Samstag, 29. Februar 2020
Mittwoch, 26. Februar 2020
Time again
Ich habe meinem Vater eine Karte geschrieben.
Einfach so.
Ich will nicht stehen bleiben.
Ich will nicht, dass ich mein Leben lang diesen Frust und diese Wut mit mir rumtrage,
dass ich mir selber im Weg stehe weil ich nur zurück schaue.
Ich will nach vorne schauen.
Als Motiv hab' ich Lavendel-Blüten gewählt, weil ich Lavendel mag und er mich gleichzeitig an unser (ganz) altes Haus erinnert.
Von all den schlechten Dingen, die ich von Früher mitgenommen habe; der Duft dieser Blüten ist keines davon.
Ich liebe Lavendelduft und es erschien mir passend entsprechend diesen zu wählen.
Als Zeichen, dass die Vergangenheit bestehen bleibt und das auch darf, dass der Duft in die Gegenwart hineinreicht und mit seiner beruhigenden, friedlichen Art im Hier und Jetzt einen Ort schaffen kann,
der mich weitergehen lässt, unabhängig davon ob sich die anderen um mich herum verändern oder nicht.
Meine eigene Entwicklung ist nur bedingt an die der Leute um mich herum gekoppelt,
ich kann aufstehen und weitergehen, selbst wenn mein Vater in seinem Wesen stehen bleibt.
Ich kann ihn nicht ändern, aber ich kann meine Sicht auf ihn ändern.
Ich will Frieden schliessen mit ihm und meiner Vergangenheit.
Als Grussformel auf der Karte steht "Alles Liebe."
Auf den ersten Blick ist das nichts Besonderes, aber für mich ist es das.
"Alles Liebe" verwende ich nur bei Menschen, die mir wichtig sind und die ich mag.
Denen ich wirklich und wahrhaftig "Alles Liebe" wünsche.
Er wird nicht verstehen, was diese zwei Worte bedeuten für mich, aber das spielt keine Rolle.
Allein die Tatsache, dass ich sie geschrieben habe und an ihn und seine Frau gerichtet und sie auch so gemeint habe ist für mich, für mich allein, unbezahlbar viel wert.
Vielleicht kann ich Schritt für Schritt weiter auf ihn zugehen, auch wenn er stehen bleibt, oder vielleicht sogar Schritte rückwärts geht.
Es ist kein Wettbewerb, wer die meisten Schritte auf wen zumacht.
Es zählt allein, dass man irgendwann beieinander steht.
Kleine Schritte gehen - das war ein riesiger.
Einfach so.
Ich will nicht stehen bleiben.
Ich will nicht, dass ich mein Leben lang diesen Frust und diese Wut mit mir rumtrage,
dass ich mir selber im Weg stehe weil ich nur zurück schaue.
Ich will nach vorne schauen.
Als Motiv hab' ich Lavendel-Blüten gewählt, weil ich Lavendel mag und er mich gleichzeitig an unser (ganz) altes Haus erinnert.
Von all den schlechten Dingen, die ich von Früher mitgenommen habe; der Duft dieser Blüten ist keines davon.
Ich liebe Lavendelduft und es erschien mir passend entsprechend diesen zu wählen.
Als Zeichen, dass die Vergangenheit bestehen bleibt und das auch darf, dass der Duft in die Gegenwart hineinreicht und mit seiner beruhigenden, friedlichen Art im Hier und Jetzt einen Ort schaffen kann,
der mich weitergehen lässt, unabhängig davon ob sich die anderen um mich herum verändern oder nicht.
Meine eigene Entwicklung ist nur bedingt an die der Leute um mich herum gekoppelt,
ich kann aufstehen und weitergehen, selbst wenn mein Vater in seinem Wesen stehen bleibt.
Ich kann ihn nicht ändern, aber ich kann meine Sicht auf ihn ändern.
Ich will Frieden schliessen mit ihm und meiner Vergangenheit.
Als Grussformel auf der Karte steht "Alles Liebe."
Auf den ersten Blick ist das nichts Besonderes, aber für mich ist es das.
"Alles Liebe" verwende ich nur bei Menschen, die mir wichtig sind und die ich mag.
Denen ich wirklich und wahrhaftig "Alles Liebe" wünsche.
Er wird nicht verstehen, was diese zwei Worte bedeuten für mich, aber das spielt keine Rolle.
Allein die Tatsache, dass ich sie geschrieben habe und an ihn und seine Frau gerichtet und sie auch so gemeint habe ist für mich, für mich allein, unbezahlbar viel wert.
Vielleicht kann ich Schritt für Schritt weiter auf ihn zugehen, auch wenn er stehen bleibt, oder vielleicht sogar Schritte rückwärts geht.
Es ist kein Wettbewerb, wer die meisten Schritte auf wen zumacht.
Es zählt allein, dass man irgendwann beieinander steht.
Kleine Schritte gehen - das war ein riesiger.
Montag, 24. Februar 2020
22/7
Manchmal ärgere ich mich selber über mich und über das, was ich hier so schreibe.
Ich glaube, würde das jemand lesen, der mich überhaupt nicht kennt und nur aus meinen Texten was rauslesen soll, der würde denken dass ich ein sehr negativer Mensch bin.
Das stimmt aber nicht.
Ich weiss nicht, warum ich dazu neige, nur das Schlechte niederzuschreiben, oder das, was mich beschäftigt, auf welche Weise auch immer.
Ich schreibe nicht, dass ich mich unheimlich über das Päckchen meiner Schwester gefreut habe,
mit der Messenger-Eule und der kleinen, zusammengerollten Nachricht die sich darin befindet.
Das ich ein bisschen geweint habe vor Freude und so so dankbar dafür war - und bin - dass es sie gibt.
Dass ich jetzt schon zwei Zertifikate bestanden habe die ich nicht machen müsste, aber empfohlen gekriegt habe. (Die ECDL-Kurse, für das Nutzen von Windows Computer)
Und das ich sogar vom Advanced, der höchst machbaren Stufe, zwei von Drei Modulen bestanden habe und damit ein höheres Niveau habe als wir mit unserem Berufsschulabschluss erreichen werden.
Dass ich manchmal Abends in meiner Wohnung sitze und einfach nur dankbar bin, dass ich jetzt in diesem Moment auf diesem Sofa sitzen darf, ein paar Kirschtomaten essen und ein Buch oder Manga lesen darf.
Das es so ist, wie es ist.
Dass ich manchmal zurückblicke auf das Vergangene und feststelle, dass ich so vieles dazugewonnen habe, dass ich so vieles geschafft habe und ein kleines bisschen stolz bin.
Das ich im Moment gerne lebe, trotz all dem Mühsal dass dieses Leben mit sich bringt.
Das Leben ist wie ein Freizeitpark.
Man wird garantiert nicht alles mögen was man da so antrifft und bei manchem weiss man vielleicht schon ohne es auszuprobieren dass das eeecht niiiicht so toll ist, manches dafür wird sich als echt toll entpuppen wenn man sich nur traut.
Manches ist vielleicht nicht so der Hit, aber dieser eine Moment am obersten Punkt der Achterbahn war es doch irgendwie wert.
Manches wird absolute Zeit-, Geld-, und Energieverschwendung sein.
Manches wird einen mit Menschen und Umgebungen in Verbindungen bringen, manches wird einen von ebenjenigen trennen.
Leben ist ein Abenteuer voller Hochs und Tiefs und Neuem und Altem; ein Freizeitpark voller Schiessbuden, Eisständen, vollen Toiletten und ein paar zu wenig Bänken zum ausruhen.
Und wenn du am Ende wieder gehst dann gehst du so rein wie du raus gingst, als Mensch, vielleicht mit ein paar Souvenier, einem Kuscheltier, einem Tattoo, ein paar Schrammen und ein paar Lachfalten.
Du kannst nichts mitnehmen weil die ganzen Attraktionen zurückbleiben, aber dennoch bist du voll, bis oben mit Erinnerungen und Erfahrungen und Dingen, die dir widerfahren sind, auf die eine oder andere Art.
Leben ist ein Freizeitpark. Und nur auf dem Stück Gras neben dem Eingang sitzen zu bleiben wär echt verdammt langweilig.
Ich glaube, würde das jemand lesen, der mich überhaupt nicht kennt und nur aus meinen Texten was rauslesen soll, der würde denken dass ich ein sehr negativer Mensch bin.
Das stimmt aber nicht.
Ich weiss nicht, warum ich dazu neige, nur das Schlechte niederzuschreiben, oder das, was mich beschäftigt, auf welche Weise auch immer.
Ich schreibe nicht, dass ich mich unheimlich über das Päckchen meiner Schwester gefreut habe,
mit der Messenger-Eule und der kleinen, zusammengerollten Nachricht die sich darin befindet.
Das ich ein bisschen geweint habe vor Freude und so so dankbar dafür war - und bin - dass es sie gibt.
Dass ich jetzt schon zwei Zertifikate bestanden habe die ich nicht machen müsste, aber empfohlen gekriegt habe. (Die ECDL-Kurse, für das Nutzen von Windows Computer)
Und das ich sogar vom Advanced, der höchst machbaren Stufe, zwei von Drei Modulen bestanden habe und damit ein höheres Niveau habe als wir mit unserem Berufsschulabschluss erreichen werden.
Dass ich manchmal Abends in meiner Wohnung sitze und einfach nur dankbar bin, dass ich jetzt in diesem Moment auf diesem Sofa sitzen darf, ein paar Kirschtomaten essen und ein Buch oder Manga lesen darf.
Das es so ist, wie es ist.
Dass ich manchmal zurückblicke auf das Vergangene und feststelle, dass ich so vieles dazugewonnen habe, dass ich so vieles geschafft habe und ein kleines bisschen stolz bin.
Das ich im Moment gerne lebe, trotz all dem Mühsal dass dieses Leben mit sich bringt.
Das Leben ist wie ein Freizeitpark.
Man wird garantiert nicht alles mögen was man da so antrifft und bei manchem weiss man vielleicht schon ohne es auszuprobieren dass das eeecht niiiicht so toll ist, manches dafür wird sich als echt toll entpuppen wenn man sich nur traut.
Manches ist vielleicht nicht so der Hit, aber dieser eine Moment am obersten Punkt der Achterbahn war es doch irgendwie wert.
Manches wird absolute Zeit-, Geld-, und Energieverschwendung sein.
Manches wird einen mit Menschen und Umgebungen in Verbindungen bringen, manches wird einen von ebenjenigen trennen.
Leben ist ein Abenteuer voller Hochs und Tiefs und Neuem und Altem; ein Freizeitpark voller Schiessbuden, Eisständen, vollen Toiletten und ein paar zu wenig Bänken zum ausruhen.
Und wenn du am Ende wieder gehst dann gehst du so rein wie du raus gingst, als Mensch, vielleicht mit ein paar Souvenier, einem Kuscheltier, einem Tattoo, ein paar Schrammen und ein paar Lachfalten.
Du kannst nichts mitnehmen weil die ganzen Attraktionen zurückbleiben, aber dennoch bist du voll, bis oben mit Erinnerungen und Erfahrungen und Dingen, die dir widerfahren sind, auf die eine oder andere Art.
Leben ist ein Freizeitpark. Und nur auf dem Stück Gras neben dem Eingang sitzen zu bleiben wär echt verdammt langweilig.
Sonntag, 23. Februar 2020
See you in Eden
Ich schaue Dokus über Psychiatrien. Die Leute da, die Moderatoren
und Angehörigen, sagen immer wieder das es ja so "anders" ist als sie
gedacht hätten, dass sie sich das nicht vorstellen können, dass es ja
doch nicht so "verrückte" sind wie gedacht.
Und ich frage mich: Ist das wirklich die Einstellung der Nicht-Kranken Bevölkerung?
Denkt die Mehrheit wirklich, dass da nur "Verrückte" sind, die sich auch so verhalten?
Als ich das erste Mal in eine Klinik eingeliefert wurde, war ich 19. Vielleicht liegt es dran, dass ich schon lange vorher Kontakt zu "Gleichgesinnten" mit Psychischen Erkrankungen hatte, durch Foren und ambulante Therapie, aber ich habe nie über diese Diskrepanz zwischen "Draussen" und "Drinnen" nachgedacht.
Mir sind durchaus Leute begegnet, vor allem in der Tagesklinik, die meinten, sie schämen sich in einer Klinik zu sein,
sie seien doch nicht gestört.
Ich hab das nicht verstanden.
Ich hab mich nicht angegriffen gefühlt oder so, ich hab' es nur nicht verstanden.
Für mich war es stehts ein Geschenk die Chance zu kriegen, an mir zu arbeiten und das in einem Umfeld, dass mir mehr Verständnis entgegenzubringen vermag als mein Vater zuhause.
Vielleicht war mir einfach schon früh klar, dass ich selber "gestört" bin und deswegen ist mir das nie so aufgefallen.
Ausserdem bringen mich diese Erlebnissgeschichten zum Nachdenken.
Ich frage mich; hat denn mein Vater wirklich nicht gemerkt, dass sein Kind nicht alle Latten am Zaun hat, aus seiner Sicht gesprochen?
Das sein Kind, mit 11 Jahren, sterben wollte?
Ich frage mich; hat dass denn wirklich keiner gemerkt?
Die Sache ist: Ich habe früher extrem viel gelogen, aber ich war immer ein schrecklicher Lügner.
Auch heute bin ich absolut nicht in der Lage, nonchalant die Unwahrheit zu sagen, nicht mal dann, wenn es vielleicht notwendig wäre.
Wie kann es denn sein, dass ich, mein Kinder-Ich, so viel besser in der Lage war das zu verstecken und Lügen zu erzählen?
Wie zum Teufel kann dass denn nicht aufgefallen sein?
Vielleicht ist es das, aber keiner wollte hinsehen.
Ist denn nicht aufgefallen, dass eine halbe Flasche Putzmittel fehlt? (Also.. der Inhalt.)
Dass es plötzlich wesentlich weniger Medis in diesem (an sich echt merkwürdigen) Tupperware-Behälter waren, in dem meine Eltern aus welchen Gründen auch immer irgendwelche random, nicht angeschriebenen Medis aufbewahrt haben?
(Ernsthaft. Wieso war das Zeug für uns Kinder eigentlich so leicht zugänglich?)
Hat denn in der Schule keiner hingeschaut?
Dass ich zwar da war, aber eigentlich nicht?
Vielleicht war das auch nichts Besonderes - ich erinnere mich nicht gut daran ob ich ein aufmerksames Kind war oder nicht.
Beide Male, mit 11 und mit.. 13 (?) ist der Morgen einfach trotzdem gekommen und die Leute um mich herum haben weitergemacht und ich auch. Irgendwie.
Ich war lange Zeit fest überzeugt davon, dass ich halt einfach nicht sterben darf.
Dass ich dieses Leben aussitzen muss, auch wenn ich nicht will.
Dass dies meine Strafe ist, die Strafe dafür, dass ich kein guter Mensch bin.
Als ich mit 16 oder 17 meinem Vater gestanden habe, dass ich Probleme habe und gerne in eine (offizielle) Therapie möchte, meinte er, dass er sich das schon irgendwie gedacht hat.
Und ich habe mich gefragt: Was hast du dir gedacht?
Seit wann?
Wieso hast du nie was gesagt?
Wieso hast du mich alleine damit gelassen?
Ich war so unglaublich alleine.
Damit, dass ich nicht mehr leben will aber nicht sterben kann.
Damit, dass ich nicht weiss, wie ich weitermachen soll.
Damit, dass alles so unfassbar schmerzhaft war.
Damit, dass ich nie wusste was ich fühle.
Damit, dass meine Gefühle immer so übermanns gross waren und mich zu erdrücken drohten.
Damit, dass ich nicht verstanden habe was mit mir passiert.
Auch als du dann wusstest das ich Probleme hatte hat sich nicht so viel geändert.
Du hast meine Therapie bezahlt und mich zu Erstterminen begleitet und dafür war ich dankbar - versteh mich nicht falsch - aber ich war so unfassbar alleine damit, dass ich jetzt offiziell "anders" bin.
Damit, dass ich irgendwann einfach den Stempel "Borderline" erhalten habe.
Was bedeutet das denn? Was hat es bisher bedeutet?
Wie geht es jetzt weiter?
Ich bin in dieser Einsamkeit fast ertrunken und die wenigen Male, die du mir Fragen gestellt hast, war ich nicht in der Lage dir vernünftig zu antworten.
Du warst für mich nie ein.. "Elternteil", jemand, dem ich vertraue.
Halb will ich mich entschuldigen und halb will ich aufschreien, weil das alles so verworren und dumm ist.
Meine Bezugspersonen waren schon früh nicht du oder meine Mutter, als sie noch lebte, sondern die Worte auf dem Papier und ein paar hinter Nicknames verborgene Menschen im Internet.
Menschen in Foren, die mich als junger Mensch bedingungslos aufgenommen und mir geholfen haben, diese Verwirrung in mir drin etwas zu entwirren.
Später dann waren es auch Psychologen, Bezugspersonen in Kliniken und noch später meine Betreuer*innen.
Natürlich auch meine Freunde - aber die Meisten davon sind ja in meinem Alter und honestly, wenn ein junger Mensch "abrutscht" sind es nicht Gleichaltrige denen was auffallen sollte.
Wenn ich mir das so durchlese denke ich, dass ich wohl ein bisschen wütend bin.
Wütend auf meine Eltern, weil sie nichts gemerkt oder gesagt haben.
Wütend auf mich, weil ich so lange alles mit mir selber ausgemacht habe.
Wütend darauf, dass die Dinge sind, wie sie sind.
Ich glaube ich habe nicht wirklich ein Fazit.
Es sind nur Gedanken, die aufgeschrieben werden wollten.
Und ich frage mich: Ist das wirklich die Einstellung der Nicht-Kranken Bevölkerung?
Denkt die Mehrheit wirklich, dass da nur "Verrückte" sind, die sich auch so verhalten?
Als ich das erste Mal in eine Klinik eingeliefert wurde, war ich 19. Vielleicht liegt es dran, dass ich schon lange vorher Kontakt zu "Gleichgesinnten" mit Psychischen Erkrankungen hatte, durch Foren und ambulante Therapie, aber ich habe nie über diese Diskrepanz zwischen "Draussen" und "Drinnen" nachgedacht.
Mir sind durchaus Leute begegnet, vor allem in der Tagesklinik, die meinten, sie schämen sich in einer Klinik zu sein,
sie seien doch nicht gestört.
Ich hab das nicht verstanden.
Ich hab mich nicht angegriffen gefühlt oder so, ich hab' es nur nicht verstanden.
Für mich war es stehts ein Geschenk die Chance zu kriegen, an mir zu arbeiten und das in einem Umfeld, dass mir mehr Verständnis entgegenzubringen vermag als mein Vater zuhause.
Vielleicht war mir einfach schon früh klar, dass ich selber "gestört" bin und deswegen ist mir das nie so aufgefallen.
Ausserdem bringen mich diese Erlebnissgeschichten zum Nachdenken.
Ich frage mich; hat denn mein Vater wirklich nicht gemerkt, dass sein Kind nicht alle Latten am Zaun hat, aus seiner Sicht gesprochen?
Das sein Kind, mit 11 Jahren, sterben wollte?
Ich frage mich; hat dass denn wirklich keiner gemerkt?
Die Sache ist: Ich habe früher extrem viel gelogen, aber ich war immer ein schrecklicher Lügner.
Auch heute bin ich absolut nicht in der Lage, nonchalant die Unwahrheit zu sagen, nicht mal dann, wenn es vielleicht notwendig wäre.
Wie kann es denn sein, dass ich, mein Kinder-Ich, so viel besser in der Lage war das zu verstecken und Lügen zu erzählen?
Wie zum Teufel kann dass denn nicht aufgefallen sein?
Vielleicht ist es das, aber keiner wollte hinsehen.
Ist denn nicht aufgefallen, dass eine halbe Flasche Putzmittel fehlt? (Also.. der Inhalt.)
Dass es plötzlich wesentlich weniger Medis in diesem (an sich echt merkwürdigen) Tupperware-Behälter waren, in dem meine Eltern aus welchen Gründen auch immer irgendwelche random, nicht angeschriebenen Medis aufbewahrt haben?
(Ernsthaft. Wieso war das Zeug für uns Kinder eigentlich so leicht zugänglich?)
Hat denn in der Schule keiner hingeschaut?
Dass ich zwar da war, aber eigentlich nicht?
Vielleicht war das auch nichts Besonderes - ich erinnere mich nicht gut daran ob ich ein aufmerksames Kind war oder nicht.
Beide Male, mit 11 und mit.. 13 (?) ist der Morgen einfach trotzdem gekommen und die Leute um mich herum haben weitergemacht und ich auch. Irgendwie.
Ich war lange Zeit fest überzeugt davon, dass ich halt einfach nicht sterben darf.
Dass ich dieses Leben aussitzen muss, auch wenn ich nicht will.
Dass dies meine Strafe ist, die Strafe dafür, dass ich kein guter Mensch bin.
Als ich mit 16 oder 17 meinem Vater gestanden habe, dass ich Probleme habe und gerne in eine (offizielle) Therapie möchte, meinte er, dass er sich das schon irgendwie gedacht hat.
Und ich habe mich gefragt: Was hast du dir gedacht?
Seit wann?
Wieso hast du nie was gesagt?
Wieso hast du mich alleine damit gelassen?
Ich war so unglaublich alleine.
Damit, dass ich nicht mehr leben will aber nicht sterben kann.
Damit, dass ich nicht weiss, wie ich weitermachen soll.
Damit, dass alles so unfassbar schmerzhaft war.
Damit, dass ich nie wusste was ich fühle.
Damit, dass meine Gefühle immer so übermanns gross waren und mich zu erdrücken drohten.
Damit, dass ich nicht verstanden habe was mit mir passiert.
Auch als du dann wusstest das ich Probleme hatte hat sich nicht so viel geändert.
Du hast meine Therapie bezahlt und mich zu Erstterminen begleitet und dafür war ich dankbar - versteh mich nicht falsch - aber ich war so unfassbar alleine damit, dass ich jetzt offiziell "anders" bin.
Damit, dass ich irgendwann einfach den Stempel "Borderline" erhalten habe.
Was bedeutet das denn? Was hat es bisher bedeutet?
Wie geht es jetzt weiter?
Ich bin in dieser Einsamkeit fast ertrunken und die wenigen Male, die du mir Fragen gestellt hast, war ich nicht in der Lage dir vernünftig zu antworten.
Du warst für mich nie ein.. "Elternteil", jemand, dem ich vertraue.
Halb will ich mich entschuldigen und halb will ich aufschreien, weil das alles so verworren und dumm ist.
Meine Bezugspersonen waren schon früh nicht du oder meine Mutter, als sie noch lebte, sondern die Worte auf dem Papier und ein paar hinter Nicknames verborgene Menschen im Internet.
Menschen in Foren, die mich als junger Mensch bedingungslos aufgenommen und mir geholfen haben, diese Verwirrung in mir drin etwas zu entwirren.
Später dann waren es auch Psychologen, Bezugspersonen in Kliniken und noch später meine Betreuer*innen.
Natürlich auch meine Freunde - aber die Meisten davon sind ja in meinem Alter und honestly, wenn ein junger Mensch "abrutscht" sind es nicht Gleichaltrige denen was auffallen sollte.
Wenn ich mir das so durchlese denke ich, dass ich wohl ein bisschen wütend bin.
Wütend auf meine Eltern, weil sie nichts gemerkt oder gesagt haben.
Wütend auf mich, weil ich so lange alles mit mir selber ausgemacht habe.
Wütend darauf, dass die Dinge sind, wie sie sind.
Ich glaube ich habe nicht wirklich ein Fazit.
Es sind nur Gedanken, die aufgeschrieben werden wollten.
Montag, 17. Februar 2020
Myriade
Manchmal hasse ich es, dass ich so investiert sein kann in eine einzige Sache.
Ich denke Tag und Nacht nur noch an etwas, überlege, erlebe, fühle, studiere
Das kann ein toter Vogel am Strassenrand sein, eine Projektarbeit im Büro oder eben - Bücher.
Bücher, Bücher, ich liebe Bücher.
Obwohl ich in letzter Zeit den Manga sei dank nicht allzuviel Neues gelesen habe so Roman-mässig bleibt diese Liebe ungebrochen.
Zur Zeit ist es wieder Die fünf Tore von Anthony Horowitz. Neben den Pitt-Romanen und einigen einzelnen Büchern meine absolute Lieblingsreihe überhaupt.
Sie.
Sind.
So.
Gut.
!
Tragisch, furchtbar traurig, wahnsinnig emotional - aber auch spannend, mitreissend, packend, verschlingend!
Ich liebe die Charaktere, ich liebe die Welt, ich liebe die Entwicklungen die sie alle durchlaufen - und ich liebe die unfassbar tragische heldenhaftigkeit des Protagonisten.
Er ist ein gottverdammter Held und niemand kann mich da umstimmen.
Ufffffffffff....qwii9ajdfoiasdfölk
Ich weiss nicht recht, wie ich all dieser Energie, die ich in mir trage, ausdruck verleihen soll.
Manchmal ertrage ich es fast nicht, weiterzulesen, selbst wenn ich die Story längst auswendig weiss, weil so viele Emotionen auf mich einprasseln und ich mich selber anzünden muss, damit dieses Feuer in mir drinn einen äusseren Ausdruck finden kann.
Das war nicht immer so.
Als ich direkt von der Klinik kam im Winter 2017 hatte ich so ziemlich das Gefühl, dass sich nicht viel geändert hat. Ich konnte die Veränderung nicht begreifen, weil sie noch so neu war.
Aber dies ist eines der Beweise dafür, das sich GRUNDLEGEND etwas geändert hat. Etwas so unglaublich grosses und wichtiges; meine Gefühle.
Dass ich etwas lese und dabei fast sterbe weil ich wahrnehme, was diese Buchstaben in mir hervorrufen, dass ich das kann und auch aushalte, dass ist fast ein Wunder.
Dass ich diese Intensität an Emotionen wahrnehmen kann, dass ich fast wahnsinnig werde weil ich so viel zu sagen habe dazu, das ist etwas unheimlich Gutes, auch wenn es sich für mich im Moment sehr unangenehm anfühlt.
Dass ich nicht wie bisher zwar kognitiv verstehe was ich lese und auch erahnen kann, was es in mir auslösen könnte aufgrund von analysen und vorherigen erfahrungen mit der Welt und deren Funktionsweise, dass ich wirklich WIRKLICH meine Gefühle wahrnehme und nicht nur das, was ich mir rational errechne könnten meine Gefühle sein - das ist krass.
Einfach nur krass.
Gute Dinge passieren.
Seit Kurzem schreibe ich mit Dean auf WhatsApp.
Das ist an sich nichts besonderes, aber es ist so.. ich verstehe diesen Menschen nur schlecht.
Nicht sprachlich oder so, sondern.. ich kann ihn und sein Verhalten nicht lesen und deuten.
Er ist ein äusserst lieber, kommunikativer Mensch der viel nachfragt und sehr zuvorkommend ist.
Aber ich.. verstehe nicht, warum er unbedingt mit mir schreiben will.
Er weiss, dass ich Sex dumm finde und das ich übergewichtig bin, er weiss, dass ich viel Zeit in MC verbringe (von da kennen wir uns) und einen echt nicht so spannenden Beruf habe.
Und doch will er mit mir schreiben.
Warum?
Was hat er denn davon?
Was erhofft er sich?
Wieso?
Ich merke, ich bin misstraurisch und ein bisschen macht mich das traurig.
Natürlich kann man einfach nur so mit jemandem reden wollen.
Aber ich kann das nur schlecht glauben.
Ich fürchte, dass ich Opfer einer Wette geworden bin,
dass ich ein Platzhalter sein soll, dass das alles nur ein Witz ist.
Ich scheue mich davor, Dean zu mögen, weil ich ihn so schlecht lesen kann udn nicht weiss,
was seine Antriebe sind.
Ich bin ein furchtbar misstrauischer Mensch.
Vielleicht ist das der Grund wieso ich zwar sehr viele Bekanntschaften, aber nur wenige Freunde habe.
Nicht, dass man mich falsch versteht; ich finde es in Ordnung so.
Ich brauche keine 2392039 Freunde, aber es ist schön viele Leute zu kennen.
Oberflächlich, ohne grosse Verpflichtung.
Eine.. Freundschaft- wenn man so will. Nicht + sondern -, nicht weil die Bekanntschaften weniger wert sind, sondern einfach weniger tief.
Ich werde einfach schauen müssen, wo uns das Ganze hinführt.
Ein wenig auf der Hut sein schadet nichts, denke ich.
Ich denke Tag und Nacht nur noch an etwas, überlege, erlebe, fühle, studiere
Das kann ein toter Vogel am Strassenrand sein, eine Projektarbeit im Büro oder eben - Bücher.
Bücher, Bücher, ich liebe Bücher.
Obwohl ich in letzter Zeit den Manga sei dank nicht allzuviel Neues gelesen habe so Roman-mässig bleibt diese Liebe ungebrochen.
Zur Zeit ist es wieder Die fünf Tore von Anthony Horowitz. Neben den Pitt-Romanen und einigen einzelnen Büchern meine absolute Lieblingsreihe überhaupt.
Sie.
Sind.
So.
Gut.
!
Tragisch, furchtbar traurig, wahnsinnig emotional - aber auch spannend, mitreissend, packend, verschlingend!
Ich liebe die Charaktere, ich liebe die Welt, ich liebe die Entwicklungen die sie alle durchlaufen - und ich liebe die unfassbar tragische heldenhaftigkeit des Protagonisten.
Er ist ein gottverdammter Held und niemand kann mich da umstimmen.
Ufffffffffff....qwii9ajdfoiasdfölk
Ich weiss nicht recht, wie ich all dieser Energie, die ich in mir trage, ausdruck verleihen soll.
Manchmal ertrage ich es fast nicht, weiterzulesen, selbst wenn ich die Story längst auswendig weiss, weil so viele Emotionen auf mich einprasseln und ich mich selber anzünden muss, damit dieses Feuer in mir drinn einen äusseren Ausdruck finden kann.
Das war nicht immer so.
Als ich direkt von der Klinik kam im Winter 2017 hatte ich so ziemlich das Gefühl, dass sich nicht viel geändert hat. Ich konnte die Veränderung nicht begreifen, weil sie noch so neu war.
Aber dies ist eines der Beweise dafür, das sich GRUNDLEGEND etwas geändert hat. Etwas so unglaublich grosses und wichtiges; meine Gefühle.
Dass ich etwas lese und dabei fast sterbe weil ich wahrnehme, was diese Buchstaben in mir hervorrufen, dass ich das kann und auch aushalte, dass ist fast ein Wunder.
Dass ich diese Intensität an Emotionen wahrnehmen kann, dass ich fast wahnsinnig werde weil ich so viel zu sagen habe dazu, das ist etwas unheimlich Gutes, auch wenn es sich für mich im Moment sehr unangenehm anfühlt.
Dass ich nicht wie bisher zwar kognitiv verstehe was ich lese und auch erahnen kann, was es in mir auslösen könnte aufgrund von analysen und vorherigen erfahrungen mit der Welt und deren Funktionsweise, dass ich wirklich WIRKLICH meine Gefühle wahrnehme und nicht nur das, was ich mir rational errechne könnten meine Gefühle sein - das ist krass.
Einfach nur krass.
Gute Dinge passieren.
Seit Kurzem schreibe ich mit Dean auf WhatsApp.
Das ist an sich nichts besonderes, aber es ist so.. ich verstehe diesen Menschen nur schlecht.
Nicht sprachlich oder so, sondern.. ich kann ihn und sein Verhalten nicht lesen und deuten.
Er ist ein äusserst lieber, kommunikativer Mensch der viel nachfragt und sehr zuvorkommend ist.
Aber ich.. verstehe nicht, warum er unbedingt mit mir schreiben will.
Er weiss, dass ich Sex dumm finde und das ich übergewichtig bin, er weiss, dass ich viel Zeit in MC verbringe (von da kennen wir uns) und einen echt nicht so spannenden Beruf habe.
Und doch will er mit mir schreiben.
Warum?
Was hat er denn davon?
Was erhofft er sich?
Wieso?
Ich merke, ich bin misstraurisch und ein bisschen macht mich das traurig.
Natürlich kann man einfach nur so mit jemandem reden wollen.
Aber ich kann das nur schlecht glauben.
Ich fürchte, dass ich Opfer einer Wette geworden bin,
dass ich ein Platzhalter sein soll, dass das alles nur ein Witz ist.
Ich scheue mich davor, Dean zu mögen, weil ich ihn so schlecht lesen kann udn nicht weiss,
was seine Antriebe sind.
Ich bin ein furchtbar misstrauischer Mensch.
Vielleicht ist das der Grund wieso ich zwar sehr viele Bekanntschaften, aber nur wenige Freunde habe.
Nicht, dass man mich falsch versteht; ich finde es in Ordnung so.
Ich brauche keine 2392039 Freunde, aber es ist schön viele Leute zu kennen.
Oberflächlich, ohne grosse Verpflichtung.
Eine.. Freundschaft- wenn man so will. Nicht + sondern -, nicht weil die Bekanntschaften weniger wert sind, sondern einfach weniger tief.
Ich werde einfach schauen müssen, wo uns das Ganze hinführt.
Ein wenig auf der Hut sein schadet nichts, denke ich.
Donnerstag, 13. Februar 2020
Fucking Werewolf Asso
Ich hab seit Tagen einen Ohrwurm von KEEP MY ADRESS TO YOURSELF CAUSE WE NEED SECRETS und ja, die Musik ist so wild wie sie klingt haha.
Es ist eigentlich ein Soundtrack zu einem Spiel namens KEYBOARD DRUMSET FUCKING WEREWOLF, das mindestens genauso abgefahren ist :D
Aber Nachts einschlafen wollen und andauernd dieses Lied im Kopf zu haben ist.. niieechttt sooo guuuuttt.
"-I will always be around" just soooooooooounds soooooooooo gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaay... ~
Es ist eigentlich ein Soundtrack zu einem Spiel namens KEYBOARD DRUMSET FUCKING WEREWOLF, das mindestens genauso abgefahren ist :D
Aber Nachts einschlafen wollen und andauernd dieses Lied im Kopf zu haben ist.. niieechttt sooo guuuuttt.
"-I will always be around" just soooooooooounds soooooooooo gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaay... ~
Donnerstag, 6. Februar 2020
Mittwoch, 5. Februar 2020
Parenthesis
Uh-oh.
Das Leben bleibt nie stehen.
Es ist Wind und Sturm und Blätter die umherwirbeln,
all die Dinge, die niemals stillstehen.
Manchmal denke ich mir, meine Tagen müssen doch eigentlich viel mehr als nur 24 Stunden gehabt haben, so viel wie schon wieder passiert ist, am passieren ist, passieren soll.
Es geht mir ein bisschen besser.
Es ist, wie mein ehemaliger Psychologe mal sagte: Krisen sind wie Panikattacken - Wellen.
Sie kommen, bauen sich auf, brechen am höchsten Punkt und verebben dann wieder.
Letzte Woche bin ich endlich mal zum Arzt.
Nach nächstelangem wachsein weil mich Panikattacke um Panikattacke nicht schlafen lassen wollte,
und ich wirklich heftige Schmerzen in der Brust hatte, dachte ich mir, dass es nun gerechtfertig ist, das mal abchecken zu lassen.
Ich fürchte mich immer davor, zu übertreiben oder zu oft zum Arzt zu gehen oder sowas, dass man mir überreagieren unterstellt.
Das furchtbare dabei ist, dass "mein" vegetatives Paniksyndrom dadurch ausgelöst werden, dass ich körperliche Symptome verspüre, die sich durch die Panik dann nur noch verstärken und schon sitzt man inmitten eines wundervollen Teufelskreises aus dem man nur schwer ausbrechen kann.
Ja, nun.. ich war also beim Arzt und der hat mich nach kurzer Untersuchung relativ sofort zum EKG angemeldet und irgendson whatever-test mit dem die Herzkranzgefässe gecheckt werden.
Bluttest und noch mehr abhorchen, abtasten blah.
Es war.. niieecht soo geil.
Ich hasse EKGs.
In der Klinik musste ich die regelmässig machen, zur Überwachung der Panikattacken und aus Routinegründen wegen Medis.
Das ist einfach so widerlich wenn sich das Zeug an die Haut saugt und es ist laut und man ist nackt und diese "ruhige" Situation die eigentlich angestrebt wird ist definitiv NICHT vorhanden.
Jesus Maria.
Auf jeden Fall gab es dann entwarnung, das Herz ist gesund, alle Gefässe drumherum sind gesund - aber es tut halt immer noch weh wie sau.
Das schlussendliche Ergebniss war dann, dass ich mir eine Brustmuskelfaser gezerrt habe, vermutlich wegen überanstrengung.
Was genau dazu geführt hat, lässt sich natürlich nicht sagen, aber da ich ein sehr inaktiver Mensch bin und in meinem ganzen Leben noch nie professionell Kugelstoss und/oder Tennis oder so betrieben habe bleibt nur noch eines: Ich habe mir bei einer Panikattacke den Brustmuskel gezerrt, weil ich so hart verkrampft war.
Vielleicht liegts auch daran, dass es so viele waren, aber ernsthaft.. wärs nicht so dumm würde ich drüber lachen.
Da soll nochma einer sagen, es "ist alles in deinem Kopf".
Meine Ärztin meinte auch, dass sie das so noch nie erlebt hat.
Grossartig.
Jetzt bin ich wieder auf Schmerzmedis und krieg das Leben nur so halb mit, was aber in Ordnung ist.
Ich will eigentlich noch viel mehr schreiben.
Ich hab viele Sätze im Kopf und vor allem auf dem Herzen, die ich grade nicht so recht ausformulieren kann.
Etwas darüber, dass ich mir den Kopf zerbreche, wie ich ein guter Mensch sein kann.
Etwas darüber, dass Vanessa bald Geburtstag hat und ich nicht weiss, ob ich ihr was schenken soll,
weil ich sie echt gerne mag, aber das Gefühl habe, dass das merkwürdig wäre und sie von mir vielleicht gar nichts will.
Etwas darüber, dass Zwischenmenschliche Beziehungen ermüdend sind und ich echt nicht weiss, wo ich die ganze Energie für tägliche Interaktionen hernehmen soll.
Etwas darüber, dass mein Vater vor einigen Tagen einfach so angerufen hat, um mir zu meinem Semesterzeugnis zu gratulieren (meine Schwester hatte ihm das erzählt) und mich zu fragen, ob alles in Ordnun sei. Dieser Anruf hatte ein solches punktgenaues Timing, dass ich eine Sekunde lang angst hatte, er hätte aus irgendwelchen Gründen einer meiner letzten Einträge gelesen, auch wenn ich weiss, dass das nicht sein kann.
Etwas darüber, dass Leben anstregend ist.
"Leben ist anstregend."
-Jin, immer
Das Leben bleibt nie stehen.
Es ist Wind und Sturm und Blätter die umherwirbeln,
all die Dinge, die niemals stillstehen.
Manchmal denke ich mir, meine Tagen müssen doch eigentlich viel mehr als nur 24 Stunden gehabt haben, so viel wie schon wieder passiert ist, am passieren ist, passieren soll.
Es geht mir ein bisschen besser.
Es ist, wie mein ehemaliger Psychologe mal sagte: Krisen sind wie Panikattacken - Wellen.
Sie kommen, bauen sich auf, brechen am höchsten Punkt und verebben dann wieder.
Letzte Woche bin ich endlich mal zum Arzt.
Nach nächstelangem wachsein weil mich Panikattacke um Panikattacke nicht schlafen lassen wollte,
und ich wirklich heftige Schmerzen in der Brust hatte, dachte ich mir, dass es nun gerechtfertig ist, das mal abchecken zu lassen.
Ich fürchte mich immer davor, zu übertreiben oder zu oft zum Arzt zu gehen oder sowas, dass man mir überreagieren unterstellt.
Das furchtbare dabei ist, dass "mein" vegetatives Paniksyndrom dadurch ausgelöst werden, dass ich körperliche Symptome verspüre, die sich durch die Panik dann nur noch verstärken und schon sitzt man inmitten eines wundervollen Teufelskreises aus dem man nur schwer ausbrechen kann.
Ja, nun.. ich war also beim Arzt und der hat mich nach kurzer Untersuchung relativ sofort zum EKG angemeldet und irgendson whatever-test mit dem die Herzkranzgefässe gecheckt werden.
Bluttest und noch mehr abhorchen, abtasten blah.
Es war.. niieecht soo geil.
Ich hasse EKGs.
In der Klinik musste ich die regelmässig machen, zur Überwachung der Panikattacken und aus Routinegründen wegen Medis.
Das ist einfach so widerlich wenn sich das Zeug an die Haut saugt und es ist laut und man ist nackt und diese "ruhige" Situation die eigentlich angestrebt wird ist definitiv NICHT vorhanden.
Jesus Maria.
Auf jeden Fall gab es dann entwarnung, das Herz ist gesund, alle Gefässe drumherum sind gesund - aber es tut halt immer noch weh wie sau.
Das schlussendliche Ergebniss war dann, dass ich mir eine Brustmuskelfaser gezerrt habe, vermutlich wegen überanstrengung.
Was genau dazu geführt hat, lässt sich natürlich nicht sagen, aber da ich ein sehr inaktiver Mensch bin und in meinem ganzen Leben noch nie professionell Kugelstoss und/oder Tennis oder so betrieben habe bleibt nur noch eines: Ich habe mir bei einer Panikattacke den Brustmuskel gezerrt, weil ich so hart verkrampft war.
Vielleicht liegts auch daran, dass es so viele waren, aber ernsthaft.. wärs nicht so dumm würde ich drüber lachen.
Da soll nochma einer sagen, es "ist alles in deinem Kopf".
Meine Ärztin meinte auch, dass sie das so noch nie erlebt hat.
Grossartig.
Jetzt bin ich wieder auf Schmerzmedis und krieg das Leben nur so halb mit, was aber in Ordnung ist.
Ich will eigentlich noch viel mehr schreiben.
Ich hab viele Sätze im Kopf und vor allem auf dem Herzen, die ich grade nicht so recht ausformulieren kann.
Etwas darüber, dass ich mir den Kopf zerbreche, wie ich ein guter Mensch sein kann.
Etwas darüber, dass Vanessa bald Geburtstag hat und ich nicht weiss, ob ich ihr was schenken soll,
weil ich sie echt gerne mag, aber das Gefühl habe, dass das merkwürdig wäre und sie von mir vielleicht gar nichts will.
Etwas darüber, dass Zwischenmenschliche Beziehungen ermüdend sind und ich echt nicht weiss, wo ich die ganze Energie für tägliche Interaktionen hernehmen soll.
Etwas darüber, dass mein Vater vor einigen Tagen einfach so angerufen hat, um mir zu meinem Semesterzeugnis zu gratulieren (meine Schwester hatte ihm das erzählt) und mich zu fragen, ob alles in Ordnun sei. Dieser Anruf hatte ein solches punktgenaues Timing, dass ich eine Sekunde lang angst hatte, er hätte aus irgendwelchen Gründen einer meiner letzten Einträge gelesen, auch wenn ich weiss, dass das nicht sein kann.
Etwas darüber, dass Leben anstregend ist.
"Leben ist anstregend."
-Jin, immer
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