.
Ah..
Ich vermisse dich.
Orange Lipstick, ein recht sexuell grafischer Yuri, also eine Geschichte von Lesben.
Grundsätzlich war die Geschichte eher nicht mein Fall, aber irgendwo in der oberflächlich gehaltenen Melancholie die zwischen den beiden Protagonisten umherschwebte, getränkt in das Licht der Abendsonne, irgendwo da habe ich Jil wiedererkannt und es hat mir mein Herz gebrochen.
Jil war.. kein sanftes Abendlicht, sie war die strahlende, blendende Sonne des Mittags, allgegenwärtig und alles übertönend, in allem mehr als ich mit umgehen konnte.
Und in der Hitze dieser knallenden Mittagssonne sind wir mit Haut und Haar verbrannt, wir haben Feuer gefangen als ich meine Hände an deine legte, wir sind verbrannt und es ist nichts übrig geblieben, keine Asche zum trauern un begraben, nichts, nichts ausser Stiche in der Haut, dem Tattoo, ein paar Kentnnisse deiner Heimatstadt und die Abendsonne orangener Lippenstifte
Ich möchte mir einbilden dass diese Leseempfehlung deine Art von Abschied war, ein oberflächliches Werk voller Abendsonne, Licht, dass geht.
Abschied, das ist es, was mir dazu einfällt.
Nun scheint du weiter, die Mitternachtssonne in meinem Herzen und es ist die Absenz von Wärme die mich am meisten Irritiert,
so heiss und versengend du auch warst, meine Haut hat sich dran gewöhnt und jetzt friere ich jämmerlich weil du so weit weg von mir weiterkreist.
Du hast deine Umlaufbahn verlassen und alle diese Planeten als die wir uns um dich drehten, wir stehen verlassen da zu Eis erstarrt ohne dich.
Ah..
Ich vermisse dich.
Montag, 14. Oktober 2019
Foxtail Grass Studio
Ich hab den fucking heiligen Gral gefunden.
Klaviermusik, untermalt mit casual Animegeräuschen wie jemand der über Kies läuft, Zikaden, Wasser, Gewitter..
Bruuuder, wiesooo ist das so guuuuut?
Ich bin verliebt.
Klaviermusik, untermalt mit casual Animegeräuschen wie jemand der über Kies läuft, Zikaden, Wasser, Gewitter..
Bruuuder, wiesooo ist das so guuuuut?
Ich bin verliebt.
Donnerstag, 10. Oktober 2019
Schatten
Seit ich angefangen habe, die Welt und die Menschen besser zu verstehen denke ich mir immer öfter, dass ich das doch lieber gelassen hätte.
Ich habe das gefühl, je mehr ich verstehe, desto weniger verstehe ich.
Je mehr ich höre, desto weniger höre ich.
Je mehr ich fühle, desto weniger fühle ich.
Je mehr ich lebe, desto weniger lebe ich.
Ich habe das gefühl, je mehr Sinn ich im Kleinen finde, umso weniger Sinn ergibt das Grosse.
Ich fühle, mir kommt die Fähigkeit zu kommunizieren, in Kontakt zu bleiben, abhanden.
Ich fühle, ich werde mehr und mehr Teil dieser grossen Masse an Menschen die nich besonders schlecht und nicht besonders gut sind.
Solche, die nichts verändern, nichts bewegen, nichts verhauen, nichts verlieren.
A waste of space; par excellence
Ich fühle ich werde ein Mensch, der so neutral ist, dass es eigentlich gar keine Rolle spielt, ob er da oder weg ist.
Jemand, der nichts mehr hinterlässt, weder Gutes noch Schlechtes, nicht in der Welt und nicht in seinem Umfeld.
Was bin ich denn?
Wer bin ich denn?
Worüber habe ich früher mit Freunden geredet?
Wie habe ich mich früher verabredet?
Wie habe ich früher Kontakt gehalten; so viel geschrieben?
Ich fühle; ich bin leer.
Nichtig.
Plötzlich hat die Woche zu viele Tage, mein Herz zu viele Schläge
plötzlich wird die Stunde zu schwer.
Und plötzlich weiss ich nicht mehr, wer ich bin und vor allem, warum ich bin.
Meine müden Hände klagen der Tastatur ihr Leid, suchen Wörter und Buchstaben und Symbole für etwas,
dass keine Worte und Buchstaben und Symbole hat.
Ich bin müde.
Ich habe das gefühl, je mehr ich verstehe, desto weniger verstehe ich.
Je mehr ich höre, desto weniger höre ich.
Je mehr ich fühle, desto weniger fühle ich.
Je mehr ich lebe, desto weniger lebe ich.
Ich habe das gefühl, je mehr Sinn ich im Kleinen finde, umso weniger Sinn ergibt das Grosse.
Ich fühle, mir kommt die Fähigkeit zu kommunizieren, in Kontakt zu bleiben, abhanden.
Ich fühle, ich werde mehr und mehr Teil dieser grossen Masse an Menschen die nich besonders schlecht und nicht besonders gut sind.
Solche, die nichts verändern, nichts bewegen, nichts verhauen, nichts verlieren.
A waste of space; par excellence
Ich fühle ich werde ein Mensch, der so neutral ist, dass es eigentlich gar keine Rolle spielt, ob er da oder weg ist.
Jemand, der nichts mehr hinterlässt, weder Gutes noch Schlechtes, nicht in der Welt und nicht in seinem Umfeld.
Was bin ich denn?
Wer bin ich denn?
Worüber habe ich früher mit Freunden geredet?
Wie habe ich mich früher verabredet?
Wie habe ich früher Kontakt gehalten; so viel geschrieben?
Ich fühle; ich bin leer.
Nichtig.
Plötzlich hat die Woche zu viele Tage, mein Herz zu viele Schläge
plötzlich wird die Stunde zu schwer.
Und plötzlich weiss ich nicht mehr, wer ich bin und vor allem, warum ich bin.
Meine müden Hände klagen der Tastatur ihr Leid, suchen Wörter und Buchstaben und Symbole für etwas,
dass keine Worte und Buchstaben und Symbole hat.
Ich bin müde.
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