Mittwoch, 7. Dezember 2022

Press X

Aber was
wenn es nicht reicht?
Was
wenn ich
nicht reiche?
Was wenn
nichts
reicht?

Stillstand
stillge
standen
still stehe ich
abends
da
Mottenflügellichterflackern
so verlier'
ich
mich.

Was wenn
Hirn
ge
spinste
Gespensterängste
hinter Ängsten
meine
wahren
Ängste
sind

Was wenn
all das
nicht
reicht?
Was wenn
mein Herz
mein
Streben
er
leben
nichts
er
reicht.

Was
wenn
nichts
reicht
?

Gib mir Zuversicht.

 

 



Montag, 24. Oktober 2022

Son

I don't like my mind right now
Stacking up problems that are so unnecessary
Wish that I could slow things down
I wanna let go, but there's comfort in the panic

I'm holding on
Why is everything so heavy?
Holding on
To so much more than I can carry

I keep dragging around what's bringing me down
If I just let go, I'd be set free
Holding on


Why is everything so heavy?

 

(Heavy - Linkin Park)

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Mauve

Manchmal sind es wahnsinnig kleine Dinge, die wahnsinnig viel ausmachen.

Ich habe mir, als Belohnung für den Job, eine Tee-Thermoskanne von Panda Tea geholt. Eigentlich vor allem, weil sie süss ist, ich eh Tee bestellt habe und ich schon lange mal eine haben wollte.
Spontan habe ich diese dann heute zu meinem ersten Arbeitstag mitgenommen. Ganz simpel mit Pfefferminztee gefüllt, nix grosses, einfach... so.

Und ich rede es mir möglicherweise ein, aber das hat mich so wahnsinnig durch den Tag getragen! Nicht, dass der Tag schlimm gewesen wäre, so gar nicht, aber ich hatte das Gefühl, eine extra Portion.. Leichtigkeit mit auf den Weg genommen zu haben. Ich hab lecker Tee dabei. Warm gehaltener, toller Tee. Ein Stück Vertrautheit in einer so neuen Umgebung. Ich hab Tee dabei! In einer süssen Flasche. Einfach nur Tee.
Schon bescheuert. Aber auch einfach gut.

Generell merke ich, in Momenten wie diesen, in denen ich noch viel Schwierigkeiten habe, weil ich mit neuen Dingen schlecht zurecht komme, wie gut es mir tut, mich an Vertrautes zu halten. Und das war nicht nur der Tee, meine Tattoos, der Hana Kimi-Manga auf dem Weg zur Arbeit, sondern auch die Arbeit an sich. Ich hab keine Ahnung, wo ich dieses Selbstvertrauen hernehme, aber boy, anscheinend hab ich die letzten drei Jahre tatsächlich was gelernt. Ich kann was. Unheimlich.

Das ich das Programm schon kenne ist natürlich ein grosser Pluspunkt, aber auch so.. ich merke, ich... kann, was von mir verlangt wird. Ich muss das nicht erst neu lernen. Ich weiss, was ich da tue, ich kann selbstständig nach Fehlern suchen, ich /kann/ das. Ich mein, das ich so ziemlich die einzige in der Firma bin, die überhaupt weiss, was zu tun ist (zumindest in diesem Bereich) setzt die Latte schon einen Ticken ZU hoch, und ich würde frech lügen, wenn ich sage, dass spukt mir nicht im Hinterkopf rum, aber, davon abgesehen; ich kann es. Ich verstehe, was man von mir will. Ich kenne diese Zahlen, ich kenne diese Buchungen, ich /verstehe/ es.

Das klingt vielleicht ein bisschen seltsam, aber für mich... ist das wahnsinn. Und es gibt mir so unheimlich viel Mut für all die Dinge, die ich noch werde lernen müssen, weil mein Arbeitsbereich auch Aufgaben umfasst, die mir neu sind. 

Ich kann was. Und ich hab richtig viel Spass an dieser Arbeit. Und ich habe eine tolle Tee-Thermosflasche.

Ich glaube, grade gehts mir unverschämt gut.

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Milchglasmauern

 Bevor ich mich beschweren kann, dass ich in mancher Menschen Leben keinen Platz mehr habe, sollte ich erst Mal selber Platz für andere schaffen.

Oder eher den Platz auch freigeben, keine Leere horten. Sie kann mich nicht ausfüllen.

Einmal mehr wird mir bewusst, wie kilometerhoch und -dick die Mauern sind, die ich um mich gebaut habe. Mein eigenes kleines Gefängnis aus venezianischen Spiegeln, Wände aus Silberbliss. Ich sehe hinaus, aber keiner sieht hinein, und manchmal vergesse ich das.
Manchmal vergesse ich, dass mich keiner hört, wenn ich still bin, das mich keiner versteht, wenn ich nicht die richtige Sprache wähle.
Das mich keiner sieht, solange ich keinen Schritt nach vorne mache.

Aber ich weiss nicht, wie. Ich weiss nicht, wo anfangen und wo wieder aufhören. Ich weiss nicht, wie das geht; Kontakt. Ich weiss nicht, wie ich diese Mauern eingerissen kriege. Und vielleicht, vermutlich, irgendwie finde ich die Vorstellung auch ein bisschen zum fürchten. Es ist halt so bequem hier, einsam, aber sicher. Aber wovor denn eigentlich sicher? Der, der mir am meisten zusetzt, bin ohnehin ich selber. Ich bin nirgends sicher. Nur alleine - das bin ich hier.

Alle diese wundervollen, wundervollen Menschen, die nie aufgehört haben, mit mir zu reden, auch wenn sie mich schon lange nicht mehr sehen konnten, weiter vor den Mauern sassen und mich, das Phantom, nie zurückgelassen haben - all diese grossartigen Menschen; ich danke euch. Von Herzen.

Ich will mutiger werden. Ich will nicht weiter auf Mauern weiterbauen. Ich will auf Beziehungen bauen. Auf Menschen. Ich will Beziehungen aufbauen.

Ich weiss einfach nicht wie.

Mittwoch, 28. September 2022

Edgerunner

 Ich sage zwar, dass es stinkt, aber eigentlich.. werde ich im Moment so reich beschenkt vom Leben.

Am 19. Oktober starte ich meine neue Stelle. Ich habe einen Job. Ich habe endlich einen Job. Einen, der mir nicht aus Mitleid gegeben wurde, einer, der mir nicht von irgendwem zugewiesen wurde, einer, wie es tausende da draussen gibt - ein Stück Normalität in meinem sonst selten "ganz normalen" Leben.
Ein Stück Normalität, dass ich mir selber erarbeitet habe. Selber beworben, selber zum Bewerbungsgespräch, selber überzeugt.
Niemand hat für mich gesprochen, gute Worte eingelegt, niemand hat mich darauf hingewiesen, mir gesagt, was ich schreiben und sagen soll. Niemand hat mich zurechtgezupft, damit ich in diesem "Draussen" auch ja Anschluss finde. Nichts retouchiert, nichts überblendet oder schöngeredet.
Ich, als das Ich, dass ich aktuell bin, mit all den Ungewöhnlichkeiten und all den ganz normalen Normalitäten. Ich.

Natürlich ist vieles ein bisschen anders als "normal". Ich bin erst sechs Monate per Arbeitsversuch da, die IV zahlt meinen Lohn und so ein bisschen ist da halt schon noch "Ausnahme".
Aber ich glaube, das ist okay. Auch das gehört zu diesem Ich, das jetzt grade hier sitzt. Es ist okay, dass ich in verschiedenen Facetten leuchte, dass ich manchmal gar nicht leuchte.
Es ist okay, dass die Umstände halt ein bisschen.. umständlicher sind.

Und doch, ich will eigentlich nur Normalität. Das, was für diesen mysteriösen "Grossteil" der Menschen Normalität ist. Einfach ein kleines Leben.
Und ich glaube, ich bin unterwegs dahin. Halt etwas langsamer als andere, aber unterwegs. Und für den Moment ist das alles, was ich mir wünsche.

Ich habe unfassbar Angst vor dem Stellenantritt.
Aber es ist okay. Neue Dinge sind nicht mein strong suit.
Aber es ist endlich okay. Weil ich weiss, dass ich das schaffen kann.
Ich stelle mich der Situation dann, wenn sie da ist. Und bis dahin.. geniesse ich ein kleines bisschen das Gefühl, ganz alleine - nicht ganz, aber doch, irgendwie alleine - diesen kleinen riesigen Schritt in Richtung eines Lebens, das ich mir wünsche, getan zu haben.

Danke, dass ich das erleben darf.
Danke.

Dienstag, 20. September 2022

Herr Unangenehm

Wundervoll, er spielt 100 Rollen: Schauspieltalent
Einziges Problem ist, dass er sich jetzt auch nicht mehr kennt
Vor lauter Ichs ein frei austauschbarer Mensch

Tua - Feindbild



Meine Welt besteht aus Gegensätzen, und es scheint egal wie sehr ich mich auch um eine Mitte bemühe, sie will einfach nicht gelingen, diese Mitte. Es reicht halt nicht aus, zwischen Gute Nacht, PunPun und Sparkly Lion Boy einfach Sweetness & Lightning zu stellen. Zwischen 1984 und Bis(s) zum Morgengrauen diesen echt weirden japanischen Roman über einen Insektensammler in der Wüste, dessen Name ich vergessen habe, zu platzieren. Symbolisch okay, aber gefühlt? Der Mitte in mir drin ist das egal. Mein Herzschlag-Metronom, dieses niemals stillstehende, zu beiden Seiten ausschlagende Gerät, tick tick tick, tick tack, der Pendel meiner Seele, im zick-zack dazwischen, irgendwo, Ich.

Ganz nach dem Motto «Stillstand bedeutet das Ende» kann auch ich nicht aufhören, immerzu die Seiten zu wechseln, Dinge umherzuschieben, zu werfen, mich selbst umherzubewegen und niemals niemals stehenbleiben – schon gar nicht mittig. «Schwarz-Weiss» denken, die grosse Überschrift, der Aufhänger vieler literarischen Werke, die sich mit meiner Erkrankung auseinandersetzen. BPD – das Leben in Extremen, in Schwarz und Weiss.

In mir ist nichts Schwarz und Weiss. Der Nachthimmel ist Schwarz und Schnee ist weiss, Bücher die ich lese sind Schwarz auf Weiss, aber ich selber? Ich bin nichts so eindeutiges, habe keine klaren Outlines, nichts, was mir mit Kontrast dabei hilft, hervorzustechen.

In mir drin gibt es viele Farben oder gar keine. Ohrenbetäubendes Bunt, totenstilles Nichts, Ganz oder gar nicht – schon eher. Auch wenn «gar nicht» nicht auf derselben Skala stattfindet wie «Ganz». Es sind keine Pole, keine Enden derselben Linie, mir scheint, als existierten beide Zustände in verschiedenen Universen. Als existierte ich in verschiedenen Universen. Jede Emotion eine andere Welt, ein anderes Ich, jeder Moment eine andere Version von mir selber. Tausendfach, Millionen Mal Ich, nicht gespiegelt, eher nachgezeichnet, nicht identisch, aber beinah. Jede dieser meiner Versionen ist als Ich erkennbar, aber trägt doch auch eindeutig die Handschrift des jeweiligen Künstlers, ich, die Idee, die Ausführung.. ich weiss es nicht.

Manchmal weiss ich es einfach nicht. In welchem dieser Ichs stecke Ich? Welche dieser abertausend Seelen ist meine, wirklich, wahrhaftig die, die ich bin? Sind sie es alle, bin ich die Summe dieser Karikaturen, bin ich nicht eins, sondern alle?

Steckt in jeder dieser Abbilder ein Stück meiner Seele? Und sind diese Stücke im Kern alle gleich?
Kann ich mir aussuchen, wie auf Hochglanzbildchen, in Prospekten, welches Kleid ich heute tragen will, welche Seele ich heute nutzen möchte?
Mir die ansehnlichste herauspicken, mit meinen Augen, meinem Empfinden; heute mal so tun als wäre ich Ich?

Heute mal so tun, als wäre ich. 

Wer wäre ich, wenn ich nicht jeden Tag aufs Neue nach mir suchen müsste?
Wer bin ich?

Montag, 13. Juni 2022

the monochrome sun

The world has grown,
once again,
gray,
dull on me

and even though
it's summertime
all warmth has
ceased
to be

Hear me out
I need to talk
but I have
no voice
left

no sound
no word
no heartfelt cry
my soul, of all this
bereft.

Look, tomorrows
sky is here
tomorrows
whiff of air

oh new day
may you bring
this sunrise
down
to my lair.



Donnerstag, 5. Mai 2022

Rogue

 Es sind nun bald zwei Wochen seit Paddy wieder da ist.
Die erste Woche kam ich mir vor wie in einem Traum, ich konnte gar nicht recht erfassen, was da eigentlich passiert. Langsam kommt es an, dass es wirklich so ist: Er ist wieder da. Mein Paddy. Paddy, den ich all die Jahre nie vergessen habe, eines von zwei grossen Leeren in mir. Er ist da. Ich kann ihm schreiben. Jetzt in dem Moment kann ich ihm schreiben, ihn anrufen. Einfach so. Einfach so.
Aber mit der Realisierung kommt auch die Angst. Die Angst, dass es nicht so bleibt. Das er geht. Er sagt mir, er sei nicht mehr so unreif. Er sagt mir, er gehe nicht wieder. Er sagt mir, dass er bleibt. Und ich lese das, ich höre das und kann nicht aufhören mich an den Moment zu klammern. Den Moment, in dem er noch da ist.
Es erschreckt mich - mir war nicht bewusst, dass ich ein derart grosses Problem mit Vertrauen habe. Mir war nicht bewusst, wie sehr ich mich und meine Welt kleinhalte, abdämpfe, runterschraube, nur um nicht verletzt zu werden. Das ist ein bisschen erbärmlich. Ich hatte mich für einen mutigeren Menschen gehalten. Jemand, der auch wagt, ohne zu wissen, wies ausgehen wird.
Daran möchte ich arbeiten. Ich möchte nicht mit dem absoluten Minimum an Vertrauen, Erwartungen, Hoffnung auskommen.
Ich möchte das ändern.
Ich schaff das.

Freitag, 22. April 2022

A letter to you

 Ein neuer Brief. Einer von vielen, und doch

der erste Brief, den ich dir direkt schicken kann.
Einer von vielen - und doch.. und doch

Du hast mir so gefehlt.

 


 

Mittwoch, 20. April 2022

Zoro's appearance

Paddy hat sich gemeldet. Gestern Abend spät. Aus dem Nichts.
Nach 5 Jahren. Einfach so.

Ich muss mich sortieren.

Sonntag, 17. April 2022

Dragons lair

 Ich will mehr schreiben.


Wenn ich für jeden Post, den ich schon so angefangen habe, zehn Euro kriegen würde, könnte ich mir mittlerweile vielleicht nicht direkt n Haus, aber zumindest n neues Bücherregal kaufen. Ich will ja auch kein Haus. Ich bin sehr zufrieden in meiner kleinen Wohnung. Die fast einen Ticken ZU klein ist, zu voll mit Dingen. Aber ich mag das genau so. Es beruhigt mich. Es beruhigt mich von meinen Büchern umgeben zu sein, nicht allzuviel Platz zu haben, nicht allzuviele leere Wände. Es hat eine Weile gedauert, bis ich rausgefunden habe, dass das so ist.
Von Zuhause her habe ich gelernt, dass Ordnung halten sehr wichtig ist, und es gab immer und immer wieder Ärger mit meinem Vater weil ich es nicht geschafft habe, mein Zimmer ordentlich zu halten. Damals konnte ich noch nicht in Worte fassen, worin das Problem für mich bestand - das es mir vorkommt, als würde ich mich auflösen wenn da nichts ist, an dem ich mich festhalten kann. Dass sich die Leere im Raum in mir wiederspiegelt, dass sich diese Leere tief in mich hineinfrisst und mich selber ganz leer und verlassen zurücklässt.

Ich brauche eine Höhle, ein Bunker, einVersteck. Ich muss mich auf den Boden legen können und jederzeit Bücher in Reichweite haben. Ich muss mich verstecken können, zusammenkauern, mit meinen Händen die Wände und den Boden anfassen, fühlen, spühren - hier bin ich zuhause. Hier darf ich sein.
Mein Zuhause lebt. Ich lebe.

Alle paar Wochen kriege ich nen Rappel und räume um, schmeisse weg, sortiere, ordne, tausche die Poster und Bilder an den Wänden - aber es muss klein bleiben. Klein, ein bisschen verschachtelt, warm.
Die Bücherstapel geben mir Wärme. Sicherheit. Ich bin sicher, hier in meiner Dachzimmerhöhle. Hier inmitten meiner Drachenschatzbücher.

Auch mein Bett ist klein, grade gross genug für mich. Es steht in der Ecke an der Wand unter dem schrägen Dach, da, wo ich mich winzig klein machen kann, da, wo mich Wände festhalten, Ecken über mich wachen. Ich brauche dieses "verkriechen", auch wenn ich selten auf Verständnis stosse damit.

Ich merke, es tut mir gut. Und endlich darf es das auch. Ich darf mich so wohlfühlen. Ich darf es so haben. Ich muss keine Worte dafür haben - Worte, die ich mittlerweile hätte. Lustig, dass genau jetzt, wo ich sie nicht mehr brauche, die Worte dafür da sind. Ich darf einfach so sein.

Unordnung, so mag es anderen erscheinen. Zugestellt. Voll. Für mich ist all das ein Segen. Ich bin sicher. Bewacht. Beschützt.

Ich fühle mich wohl hier.

Donnerstag, 10. März 2022

Nova 17

Ich war heute in der Pause auf Arbeit am See.
Ein bisschen den Wellen lauschen, ein bisschen Sein.
Ein lieber Hund, den ich streicheln durfte, mit einem sehr freundlichen Herrchen, die vorbeispazierten.
Das Kies das unter meinen Füssen knirscht, der erste Krokus der am Wegrand blüht.


Manchmal liegt das Glück in den kleinsten Dingen.

Donnerstag, 3. März 2022

Everything becomes F

Everything
becomes
F
frail
feeble
futile

Everything
I feel
is F
frustrated
faceless
futile

Everything
I am
is F
failing
forlorn
futile.

Everything
became
F

Everything
is
futile.

Blue Llama Inn

 Es ist grausam, was in der Welt passiert. Das, was überpräsent in allen Medien berichtet wird, aber auch das, was still und leise geschieht, ohne dass viele davon erfahren.
Und einmal mehr weiss ich nicht: Was kann ich tun? Es erscheint mir immer so unsinnig, Dinge wie "meine Gedanken sind bei" zu äussern, weil das effektiv nichts bringt. Das hilft niemandem. Nichts wird dadurch an der Situation verändert, keiner lebt deswegen sicherer. Und doch erscheint es mir zeitweise das Einzige, was ich überhaupt tun kann.
Kein emotionaler Sparmodus, kein verbaler Ablassbrief um mit gutem Gewissen zu meinem Alltag zurückzukehren. Keine überprivilegierte Lossagung von der Betroffenheit die mich in allen Winkeln meines Seins heimsucht.
Ich will mein ehrliches Mitgefühl aussprechen. Anteilnahme zeigen.
Aber was bringt das?
Was bringt überhaupt irgendetwas? Wäre ich in dieser Situation - was würde mir aktiv helfen?
Ich glaube, irgendwelche Menschen in irgendwelchen nicht betroffenen Ländern die irgendwelche Dinge sagen oder auf die Strasse gehen, sind mir im Moment der Not herzlichst egal. Oder?
Ich weiss es nicht.
Ich weiss nichts - nur, dass es mich zutiefst betroffen macht, dass weiss ich. Das spüre ich.
Es tut mir so unfassbar leid, was diesen Menschen widerfährt.
Es tut mir leid.

Und einmal mehr komme ich nicht umhin zu erkennen, wie unfassbar privilegiert ich in diesem Land bin. Wie unglaublich wohlhabend ich doch bin. Vermögend. Sicher.

Die Welt wird sich nicht entschuldigen für diese Ungleichheit, diese Ungerechtigkeit. Aber ich habe das Bedürfniss, dies an ihrer Statt zu tun - es tut mir leid.
Es tut mir leid, dass ihr leidet.
Es tut mir leid.

Samstag, 12. Februar 2022

Genkaku

There's a child in me,
still hiding behind the old tree
but aren't we all hiding
till the moment we're dying

And maybe I'm free
but freedom just means that I'm lost
it feels like I'm driving
without ever arriving


Far away - blackfield


Zugehörigkeit.
Einen Ort haben, an den ich gehöre.
Einen Ort haben, an dem ich sein darf - sein kann, erwünscht bin, nicht nur geduldet, am Rande registriert, keine emotionalen Almosen, keine Notunterkunft - ein Ort, an dem ich gewollt bin.
Das beschäftigt mich aktuell sehr.

Entgegen jeder Erwartung hat sich Bryn bei mir gemeldet. Er hat mir einen ellenlangen Text geschrieben, alles ein bisschen in Brynisch - Worte, die mehr bedeuten als sie aussagen, die man irgendwie ein bisschen deuten muss, um dahinterzusteigen. Und die - auf jede Art - eine grosse Leere hinterlassen. Wie ein Schwamm, der alles in mir, meine Emotionen, meine Meinungen, Haltungen, meine Gedanken aufsaugt und einbehält, nicht mehr preisgibt und mich zurücklässt, leer, ausgewrungen und ohne zu wissen, wo ich jetzt stehe. Wo er steht. Es sei ihm wichtig, zu betonen, dass er sich nie über mich lustig gemacht habe. Dass ich es doch eigentlich besser wisse - wie er ist.
Ja. Nein. Ich weiss es nicht. Ich weiss grade gar nichts mehr. Ich will ihm nicht absprechen, dass seine Worte aufrichtig sind - ich weiss nur nicht, was sie bedeuten. Ich kann nicht erfassen, was sie mit mir machen sollten. Ich kann nicht erfassen, wie ich mich jetzt fühlen soll. Das liegt vermutlich nicht nur an seinen Worten - aber auch.

Es ist schon irgendwie besser geworden. Wir schreiben wieder ab und an, reden ab und an, aber wirklich wie vorher ist es nicht, und das wird es auch nicht mehr. Ich glaube, das wissen wir irgendwie beide. Weil ich auch da nicht hingehöre. Weil auch da sich wiederholt, was sich permanent durch mein Leben zieht - kein Platz, an dem ich sein kann. An den ich gehöre. Weil mich keine Seite haben will, nicht wirklich, mich vielleicht duldet, als Zeitvertreib, nebenher, aber nicht als unersetzlich sieht. Weil ich nichts zu bieten habe. Nichts, was für irgendwen irgendwie unersetzlich interessant wäre. Nichts.
Weil ich einfach leer bin. Innen wie aussen.

Ich weiss doch, dass es an mir liegt - aber ich weiss nicht, wie ich das ändern kann. Ich weiss nicht, wie. Ich weiss es nicht. Ich weiss nichts.


Ich weiss es nicht.

Sonntag, 30. Januar 2022

Draft

To the names forgotten

Human minds
are
oh so
fickle
oh so quick
to
forget

Hazy, foggy
memory
of people
I've once
met

Even well-known
much-spoken
names
are bound
to
disappear

Did I used
to know them?
Loosely, or even
close?
Was there even someone
that I once
held
dear?

To all the names
forgotten
I'm sorry
I'm sure
you were worth
being known



Donnerstag, 6. Januar 2022

Changes II

 Lieber Bryn

Es ist jetzt knapp ein Monat her seit wir das letzte Mal richtig miteinander geredet haben.
Ich glaube so richtig verstanden hab ich noch nicht, dass es nicht mehr wird wie vorher.
So richtig verstanden, was eigentlich passiert ist, habe ich auch noch nicht.

Schweri sagt, wir hätten uns missverstanden - und vielleicht ist es auch genau so.
Vielleicht bin ich stur und egoistisch und unangenehm und überemotional, vielleicht nehme ich mir das alles zusehr zu Herzen.
Vielleicht habe ich dich nicht richtig verstanden, falsch verstanden, nicht verstanden.
Ich weiss es nicht.
Ich habe diesen letzten Monat damit verbracht darüber nachzudenken was schiefgelaufen ist, wo mein Fehler lag, wo wir einander abhanden gekommen sind. Ich war sehr wütend und verletzt, dann war ich wütend auf mich selber und habe mich verflucht, weil ich es wieder geschafft habe eine wunderbare Freundschaft gegen die Wand zu fahren. Dann war ich mir wieder sicher, dass es eigentlich ganz schön frech von dir ist, von mir zu verlangen, mich besser anzupassen. Nicht früh ins Bett zu gehen wenn wir uns sehen. Ist ja Urlaub.
Nicht einige Stunden eher nach Hause fahren, nicht die Stimmung killen.

Du sagst, dass du es lächerlich findest, dass ich sage, dass meine Batterien leer sind und ich jetzt gehen möchte. Dass das etwas ist, worüber du dich eigentlich eher lustig machst.
Aber weisst du, das war ernst gemeint.
Ich verstehe, dass es dich vielleicht enttäuscht hat, dass du es vielleicht schade fandest oder dir gewünscht hättest, dass ich bis zum Schluss bleibe.
Ich verstehe, dass es dich geärgert hat, dass ich so gedankenlos war und den Müll nicht auf Deutsche Art getrennt habe.
Ich verstehe, dass du es anstregend fandest, dass ich manchmal nicht mit der guten Stimmung mithalten konnte, dass du dir vielleicht gewünscht hättest, dass ich einfach auch eine gute Zeit mit euch habe. Das ich mehr rede, nicht so viel schweige, dass ich mich an Unterhaltungen beteilige.
Ich verstehe das, und es tut mir leid dass ich deinen Erwartungen nicht entsprechen konnte.
Das ich nicht "einfach Urlaub" machen konnte.

Ich weiss nicht, ob es für dich nachvollziehbar klingt, aber leider macht meine Erkrankung keinen Urlaub.
Auch im Urlaub bin ich Ich, mit meinem Kopf und meinen Macken und meinen sehr schwachen sozialen Batterien.
Ich will schreiben, dass es mir leidtut, und irgendwie tut es mir das auch, aber irgendwie will ich mich auch nicht dafür entschuldigen müssen dass ich bin wie ich nun mal bin.

Und ich glaube, dass ist es auch, was mich an deinen Worten am meisten verletzt hat: Das du mich offenbar nicht nehmen kannst oder willst wie ich bin. Das du, nachdem wir uns all die Monate und Jahre kennen, plötzlich beschlossen hast, dass ich so, wie ich bin, nicht mehr ausreiche.
Ich habe mich gefragt: Hast du mir in all der Zeit jemals wirklich zugehört?
Wenn ich dir erzählt habe, wie es mir geht, wie ich mich fühle und wie ich meinen Alltag erlebe.
Hast du jemals verstanden, was ich gesagt habe?
Verzeih wenn das angriffig klingt, so ist das nicht gemeint - es soll wirklich nur eine Frage sein.

Ich bin auch ein bisschen verwirrt, was du von mir erwartest. Du sagst mir, du wünscht dir, dass ich mehr kommuniziere, zum Beispiel wenn es mir nicht gut geht, aber du möchtest auch, dass ich mich euch und der Stimmung anpasse. Ausserdem findest du, dass du selber nicht über alles reden musst, wer was wissen will, der fragt schon nach.
Du hast damit recht - wer was wissen will, der fragt nach.
Warum hast du nicht nachgefragt?
Nachgefragt, warum ich grade nicht viel sage?
Nachgefragt, warum ich eher ins Bett gehe?
Nachgefragt, was mir grade durch den Kopf geht?

Versteh mich bitte auch hier nicht falsch - ich habe nicht von dir erwartet, dass du nachfragst. Ich weiss, dass es meine Aufgabe ist, mich mitzuteilen wenn das nötig ist. Vielleicht habe ich die Situation falsch eingeschätzt, aber ich dachte, dass es in Ordnung ist, wenn ich halt einfach etwas weniger rede. Wenn ich halt zwei, drei Stunden eher ins Bett gehe. Wenn ich halt am Morgen statt am Nachmittag schon nach Hause gehe.
Ich dachte es ist in Ordnung, wenn ich einfach ein bisschen mehr ich bin.
Das alles hatte ja nichts mit euch zu tun - es ist mein Kopf der mir dumme Dinge einflüstert, und damit will ich dich eigentlich nicht behelligen. Auch, weil es mir ein bisschen peinlich ist, dass ich manchmal so viele Probleme habe. Ich habe meine Strategien, mich auszubalancieren, Strategien, von denen du auch weisst. Oder von denen du wüsstest, wenn du mir zugehört hättest, in all der langen Zeit.

Ich habe grade ein bisschen Probleme, die richtigen Worte zu finden - es erscheint mir, als böte sich ein etwas falsches Bild auf das, was passiert ist. Aber das ist auch Teil meines inneren Dilemmas mit der Sache: Ich habe Mühe, das alles neutral zu betrachten.

Ich habe euch nicht zugejammert, ich habe euch nicht ignoriert oder böse Dinge gesagt. Ich habe nur ein bisschen weniger geredet, mich trotzdem bemüht, zugehört und teilgenommen.
Ich habe mich wirklich sehr bemüht. Es tut mir leid, für dich und für mich, dass das nicht so gewirkt hat.
Aber sei ehrlich: Ist es nicht so, das ich immer so bin? Schon all die Zeit seit wir uns kennen?
Bin ich nicht immer der erste der ins Bett geht? Ist das nicht oft genug Thema in freundschaftlichen Zankereien gewesen?
Bin ich nicht immer der gewesen, der manchmal viel und manchmal wenig geredet hat?
Habe ich nicht immer davon gesprochen, dass ich manche Dinge nicht gut einschätzen kann, und deswegen froh bin, wenn man mich darauf aufmerksam macht, wenn man grade nicht versteht was ich grade tue oder wenn ich unangebrachte Dinge sage oder tue?
Warum hast du mich nicht darauf angesprochen?
Warum musste ich dir erst ewig und drei Tage hinterherrennen bis du überhaupt mal gesagt hast, was eigentlich los ist?

Das alles ist schon sehr schwierig - schwierig zu verstehen, zu verdauen, wegzupacken. Ich weiss immer noch nicht, inwieweit ich falsch gehandelt habe und ich versuche zu verstehen, was nicht in Ordnung war an meinem Verhalten.
Ich will lernen. Ich will wachsen. Ich will verstehen, was ich tun kann, damit ich so akzeptiert werde, wie ich bin.
Und eigentlich will ich auch kein Drama vom Zaun brechen, einen Krieg gegen dich führen.
So, wie ich das früher gemacht habe. Auf viel Zuneigung folgt viel Abneigung, weil ich nicht weiss wo ich mit mir selber stehe, weil ich nichts verstehe und wie ein eingekesseltes Tier um mich beisse.
Ich habe in der Vergangenheit viele Menschen verletzt dadurch und das liesse sich vielleicht auch auf diese Situation übertragen - dass du einfach in mir noch den Menschen von früher siehst. Aber du hast diesen Menschen nie kennengelernt. Du kennst Jin, etwas schräg, etwas überemotional, etwas kompliziert, aber unglaublich viel aufgeräumter und ausgeglichener als früher. Jin, der in der Lage ist, zu Kommunizieren. Nachzufragen, zu erklären.
Du sagst mir, ich stünde mir selber im Weg und das du es nicht nötig hättest, mir immerzu zu sagen dass ich alles richtig mache.
Aber das verlange ich doch gar nicht von dir. Ich wünsche mir lediglich, dass auch du kommunizierst. Erzähl mir was in dir vorgeht wenn du mit mir redest. Erzähl mir, was du nicht verstehst oder WIE du mich verstehst. Erzähl mir, was in dir vorgeht
Und nicht zuletzt: Sag mir, wenn du mit einer Verhaltensweise von mir nicht zurecht kommst. Sag mir, dass du mich vielleicht grade anstregend findest, sag mir, wenn ich mich merkwürdig ausdrücke, sag mir, wenn du grade verwirrt bist ab mir.
Rede mit mir.

Aber das möchtest du nicht.
Und das muss ich respektieren.

Vielleicht bin ich auch wieder auf dem völlig falschen Weg und verlange wieder viel zu viel. Vielleicht ist es frech von mir, mir zu wünschen, dass du mehr redest. Ich weiss es nicht. Ich weiss es wirklich nicht.
Wenn dem so ist, dann tut es mir unendlich leid. Ich möchte lernen. Ich möchte an mir arbeiten.
Aber manchmal weiss ich einfach nicht wie. Es tut mir leid.

Vielleicht hätten wir trotz all dem irgendwie wieder zueinander finden können. Vielleicht hätten wir Gerspräche führen können, oder du mir erklären, dass du es echt unverschämt von mir findest, dass ich erwarte, dass du dich mitteilst.
Vielleicht hätte es Lösungen gegeben.
Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr.
An Weihnachten hast du mich online blockiert und mir damit eindeutig zu verstehen gegeben, dass du keinen Kontakt mehr wünscht - kein Treffen, keine Telefonate, keine Nachrichten mehr.
Und das respektiere ich.
Du hast deine Entscheidung getroffen. Und ich treffe meine.

Ich habe immer noch grosse Angst, unwissentlich all die Menschen um mich herum zu belasten, indem ich Ich bin. Ich habe Angst, dass es noch viel mehr Menschen gibt, die ich liebe, die mich insgeheim echt kacke und egoistisch und anstregend finden.
Ich habe Angst, aber weisst du, gleichzeitig zeigt mir das auch, wer wirklich an MIR interessiert ist. Wer wirklich MICH mag, und nicht nur die Möglichkeit, sich Zeit zu vertreiben oder sozialen Kontakt zu mimen. 

Ich habe Eden getroffen, ganz kurz nach dem grossen Knall. Und ich habe gemerkt, wie unfassbar gut es mir getan hat, mich ein bisschen fallen zu lassen.
Einfach nichts zu sagen und Eden zuzuhören. Ohne missverstanden zu werden. Ohne etwas erbringen zu müssen was ich nicht kann.
Ich habe Michelle getroffen, etwa zwei Wochen nach dem grossen Knall. Und ich habe gemerkt, wie unfassbar zuhause ich mich gefühlt habe mit ihr. Dass ich zuhören darf, dass ich meine Meinung sagen darf, ohne als seltsam abgestempelt zu werden. Dass sie, obwohl ich wirklich furchtbar kompliziert bin was Treffen angeht dennoch Zeit mit mir verbringen will, mit MIR. Mir, wie ich bin.
Ich habe mit meinen Schwestern einen spontanen Auspack-Anruf veranstaltet, an Weihnachten, einige Zeit nach dem grossen Knall, und ich habe gemerkt, wie dankbar ich dafür bin, dass es kein Problem ist, dass ich keine Kamera anmachen will. Dass ich nicht zählen kann und verwirrt bin und das ich gesehen werde, so wie ich bin. Dass es in Ordnung ist, wenn ich dann halt diejenige bin, die den Anruf beendet, weil ich komplett die Zeit vergessen habe und eigentlich noch kochen muss.

Ich habe so unglaublich wunderbare Menschen um mich herum, dass es mir nicht gelingen mag, meine Dankbarkeit dafür auszudrücken.

Ich weiss, ich bin nicht einfach. Ich weiss, ich bin nicht der beste aller Freunde. Ich weiss, ich bin manchmal anstregend und kompliziert und ich bin nicht elegant und spontan und manchmal furchtbar unsensibel - aber weisst du, Bryn, ich glaube, das ist irgendwie auch ein bisschen okay.
Das ich halt so bin.
Vielleicht machen mir all die Menschen gute Mine zum bösen Spiel, vielleicht finden die mich insgeheim alle echt scheisse, grade vermag ich das nicht zu beurteilen - aber ihre Taten, ihre Worte geben mir Anlass zur Hoffnung, dass es nicht so ist.
Das ich auch mit Ecken und Kanten willkommen bin.
So, wie ich bin.

Es tut mir leid, dass ich dir nicht der Freund sein konnte, den du gerne gehabt hättest.
Es tut mir leid, dass alles so furchtbar dumm geendet hat.
Aber es tut mir nicht leid, nicht immer, dass so bin wie ich bin.
Ich arbeite an mir, ich gehe Schritt für Schritt nach vorne.
Es tut mir leid, dass es nicht gereicht hat.

Vielleicht wirst du mich irgendwann entblocken, vielleicht werden wir uns irgendwo wieder begegnen, wir haben ja immer noch gemeinsame Freunde - vielleicht können wir irgendwann wieder miteinander reden, locker, über nichts tiefes.

Vielleicht geht das - aber wie vorher wird es nicht mehr.
Das tut mir leid. Für uns beide.

Lieber Bryn. Danke, für all die Gespräche, für all das Lachen und für all deine Zeit.
Danke für die Eule, für das Paket, das nie ankam, danke für das Puzzle.
Danke, dass du ein Stück Weg mit mir gegangen bist.
Danke.

Pass auf dich auf.

Jin

Mittwoch, 5. Januar 2022

Sonntag, 2. Januar 2022

Changes

And
the most meaningful thing
of them all
was

not the knitted owl
nor the ingame loot
not the puzzle and
neither the picture
you allowed me to take

The most meaningful thing
of them all
was
the time
you've spent with me.

The most meaningful thing
of them all
was
your
presence.