Montag, 24. Februar 2020

22/7

Manchmal ärgere ich mich selber über mich und über das, was ich hier so schreibe.
Ich glaube, würde das jemand lesen, der mich überhaupt nicht kennt und nur aus meinen Texten was rauslesen soll, der würde denken dass ich ein sehr negativer Mensch bin.
Das stimmt aber nicht.

Ich weiss nicht, warum ich dazu neige, nur das Schlechte niederzuschreiben, oder das, was mich beschäftigt, auf welche Weise auch immer.

Ich schreibe nicht, dass ich mich unheimlich über das Päckchen meiner Schwester gefreut habe,
mit der Messenger-Eule und der kleinen, zusammengerollten Nachricht die sich darin befindet.
Das ich ein bisschen geweint habe vor Freude und so so dankbar dafür war - und bin - dass es sie gibt.
Dass ich jetzt schon zwei Zertifikate bestanden habe die ich nicht machen müsste, aber empfohlen gekriegt habe. (Die ECDL-Kurse, für das Nutzen von Windows Computer)
Und das ich sogar vom Advanced, der höchst machbaren Stufe, zwei von Drei Modulen bestanden habe und damit ein höheres Niveau habe als wir mit unserem Berufsschulabschluss erreichen werden.

Dass ich manchmal Abends in meiner Wohnung sitze und einfach nur dankbar bin, dass ich jetzt in diesem Moment auf diesem Sofa sitzen darf, ein paar Kirschtomaten essen und ein Buch oder Manga lesen darf.
Das es so ist, wie es ist.

Dass ich manchmal zurückblicke auf das Vergangene und feststelle, dass ich so vieles dazugewonnen habe, dass ich so vieles geschafft habe und ein kleines bisschen stolz bin.

Das ich im Moment gerne lebe, trotz all dem Mühsal dass dieses Leben mit sich bringt.


Das Leben ist wie ein Freizeitpark.
Man wird garantiert nicht alles mögen was man da so antrifft und bei manchem weiss man vielleicht schon ohne es auszuprobieren dass das eeecht  niiiicht so toll ist, manches dafür wird sich als echt toll entpuppen wenn man sich nur traut.
Manches ist vielleicht nicht so der Hit, aber dieser eine Moment am obersten Punkt der Achterbahn war es doch irgendwie wert.
Manches wird absolute Zeit-, Geld-, und Energieverschwendung sein.
Manches wird einen mit Menschen und Umgebungen in Verbindungen bringen, manches wird einen von ebenjenigen trennen.

Leben ist ein Abenteuer voller Hochs und Tiefs und Neuem und Altem; ein Freizeitpark voller Schiessbuden, Eisständen, vollen Toiletten und ein paar zu wenig Bänken zum ausruhen.

Und wenn du am Ende wieder gehst dann gehst du so rein wie du raus gingst, als Mensch, vielleicht mit ein paar Souvenier, einem Kuscheltier, einem Tattoo, ein paar Schrammen und ein paar Lachfalten.
Du kannst nichts mitnehmen weil die ganzen Attraktionen zurückbleiben, aber dennoch bist du voll, bis oben mit Erinnerungen und Erfahrungen und Dingen, die dir widerfahren sind, auf die eine oder andere Art.

Leben ist ein Freizeitpark. Und nur auf dem Stück Gras neben dem Eingang sitzen zu bleiben wär echt verdammt langweilig.



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