The old mirror
there, in the
corner
he has seen
many faces
he's seen many traces
of love and hate and
everything great
of
sadness, tears and
eyes full of fears.
The old mirror
in his corner
sings
for everyone
A quiet song
without a tongue
but many words
passionately
Trace your fingers
over him
feel what lingers
under dust
people's trust
in his reflection
dear affection
and loathing hate
The old mirror
not once he cried
for he can't
not that he
hadn't tried
With open eyes
he sees the world
its pretty spots,
its ugly lots
a silver window
for the human soul
Sonntag, 28. Februar 2021
The old mirror
Freitag, 26. Februar 2021
L'indomptable
Ich habe versucht, mir zu erklären, warum ich manchmal viel lieber einen Stream von einem Menschen oder Videos angucke als direkt mit Menschen zu interagieren.
Und ich glaube, es liegt daran, dass es eine Einbahn-Strasse ist.
Es gibt mir irgendwie das Gefühl, nicht alleine zu sein, aber ich muss nicht mit meinem "Gegenüber" interagieren. Ich bin anonym, gesichtslos, Wesenslos und es wird auch nicht von mir erwartet, dass ich angebracht auf die mir entgegengebrachten Inhalte reagiere.
Ich kann etwas lustig finden wenn mir danach ist, ich kann aber auch einfach stumpf zusehen ohne dabei viel zu empfinden und es ist in jedem Falle richtig.
Mit Menschen direkt ist das anders. Da lebt die Interaktion von gegenseitigen Reaktionen und das ist etwas, was ich nicht jederzeit leisten kann.
Diese Menschen in diesen Videos tun genau das, was sie tun, was aufgezeichnet wurde, immer un dimmer und immer wieder ohne auch nur einen Milimeter von dem abzuweichen, was ich schon kenne. Weil es eben ein Video ist. Und manchmal ist mir das der grösste Segen.
Wenn ich müde bin von Menschen und dem Leben, wenn ich mich selber grade nicht finden kann sind diese Inhalte trotzdem da wie immer.
Ist das traurig?
vielleicht.
Ich vermag nicht wirklich darüber zu urteilen.
Bei meinem letzten Termin hat mir mein Psychiater eröffnet, dass es vielleicht nicht reicht.
Das ich vielleicht nicht reiche.
Für den ersten Arbeitsmarkt, mein ich.
In Anbetracht meiner Geschichte, der Schwere der Erkrankung und den Entwicklungen des Arbeitsmarktes kann es sein, dass ich nicht das Level erreiche, das ich brauche, um auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen.
Das ist.. schwierig.
Es stand für mich nie ausser Frage dass der Weg dahin führt. Es stand für mich nie ausser Frage dass sich das alles irgendwie einrenkt wenn ich nur hart genug an mir arbeiten.
Wenn ich mir nur genug Mühe gebe und tue was man mir sagt, dann wird das bestimmt werden.
Aber so funktioniert das Leben nicht.
Das habe ich zwischenzeitlich ausgeblendet.
Ich verstehe, was mein Psychiater meint, wenn er sagt, dass es keinen Sinn ergibt auf Biegen und Brechen etwas durchsetzen zu wollen, sondern das es Wichtiger ist, Bedingungen zu schaffen unter denen ich so stabil wie möglich leben kann.
Und wenn diese Bedingungen Teilrente heissen, dann sei das vollkommen in Ordnung.
Ich verstehe es, rational, aber ich will es nicht begreifen.
Ich will nicht einsehen, dass ich gescheitert bin.
Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll.
Noch habe ich 1 1/2 Jahre vor mir in denne sich noch viel verändern kann.
Vielleicht reicht es ja doch.
Vielleicht aber auch nicht.
Mir bleibt nichts als mich nach Kräften zu bemühen.
Ich bin müde.
Montag, 15. Februar 2021
Fliederfinger
Ich bin so schlecht im Umgang mit Konflikten.
Witzigerweise aber nicht meine eigenen, sondern die anderer Personen.
Wenn Leute in meinem Umfeld streiten belastet mich das SEHR viel mehr als es sollte.
Like.. ja, ich verstehe, du bist n crybaby, aber wenn andere streiten oder Konflikte austragen kannst du doch nichts dafür!
Krieg dich wieder ein, Jin
Ich weiss auch gar nicht, was mich so aufreibt daran.
Will ich schlichten? Will ich Dinge richtigstellen?
Will ich Harmonie "erzwingen"?
Habe ich das Gefühl es ist gegen mich gerichtet?
Ich verstehe es nicht und entsprechend schwer fällt es mich das alles einzuordnen.
"Sie haben eben ein empathisches Herz", würde mein Psychiater wohl sagen.
Cool, das hilft mir aber nicht weiter.
Dieses Weichspülerherzen bringt mir nichts als Ärger, und ich weiss einfach nicht wie ich meine Gefühle danach abfedern kann.
Ich möchte schreien.
Singen.
Deswegen singe ich.
Weil ich dann nicht schreien muss.
Freitag, 5. Februar 2021
Hiroshiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
Ich habe aus Interesse nach dem "schlechtesten Anime" überhaupt gesucht und bin dabei auf Dinge gestossen die ich sehr gerne wieder vergessen möchte. Zum Beipiel auf "Striking Daughter: Sayuri"
Das ist halt next level cursed shit, da hilft auch kein Priester mehr ahaha
https://www.youtube.com/watch?v=9ZvQpwvlz-o
Donnerstag, 4. Februar 2021
Schemen
Ich sollte mehr schreiben.
Aber ich fühle mich grade so unpoetisch und weiss nicht wirklich, wie ich all das, was mir so im Kopf umherirrt in vernünftigte Worte fassen soll. Es will mir auch nicht richtig gelingen, das durch andere auszudrücken, durch Figuren, Charaktere die ich mir entleihe um sie meinen Weg gehen zu lassen, um selber besser zu verstehen was mich grade beschäftigt.
Seit Montag darf ich wieder 10% arbeiten nachdem gar nichts mehr ging.
10% sind sagenhafte 48 Minuten am Tag und während ich mich unheimlich bescheuert vorkomme für nicht mal eine Stunde im Büro zu erscheinen so bin ich doch auch unendlich dankbar dafür, dass ich diese Möglichkeit überhaupt habe.
Die Möglichkeit, langsam aufzubauen, einmal mehr, ein gottverdammtes verfluchtes Mal mehr.
Das ich die Schule im Selbststudium führen durfte und meine Ausbildung weiterhin machen darf, trotz mentaler Kernschmelze.
Dafür bin ich dankbar.
Und für den Moment ist das alles, was zählt.
Dankbarkeit, Genügsamkeit, weiter gehen.
Einmal tief seufzen und den nächsten Schritt machen.
Weiter, weiter.
Dem trotzen was da kommen mag.
Weiter.
Dankbar sein.
Das ist es, worauf ich mich konzentrieren will.