Magie existiert.
Jeder Mensch beherrscht Magie, jeder auf seine eigene Art und Weise.
Was könnte denn anders dazu führen, dass man sich warm und friedlich fühlt, nur weil man eine Nachricht von einem Menschen kriegt, den man mag?
Wie könnte sonst ein Lächeln die Sonne scheinen lassen?
Wie könnten sonst ohne Worte Welten auf und untergehen?
Liebe ist Magie.
Gefühle sind Magie.
Und Menschen sind die Magier, die aus diesen Grundsätzen ihr ganz eigenes Ding machen.
Ich wünsche mir, dass meine Magie die gutherzigkeit ist.
Ich wünsche mir, dass die Menschen sich an meine Freundlichkeit erinnern, zu aller erst.
Lass mich Wärme sein.
Freitag, 29. November 2019
Mittwoch, 20. November 2019
risdv
Mein Mitarbeiter hat Krieg mit unserer Kantine angefangen, schon vor einer Weile, und keiner wusste so recht worums geht.
Heute hab' ich dann mitgkriegt, wie er mit wem aus einer anderen Abteilung drüber geredet hat.
Ihm ist das Essen zu gesund.
"Ich steh nicht so auf Grünzeug und Rohkost, ich will was deftigeres!"
Ich musste mich beherrschen nicht laut loszulachen, der Herr sitzt mit nämlich gegenüber.
Like.. Bruder, geh doch die paar Meter zum nächsten Dönerladen oder whatever.
1. ZWINGT dich ja keiner, in unserer Mensa zu essen, 2. WAS für Probleme hat man denn im Leben, wenn einem ne Küche zu gesund ist? Und 3. so krass "gesund" ist es bei uns gar nicht.
Wir haben halt den Vorteil, das wir keine klassische Mensa sondern ein Restaurant haben, das zum Betrieb gehört und wo im hinteren Teil die Mitarbeiter Mittags essen dürfen. Ist zwar auf Selbstbedienungsbasis aber das Essen an sich ist genau dasselbe wie im Restaurant auch.
Hat den Vorteil das sie nicht separat kochen müssen und die Lehrlinge sowohl klassischen Restaurantbetrieb sowie Selbsbedienungs-Kantinendingens kennenlernen.
Und die Menüs an sich sind ziemlich normal, jeweils ein Fleischmenü, ein Vegetarisches (das meist auch vegan ist), ne Salatbar, das Schnitzel-Pommes-Menü, Pastamenü sowie zusätzlich noch eines, das dem zusammengewürfelt wird, was im Restaurant über bleibt. (Damit nix weggeschmissen werden muss. Selbstverständlich wird das nochmals neu angerichtet und so. Ist ne gute Sache)
Also WORÜBER beschwert der sich eigentlich?
Das ist so ein verdammter Luxus so viel Auswahl zu haben, und wir dürfen da ja kostenlos essen weil das inklusive ist.
Ausserdem sind die Leute da sehr nett und wenn wer nen Spezialwunsch hat, ist das immer möglich (ich hab noch nie erlebt, dass es nicht ging)
Ich kann also theoretisch von der Pastastation Nudeln holen, vom Vegimenü nen Schlag Kichererbsenmus und Hackfleisch vom Fleischmenü. Ich kann auch hingehen und beim Fleischmenü nur Fleisch oder alles ausser dem Fleisch verlangen.
Es gibt ausserdem noch Suppe, Schnitzelbrötchen, Sandwiches usw, das gilt alles mitrein. Oder ich geh und hol mir an der Schnitzel-Pommes-Station n Schnitzel und mach den restlichen Teller voll mit Salat.
Aber nein, dieser Mann stellt sich hin und findet das doof weil zu viel Grünzeug.
Was zum Teufel.
Heute hab' ich dann mitgkriegt, wie er mit wem aus einer anderen Abteilung drüber geredet hat.
Ihm ist das Essen zu gesund.
"Ich steh nicht so auf Grünzeug und Rohkost, ich will was deftigeres!"
Ich musste mich beherrschen nicht laut loszulachen, der Herr sitzt mit nämlich gegenüber.
Like.. Bruder, geh doch die paar Meter zum nächsten Dönerladen oder whatever.
1. ZWINGT dich ja keiner, in unserer Mensa zu essen, 2. WAS für Probleme hat man denn im Leben, wenn einem ne Küche zu gesund ist? Und 3. so krass "gesund" ist es bei uns gar nicht.
Wir haben halt den Vorteil, das wir keine klassische Mensa sondern ein Restaurant haben, das zum Betrieb gehört und wo im hinteren Teil die Mitarbeiter Mittags essen dürfen. Ist zwar auf Selbstbedienungsbasis aber das Essen an sich ist genau dasselbe wie im Restaurant auch.
Hat den Vorteil das sie nicht separat kochen müssen und die Lehrlinge sowohl klassischen Restaurantbetrieb sowie Selbsbedienungs-Kantinendingens kennenlernen.
Und die Menüs an sich sind ziemlich normal, jeweils ein Fleischmenü, ein Vegetarisches (das meist auch vegan ist), ne Salatbar, das Schnitzel-Pommes-Menü, Pastamenü sowie zusätzlich noch eines, das dem zusammengewürfelt wird, was im Restaurant über bleibt. (Damit nix weggeschmissen werden muss. Selbstverständlich wird das nochmals neu angerichtet und so. Ist ne gute Sache)
Also WORÜBER beschwert der sich eigentlich?
Das ist so ein verdammter Luxus so viel Auswahl zu haben, und wir dürfen da ja kostenlos essen weil das inklusive ist.
Ausserdem sind die Leute da sehr nett und wenn wer nen Spezialwunsch hat, ist das immer möglich (ich hab noch nie erlebt, dass es nicht ging)
Ich kann also theoretisch von der Pastastation Nudeln holen, vom Vegimenü nen Schlag Kichererbsenmus und Hackfleisch vom Fleischmenü. Ich kann auch hingehen und beim Fleischmenü nur Fleisch oder alles ausser dem Fleisch verlangen.
Es gibt ausserdem noch Suppe, Schnitzelbrötchen, Sandwiches usw, das gilt alles mitrein. Oder ich geh und hol mir an der Schnitzel-Pommes-Station n Schnitzel und mach den restlichen Teller voll mit Salat.
Aber nein, dieser Mann stellt sich hin und findet das doof weil zu viel Grünzeug.
Was zum Teufel.
Dienstag, 19. November 2019
Ynos
Was soll das denn?
Kay, mit dem ich in der Berufsschule bin und den ich gut leiden kann, hat mir einen Schlüsselanhänger geschenkt, als Dankeschön weil ich ihn vor einigen Wochen mal zum Essen eingeladen hatte über Mittag.
Das war.. doch einfach weil wir zu dritt da waren, ich grade Geld hatte und diese Menschen sehr gerne mag, und er kommt an und gibt mir diesen blöden Anhänger von Halloween, einer Band die ich toll finde. Er hat sich das extra gemerkt und mir was davon besorgt, Merch von denen ist scheisse rar und meist scheisse teuer und er kommt einfach an und gibt mir den, was soll denn das?
Was mach ich denn jetzt damit?
Wieso ist er so lieb, ich komm nicht KLAR damit
Und neben Dani sitzen und in der Schule sein macht Spass, er fragt mich um Rat, nicht nur schulisch, wenn er etwas nicht versteht. Manchmal sind wir auch kollektiv ratlos und es ist einfach toll und er ist EHRLICH daran interessiert Kontakt zu mir zu haben und sagt mir wir sind FREUNDE
Geh doch nicht hin und sag sowas einfach meine Güte.
Ich hab so viele Energien in mir drinn und ich weiss nicht wohin damit.
Verschwendet euer gutes Herz bitte nicht an mich.
Bitte geht weg, ich freu mich doch sonst so sehr.
Ich mag diese Leute so gerne.
Was mach ich denn jetzt?
Alles ist Chaos.
Kay, mit dem ich in der Berufsschule bin und den ich gut leiden kann, hat mir einen Schlüsselanhänger geschenkt, als Dankeschön weil ich ihn vor einigen Wochen mal zum Essen eingeladen hatte über Mittag.
Das war.. doch einfach weil wir zu dritt da waren, ich grade Geld hatte und diese Menschen sehr gerne mag, und er kommt an und gibt mir diesen blöden Anhänger von Halloween, einer Band die ich toll finde. Er hat sich das extra gemerkt und mir was davon besorgt, Merch von denen ist scheisse rar und meist scheisse teuer und er kommt einfach an und gibt mir den, was soll denn das?
Was mach ich denn jetzt damit?
Wieso ist er so lieb, ich komm nicht KLAR damit
Und neben Dani sitzen und in der Schule sein macht Spass, er fragt mich um Rat, nicht nur schulisch, wenn er etwas nicht versteht. Manchmal sind wir auch kollektiv ratlos und es ist einfach toll und er ist EHRLICH daran interessiert Kontakt zu mir zu haben und sagt mir wir sind FREUNDE
Geh doch nicht hin und sag sowas einfach meine Güte.
Ich hab so viele Energien in mir drinn und ich weiss nicht wohin damit.
Verschwendet euer gutes Herz bitte nicht an mich.
Bitte geht weg, ich freu mich doch sonst so sehr.
Ich mag diese Leute so gerne.
Was mach ich denn jetzt?
Alles ist Chaos.
Montag, 18. November 2019
Always sparkle
Ich fürchte mich vor der Zeit.
Nicht per se, aber je mehr Zeit vergeht umso näher rückt mein Ausbildungsende.
Es ist lächerlich sich darüber schon gedanken zu machen, schliesslich bin ich noch nicht mal mit einem von 3 Jahren fertig, aber ich muss trotzdem immerzu daran denken.
Ich fürchte mich vor dem Abschluss weil ich mich davor fürchte, keine Arbeit zu finden.
Ich weiss, dass ich in diesem Betrieb nur für die Dauer der Ausbildung sein kann und es macht auch wenig Sinn, jetzt schon nach freien Stellen zu schauen. Der Arbeitsmarkt verändert sich in drei Jahren schliesslich auch.
Ausserdem habe ich keine Ahnung, wie ich mich auf eine Stelle bewerben soll mit einem Abschluss, den ich ja gar noch nicht habe und entsprechend nicht wissen kann, ob und wenn ja wie gut ich abschliesse.
Das Problem besteht dann zwar vor Ausbildungsende auch, weil ich sehr Zeitnah nach Abschluss hier weg muss, aber wenigstens lässt sich dann aufgrund von drei Jahren Erfahrungsnoten eine ungefähre Vorhersage treffen.
Auch wenn selbst das kein Garant ist.
Ich fürchte mich vor der Arbeitsuche und davor, nichts zu finden, weil ich eigentlich weiss, dass ich so, wie ich zur Zeit aussehe, sehr schlechte Karten habe.
Ich fürchte mich davor, dass mir im Endeffekt nichts anderes übrig bleibt, als zur Norm zu werden.
Ich fürchte mich davor, zur Norm zu werden und zu vergessen, wer ich bin. Wieder zurück zu einem Leben ohne Identität, ohne Spuren und Eindruck hinterlassen zu können, weil ich selber nicht weiss, wer und ob ich bin.
Ich fürchte mich davor, mich selber zu verlieren und doch ahne ich, es bleibt mir kaum was anderes übrig.
Ich habe einen Iro, keinen, den ich aufstelle, aber doch deutlich erkennbar, und ich LIEBE diese Frisur. Ich fühle mich so unglaublich wohl damit, so wohl wie zuvor kaum mit einer Frisur. Ich will nicht zurück.
Mir ist auch bewusst das niemand übergewichtige Leute einstellen will, wie sieht das denn auch aus, welches Firmenimage will sich das schon antun?
Und wenn ich das denke dann kriege ich Panik und erwische mich dabei, wie ich alte Verhaltens- und Denkmuster hervorhole und mich einigeln und nichts mehr essen will, ich erwische mich dabei wie ich meine alten Masken abstaube, bereit mich dahinter zu verbergen und zu tun, als wäre nichts während ich nichts mehr sehen und fühlen kann weil der Hass und die Abscheu auf und vor Essen so übermanns gross ist. Ich will dahin nicht zurück.
Aber was bleibt mir übrig?
Entweder ich bleibe ich und werde arbeitslos,
oder ich gehe zurück, so viele riesige Schritte zurück und passe mich an,
oder.. ich sterbe, kurz bevor ich mich bewerben muss, ich sterbe als vernünftiges Mitglied der Gesellschaft das eine Ausbildung absolviert, sterbe als ich, dieser Kompromiss aus mir selber und dem was sich öffentlich sehen lassen kann, was angesehen werden will und kann.
Es reicht nicht, ich reiche nicht.
Niemals, nicht als Niemand und nicht als Ich.
Ich reiche nicht.
Die Augen schliessen, kurz schreien.
Augen auf und weitergehn.
Wie viel Kapitulation steckt im Erwachsensein?
Nicht per se, aber je mehr Zeit vergeht umso näher rückt mein Ausbildungsende.
Es ist lächerlich sich darüber schon gedanken zu machen, schliesslich bin ich noch nicht mal mit einem von 3 Jahren fertig, aber ich muss trotzdem immerzu daran denken.
Ich fürchte mich vor dem Abschluss weil ich mich davor fürchte, keine Arbeit zu finden.
Ich weiss, dass ich in diesem Betrieb nur für die Dauer der Ausbildung sein kann und es macht auch wenig Sinn, jetzt schon nach freien Stellen zu schauen. Der Arbeitsmarkt verändert sich in drei Jahren schliesslich auch.
Ausserdem habe ich keine Ahnung, wie ich mich auf eine Stelle bewerben soll mit einem Abschluss, den ich ja gar noch nicht habe und entsprechend nicht wissen kann, ob und wenn ja wie gut ich abschliesse.
Das Problem besteht dann zwar vor Ausbildungsende auch, weil ich sehr Zeitnah nach Abschluss hier weg muss, aber wenigstens lässt sich dann aufgrund von drei Jahren Erfahrungsnoten eine ungefähre Vorhersage treffen.
Auch wenn selbst das kein Garant ist.
Ich fürchte mich vor der Arbeitsuche und davor, nichts zu finden, weil ich eigentlich weiss, dass ich so, wie ich zur Zeit aussehe, sehr schlechte Karten habe.
Ich fürchte mich davor, dass mir im Endeffekt nichts anderes übrig bleibt, als zur Norm zu werden.
Ich fürchte mich davor, zur Norm zu werden und zu vergessen, wer ich bin. Wieder zurück zu einem Leben ohne Identität, ohne Spuren und Eindruck hinterlassen zu können, weil ich selber nicht weiss, wer und ob ich bin.
Ich fürchte mich davor, mich selber zu verlieren und doch ahne ich, es bleibt mir kaum was anderes übrig.
Ich habe einen Iro, keinen, den ich aufstelle, aber doch deutlich erkennbar, und ich LIEBE diese Frisur. Ich fühle mich so unglaublich wohl damit, so wohl wie zuvor kaum mit einer Frisur. Ich will nicht zurück.
Mir ist auch bewusst das niemand übergewichtige Leute einstellen will, wie sieht das denn auch aus, welches Firmenimage will sich das schon antun?
Und wenn ich das denke dann kriege ich Panik und erwische mich dabei, wie ich alte Verhaltens- und Denkmuster hervorhole und mich einigeln und nichts mehr essen will, ich erwische mich dabei wie ich meine alten Masken abstaube, bereit mich dahinter zu verbergen und zu tun, als wäre nichts während ich nichts mehr sehen und fühlen kann weil der Hass und die Abscheu auf und vor Essen so übermanns gross ist. Ich will dahin nicht zurück.
Aber was bleibt mir übrig?
Entweder ich bleibe ich und werde arbeitslos,
oder ich gehe zurück, so viele riesige Schritte zurück und passe mich an,
Es reicht nicht, ich reiche nicht.
Niemals, nicht als Niemand und nicht als Ich.
Ich reiche nicht.
Die Augen schliessen, kurz schreien.
Augen auf und weitergehn.
Wie viel Kapitulation steckt im Erwachsensein?
Freitag, 15. November 2019
Debilia
Ich fühle mich zur Zeit so unendlich müde, müde vom kämpfen, müde vom wachsen, müde vom reflektieren und analysieren.
Ich bin müde vom Versuch, mir ein Leben aufzubauen.
Die wöchentlichen Termine mit meiner Betreuerin, die Termine mit dem Psychiater, das ewige, nie endende Weiterkommen sollenwollentun; ich habe für einen Moment vergessen, dass es im Endeffekt keine Rolle spielt, ob dieser Tunnel einen Ausgang hat, solange ich nur weiterlaufe.
Denn wenn ich weitergehe dann finde ich es vielleicht raus, dann roste ich nicht ein und begegne vielleicht dem einen oder anderen Gänseblümchen das sich durch den stummen Beton dieses immerschwarzen Tunnels einen Weg bahnt, und dann lächle ich vielleicht für eine Sekunde und denke mir - dafür hat es sich doch gelohnt, weiterzugehen.
Aber ich bin müde.
Müde vom Immergrau, vom Niemalshell, vom lauten Schlag meines verdammten, treuen Herzens,
dass mich auch nach all den fürchterlichen Zeiten nicht im Stich lässt.
Wie weit noch, wie weit denn noch; die Frage, die ich mir niemals stellen darf.
Egal wie weit.
Einfach weiter.
Punkt.
Ich bin müde vom Versuch, mir ein Leben aufzubauen.
Die wöchentlichen Termine mit meiner Betreuerin, die Termine mit dem Psychiater, das ewige, nie endende Weiterkommen sollenwollentun; ich habe für einen Moment vergessen, dass es im Endeffekt keine Rolle spielt, ob dieser Tunnel einen Ausgang hat, solange ich nur weiterlaufe.
Denn wenn ich weitergehe dann finde ich es vielleicht raus, dann roste ich nicht ein und begegne vielleicht dem einen oder anderen Gänseblümchen das sich durch den stummen Beton dieses immerschwarzen Tunnels einen Weg bahnt, und dann lächle ich vielleicht für eine Sekunde und denke mir - dafür hat es sich doch gelohnt, weiterzugehen.
Aber ich bin müde.
Müde vom Immergrau, vom Niemalshell, vom lauten Schlag meines verdammten, treuen Herzens,
dass mich auch nach all den fürchterlichen Zeiten nicht im Stich lässt.
Wie weit noch, wie weit denn noch; die Frage, die ich mir niemals stellen darf.
Egal wie weit.
Einfach weiter.
Punkt.
Montag, 11. November 2019
11.11
Lieber Paddy.
Ich möchte dir gerne ausführlich schreiben heute, dir erzählen und dich fragen, berichten, ein bisschen lachen und ein bisschen weinen.
Aber ich habe keine Worte.
Ich habe nur Musik, Melodien, Rhytmen die mein Herz noch kennt, die meine Hände noch fühlen,
ich habe hunderte von Tönen und Klängen, die ich dir schenken kann.
Ich wäre gerne gemässigt und reflektiert, aber ich kann nur schreien.
Surrender
every word, every thought, every sound
Surrender
every touch, every smile, every frown
Surrender
all the pain we've endured until now
Surrender
all the hope that I lost, it was found
Surrender
yourself to me
Surrender | Billy Talent
In meinem Kopf stehe ich in der Kristallhöhle, der Kaverne aus tausend Reflektionen und Lichtschimmern,
ich bin Domino und ich weiss, Lily ist weg.
Weisst du, vielleicht wäre es einfacher wenn ich sagen könnte, ich habe dich geliebt,
auf eine gesellschaftliche Art, wenn ich dich unter vergangenem Herzschmerz verbuchen könnte.
Es wäre einfacher anderen zu erklären, wer du warst, wer du für mich warst, wer du für mich bist.
Denn wer du eigentlich bist, das weiss ich nicht.
Vor Kurzem habe ich den Begriff "ghosting" kennengelernt.
Aber rein von der Begrifflichkeit habe ich damit nicht viel anfangen können; das ist doch dieses Ding, das Menschen passiert, die Onlinedating betreiben.
Das ist doch das, was passiert, wenn einer mehr will als der andere.
So war das mit dir ja nicht.
Und doch: eigentlich ist "ghosting" das Wort, dass beschreibt, was passiert ist.
Du bist einfach gegangen.
So, wie man eben gehen kann, wenn man nur Stimme und Wort in einem Textfenster, Datenströme, einsen und nullen, ein Code in einem Rechenzentrum ohne Gefühle.
Wenn man nur ein Name und eine Nummer und ein kleines "Plopp" unten am Bildschirmrand ist.
Wenn man nicht in Augen sondern in einen LCD-Monitor starrt und sein Herz bindet an das Nicht-Sein einer digitalen Silhouette.
Du bist nicht gegangen; du bist viel eher nicht mehr gekommen.
Nicht mehr online, nicht mehr verfügbar.
Nicht mehr erreichbar.
Ich habe geschrien, ich habe geflucht, ich habe geweint, ich habe getobt; aber du - dein Internet-Ich - bliebst grau.
Unsichtbar.
Unerreichbar.
Drei Mal.
Drei verfluchte Male hast du das durchgezogen.
Dich dann doch wieder gemeldet, nach Monaten, einmal sogar nach einem ganzen verdammten Jahr.
Und ich habe immer wieder genau da gestartet, wo du aufgehört hattest,
ich habe das nächste Puzzlestück genommen und an seinen vorgesehenen Platz getan, ohne darauf zu achten das Zeit und Raum und Charakter sich verändern, das nichts bleibt wie es ist, und dieses Puzzlestück von damals nicht mehr passt.
Wir waren beide nicht in der Lage, das zu verstehen und haben zwei Mal wieder genau da angeknüpft, wo wir gedacht hatten, hätten wir aufgehört.
Wir haben gesungen, und plötzlich war das Blatt weiss und unsere Melodie ziellos, doch wir haben weitergesungen, uns und die Töne neu erfunden, und als da plötzlich wieder Noten waren, waren es nicht mehr dieselben und wir haben keinen Einklang mehr gefunden.
Aber wir haben es nicht bemerkt, ich habe es nicht bemerkt, weil ich die Augen aufgerissen und die Ohren zugehalten habe,
weil ich nicht hören wollte, das nichts stimmt, ich wollte nur sehen, dass du da bist.
Du hast mir sogar kurz bevor du zum dritten Mal - zum letzten Mal - verschwunden bist gesagt, dass wir keine Freunde mehr sein können.
Weil sich Zeiten ändern.
Du hast mir gesagt das du mich mal geliebt hast, aber deine Freundin nicht verlieren wolltest,
dass du nicht weisst, was du willst, was du wolltest oder was das Beste wäre.
Aber ich habe dir nicht zugehört.
Ich habe dir nur gesagt, dass es mir egal ist und ich dich trotzdem mag.
Du hast mir gesagt, dass deine Freundin das doof findet.
Wir waren zwei gleiche Puzzleteile, die nicht ineinanderpassen, die sich nicht fügen können,
zwei gleiche Teile von unterschiedlichen Puzzles mit unterschiedlichen Motiven.
Wir waren uns so unfassbar nah, obwohl wir physisch so unfassbar weit entfernt waren voneinander.
Bitte verzeih mir, dass ich dich nicht verstanden habe.
Bitte, verzeih mir.
Als du zum dritten Mal verschwunden bist, bin ich in den Chat deines Livestreams und habe versucht, dich zu zwingen, mir zu antworten, ich habe versucht vor Zeugen zu belegen, dass wir uns kannten, dass du nicht einfach so weglaufen kannst.
Es war falsch und es tut mir leid. Es muss schwierig gewesen sein für dich, dich vor deinen Freunden, die vermutlich in all den Jahren nie erfahren hatten ,dass es mich gibt, zu rechtfertigen, wer ich bin.
Vielleicht hast du auch abgestritten mich zu kennen, mich einen Troll genannt; vielleicht hast du auch gar nichts gemacht.
An diesem Abend habe ich dich überall gelöscht, blockiert, verbannt aus meinem Leben.
Verbannt aus diesem Leben, das du eigentlich gar nie betreten hattest.
Wer warst du denn?
Was warst du?
Wer bist du?
Ich weine während ich das hier schreibe, ich weine weil ich es nicht weiss,
weil mein Herz schmerzt, weil ich dich vermisse, obwohl unsere Bekanntschaft doch so.. unweltlich war.
Warum spüre ich dann so weltlich, dass du nicht mehr da bist?
Well you'd better watch your step
[ ] a diamond on a landmine
Better watch your step
[ ] a diamond on a landmine
Better watch your step
[ ] a diamond on a landmine
Waiting to explode
Diamond on a landmine | Billy Talent
Du warst der Diamant und ich die Mine,
und ich bin hochgegangen und habe uns beide in abertausende Stücke zerissen,
an diesem Abend.
Ich habe nie wieder von dir gehört.
Und obwohl ich meiner Betreuerin gesagt habe, dass ich durch bin mit dir, so bin ich das eigentlich nicht.
Wie kann ich denn durch sein mit dir, wenn es doch eigentlich nie geendet hat?
Es war einfach plötzlich nichts mehr, und ich weiss nicht wohin ich das verräumen soll.
Wohin kommt denn Nichts?
Jez hab ich doch ganz schön viel geschrieben,
auch wenn ich nie und nimmer an das rangekommen bin, was ich sagen wollte.
Ich wollte gerne die Jahre, die wir hatten, in Worte fassen.
Meinen Schmerz und wie blöd ich mir nun vorkomme,
dass ich dir, einer Onlinebekanntschaft, so viel Zuneigung entgegengebracht habe.
Aber ich will nicht bereuen, dass es so war.
Du warst gut, du bist grossartig, du warst Sonne und Wärme und viele gute Zeiten für mich,
ich möchte mich an dich erinnern und mir selber sagen können: Das war schön, auch wenn es nicht schön geendet hat.
Auch wenn es nicht geendet hat.
Wenn es einfach vorbei war.
Lieber Paddy, ich will dir so vieles sagen.
Aber in erster Linie: Danke.
Danke für die Jahre. Jedes Wort, jeden Satz, jedes Telefonat.
Jede Minute und jede Stunde, jede Nachricht, jeden Witz und jede Träne.
Danke, dass du mit mir gelacht und geweint und geblödelt hast.
Danke, dass du zweimal wieder zurückgekehrt bist und mir noch ein paar mehr Erinnerungen geschenkt hast.
Danke für deine Stimme, die Lieder, die Melodien.
Danke für den Wiederhall von Glück.
Ich erinnere mich an dich.
Happy Birthday.
Ich möchte dir gerne ausführlich schreiben heute, dir erzählen und dich fragen, berichten, ein bisschen lachen und ein bisschen weinen.
Aber ich habe keine Worte.
Ich habe nur Musik, Melodien, Rhytmen die mein Herz noch kennt, die meine Hände noch fühlen,
ich habe hunderte von Tönen und Klängen, die ich dir schenken kann.
Ich wäre gerne gemässigt und reflektiert, aber ich kann nur schreien.
Surrender
every word, every thought, every sound
Surrender
every touch, every smile, every frown
Surrender
all the pain we've endured until now
Surrender
all the hope that I lost, it was found
Surrender
yourself to me
Surrender | Billy Talent
In meinem Kopf stehe ich in der Kristallhöhle, der Kaverne aus tausend Reflektionen und Lichtschimmern,
ich bin Domino und ich weiss, Lily ist weg.
Weisst du, vielleicht wäre es einfacher wenn ich sagen könnte, ich habe dich geliebt,
auf eine gesellschaftliche Art, wenn ich dich unter vergangenem Herzschmerz verbuchen könnte.
Es wäre einfacher anderen zu erklären, wer du warst, wer du für mich warst, wer du für mich bist.
Denn wer du eigentlich bist, das weiss ich nicht.
Vor Kurzem habe ich den Begriff "ghosting" kennengelernt.
Aber rein von der Begrifflichkeit habe ich damit nicht viel anfangen können; das ist doch dieses Ding, das Menschen passiert, die Onlinedating betreiben.
Das ist doch das, was passiert, wenn einer mehr will als der andere.
So war das mit dir ja nicht.
Und doch: eigentlich ist "ghosting" das Wort, dass beschreibt, was passiert ist.
Du bist einfach gegangen.
So, wie man eben gehen kann, wenn man nur Stimme und Wort in einem Textfenster, Datenströme, einsen und nullen, ein Code in einem Rechenzentrum ohne Gefühle.
Wenn man nur ein Name und eine Nummer und ein kleines "Plopp" unten am Bildschirmrand ist.
Wenn man nicht in Augen sondern in einen LCD-Monitor starrt und sein Herz bindet an das Nicht-Sein einer digitalen Silhouette.
Du bist nicht gegangen; du bist viel eher nicht mehr gekommen.
Nicht mehr online, nicht mehr verfügbar.
Nicht mehr erreichbar.
Ich habe geschrien, ich habe geflucht, ich habe geweint, ich habe getobt; aber du - dein Internet-Ich - bliebst grau.
Unsichtbar.
Unerreichbar.
Drei Mal.
Drei verfluchte Male hast du das durchgezogen.
Dich dann doch wieder gemeldet, nach Monaten, einmal sogar nach einem ganzen verdammten Jahr.
Und ich habe immer wieder genau da gestartet, wo du aufgehört hattest,
ich habe das nächste Puzzlestück genommen und an seinen vorgesehenen Platz getan, ohne darauf zu achten das Zeit und Raum und Charakter sich verändern, das nichts bleibt wie es ist, und dieses Puzzlestück von damals nicht mehr passt.
Wir waren beide nicht in der Lage, das zu verstehen und haben zwei Mal wieder genau da angeknüpft, wo wir gedacht hatten, hätten wir aufgehört.
Wir haben gesungen, und plötzlich war das Blatt weiss und unsere Melodie ziellos, doch wir haben weitergesungen, uns und die Töne neu erfunden, und als da plötzlich wieder Noten waren, waren es nicht mehr dieselben und wir haben keinen Einklang mehr gefunden.
Aber wir haben es nicht bemerkt, ich habe es nicht bemerkt, weil ich die Augen aufgerissen und die Ohren zugehalten habe,
weil ich nicht hören wollte, das nichts stimmt, ich wollte nur sehen, dass du da bist.
Du hast mir sogar kurz bevor du zum dritten Mal - zum letzten Mal - verschwunden bist gesagt, dass wir keine Freunde mehr sein können.
Weil sich Zeiten ändern.
Du hast mir gesagt das du mich mal geliebt hast, aber deine Freundin nicht verlieren wolltest,
dass du nicht weisst, was du willst, was du wolltest oder was das Beste wäre.
Aber ich habe dir nicht zugehört.
Ich habe dir nur gesagt, dass es mir egal ist und ich dich trotzdem mag.
Du hast mir gesagt, dass deine Freundin das doof findet.
Wir waren zwei gleiche Puzzleteile, die nicht ineinanderpassen, die sich nicht fügen können,
zwei gleiche Teile von unterschiedlichen Puzzles mit unterschiedlichen Motiven.
Wir waren uns so unfassbar nah, obwohl wir physisch so unfassbar weit entfernt waren voneinander.
Bitte verzeih mir, dass ich dich nicht verstanden habe.
Bitte, verzeih mir.
Als du zum dritten Mal verschwunden bist, bin ich in den Chat deines Livestreams und habe versucht, dich zu zwingen, mir zu antworten, ich habe versucht vor Zeugen zu belegen, dass wir uns kannten, dass du nicht einfach so weglaufen kannst.
Es war falsch und es tut mir leid. Es muss schwierig gewesen sein für dich, dich vor deinen Freunden, die vermutlich in all den Jahren nie erfahren hatten ,dass es mich gibt, zu rechtfertigen, wer ich bin.
Vielleicht hast du auch abgestritten mich zu kennen, mich einen Troll genannt; vielleicht hast du auch gar nichts gemacht.
An diesem Abend habe ich dich überall gelöscht, blockiert, verbannt aus meinem Leben.
Verbannt aus diesem Leben, das du eigentlich gar nie betreten hattest.
Wer warst du denn?
Was warst du?
Wer bist du?
Ich weine während ich das hier schreibe, ich weine weil ich es nicht weiss,
weil mein Herz schmerzt, weil ich dich vermisse, obwohl unsere Bekanntschaft doch so.. unweltlich war.
Warum spüre ich dann so weltlich, dass du nicht mehr da bist?
Well you'd better watch your step
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Better watch your step
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Better watch your step
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Waiting to explode
Diamond on a landmine | Billy Talent
Du warst der Diamant und ich die Mine,
und ich bin hochgegangen und habe uns beide in abertausende Stücke zerissen,
an diesem Abend.
Ich habe nie wieder von dir gehört.
Und obwohl ich meiner Betreuerin gesagt habe, dass ich durch bin mit dir, so bin ich das eigentlich nicht.
Wie kann ich denn durch sein mit dir, wenn es doch eigentlich nie geendet hat?
Es war einfach plötzlich nichts mehr, und ich weiss nicht wohin ich das verräumen soll.
Wohin kommt denn Nichts?
Jez hab ich doch ganz schön viel geschrieben,
auch wenn ich nie und nimmer an das rangekommen bin, was ich sagen wollte.
Ich wollte gerne die Jahre, die wir hatten, in Worte fassen.
Meinen Schmerz und wie blöd ich mir nun vorkomme,
dass ich dir, einer Onlinebekanntschaft, so viel Zuneigung entgegengebracht habe.
Aber ich will nicht bereuen, dass es so war.
Du warst gut, du bist grossartig, du warst Sonne und Wärme und viele gute Zeiten für mich,
ich möchte mich an dich erinnern und mir selber sagen können: Das war schön, auch wenn es nicht schön geendet hat.
Auch wenn es nicht geendet hat.
Wenn es einfach vorbei war.
Lieber Paddy, ich will dir so vieles sagen.
Aber in erster Linie: Danke.
Danke für die Jahre. Jedes Wort, jeden Satz, jedes Telefonat.
Jede Minute und jede Stunde, jede Nachricht, jeden Witz und jede Träne.
Danke, dass du mit mir gelacht und geweint und geblödelt hast.
Danke, dass du zweimal wieder zurückgekehrt bist und mir noch ein paar mehr Erinnerungen geschenkt hast.
Danke für deine Stimme, die Lieder, die Melodien.
Danke für den Wiederhall von Glück.
Ich erinnere mich an dich.
Happy Birthday.
Sonntag, 10. November 2019
Vulkan
I love everything
Fire's spreading all around my room
My world's so bright
It's hard to breathe, but that's alright
Cradle | Sub Urban
Die Welt ist so laut.
So überall, so unendlich, unaufhörbar, unübersehbar.
Ich bin so voll mit Emotionen, ich fliesse über, zerfliesse und ich lache und weine,
weil dieser Moment der totalen Überfluss-Ekstase die Schwelle zum Nichts ist.
Dahinter ist nichts, das Nichts, die Leere die mich daran erinnert,
dass ich kein Felsen bin sondern Ebbe und Flut, Mondphasen in Sekundenschnelle,
im Video auf 2.25 gestellt, eine Erde die vergessen hat, dass ein Tag 24 Stunden und keine 3 hat.
Morgen hat Paddy geburtstag.
Ein weiteres langes Jahr ohne dich.
Ich weiss das du nicht an mich denkst und das ist in Ordnung.Ich weiss, dass es dir nicht schlechter geht ohne mich.
Ich weiss, dass es in Ordnung so ist.
Aber ein kleines bisschen, ein ganz kleines, stilles bisschen weine ich -
Ich erinnere mich an dich.
Das ist.. so.. unglaublich.
Das ist.. mehr als ich in Worte fassen kann.
Ich denke mir, das ist es: Der Moment, der meine Anstregungen kröhnt.
Nach Jahren und Jahren des Aufwachsens Seite an Seite auf dem Trümmerfeld meiner Zerstörungswut bist du so herzensgut, so offen und so freundlich zu mir.
Sitzt du da und schreibst mir Zeilen und sagst mir, dass du mich lieb hast, obwohl ich das doch gar nicht verdiene.
Ich habe mich bemüht, in den vergangenen Jahren, gestern und auch heute, an mir zu arbeiten damit ich - die Naturgewalt - keine Naturkatastrophe mehr sein muss, das ich die Menschen die mir Nahe stehen nicht weiter lichterloh in Flammen aufgehen lasse,
weil ich es nicht ertrage zu leben.
Und ich denke mir: Das ist es, der Augenblick in dem ich mich auflösen und zu Sternenstaub zerfallen kann, der Augenblick in dem du mir vergibst das ich keine gute Schwester war.
Auch nicht für meine ältere Schwester; und sollte auch sie, sollten sie beide mir jemals gemeinsam vergeben können so weiss ich, dass ich meine Schuld abgebüsst habe, dass ich nun in Frieden in Tausend Stücke zerspringen kann vor Glück und Erleichterung.
Wenn doch nur die Menschen in meinem Leben mir vergeben können; meine Schwestern, Michelle, Lisa, Schweri, mein Vater,
dass ich so unglaublich schwierig war als junger Mensch, wenn sie das nur können, dann habe ich alles erreicht was es zu erreichen gibt.
Wenn die Menschen, die nicht mehr in meinem Leben sind mich vergessen konnten oder mir vergeben konnten, dann will ich nicht mehr verlangen und ihnen nur wünschen, dass es so bleibt.
Ich wünsche mir das auch die Menschen die jetzt in diesem Moment in meinem Leben sind mir vergeben mögen dafür, dass ich so unstet bin, das ich so kompliziert bin,
dass ich mich nie treffen mag, das ich mich nur holprig melden kann, dass ich mich um mich selber drehe und manchmal vergesse,
dass die Welt der anderen sich nicht im selben Tempo und derselben Intensität dreht wie die meine.
Es tut mir leid.
Ich liebe euch.
Danke das ihr immer noch zu mir haltet.
Ich bemühe mich das es besser wird.
Ich arbeite hart, aber noch reicht es nicht.
Bitte verzeiht mir.
Ich verspreche euch, ich werde weiter arbeiten.
Weiterkommen, weitergehen und irgendwann die Grösse besitzen,
euch von Angesicht zu Angesicht um Verzeihung zu bitten.
Danke.
Mein Kopf ist laut.
Montag, 4. November 2019
FL MP
Ach guck, da wird jemand erwachsennnnnn
Nachdem ich mir das komplette Wochenende den Kopf über etwas zerbrochen habe,
was ich in einer Konversation am Freitag zu Dani gesagt hatte,
habe ich es heute Morgen doch tatsächlich geschafft auf ihn zuzugehen und das zu "klären".
Er hatte das zwar schon wieder vergessen, was einmal mehr beweist das ich mir viel zu viele Gedanken um viel zu nichtige Dinge mache, ABER ich habs geschafft, ich habs angesprochen,
ich bin in den Dialog getreten anstellen davon mich still selber verrückt zu machen.
Hui.
Kleine Schritte; ich glaube, das war ein Grosser.
Nachdem ich mir das komplette Wochenende den Kopf über etwas zerbrochen habe,
was ich in einer Konversation am Freitag zu Dani gesagt hatte,
habe ich es heute Morgen doch tatsächlich geschafft auf ihn zuzugehen und das zu "klären".
Er hatte das zwar schon wieder vergessen, was einmal mehr beweist das ich mir viel zu viele Gedanken um viel zu nichtige Dinge mache, ABER ich habs geschafft, ich habs angesprochen,
ich bin in den Dialog getreten anstellen davon mich still selber verrückt zu machen.
Hui.
Kleine Schritte; ich glaube, das war ein Grosser.
Samstag, 2. November 2019
Spanish Sahara
Abends laufe ich manchmal durch die Strassen und sehe mir die Häuser und die Gärten an.
Und ich sehe die erleuchteten Fenster und wünsche mir, dass die Menschen, die in diesem Licht sind, in diesem Moment, glücklich sind.
Ich wünsche ihnen, dass sie grade etwas leckeres gekocht oder sich bestellt haben. Dass sie einen tollen Film schauen, gemütlich ein Buch lesen, einen geilen Tee trinken.
Ich wünsche ihnen, dass sie grade ein schönes Telefonat führen, sich für ein Date oder eine Party fertigmachen.
Dass sie sich in frisch gewaschene Bettwäsche kuscheln mit einem Kuscheltier und einer Wolldecke, dass sie gerade ein gutes Game zocken, Geschenke ein oder auspacken.
Ich wünsche mir, dass ich ein kleines bisschen von dem Glück und dem Frieden, den ich manchmal empfinde, abgeben kann an alle, die unter diesem Licht gerade über hohen Rechnungen brüten, die schlechte Nachrichten erhalten, die Mail mit der Kündigung lesen, die Pläne verschieben mussten auf die sie sich gefreut haben.
Ich möchte mein Manchmal-Glück mit denen teilen die gerade jemanden vermissen, die verzweifelt ein wichtiges Dokument suchen, die sich schon grausen vor dem nächsten Arbeitstag.
Ich möchte der Welt etwas zurückgeben, den Menschen, dem Leben.
Aber eigentlich lieber aus der Ferne.
Ohne, dass ich selber involviert bin, ohne dass jemand weiss, dass es von mir kommt.
Ich mag mich nicht, wenn ich unter Menschen bin.
Ich bin dafür nicht gemacht, dass fällt mir immer wieder auf wenn ich in der Berufsschule bin.
Diese Menschen sind so lieb und es macht mir soviel Spass dass mir mein Herz zerspringen will,
aber ich.. bin so fehl am Platz, dort, in ihrer Mitte.
Ich rede zu viel, zu viel Blödsinn, ich drehe Konversationen zu sehr so um, dass es plötzlich nur um mich geht.
Ich kann schlecht auf andere eingehen und das ist blöd.
Es fällt mir schwer, die Grenze zu stecken zwischen notwendiger Information und überflüssigem Scheiss, und das macht mich fertig. Wiedereinmal finde ich keine Mitte, nur stumm oder ein Wasserfall aus Worten, nur mittendrin oder unsichtbar; wie nur bastel ich mir einen Schieberegler für mich selber, wie und wohin lasse ich diesen Überschuss an Freude an der Situation abfliessen, damit sie nicht in Worten enden?
Es belastet mich.
Das ich meine Verschenkaktionen online machen kann kommt mir unheimlich entgegen, da ist es einfacher alles zu kontrollieren.
Ich kann mit den Gewinner*innen in Kontakt treten und sie können sich bedanken, aber da ich niemanden kenne und es das Internet ist, ist es nicht mehr als das.
Vielleicht fürchte ich mich auch nur vor sozialer Verpflichtung, vielleicht laufe ich ein bisschen weg vor der Verantwortung die eine Freundschaft mit sich bringt.
Vielleicht, vermutlich.
Aber grade kann ich nichts dagegen tun.
Meine Schritte sind schwer und ich halte mich mit Mühe auf Kurs, Ausbildung schaffen, ein ordentlicher Mensch werden, in jeglicher Hinsicht.
Am Mittwoch hatte ich Probezeitgespräch; ich habe bestanden, mit Bestnoten.
Ich wurde gelobt weil ich gut in der Schule bin und gut im Betrieb mitarbeite, mir wurden gute Prognosen gegeben.
Ich darf sogar zur Lehrlingsversammlung die pro Betrieb jeweils nur die Besten besuchen dürfen.
Ich versuche mich zu freuen, ein bisschen tue ich es, ein bisschen viel im Moment selber, aber viel schwerer wiegt die Aussicht auf die kommenden Monate, zu schwer nur einen Moment später.
Einigeln, weglaufen.
Mir ist grade nach weglaufen zu mute.
Kleine Schritte: Einmal mehr sind da keine.
Stehen bleiben als Alternative zum Rückwärtsgehen.
Die Zukunft macht mir verdammt angst.
Und ich sehe die erleuchteten Fenster und wünsche mir, dass die Menschen, die in diesem Licht sind, in diesem Moment, glücklich sind.
Ich wünsche ihnen, dass sie grade etwas leckeres gekocht oder sich bestellt haben. Dass sie einen tollen Film schauen, gemütlich ein Buch lesen, einen geilen Tee trinken.
Ich wünsche ihnen, dass sie grade ein schönes Telefonat führen, sich für ein Date oder eine Party fertigmachen.
Dass sie sich in frisch gewaschene Bettwäsche kuscheln mit einem Kuscheltier und einer Wolldecke, dass sie gerade ein gutes Game zocken, Geschenke ein oder auspacken.
Ich wünsche mir, dass ich ein kleines bisschen von dem Glück und dem Frieden, den ich manchmal empfinde, abgeben kann an alle, die unter diesem Licht gerade über hohen Rechnungen brüten, die schlechte Nachrichten erhalten, die Mail mit der Kündigung lesen, die Pläne verschieben mussten auf die sie sich gefreut haben.
Ich möchte mein Manchmal-Glück mit denen teilen die gerade jemanden vermissen, die verzweifelt ein wichtiges Dokument suchen, die sich schon grausen vor dem nächsten Arbeitstag.
Ich möchte der Welt etwas zurückgeben, den Menschen, dem Leben.
Aber eigentlich lieber aus der Ferne.
Ohne, dass ich selber involviert bin, ohne dass jemand weiss, dass es von mir kommt.
Ich mag mich nicht, wenn ich unter Menschen bin.
Ich bin dafür nicht gemacht, dass fällt mir immer wieder auf wenn ich in der Berufsschule bin.
Diese Menschen sind so lieb und es macht mir soviel Spass dass mir mein Herz zerspringen will,
aber ich.. bin so fehl am Platz, dort, in ihrer Mitte.
Ich rede zu viel, zu viel Blödsinn, ich drehe Konversationen zu sehr so um, dass es plötzlich nur um mich geht.
Ich kann schlecht auf andere eingehen und das ist blöd.
Es fällt mir schwer, die Grenze zu stecken zwischen notwendiger Information und überflüssigem Scheiss, und das macht mich fertig. Wiedereinmal finde ich keine Mitte, nur stumm oder ein Wasserfall aus Worten, nur mittendrin oder unsichtbar; wie nur bastel ich mir einen Schieberegler für mich selber, wie und wohin lasse ich diesen Überschuss an Freude an der Situation abfliessen, damit sie nicht in Worten enden?
Es belastet mich.
Das ich meine Verschenkaktionen online machen kann kommt mir unheimlich entgegen, da ist es einfacher alles zu kontrollieren.
Ich kann mit den Gewinner*innen in Kontakt treten und sie können sich bedanken, aber da ich niemanden kenne und es das Internet ist, ist es nicht mehr als das.
Vielleicht fürchte ich mich auch nur vor sozialer Verpflichtung, vielleicht laufe ich ein bisschen weg vor der Verantwortung die eine Freundschaft mit sich bringt.
Vielleicht, vermutlich.
Aber grade kann ich nichts dagegen tun.
Meine Schritte sind schwer und ich halte mich mit Mühe auf Kurs, Ausbildung schaffen, ein ordentlicher Mensch werden, in jeglicher Hinsicht.
Am Mittwoch hatte ich Probezeitgespräch; ich habe bestanden, mit Bestnoten.
Ich wurde gelobt weil ich gut in der Schule bin und gut im Betrieb mitarbeite, mir wurden gute Prognosen gegeben.
Ich darf sogar zur Lehrlingsversammlung die pro Betrieb jeweils nur die Besten besuchen dürfen.
Ich versuche mich zu freuen, ein bisschen tue ich es, ein bisschen viel im Moment selber, aber viel schwerer wiegt die Aussicht auf die kommenden Monate, zu schwer nur einen Moment später.
Einigeln, weglaufen.
Mir ist grade nach weglaufen zu mute.
Kleine Schritte: Einmal mehr sind da keine.
Stehen bleiben als Alternative zum Rückwärtsgehen.
Die Zukunft macht mir verdammt angst.
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