Dienstag, 31. Dezember 2024

Ich kann euch nicht erreichen

Ich kann euch nicht erreichen
egal wie sehr ichs will
auf keine meiner Weisen
nicht laut und auch nicht still

Ich kann mich euch nicht nähern
ich weiss ich bin kein Freund
egal wie sehr ich kämpfe
ich bleib ein Narr der träumt.

Ich kann euch nicht erreichen
mit keinem meiner schritte
weil da kein Platz mehr ist
für meine masslosen Tritte

Ich kann euch nicht erreichen
weil ich nicht gehen kann
weil ich nicht verstehe
ich bin gar nicht dran

Ich kann euch nicht erreichen
verzeiht mir den Versuch
mehr zu sein als das Eselsohr
lästig, im Lieblingsbuch.

Ich kann euch nicht erreichen
an eurem trauten Ort
verzeiht mir meine Liebe
verzeiht mir jedes Wort

Ich kann euch nicht erreichen
verzeiht, ich lern nicht schnell
es steht mir gar nicht zu
euer Warm und euer Hell.

Ich kann euch nicht erreichen
ich schreie viel zu laut
ich höre viel zu leise
wenn ihr in meine Richtung schaut.

Ich kann euch nicht erreichen
reichen meine Gefühle nicht?
und so bestaun' ich euer Feuer
aus der Ferne, ihr, mein Licht.

Montag, 11. November 2024

Shell

You think my wounds
must be painful
but what is painful
is emptiness.

No amount of tears
of sweat, nor blood
may fill this space
where there is nothing

No million words
no billion touches
may close
this gaping ache

Be it sunshine
lazy idling
late evening sadness
they'll all disappear

I'm void of everything
even remotely human
I deprave myself
of every thing.

You think my scars're
prove of dire pain
but the direst pain
is the one not there.


Samstag, 19. Oktober 2024

Es geht mir gut

Es geht mir gut wenn
ich abends vor dem Schlafen gehen
in einem weichen Bett liege
mit einem warmen Gefühl
vom Tee davor
Videos schaue
auf meinem Tablet
und bis zum Morgengrauen
gar nichts muss.

Es geht mir gut wenn
ich ein neues Lied entdecke
das mein Herz packt
und es dann zufällig
über Shuffle spielt
und nicht nur weil ich es anwähle

Es geht mir gut wenn
es strömend regnet
und ich auf meinem Balkon
in den Himmel schaue
und das viele Nass
auf meiner Haut spüre
und weiss
drinnen warten trockene Klamotten

Es geht mir gut wenn
ich alter Bilder anschaue
mit Menschen, die schon so lange
an meiner Seite sind
Denk nur, all die Erinnerungen,
die ich habe
und alle, die ich mit ihnen noch machen darf

Es geht mir gut wenn
ich auf dem Boden meiner Wohnung sitze
meine Wohnung, in der ich sein darf
sein kann, bin, tue,
umgeben von Büchern
sehr chaotisch
aber meins.

Es geht mir gut wenn
ich meinen PC anschaue
den ein Freund extra für mich
zusammengebaut hat
mit vielen blinkenden Lichtern
in tollen Farben
ein Arbeitsgerät, ein Herzensgerät
mein Kontakt zu Herzensmenschen.

Es geht mir gut wenn
im Supermarkt frische Beeren zu kaufen sind
Wassermelonen im Sommer,
Mandarinen im Winter
wenn Leckere Dinge grad im Angebot sind
und die Regale nicht umgeräumt wurden.

Es geht mir gut wenn
ich mich überwinde
und BriefMailKarteAufgabe schreibeerledige
die ich schon so lange vor mich hergeschoben habe
wenn ich mit mir selbst ringe
und gewinne.
Es geht mir gut wenn
-
alles andere kurz hinten anstehen kann

Mittwoch, 19. Juni 2024

The clocktower library: Prison

This damned spiraling staircase
All this words that
Give chase
To my mind
All this books in
This damned cramped library
Every single one
Permanent and
Temporary
All this damned memories
are but a Prison
for
my future

the clocktowers
never-tiring
flow of time
binding me
to this place

Do i
keep all these books,
its words, its lines
written on my soul
or do they
keep
me?

Samstag, 1. Juni 2024

Sonntag, 5. Mai 2024

The clocktower library: The Story of a madman


The story of a madman

many volumes

all worn from hours

upon hours

of reading

reminiscing

worn from

my hands

that could never let

the story rest.


Your books pages

Not blank

Not unreadable

Just not finished

Just static

Forever frozen

10 years ago.


Like a

Series

That ended

prematurely

Because

The next volume

Never came

have you

Never found

An end

Within me

 

I picture

Your sequel

A happy one

Bright

With spots of rain

I picture

You

All grown.


Sometimes

Words

Books

memories

Sentences

Fail me.

Or do I

Fail Them?

 

Did 

I

Fail

You?

Samstag, 10. Februar 2024

Today I made a mistake

Today I made a mistake
I googled old friends
People once part of my life
And I saw how they trive

One a gold smith by 24
his own label, told my monitor
Newspaper articles about prodigy youth
And I thought, man look how he grew

Another one's business photos,
not a trace of inseurity in those
look at him smiling successional
he's now an IT professional.

Looking back, they both were kinda like me
albeit wonderful beings, a tad bit mentally wee
But look at them go, how they've beautifully grown
And now look at me, the never-changing moron.

How hard they must've being working
how deep they must've being searching
how strict they must've been
How much they must've seen

I would like to listen
to their aquired wisdom
what the world looks to them now
and what those pictures do not show

But what would I have to offer
I'm but a faceless gofer
a victim of my very own mess
checkmate in my own game of chess.

Because I cant do anything but cry
because mostly I dont even try
because somewhere along the line
I forgot which fight is mine.

Today I made a mistake
I compared myself to once-friends
and I forgot completely
to meet myself. Me.


Today I made a mistake
I googled old friends
but instead of being proud of their growth
I just moved to self-pity lake and dove.

I am so sorry.
Keep going, wonderful people

Freitag, 9. Februar 2024

Geister

Mein Herz
Der Geist des Vergangenen
Noch trunken, noch nicht bereit 

Mein Hirn
Der Geist der Gegenwart
Im Hier und Jetzt

Meine Seele
Der Geist der Zukunft
Strebend, offen, bereit. 

Mein Geist
Der Geist in mir
Alle drei in Teilen
Ein Ganzes.
Ich.

Mittwoch, 3. Januar 2024

Müllerherzen

 Es ist so anstregend. Es ist so anstrengend. Es ist so anstrengend. Ich bin so anstrengend.

Gib mir eine Stunde, eine Halbe, nur 20 Minuten, nur ein bisschen Zeit, in der alles okay ist. Gibt mir nur ein kleines bisschen Heile Welt, das Gefühl davon.
Ich liebe diese Menschen so sehr aber jede Minute, jeder Moment ist so unglaublich kräftezehrend, weil ich einfach nicht aufhören kann zu denken: Was, wenn du hier gar nicht willkommen bist?
Und es ist halt egal wie oft mir das Gegenteil gesagt wird, wie oft ich in Gesten, Worten, Taten lesen darf, dass es nicht so ist, völlig egal, weil mein Herz ein bodenloses Loch ist und alles, was reingeworfen wird, niemals ankommt. Ich will das nicht. Ich will nicht immer nur nehmen nehmen nehmen, ich will kein Zuneigungsvampir sein, der alles aussaugt bis nichts mehr übrig ist.

Ich will auf Augenhöhe sein, ich will fühlen können, wirklich fühlen wie viel Zuneigung mir entgegengebracht wird. Ich will dieses kostbarste aller Geschenke, das ich so reichlich erhalte den ihm verdienten Wert zugestehen können. Ich will nicht verzweifelt sein und mich an jedes Bisschen klammern, ich will nicht Wörter studieren und umdrehen und verzerren und spiegeln, ich will nicht Untertöne deuten und Wortwahlen einander gegenüberstellen; ich will einfach nur Zeit mit euch verbringen, diese geniessen, mit euch lachen, mit euch weinen - ich will die Mühlen meiner Unsicherheit stillegen, wirklich stilllegen und nicht nur sabotieren, das Getriebe versanden damit nichts mehr geht - weil dann wirklich nichts mehr geht. Nicht nach vorne, nicht nach hinten, nicht gewohnt, nicht ungewohnt. Weil dann alles wirklich vorbei ist. Aber ich will aufhören können, langsam aber bestimmt aufhören, die Räder in meinem Kopf in den Ruhestand schicken, einfach nur die Zeit mit euch geniessen.

Aber ich kann nicht. Ich weiss nicht wie. Ich weiss es nicht. Es tut mir leid.

Danke, dass es euch gibt.