Freitag, 30. September 2016

Breaking your Balance

Die vergangene Woche war sehr gemischt.

Am Montag hatte ich ein sehr interessantes aber auch anspruchvolles Gespräch mit meinem Therapeuten,
über Ziele im Leben und wie man sich Wünsche für die Zukunft zulegen kann.
Ich hab die Aufgabe gekriegt, mal Schriftlich oder Künstlerich festzuhalten,
was ich eigentlich will im Leben.
Das ist gar nicht so einfach.

Als Jemand, der sich die letzten 22 Jahre drauf konzentriert hat, ein normales Leben führen zu können,
habe ich so gut wie gar keine Ziele im Leben.
Doch, ich weiss, das ich irgendwann nochmals mit Keru vor Publikum singen will.
Wie ich das hinkriege weiss ich auch nicht, er will nämlich nicht^^
Aber auch das ist nichts.. was man sich fürs Leben wünscht, irgendwie.
Auch nicht, seine Animefigurensammlung noch zu vergrössern.

Grosse Ziele oder Wünsche, wie Job, Familie, Haus... ich find das so schwierig,
mich damit zu identifizieren.

Mittwoch habe ich ENDLICH mal wieder Alex getroffen.
Irgendwie hat das ewig nicht geklappt und irgendwann hatte ich zuviel Angst davor.
Aus.. Gründen.
Auf jeden Fall hat mir das Treffen richtig gut getan, ich merke, er ist ein Mensch,
der mich einfach versteht, mit dem das Zusammensein so schön einfach ist.
Nicht, das es das mit anderen nicht wäre, aber es ist mir eben speziell da aufgefallen.
Alex kann eine ganz ähnliche Geschichte aufweisen wie ich mit Martin.
Das ist.. tragisch, aber auch spannend.
Er weiss, wie ich mich damit fühle, und ich weiss wie er sich damit fühlt. Zumindest denke ich das.
Dieses bittersüsse, was nicht wegzukriegen ist aus den Gedanken an diese Menschen.

Abends war ich dann noch mit S. und S. unterwegs, das war mir aber irgendwie fast ein bisschen zuviel.
Ich glaube ich war noch total geflasht vom Treffen vorher.
Aber Spass gemacht hats trotzdem!
Waren erst in S. Atelier und dann bei ihr zuhause.
Sie lebt sehr spannend :D

Grade gehts mir gut.
Ich freue mich auf die Ergo heute Nachmittag!

Sonntag, 25. September 2016

Beautiful Impression

ABC
123
Answer please!

Crap^^

Ich krieg meine Ängste wieder besser in den Griff,
zumindest heute.
Das finde ich nach wie vor etwas vom Schwierigsten zum erklären,
ich meine.. erklär mal nem Outsider wieso du Nachts plötzlich die kranke Angst hast,
eine Wildkatze springt gleich durch dein Fenster.
Oder die Sonne implodiert noch vor Morgengrauen.
Oder das Brücken sicher einstürzen, wenn du unten durchgehst während gleichzeitig ein Zug obendrüber fährt.
Oder das diese Mädchen da drüben, die dich überhaupt nicht angucken, eigentlich über dich lachen.
Oder das dir deine beste Freundin ganz sicher die falsche Adresse gegeben hat um dich zu ärgern.
Oder das dir Mensch xy ganz sicher das falsche Geburtsdatum angegeben hat, um dich zu blamieren.

Ängste sind was krankes.
Lässt sich nicht anders sagen.
Ich meine, ganz ehrlich, wer mitten in der Nacht nicht mehr einschlafen kann weil er fürchtet eine freaking Wildkatze springt gleich durchs Fenster, der IST DEFINITIV nicht mehr ganz 100!
Manchmal muss ich im Nachhinein echt lachen was sich mein Kopf so alles ausdenkt.
Das kann ich doch niemandem erzählen, wie wirkt das denn bitte?

Ich bin krank.
Das weiss ich.

Psychos sind eben letzlich genau das: Psychos.
Da kann mir jeder erzählen was er will, aber das kommt einfach nicht von ungefähr.

Ich weiss echt nicht ob ich lachen oder weinen soll.

Aber, eben, heute gings.
Und gestern auch, wenn man diese absolut kranken, post-apokalyptischen Träume weglässt,
die mich in letzter Zeit heimsuchen.
Da ist son bullshit dabei, ehrlich.
Aber mit Träumen komm ich gut klar.
Sie sind NICHT REAL.
After all.

Und Paddy hat sich schon wieder verpisst.
Ich frage mich, obs dieses Mal zwei Jahre dauert, bis er sich wieder meldet.
Wie oft kann man sich eigentlich in ein und dieselbe Person hintereinander verlieben bis das mal aufhört?
Wenn er sich denn überhaupt wieder verliebt hat in mich.
Das ist nämlich immer seine Begründung, wenn er sich mal wieder für Wochen, Monate und zuletzt sogar Jahre verpisst ohne ein Wort.
Das macht mich manchmal echt verrückt.
Er macht mich verrückt.
Ich will doch nur mit dir schreiben und spass haben, verdammt noch mal!
Das ist nicht fair.
Komm zurück.

Freitag, 23. September 2016

Sunny Soda Breeze

Ich bin hin und her gerissen zwischen "Abgrund" und "Berge".
Es ist ein auf und ab.
Es beschäftigt mich total das es S. wieder schlechter geht,
sie hat die letzten Monate so hart gekämpft und an sich gearbeitet,
ich wünsche ihr von Herzen, dass es bald besser wird.

Irgendwie dümpel ich so vor mich hin.
Manchmal ists okay, manchmal nicht,
grade eher nicht.

Aber ich habe viele Anime zum gucken und das ist toll.
Grade gucke ich Naruto zum ersten Mal so ganz als Anime,
kenne zwar den Manga sehr gut, hab mich aber nie gross für die Animeadaption interessiert.
Und das weckt Errrinnnerungen.. das ist grossartig.
Viele viele gute Erinnerungen!

Morgen gehen wir an den Herbstmarkt hier in der Nähe.
Ich war noch nie auf einem Herbstmarkt, bin sehr gespannt!

Montag abend hat mich eine Bekannte mit dem Auto nach Hause gebracht,
war ja bei dem ersten TK-Treffen.
Und ich hatte seit Längerem mal wieder richtig Angst beim Autofahren.
Ich glaube, es lag auch ein bisschen dran, weil es dunkel war, und ich die Fahrerin vorher hab Alk trinken sehen.
Schon nur ganz bisschen, aber mein Kopf dreht immer durch wenn er sowas sieht.
Alkohol ist was oberbescheuertes.

Mir ist nicht nach schreiben.


Dienstag, 20. September 2016

Abgründe

Es fängt jedesmal an mit: "Hast du Lust etwas zusammen zu machen?"
Und endet damit seine Sachen zusammen zu packen
Und einander zu hassen
Und die Liebe von gestern
Für alles Unglück von Heute verantwortlich zu machen
Wir verletzen Menschen, die uns lieben
Liebe Menschen, die uns verletzen

[...]

Und so sind wir hier gelandet
Ich wache auf nach Schiffsbruch
Ich bin bei dir gestrandet
Du bist mein kleines Eiland
Nur ich weiß wie die Insel heißt und wo sie liegt

[...]

Wo die Liebe hinfällt
Stürzen auch wir
Alle Wunder sind uns wirklich passiert
Ich hab dich so geliebt, weil wir das Gleiche hassen
Lass gehen wo wir noch groß sind
Lass uns nicht kleiner machen

Ende Blut, Alles Blut - Prinz Pi




Du hast deinen Blog gelöscht.
Heisst das Abschied?
Never.

Dieser eine Mensch, den man nie mehr vergessen kann.
Das bist du.

Montag, 19. September 2016

Glühwürmchentee

Irgendwie bin ich ein bisschen verwirrt.
S. gehts jetzt auch wieder schlechter, und ich weiss nicht wie ich drauf reagieren muss.
Was macht man in sonem Falle?
Wie ist man denn eigentlich für jemanden da?
Was macht das aus?
Wie finde ich das raus?
Fragen, ja, ich weiss.
Aber wie?

Das macht mir zu schaffen.
Ich wäre nämlich gerne mal für jemanden da.
Schwierig.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob die viele freie Zeit die ich aktuell habe Fluch oder Segen ist.
Einerseits kann ich endlich mal an meiner Must Watch Liste arbeiten,
andererseits.. viel Zeit zum denken.

Heute ist das erste Treffen der TK Leute,
wir haben da was kleines organisiert weil wir uns weiterhin treffen wollen,
auch wenn viele bereits aus der Klinik draussen sind.
Ich weiss nicht, ob ich hingehen soll.
Einerseits wäre es sicher toll all die Leute wieder zu sehen und einfach einen tollen Abend miteinander zu verbringen,
andererseits fürchte ich von noch mehr Leuten zu hören das es wieder bergab geht,
und ich weiss einfach nicht damit umzugehen.
Ich weiss nicht, was ich auf sowas erwiedern soll, abgesehen von Es tut mir leid.
Und "Es tut mir leid" hilft genau.. gar nichts. Mensch.

Ich hab vor dem Treffen noch Einzeltherapie, vielleicht wäre das der richtige Zeitpunkt um das anzusprechen.
Andererseits habe ich auch viele andere Themen noch, und es ist so direkt vorher.
Ich weiss es einfach nicht.

Ich weiss es nicht.

Samstag, 17. September 2016

Einblicke

Ich fühle mich nicht so gut heute.
Ist so ein richtiger "Im Bett mit Tee und Serie verkriechen" Tag.
Das Problem an dieser Serie ist nur; Ich will sie gucken, ich will sie nicht gucken,
ich will wissen wies weitergeht, ich will nicht weitergucken.
Oh mein Gott.

Ich gucke grade Haikyu!!, ein Anime in dem es um Volleyball geht.
Und die Matches sind super gemacht, man hat ehrlich keine Ahnung wie sie ausgehen,
meist bis kurz vorher nicht.
Das ist toll und nicht toll zugleich.
Ich haaalt das doch nicht aus, oh mein Gott Q_Q
Ich muss wissen ob sie gewinnen oder nicht, ich kann das sonst nicht in ruhe gucken.
Das ist eklig.. |:

Anfangs hatte ich total Mühe mit dem Zeichenstil und hät fast abgebrochen,
aber irgendwie hats mich dann doch gepackt.
Das ist ne Leistung, wenn man bedenkt das ich mich für Volleyball bisher ungefähr so sehr interessiert hab wie für die durchschnittliche Population der tibetanischen Bergziege.
Es ist jetzt auch nicht so, dass ich instant anfange real-Volleyball zu gucken.
Diese Serie hat einfach ihren eigenen Charme, durch die Figuren und wie das Ganze aufgezogen ist.
Und Sugawara-Senpai hat viel zu wenig Screentime T_T

Ausserdem lese ich wieder Hana-Kimi, die erste Manga-Serie die ich mir je komplett gekauft habe.
Verliert auch nie seine Anziehungskraft, irgendwie. Vorallem, das ist so ein Manga bei dem ich immer wieder was Neues Entdecken kann,
einfach weil er so Vielfältig ist, überall am Rand was hingekritzelt hat, Lautsprache etc.
Das ist wunderbar.
(Und die Story ist einfach zucker)
Ich habe zudem realisiert, dass das im Prinzip auch ein Sport-Manga ist.
Immerhin, es geht zu grösseren Teilen auch um den Hochsprung und Leichtathletik allgemein.
Heisst, ich habe nicht erst kürzlich meine Liebe zum Sport-Genre entdeckt,
sondern unbewusst sogar damit angefangen!
Das ist irgendwie spannend.

Ausserdem habe ich mir die neuen Bände von Ousama Game eXtreme geholt,
der einzige Splatter-Manga ders in die Reihen meiner Lieblingsmanga geschafft hat.
Einfach, weil er fucking spannend ist. Absolut!
Aber is ungefähr wie in Games of Thrones; Spoiler: Alle Sterben.
Ausserdem muss man die Hauptfigur einfach toll finden,
und kann seinen Horror sehr gut nachvollziehen.

Grade schwebe ich irgendwo zwischen Haikyu!! gucken, AMVs von Free! anhimmeln und versuchen,
Pläne für heute zu schmieden.

Läuft.


Freitag, 16. September 2016

In die Stille

Die Woche war eigentlich gut, aber grade steh ich wieder vor ner Wand.
In einem Loch drin.
27492839 Meter tief.
Hauptsache so tief.

Wofür mache ich eigentlich das alles?
Wieso?
Wieso kämpfe ich so gegen alles an?
Nur, um irgendwann in einer fernen Zukunft vielleicht noch drei oder vier ruhige Jahre verbringen darf.
Toll.
Ich will grade, ich will.. ich will mich nicht wirklich verkriechen,
aber ich will niemanden sehen.
Ich will mich nicht mit Serien in mein Bett zurücksehen,

aber ich würde grade gerne mcih mit einer anderen Welt beschäftigen.
Ich will mich grade nicht mit mir beschäftigen.
Abgesehen davon gibt es da auch aktuell nicht viel.

D. aus der Klinik gehts wieder mies.

Das frustiert mich. Wieso wird man diesen Scheiss eigentlich nie los?
Warum muss einem dieser Scheiss immer n Strich durch die Rechnung ziehen?
Das frustriert mich so!!

Es fühlt sich mal wieder so an, als würde ich unter einer Glasglocke leben,
hübsch angemalt mit Himmel und Wolken.
Hübsch zurechtgemacht für die perfekte Illusion.
Nichts ist wahr. Nichts ist real.
Weder ich noch diese Welt da draussen.
Alles ist nur gespielt, ausgedacht und einstudiert.


Ich will grade nichts fühlen.

Ich will ein normales Leben.
Bitte.

Montag, 12. September 2016

Lichtblicke

Gestern Abend war schön.
Es war eine sehr gute Idee, zum Schüler zu gehen, das hat mich sehr hochgeholt.
Der ist einfach super, der "Kleine".
Haben mit diesen Miniature-Verpackungen, wie man sie in Spiel-Einkaufsläden findet, Sprachspiele gemacht.
Er musste zwei davon blind ziehen und dann eine Story draus basteln.
Gelandet sind wir bei Pizza und Pommes die sich streiten, der perfekten Klopapier-Rolle und Kaugummis die einen auf Wolken tanzen lassen.
Der hat ne Fantasieeeeeee das ist grossartig.

Heute war auch gut bis jetzt.
Irgendwie.. irgendwie ein wenig seltsam.
Hab morgens einen Anime geguckt, nur 23 Minuten lang, wos um nen Jungen geht,
der am Strand gefunden wird und so tut, als würde er sich an nichts mehr erinnern, weil er nicht dran denken wollte, das sich sein Zwillingsbruder das Leben genommen hat.
Aber.. irgendwie.. wurde es zwischendrin total absolut richtig strange,
plötzlich war der Typ ne Halbe Qualle und sein Bruder hat sich aufgelöst.
Vielleicht war ich auch noch nicht ganz wach, aber irgendwie war das echt wie son Trip :D

Gezeichnet hab ich heute auch - ich versuch mich an den Jungs aus Free!
Das ist schwierig ._.
Unten ein WiP, für die Interessierten ^^

Ausserdem war ich am Rhein.
Und so halb im Rhein.
Ich bin nicht geschwommen, aber knietief reingelaufen,
einfach weil mir danach war.
Und mir ist was klar geworden.

Wasser lebt.

Und das ist auch der Grund, warum mich dieser Anime so fasziniert, glaube ich.
Das ist nämlich der erste Satz daraus.
Mizu wa ikite imasu.

Wasser fasziniert mich schon seit ich ganz klein bin.
Aber schon da war ich oft gefangen in meinen Ängsten,
nicht in der Lage sie zu überwinden.
Irgendwie.. irgendwie fühlt es sich für mich einfach am natürlichsten an,
im Wasser zu sein. Irgendwie.

Als kleines Kind habe ich oft davon geträumt, zu ertrinken.
Und halb ängstige mich das, halb faszinierte es mich.
Heute denke ich, das ertrinken zwar sicherlich eklig ist,
aber irgendwie.. hat die Vorstellung was.
Vom Wasser zurückgeholt, sich darin aufzulösen, befreit zu werden.
Denn im Wasser bin ich frei.

Als ich heute runter zum Rhein bin, habe ich Gänsehaut gekriegt,
nur schon vom Geruch der rüberwehte.

Wasser lebt.

Und vorallem Flüsse schlafen nie.
Sie sind immer in Bewegung, aktiv passiv,
das Wasser ist nicht nett, und es ist nicht böse,
es ist irgendwie so eine ganz eigene Welt für sich.

Früher bin ich oft geschwommen.
Bis irgendwann die bescheuerte Mutprobe aufgekommen ist, als ich etwa in der 4. Klasse war.
Es gibt ein Freibad bei uns, wo ein Teil des Rhein eingezäunt ist.
Diese Holzabsperrungen reichen bis fast ganz zum Boden, aber eben nur fast ganz.
Ein 11, 12 Jähriges Kind, das nicht komplett übergewichtig ist, kann genau durch diesen Abstand zwischen Holz und Wasser hindurchschwimmen.
Und je öfter du da hindurch geschwommen bist, desto cooler warst du.

An sich ist es nicht tief, aber für ein Kind ist es quasi eine Weltreise.
Da das Holz aber schon sehr lange im Wasser steht, ist es morsch und abgebröckelt stellenweise.
Irgendwann hat sich die Vorstellung in meinem Kopf festgefressen, dass ich mit meinem Badeanzug am Holz hängen bleibe,
oder sich meine Haare darin verfangen, und ich da unten ertrinke.
Ab da habe ich aufgehört, schwimmen zu gehen, zumindest im Rhein.
Es ist tatsächlich das erste Mal, das mir einfällt, das mich eine Angstvorstellung an etwas gehindert hat,
das ich eigentlich liebe.
Viele weitere Male sollten noch folgen.

Danach, als ich älter war, bin ich manchmal mit Freunden ins Schwimmbad,
aber nicht wirklich zum schwimmen, mehr zum quatschen und etwas rumplanschen.
Irgendwann waren viele Jahre vergangen, seit dem ich das letze richtige Mal geschwommen war,
und irgendwann fing ich an zu glauben, dass das Wasser mich nicht mehr mag.
Weil ich so lange weggeblieben bin, weil ich es nicht beachtet habe,
weil ich mich von ihm abgewandt habe.
Ich fürchtete, das Schwimmen verlernt zu haben, und unterzugehen.
Ich hatte keine Angst vor dem Sterben oder so, mehr.. mehr davon, erkennen zu müssen,
das ich nicht mehr Schwimmen kann, und dem Wasser fernbleiben muss.
Wie so oft mit Ängsten, hat das paradoxerweise genau dazu geführt - ich blieb dem Wasser fern.

Aber ich merke.. ich will das nicht mehr.
Ich will dagegen stehen.
Es hat mich so glücklich gemacht heute, einfach nur da zu stehen und das Wasser zu spüren, zu riechen, zu hören.
Und ich hab im Wasser nach Steinen gesucht, die bestimmte Formen haben.
Ich hab zwei Herzchen, ein Schuh und eine Bergspitze gefunden.
Ich habs sogar geschafft, einen Stein über das Wasser springen zu lassen - das konnte ich früher nie!

Alles in allem.. war heute spannend.
Von einer leichten Melancholie untermalt, aber strahlend.

Ich muss das öfters tun.
Das tut gut.


Total amateurhafte WiPs :P






Samstag, 10. September 2016

Zuckerwatte und Dunkelheit

Es ist irgendwie alles am falschen Platz.
Inklusive mir, und vorallem mir selber.

Ich kann nicht fühlen heute.
Da ist ein grosser, grauer Vorhang im weg, er feixt mich an und schneidet grimassen.
Aber ich kann mich nicht darüber ärgern, ich kann es auch nicht lustig finden.
Ich kann nur davor sitzen, völlig alleine.

Ich spiele mit dem Gedanken auszuziehen.
Bevor das ganze Theater mit der IV durch ist, einfach so.
Leute für eine WG suchen und dann weg von hier.
Manchmal habe ich das Gefühl, dieser Ort hier macht mich krank,
er saugt mir alle Lebensenergie aus.
Nicht nur, weil ich hier ganz viel Schlechtes erlebt habe,
auch, weil hier alles so festgefahren ist.
Mein Vater, der so eingefroren in seine Muster ist, das nicht mal mehr ein Eisbrecher durchkommt,
die Fremden in den Nachbarhäusern, die so wenig mit mir zu tun haben,
das sie auch einfach von anderen Planeten stammen könnten.
Und schliesslich mein eigener Kopf, der hier immer wieder von den selben Geistern und demselben Elend gefangen genommen wird.

Aktuell hat mich meine Sozialphobie wieder schwer im Griff.
Ich kann nich nach draussen, nur da wo ich alleine bin.
Kann nicht mit der Familie essen, kann Verabredungen nicht einhalten.
Kann nur hier sitzen und mich in Serien vergraben.

Denn genau das tue ich aktuell.
Ich weiss echt nicht wieso, aber da ist dieser Anime, den ich nun bald 5x hintereinander durchhabe,
und es wir mir einfach nicht zu blöd.
Die Dialoge, die ich schon auswendig kenne.
Ich kann mich voll und ganz auf das Bild konzentrieren,
die Gestik, die Mimik der Figuren, der Zeichenstil, die Animation.
Ich tauche ab, in diese andere, mir nicht fremde Welt, die mich heilt, und wenn es nur für den Moment ist.
Das ist gefährlich schön.

Ich muss morgen arbeiten, und wiedereinmal ist es ein müssen.
Ich mag meinen Schüler total, keine Frage, aber grade will ich nicht sozial agieren müssen.
Aber ich sage das nicht ab, das habe ich mir fest vorgenommen.

Durch meinen Rückzug hab ich mir zwei neue Schüler versaut.
Ich habe zweimal abgesagt, und nun möchten die Eltern nachvollziehbarer Weise jemand anderes finden.
Ich weiss nicht, obs mir leidtut.
Grade finde ich es schwer, in dieser Beziehung etwas zu empfinden.
Es ist eben so. Punkt.

Morgen hat die Frau meines Vaters Geburtstag.
Ich kann mir das Datum nicht merken.
Dafür weiss ich jetzt, was Tintenfisch auf Japanisch heisst,
und das Makoto am 17.11 Geburtstag hat.
Prioritäten wären was.

Und so vertreibe ich mir die Zeit mit Videos, ein und derselben Serie zum 923792749 Male,
Musik und schwelgen in anderen Welten.

So gehts nicht weiter.

Mittwoch, 7. September 2016

Leere

Ich glaube, mein aktuell grösstest Problem ist, dass ich kein wirkliches Ziel im Leben habe.
Ich hab keine Ahnung, was ich tun möchte, werden möchte, erreichen möchte.

Irgendwie habe ich mich nie drum geschert, ob ich eine Beziehung führe, ob ich eine Familie gründe später.
Generell.. weiss ich nicht, wohin.
Beruflich, privat, mit mir selber.. ich habe vieles genommen wies ist,
mich in das gefügt was gekommen ist.
Ich habe Ausbildungen und Studium angefangen, weil ich dann was zu tun hatte,
und ich hab sie wieder abgebrochen, als es gesundheitlich nicht mehr ging.
Aber nirgendwo dran hängt mein Herz wirklich.
Ich kann die Frage "Was willst du erreichen" nicht beantworten.


Alle entscheiden sie sich um mich rum für eine Laufbahn,
und ich fühle mich wie ein Blatt im Wind, im Wind, den sie alle erzeugen,
in dem sie zielgerichtet loslaufen.
Mal bin ich da, mal da, mal ist das toll, mal was anderes.
Aber etwas, das mich wirklich berührt?
Sowas habe ich nicht.

Ich spiele kein Musikinstrument, ich betreibe keine Sportart,
ich schreibe nicht wirklich und ich habe auch sonst kein Hobby, was ich als Berufung bezeichnen könnte.
Ich meine, etwas mit Tieren wäre nice, etwas mit Kindern wäre okay,
etwas Handwerkliches ginge auch irgendwie klar.
Aber so wirklich etwas wollen... tu ich nicht.
Und ich weiss nicht, wie ich dieses etwas finden kann.
Ich fühle mich leer.

Bewusst geworden ist mir das durch den Anime Free!,
wo es mitunter, vorallem gegen Ende hin, sehr stark um dieses Thema geht.
Und Haruka findet, was er tun will, weil er einen Kurztripp nach Australien macht,
und das Weltstadion für internationale Schwimmkämpfe sieht.
Dann weiss er, er will hier irgendwann einmal schwimmen.


Aber nicht mal die Welt muss ich gesehen haben.
Es reizt mich nicht.
Nur viel zu viel Stress und Ärger, aber keinen wirklichen Profit.
Es ist alles so lame irgendwie.

Ich fühle mich müde.

Tag für Tag für Tag für Tag für Tag für...


soraka fliegt Morgen für ein Jahr nach Japan.
Ich werde sie vermissen.

Montag, 5. September 2016

Figuren, Geld und Gefühle

Falls jetzt jemand enttäuscht ist: Ja, ich schreibe nicht täglich "Tage"buch.
Auch beschreibe ich ungern "nur" was ich getan habe am Tag, ich fokusiere mich auf meine Empfindungen dabei.
Grundsätzlich kann man sagen, je öfter ich schreibe, desto schlechter gehts mir :P
Das Schreiben ist für mich einfach eine tolle Art, Balast abzuwerfen.
Manche Dinge sind nicht mehr so schlimm, wenn sie aufgeschrieben sind.

Desweiteren ist es sehr hilfreich für mich, von gewissen Dingen Abstand zu kriegen.
Sie niederzuschreiben und nach einer Weile nochmals drüberzulesen gibt mir diesen Abstand.
Ich kann neutraler über diese Dinge urteilen, wenn ich es nochmals lese. Ich stecke dann nicht direkt drinn.
Das kann helfen.

Ich habe seit Montag besucht und es ist oft sehr anstregend.
Ich weiss nicht wieso, aber irgendwie habe ich, je besser ich im Zwischenmenschlichen werde,
eine viel niedrigere Belastungsgrenze.
Ich muss gut auf mich aufpassen im Moment, aber darin bin ich leider nicht ganz so gut.
Zumindest noch nicht.

Samstag war ich mit Besuch bei ne Gruppe Leute aus der TK, es war echt ein toller Abend.
Ich habe sie alle so vermisst!
Nach wie vor habe ich Mühe damit, einfach anzunehmen das da eine Gruppe Menschen ist,
die mich einfach so nehmen und sich gerne mit mir treffen.
Das ich einfach so da sein darf, das sich der eine oder andere vielleicht auf mich freut.
Das klingt so utopisch für mich.

Ich wünsche mir, das ich irgendwann all das Gute, was mir entgegengebracht wird, annehmen kann.
Ich will nicht unfair sein, den Leuten gegenüber, die mir Gutes tun und die mich mögen.
Es ist nur so schwer für mich, das wirklich zu verstehen.
Aber ich arbeite ja dran.

Die eine Mutter von den zwei neuen Schülern die ich eigentlich habe, meinte, sie brauchen mich im Moment nicht.
Ich meine ja, das kann viele Gründe haben.
Die Kinder kommen alleine zurecht, sie haben grade familiär Probleme, keine Zeit da.. vielleicht sogar zu wenig Geld da.
Aber das erste, was mir dabei in den Sinn kommt ist: Fuck, es liegt an mir.
Weil ich einen schlechten Eindruck hinterlassen habe, weil ich Donnerstag absagen musste,
weil sie meine Narben gesehen haben und mich jetzt nicht haben wollen.
1001 Dinge fallen mir ein, wieso ich wohl nicht genüge.
Wenn ich das rational betrachte, ärgere ich mich ziemlich darüber. Es ist einfach überflüssig.
Aber es ist schwer, das einfach abzustellen.
Und insgeheim nagt die Unsicherheit halt doch..

Heute war ich mitm Besuch inner Stadt, hab mir ne neue Zoro-Figur gekauft <3
Die ist echt toll. Und war mit 25CHF sogar verhältnismässig billig^^
Ne Kiste für meine Socken gabs auch noch.
Ich hab 51 verschiedene Socken, das ist toll.
Socken sind was tolles. vorallem bunte.

Generell muss ich aber furchtbar aufpassen.
Da ich ja geerbt habe, habe ich aktuell etwas mehr Geld (etwas viel mehr),
aber irgendwie krieg ich da die Kurve nicht wirklich.
Ich will nicht in einem Monat 1000 CHF oder so verhauen, das wäre einfach so massiv übertrieben!
Ein Budgetplan wäre nicht schlecht. Einen, an den man sich dann auch hält.
Will ich unbedingt beim Termin mit der psychiatrischen Spitex anmerken, falls da draus was wird.
Son Plan wäre mir wirklich eine Hilfe.
Ich kann nicht mit Geld umgehen T_T

Generell bin ich grade.. n bisschen inem Gefühlstal - es passiert nicht viel.
Es ist windstill, aber so eine erschöpfte Art von windstill.
So erschlagen.

Wobei heute gings mir eigentlich wirklich gut.
Ich habe meine Panikanfälle sehr gut im Griff zur zeit.
Seit ich aus der Klinik ausgetreten bin, habe ich kein einziges Reservemedi gebraucht.
Das ist ein Fortschritt!

Ansonsten.. schlage ich mich grade irgendwie durch.
Anstregend.


Freitag, 2. September 2016

Entwirrung

Ha!

Es geht voran.

Irgendwie hat mein Psychologe aus der Klinik Wunder bewirkt,
so das ich jetzt nicht nur die Betreuung kriegen kann,
sondern auch bei ihm Übergangsweise bis Oktober zur Therapie,
danach dann zu einem oder einer im selben Gebäude.
Das ist tatsächlich mehr, als ich mir überhaupt erhofft habe.

Anscheinend hat es geholfen, das der Psychiater, bei dem ich einen Termin hatte am Mittwoch,
mal nachhaken gegangen ist, was da denn genau schief gelaufen ist.

Es freut mich total, soviel Unterstützung zu erhalten solch gute Möglichkeiten nun zu kriegen.

Lichtblicke.