Lieber Martin
Wäre ich der ordentliche und gewissenhafte Mensch, der ich manchmal gerne wäre, könnte ich dir an dieser Stelle genau sagen, wie viele Jahre es nun schon her ist, seit du nicht mehr Teil meines Lebens bist.
Ich glaube es sind sieben, vielleicht auch sechs oder acht. Es ist eigentlich auch egal, weil ich schon lange weiss, dass Gefühle, die Guten wie die Schlechten, sich nicht an Jahreszahlen, an Ablaufdaten oder so halten. Gefühle verjähren nicht wie ein Rechtsanspruch, sie sind nicht plötzlich nicht mehr haltbar oder dergleichen.
Insofern ist es komplett egal.
Es gibt an dieser Stelle so vieles, das ich schreiben will, das ich.. erklären und nochmals aufleben lassen will, aber ich habe diesen Brief, diese Zeilen bereits heute in meinem Kopf geschrieben und nun ist mein mentaler Tintenfüller leer.
Ich habe Abschied genommen von dir.
Von unserer Zeit, von dieser unbändigen, brennenden, wunderschönen Liebe, die ich für dich empfunden habe.
Natürlich habe ich nicht einfach entschieden, dass es jetzt zeit ist, viel eher ist mir aufgefallen, dass ich schon seit einer Weile am Abschied nehmen bin.
Von der Schuld.
Von dir.
Ich habe dich geliebt.
Ich habe dich so unglaublich geliebt wie nichts auf dieser Welt, du warst das Schönste und Schrecklichste für mich. Ich hatte Angst vor diesen riesigen Gefühlen, weil ich nicht wusste wohin damit, weil ich damals noch so viel mehr der Intensität meiner krankheitsbedingten Emotionsregulierungsprobleme ausgesetzt war.
Das ist keine Entschuldigung, aber irgendwie will ich es doch noch mal zur Sprache bringen.
Ich war so dermassen überfordert, dass ich dich weggestossen habe.
Du, der du doch heller geschienen hast als alles andere auf der Welt,
du, der du mein Universum warst.
Du, den ich so sehr geliebt habe dass ich, nachdem du aus meinem Leben verschwunden warst, monatelang, fast jahrelang nicht mal deinen Namen laut aussprechen konnte, ohne in Tränen auszubrechen.
Ich hab' dir so viel Kummer gemacht, mit meinem Hin und Her der Dinge, mit meiner unsteten Art und meiner schlichten Blindheit was meine Gefühle angeht.
Es tut mir leid, dass du so gelitten hast wegen mir.
Es tut mir leid, dass ich dich verletzt habe.
Erinnerst du dich an den Tag an dem wir die Burg besucht haben? Ich hab' nicht die geringste Ahnung, wie sie hiess, wo sie war oder.. irgendwas, aber ich seh die Bilder, die wir da gemacht haben, noch deutlich vor mir.
Weisst du, an deiner Seite habe ich mich schön gefühlt.
Ein bisschen so, als wäre es okay, am Leben zu sein.
An diesem Tag hat die Sonne hell geleuchtet, aber nichts war für mich heller als du,
deine Hand, die Züge deines Gesichtes, die Art wie du die Mundwinkel verzogen hast beim Lächeln.
Es war warm, aber nichts war wärmer als du, als dein Blick, als die Tatsache, dass du neben mir standest.
Oder der Shoppingtrip wo du die grüne Jeans gekauft hast, in der du einfach so verboten gut ausgesehen hast. Du hast dir sogar die Haare gefärbt und deine Augen, die Augen an denen ich mich niemals satt sehen konnte, haben gestrahlt.
Jetzt, wenn ich das schreibe, wenn ich drüber nachdenke, wird mir klar: Ich habe dich wirklich unglaublich geliebt. So, wie ich nicht wieder geliebt habe.
Aber weisst du, das ist okay.
Es ist nicht so, als hätte ich "gar nicht mehr" geliebt, nur eben anders.
Ich habe Alpha geliebt, auf eine ambivalente Weise.
Ich habe Vin geliebt, auf eine verzweifelte Weise.
Ich habe Weena geliebt, auf eine sanfte Weise.
Ich habe Timo und Lucy geliebt, auf eine schüchterne Weise.
Und ich liebe sie alle heute noch, auf eine konstante Weise.
Und die Liebe zu dir war die intensive, feurige Weise.
Ich bin kein Mensch, der sich so leicht "entliebt".
Selbst Vin, der mir ein paar Latten mehr vom Zaun genommen hat, ist auf irgendeine Weise noch in meinem Herzen.
Auch Mark, bei dem ich nicht mal sagen kann, was genau ich für ihn empfunden oder nicht empfunden habe.
Und auch du wirst da bleiben.
Und endlich ist das okay.
Ich nehme nicht Abschied von dir, ich nehme Abschied von dem, was wir.. waren. Ich nehme Abschied von der Schuld, die ich so lange getragen habe, ich nehme Abschied von der verzweifelten, bodenlosen Trauer, die so lang untrennbar mit der Erinnerung an dich verwoben war.
Ich kann dir deine Gefühle nicht zurückgeben, ich kann dir den Schaden, den ich damals angerichtet habe, nicht wieder richten. Ich kann keine Tränen ungeschehen machen, aber ich denke, das braucht es vielleicht auch nicht.
Ich wünsche dir von Herzen, dass du die Wunden, die ich geschlagen habe, heilen kannst. Ob selber oder mit der Hilfe von jemand anderem - ich wünsche dir einfach, dass sie heilen.
Das sie bestenfalls bereits geheilt sind.
Ich wünsche dir alles Gute.
Ich werde dich nicht vergessen.
Danke, dass du meine erste Liebe warst.
Machs gut,
Jin
Freitag, 28. Juni 2019
Donnerstag, 27. Juni 2019
Ringelblumentee
Kleine Schritte gehen, kleine Brötchen backen.
Letzeres war das Motto einer Kunstinstallation einer freischaffenden Künstlerin, meine liebe Simone A., die ich vor Jahren bei einem Klinikaufenthalt kennengelernt habe.
Sie hat - wortwörtlich - kleine Brötchen gebacken für ihre Erfolge, für die kleinen Schritte, um sich selber daran zu erinnern, dass Rückwärts das neue Vorwärts ist, und morgen eben auch noch ein Tag.
Runterschalten, sich selber zeit geben.
Sie hat dazu sogar ein Buch geschrieben und einen Blog geführt -> pure108.tumblr.com/
Ist mir grade wieder eingefallen.
Ich muss im Moment viel an diese "kleinen Brötchen" denken, der Abend in ihrem Atelier wo sie überall verstreut rumlagen, und sie zu mir sagt "Schau mal, so viele kleine Schritte, viel mehr als wenn ich sie in Grossen gegangen wär"
Was bedeutet es denn für mich, kleine Schritte zu gehen?
Vor etwa einem Monat bin ich 25 geworden, ein Alter, über das ich nie nachgedacht habe.
Ich war immer fest überzeugt, dass ich sowieso vorher sterben werde.
Und jetzt, wo es so weit ist - bin ich ein bisschen verloren.
Was macht man denn mit einem Leben, das man nun eben doch will?
Klar, es ist ein Erfolg, etwas Schönes wirklich sagen zu können "Ich will dieses Leben haben."
Aber.. was tut man denn mit so einem Leben?
Auch meine Betreuerin meinte, kleine Schritte klinge doch gut; einfach mal da Anfangen, wo mich die ersten Bedürfnisse hinführen.
Gut, dann... möchte ich irgendwann eine Wohnung haben, halt nicht eine, die übers Wohnheim läuft, so wie die aktuelle, sondern ne eigene. (Gemietet, mein ich)
Am Liebsten mit 1 1/2 oder 2 Zimmer, mit einer Badewanne und moderner Einrichtung.
In einer Siedlung oder einem Wohnviertel, wo Familien leben, wo Haustiere erlaubt sind.
Das sollte machbar sein, oder?
Mein erster Schritt wird sowieso erst Mal die Ausbildung abzuschliessen. Aber danach.. ist es möglich, eine kleine Wohnung zu finden, oder?
Ist das ein kleiner Schritt? Oder bin ich wieder weit weg von der Realität und in irgendwelchen egoistischen Vorstellungen gefangen?
Kleine Schritte.. ich will Welcome to the monkey house fertiglesen.
Ich will am Samstag einen Ventilator kaufen gehen, lieber Umluftofenwohnung als Ober & Unterhitze. (Marcel hat einen Venti mit Katzenohren. Ich bin ein bisschen neidisch!)
Ich möchte.. einfach ein kleines Leben führen.
Eine Arbeit haben, ein bisschen Geld, eine Wohnung mieten, Abends was Lesen oder Hörbuch hören, im Winter heisse Schokolade mit Sahne trinken, im Sommer Wassermelone essen. Meine Freunde treffen, mich mit ihnen unterhalten und hören, wie es ihnen so geht.
Ich möchte.. leben.
Klein, unscheinbar, ohne grosse Villa, ohne Auto, ohne Eigenheim.
Nur.. ein bisschen leben.
Das wäre schön.
Letzeres war das Motto einer Kunstinstallation einer freischaffenden Künstlerin, meine liebe Simone A., die ich vor Jahren bei einem Klinikaufenthalt kennengelernt habe.
Sie hat - wortwörtlich - kleine Brötchen gebacken für ihre Erfolge, für die kleinen Schritte, um sich selber daran zu erinnern, dass Rückwärts das neue Vorwärts ist, und morgen eben auch noch ein Tag.
Runterschalten, sich selber zeit geben.
Sie hat dazu sogar ein Buch geschrieben und einen Blog geführt -> pure108.tumblr.com/
Ist mir grade wieder eingefallen.
Ich muss im Moment viel an diese "kleinen Brötchen" denken, der Abend in ihrem Atelier wo sie überall verstreut rumlagen, und sie zu mir sagt "Schau mal, so viele kleine Schritte, viel mehr als wenn ich sie in Grossen gegangen wär"
Was bedeutet es denn für mich, kleine Schritte zu gehen?
Vor etwa einem Monat bin ich 25 geworden, ein Alter, über das ich nie nachgedacht habe.
Ich war immer fest überzeugt, dass ich sowieso vorher sterben werde.
Und jetzt, wo es so weit ist - bin ich ein bisschen verloren.
Was macht man denn mit einem Leben, das man nun eben doch will?
Klar, es ist ein Erfolg, etwas Schönes wirklich sagen zu können "Ich will dieses Leben haben."
Aber.. was tut man denn mit so einem Leben?
Auch meine Betreuerin meinte, kleine Schritte klinge doch gut; einfach mal da Anfangen, wo mich die ersten Bedürfnisse hinführen.
Gut, dann... möchte ich irgendwann eine Wohnung haben, halt nicht eine, die übers Wohnheim läuft, so wie die aktuelle, sondern ne eigene. (Gemietet, mein ich)
Am Liebsten mit 1 1/2 oder 2 Zimmer, mit einer Badewanne und moderner Einrichtung.
In einer Siedlung oder einem Wohnviertel, wo Familien leben, wo Haustiere erlaubt sind.
Das sollte machbar sein, oder?
Mein erster Schritt wird sowieso erst Mal die Ausbildung abzuschliessen. Aber danach.. ist es möglich, eine kleine Wohnung zu finden, oder?
Ist das ein kleiner Schritt? Oder bin ich wieder weit weg von der Realität und in irgendwelchen egoistischen Vorstellungen gefangen?
Kleine Schritte.. ich will Welcome to the monkey house fertiglesen.
Ich will am Samstag einen Ventilator kaufen gehen, lieber Umluftofenwohnung als Ober & Unterhitze. (Marcel hat einen Venti mit Katzenohren. Ich bin ein bisschen neidisch!)
Ich möchte.. einfach ein kleines Leben führen.
Eine Arbeit haben, ein bisschen Geld, eine Wohnung mieten, Abends was Lesen oder Hörbuch hören, im Winter heisse Schokolade mit Sahne trinken, im Sommer Wassermelone essen. Meine Freunde treffen, mich mit ihnen unterhalten und hören, wie es ihnen so geht.
Ich möchte.. leben.
Klein, unscheinbar, ohne grosse Villa, ohne Auto, ohne Eigenheim.
Nur.. ein bisschen leben.
Das wäre schön.
Dienstag, 25. Juni 2019
Freitag, 21. Juni 2019
Paloma Lemonade
An Tagen, an denen gar nichts mehr zu gehen scheint übe ich mich in Dankbarkeit.
Wenn ich morgens nicht aufstehen mag und es mit Ach und Krach zur Arbeit schaffe, dann versuche ich dankbar zu sein dafür, dass ich eine Arbeitsstelle habe die mich vernünftig bezahlt, die es respektiert wenn ich halt mal mehr Zombie als Mensch bin, oder wenn ich meine Emotionen zeitweise nicht so gut im Griff habe.
Wenn ich Mittags Wäsche waschen will und nervigerweise feststelle, dass mein Waschmittel alle ist, versuche ich dankbar dafür zu sein, dass ich mir selber aussuchen darf mit welchem Waschmittel ich wasche, dass ich überhaupt eine Wahl habe und die Möglichkeit, welches zu kaufen.
Wenn ich um eins wieder ins Büro muss, was zuhause vergesse und die blöden Treppen noch mal hochrennen muss, dann versuche ich dankbar dafür zu sein, dass ich ohne Einschränkung überall hin und wieder weg komme, dass ich spontan ein paar Treppen nehmen kann, nicht auf Aufzüge oder dergleichen angewiesen bin.
Wenn ich meine Fenster putzen muss, dann versuche ich dankbar dafür zu sein, dass ich eine so schöne und helle Wohnung habe, dass ich mir einen Nachmittag oder sogar zwei Zeit lassen kann, dass ich selber entscheiden kann in welchem Tempo ich putzen will.
Wenn es Mittags mal wieder nur räudige Kacke gibt in der Mensa (wie zum Beispiel Zungenroulade, WER KOCHT DENN SOWAS), dann versuche ich dankbar dafür zu sein, dass ich mir aussuchen kann, ob ich in der Mensa essen will oder nicht, dass ich mich alternativ zu den Menüs an der Salatbar oder dem Sandwichbuffet bedienen kann, dass ich auch spontan bei mir zuhause was kochen kann, das ich die Wahl habe.
Wenn ich auf Arbeit spontan einen Besprechungstermin dazukriege weil es irgendwie vergessen ging vorher, dann versuche ich dankbar zu sein, dass ich dazulernen darf, dass ich eine Arbeit habe die mich wirklich interessiert. Ausserdem, dass ich spontan sein kann, dass ich nicht krankheitsbedingt dazu gezwungen bin meine Tage immer gleich zu gestalten, sondern meine Psyche es mir erlaubt Dinge einfach so zu ändern.
Ich versuche dankbar zu sein, für mein Leben und die Umstände, die so gut sind wie sie sind, dafür, dass ich zwar in vielem eingeschränkt bin, aber mein Leben dennoch meistern kann irgendwie.
Dafür, dass ich in so vielem frei entscheiden kann, dass ich mir meinen Alltag so zurechtbauen darf, dass er für mich lebenswert ist.
Ich bin so unfassbar dankbar das mir trotz allem so viel Lebensqualität möglich ist.
Ich bin dankbar.
Wenn ich morgens nicht aufstehen mag und es mit Ach und Krach zur Arbeit schaffe, dann versuche ich dankbar zu sein dafür, dass ich eine Arbeitsstelle habe die mich vernünftig bezahlt, die es respektiert wenn ich halt mal mehr Zombie als Mensch bin, oder wenn ich meine Emotionen zeitweise nicht so gut im Griff habe.
Wenn ich Mittags Wäsche waschen will und nervigerweise feststelle, dass mein Waschmittel alle ist, versuche ich dankbar dafür zu sein, dass ich mir selber aussuchen darf mit welchem Waschmittel ich wasche, dass ich überhaupt eine Wahl habe und die Möglichkeit, welches zu kaufen.
Wenn ich um eins wieder ins Büro muss, was zuhause vergesse und die blöden Treppen noch mal hochrennen muss, dann versuche ich dankbar dafür zu sein, dass ich ohne Einschränkung überall hin und wieder weg komme, dass ich spontan ein paar Treppen nehmen kann, nicht auf Aufzüge oder dergleichen angewiesen bin.
Wenn ich meine Fenster putzen muss, dann versuche ich dankbar dafür zu sein, dass ich eine so schöne und helle Wohnung habe, dass ich mir einen Nachmittag oder sogar zwei Zeit lassen kann, dass ich selber entscheiden kann in welchem Tempo ich putzen will.
Wenn es Mittags mal wieder nur räudige Kacke gibt in der Mensa (wie zum Beispiel Zungenroulade, WER KOCHT DENN SOWAS), dann versuche ich dankbar dafür zu sein, dass ich mir aussuchen kann, ob ich in der Mensa essen will oder nicht, dass ich mich alternativ zu den Menüs an der Salatbar oder dem Sandwichbuffet bedienen kann, dass ich auch spontan bei mir zuhause was kochen kann, das ich die Wahl habe.
Wenn ich auf Arbeit spontan einen Besprechungstermin dazukriege weil es irgendwie vergessen ging vorher, dann versuche ich dankbar zu sein, dass ich dazulernen darf, dass ich eine Arbeit habe die mich wirklich interessiert. Ausserdem, dass ich spontan sein kann, dass ich nicht krankheitsbedingt dazu gezwungen bin meine Tage immer gleich zu gestalten, sondern meine Psyche es mir erlaubt Dinge einfach so zu ändern.
Ich versuche dankbar zu sein, für mein Leben und die Umstände, die so gut sind wie sie sind, dafür, dass ich zwar in vielem eingeschränkt bin, aber mein Leben dennoch meistern kann irgendwie.
Dafür, dass ich in so vielem frei entscheiden kann, dass ich mir meinen Alltag so zurechtbauen darf, dass er für mich lebenswert ist.
Ich bin so unfassbar dankbar das mir trotz allem so viel Lebensqualität möglich ist.
Ich bin dankbar.
Confessing
I stressed
over love
and I thought
it is my duty
to confess
on the spot
But I think
isn't it
the greatest
gift of all
to be comfortable
on my own?
Not hearing
love's call
or hearing
but not have
the need to act
upon it
Isn't it
a blessing?
So why,
I ask myself
am I stressing?
It's okay
to stay alone
to try and make
myself
my own
home.
over love
and I thought
it is my duty
to confess
on the spot
But I think
isn't it
the greatest
gift of all
to be comfortable
on my own?
Not hearing
love's call
or hearing
but not have
the need to act
upon it
Isn't it
a blessing?
So why,
I ask myself
am I stressing?
It's okay
to stay alone
to try and make
myself
my own
home.
Freitag, 14. Juni 2019
Judge
I
walk alone
at night
it's dark
in my heart
I'm drowning
in my
thoughts
in my
loathsome
reflection
Until I feel
it starts
to rain
on the outside
too
And for a moment
I take down
my headphones
and I
listen to
the soothing voice
of the heaven's
crying
And I think
The rain does not judge
my appearance
it does not judge
me
it is wetting the good
and the bad
the thin
and the fat
it simply
is
And I remember
the flowers in my room
they do not judge
the weight I carry
they do not judge
me
they smell for the good
and the bad
for the thin
and the fat
they simply
are
And I put back on
my headphones
and I think
this song does not judge
the way I look
it does not judge
me
it rings for the good
and the bad
for the thin
and the fat
it simply
is
And so I think
maybe I should
too
not judge
what I see
I should not judge
me
no matter if I'm good
or bad
if I'm thin
or fat
I should simply
be
(But I can't)
walk alone
at night
it's dark
in my heart
I'm drowning
in my
thoughts
in my
loathsome
reflection
Until I feel
it starts
to rain
on the outside
too
And for a moment
I take down
my headphones
and I
listen to
the soothing voice
of the heaven's
crying
And I think
The rain does not judge
my appearance
it does not judge
me
it is wetting the good
and the bad
the thin
and the fat
it simply
is
And I remember
the flowers in my room
they do not judge
the weight I carry
they do not judge
me
they smell for the good
and the bad
for the thin
and the fat
they simply
are
And I put back on
my headphones
and I think
this song does not judge
the way I look
it does not judge
me
it rings for the good
and the bad
for the thin
and the fat
it simply
is
And so I think
maybe I should
too
not judge
what I see
I should not judge
me
no matter if I'm good
or bad
if I'm thin
or fat
I should simply
be
(But I can't)
Mittwoch, 12. Juni 2019
Sights
We must love one another whether or not we die.
Love can't block a bullet
but neither can it be shot down,
and love is, for the most part, what makes us—
in Orlando and in Brooklyn and in Kabul.
We will be everywhere, always;
there's nowhere else for us, or you, to go.
Anywhere you run in this world, love will be there to greet you.
Around any corner, there might be two men. Kissing.
aus: "A poem for PULSE" by Jameson Fitzpatrick
Love can't block a bullet
but neither can it be shot down,
and love is, for the most part, what makes us—
in Orlando and in Brooklyn and in Kabul.
We will be everywhere, always;
there's nowhere else for us, or you, to go.
Anywhere you run in this world, love will be there to greet you.
Around any corner, there might be two men. Kissing.
aus: "A poem for PULSE" by Jameson Fitzpatrick
Dienstag, 11. Juni 2019
Recap
Bevor ich das wieder vergesse will ich unbedingt noch etwas aufschreiben.
Ich hatte an meinem Geburtstag eine wunderschöne Zeit.
Schon am Freitag, als ich mit Michelle in Konstanz war.
Wir sind durch die Läden gebummelt und haben nötiges und nicht gaaaanz so nötiges (haha) gekauft,
dann waren wir Eis essen und haben viel geredet.
Es war einfach schön.
(Und ich hab einen Haustierdino gekriegt! Einen HAUSTIERDINO! Er ist so niedlich!! Er hat sein eigenes Minihaus ;-; <3)
Am 1. selber war ich mit meinen wunderbaren Schwestern essen, es war lecker und wir hattens lustig.
(Und ich hab einen Daruma gekriegt! Ich hab' mal ein Gedicht über einen Daruma geschrieben, seither mag ich die Dinger echt)
Danach hab' ich mich mit Yasi getroffen, wir sind ein bisschen durch die Stadt gelaufen, haben geredet und Frozen Yoghurt (und Eis) gegessen. (Und ich hab' eine Musikuhr (heissen die so?) dingens da gekriegt mit "What a wonderful world" <3)
Es war einfach.. toll.
Friedlich und ich konnte Zeit mit so wundervollen Menschen verbringen.
Und ich hab' sogar Koni kurz gesehen!
So ein guter Mensch.
Am Abend haben Kaito, Kai und ich dann noch (via Discord) zusammen Noragami geguckt.
Das war auch einfach nur.. friedlich. Toll. Warm.
So schöne Tage, ich fühle mich so erfüllt, wenn ich daran zurückdenke.
Danke. ♡
Ich hatte an meinem Geburtstag eine wunderschöne Zeit.
Schon am Freitag, als ich mit Michelle in Konstanz war.
Wir sind durch die Läden gebummelt und haben nötiges und nicht gaaaanz so nötiges (haha) gekauft,
dann waren wir Eis essen und haben viel geredet.
Es war einfach schön.
(Und ich hab einen Haustierdino gekriegt! Einen HAUSTIERDINO! Er ist so niedlich!! Er hat sein eigenes Minihaus ;-; <3)
Am 1. selber war ich mit meinen wunderbaren Schwestern essen, es war lecker und wir hattens lustig.
(Und ich hab einen Daruma gekriegt! Ich hab' mal ein Gedicht über einen Daruma geschrieben, seither mag ich die Dinger echt)
Danach hab' ich mich mit Yasi getroffen, wir sind ein bisschen durch die Stadt gelaufen, haben geredet und Frozen Yoghurt (und Eis) gegessen. (Und ich hab' eine Musikuhr (heissen die so?) dingens da gekriegt mit "What a wonderful world" <3)
Es war einfach.. toll.
Friedlich und ich konnte Zeit mit so wundervollen Menschen verbringen.
Und ich hab' sogar Koni kurz gesehen!
So ein guter Mensch.
Am Abend haben Kaito, Kai und ich dann noch (via Discord) zusammen Noragami geguckt.
Das war auch einfach nur.. friedlich. Toll. Warm.
So schöne Tage, ich fühle mich so erfüllt, wenn ich daran zurückdenke.
Danke. ♡
Sonntag, 9. Juni 2019
SpAce
Hey, hey
tell me
did you know?
This paradise they
always talk about
it's
a lie
Hey, did you know?
at the end
of the day
all you can do
is
cry
Hey, well, I knew
all along that
something
is not right about
their
story
Now we know,
hey, listen,
now we can be sure
when the night
comes
everything
turns
blurry
Oh, don't cry
sweetheart
don't waste
those precious
tears
You know, those
salty bastards
are your
most powerfull
gears
Use 'em
to show the
world
that you're
hurting
Otherwise
noone will realise
Blank
tell me
did you know?
This paradise they
always talk about
it's
a lie
Hey, did you know?
at the end
of the day
all you can do
is
cry
Hey, well, I knew
all along that
something
is not right about
their
story
Now we know,
hey, listen,
now we can be sure
when the night
comes
everything
turns
blurry
Oh, don't cry
sweetheart
don't waste
those precious
tears
You know, those
salty bastards
are your
most powerfull
gears
Use 'em
to show the
world
that you're
hurting
Otherwise
noone will realise
Blank
Samstag, 8. Juni 2019
Peach
Kann ich denn wirklich nur ein guter Mensch sein, wenn ich schlank bin?
Es führt kein Weg dran vorbei.
Es führt kein Weg dran vorbei.
Freitag, 7. Juni 2019
Die Sicht der Dinge
Der Name dieses Manga ist "Die Sicht der Dinge" und verdammt sei ich wenn das nicht absolut den Nagel auf den Kopf trifft.
Ich bin kein japanischer Schuljunge dessen Eltern sich getrennt haben, der mit den Nachwehen des Krieges aufwächst, ich bin in keinem Leichtathletikclub um die Gedanken, die zu gross für mich sind, wegzulaufen, ich hab' keine Mutter die mich verlassen und eine neue Familie gegründet hat.
Und doch spricht mir der Protagonist dieses Buches emotional aus der Seele.
Ich erinnere mich an meinen Vater.
An meinen pflichtbewussten, hart arbeitenden, vernagelten, unbeholfenen, belesenen, lieben, naiven, wohlwollenden, realitätsfremden, niedlichen, komplizierten Vater.
Es wär alles so viel einfacher wenn er einfach ein Arsch wäre, dann könnte ich ihn in aller Ruhe verabscheuen.
Aber das ist er nicht, er ist ein Idiot, ja, aber eben nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil ers einfach nicht besser weiss.
Es ist zum verzweifeln.
Ugh.
Ich bin kein japanischer Schuljunge dessen Eltern sich getrennt haben, der mit den Nachwehen des Krieges aufwächst, ich bin in keinem Leichtathletikclub um die Gedanken, die zu gross für mich sind, wegzulaufen, ich hab' keine Mutter die mich verlassen und eine neue Familie gegründet hat.
Und doch spricht mir der Protagonist dieses Buches emotional aus der Seele.
Ich erinnere mich an meinen Vater.
An meinen pflichtbewussten, hart arbeitenden, vernagelten, unbeholfenen, belesenen, lieben, naiven, wohlwollenden, realitätsfremden, niedlichen, komplizierten Vater.
Es wär alles so viel einfacher wenn er einfach ein Arsch wäre, dann könnte ich ihn in aller Ruhe verabscheuen.
Aber das ist er nicht, er ist ein Idiot, ja, aber eben nicht aus Boshaftigkeit, sondern weil ers einfach nicht besser weiss.
Es ist zum verzweifeln.
Ugh.
Donnerstag, 6. Juni 2019
fresh natural 0% alluminium
Ich glaube, ich les' zu viele Schnulzmanga
Unrequited
You resemble a fantasy
that I once had dreamed of
and the sun-drunken morning illuminated
the silhouette of my first love
Jealous I watch your steps
through the still tired, waking grass
why ist it allowed to accompany you
while I'm trapped behind flickering glass
I know that god is judging
my time dedicated to your being
and I'm not allowed to overstep
the boundaries of this feeling
And so I simply watch you rise
like the sun on the morning sky
to a higher realm than I am at
that I won't reach, even if I try.
Unrequited
You resemble a fantasy
that I once had dreamed of
and the sun-drunken morning illuminated
the silhouette of my first love
Jealous I watch your steps
through the still tired, waking grass
why ist it allowed to accompany you
while I'm trapped behind flickering glass
I know that god is judging
my time dedicated to your being
and I'm not allowed to overstep
the boundaries of this feeling
And so I simply watch you rise
like the sun on the morning sky
to a higher realm than I am at
that I won't reach, even if I try.
Mittwoch, 5. Juni 2019
Manifest
Ich lese (mal) wieder Bis(s), respektive höre es, Hörbücher ftw
Aktuell bin ich beim verfluchten zweiten Teil und.. ich erinnere mich an so vieles.
Ich erinnere mich an Martin und an den Tag, an dem er gegangen ist.
Da war kein Wald und kein Spaziergang und kein wirkliches Gespräch, vermutlich hat es nicht mal geregnet.
Ich bin auch nicht weggelaufen und musste per Suchkommando wieder zurückgebracht werden - aber dieses Gefühl.
Es war dasselbe. Es.. ist ein bisschen das selbe, heute noch, wenn ich mich erinnere, so wie jetzt.
Ich denke oft an ihn, aber ich erinnere mich nicht mehr so oft wie früher.
Der Unterschied ist vermutlich, dass ich nicht vergessen habe, mich aber irgendwann in den langen Jahren seither irgendwie angefangen habe zu arrangieren.
Ich erinnere mich heute, wie alles zu Eis gefror, wie.. das Herz der Welt aufgehört hat zu schlagen.
Dabei war Martin kein selbstloser, verblendeter Vollidiot, sondern er war schlicht und einfach im Recht.
Es war sein absolutes Recht, zu gehen, es war sogar das einzig Richtige für ihn.
Das ich seit Jahren die Scherben meines Herzens klebe ist meine alleinige Schuld.
Gott klingt das kitschig. Fürchterlich.
Aber das Suchkommando erinnert mich an noch was; der Abend, vor vielen Jahren, als ich low-key von zuhause weglief.
Ich hab' meinem Vater einen Brief gegeben und bin gegangen, zu Michelle.
Mein Vater dachte, ich will mir was antun, und ist mir den ganzen Weg bis zur Hauptstrasse nachgelaufen, durch den Regen, verzweifelt versuchend, mich aufzuhalten. Mir das Versprechen abzuringen, dass wir Morgen reden.
Und dieses Morgen war für ihn mehr als nur ein "eine Nacht drüber schlafen", es war ein "die Nacht überleben", das habe ich deutlich gespürt.
Und ich frage mich; ist das Liebe?
Zeigt dass, das er mich liebt?
Was hat er gedacht, als er durch den Regen lief und auf mich eingeredet hat?
Dachte er wirklich, ich tu mir was an, oder war er nur erbost über meinen Ungehorsam?
Wie hat er sich gefühlt als ich ihm die Hand gegeben habe und versprach, morgen zu reden?
War er erleichtert, weil seine kleine, heile Welt nur ins Wanken gekommen, aber nicht zu sehr durcheinandergerüttelt worden war?
Hat er oben an der Steige gewartet und geschaut ob ich wirklich ins Auto von Michelles Mutter steige, im strömenden Regen, nur wegen mir kleinen undankbaren Kind?
Erinnert sich mein Vater daran?
Oder denkt er nur daran.
Was fühlt mein Vater?
Und warum, so frage ich mich, stelle ich diese Fragen einem Stück Code und nicht ihm selber?
Weil ich.. mich vor der Antwort fürchte.
Ich fürchte mich davor, das er mir sagt, dass er mich wahrhaftig nicht liebt.
Weil ich undankbar bin, weil ich egoistisch bin, weil ich keine Tochter bin, weil ich Männer und Frauen liebe.
Weil ich ungehorsam bin, weil ich kein Akademiker bin, weil ich krank bin.
Ich fürchte mich so unfassbar davor.
Aktuell bin ich beim verfluchten zweiten Teil und.. ich erinnere mich an so vieles.
Ich erinnere mich an Martin und an den Tag, an dem er gegangen ist.
Da war kein Wald und kein Spaziergang und kein wirkliches Gespräch, vermutlich hat es nicht mal geregnet.
Ich bin auch nicht weggelaufen und musste per Suchkommando wieder zurückgebracht werden - aber dieses Gefühl.
Es war dasselbe. Es.. ist ein bisschen das selbe, heute noch, wenn ich mich erinnere, so wie jetzt.
Ich denke oft an ihn, aber ich erinnere mich nicht mehr so oft wie früher.
Der Unterschied ist vermutlich, dass ich nicht vergessen habe, mich aber irgendwann in den langen Jahren seither irgendwie angefangen habe zu arrangieren.
Ich erinnere mich heute, wie alles zu Eis gefror, wie.. das Herz der Welt aufgehört hat zu schlagen.
Dabei war Martin kein selbstloser, verblendeter Vollidiot, sondern er war schlicht und einfach im Recht.
Es war sein absolutes Recht, zu gehen, es war sogar das einzig Richtige für ihn.
Das ich seit Jahren die Scherben meines Herzens klebe ist meine alleinige Schuld.
Gott klingt das kitschig. Fürchterlich.
Aber das Suchkommando erinnert mich an noch was; der Abend, vor vielen Jahren, als ich low-key von zuhause weglief.
Ich hab' meinem Vater einen Brief gegeben und bin gegangen, zu Michelle.
Mein Vater dachte, ich will mir was antun, und ist mir den ganzen Weg bis zur Hauptstrasse nachgelaufen, durch den Regen, verzweifelt versuchend, mich aufzuhalten. Mir das Versprechen abzuringen, dass wir Morgen reden.
Und dieses Morgen war für ihn mehr als nur ein "eine Nacht drüber schlafen", es war ein "die Nacht überleben", das habe ich deutlich gespürt.
Und ich frage mich; ist das Liebe?
Zeigt dass, das er mich liebt?
Was hat er gedacht, als er durch den Regen lief und auf mich eingeredet hat?
Dachte er wirklich, ich tu mir was an, oder war er nur erbost über meinen Ungehorsam?
Wie hat er sich gefühlt als ich ihm die Hand gegeben habe und versprach, morgen zu reden?
War er erleichtert, weil seine kleine, heile Welt nur ins Wanken gekommen, aber nicht zu sehr durcheinandergerüttelt worden war?
Hat er oben an der Steige gewartet und geschaut ob ich wirklich ins Auto von Michelles Mutter steige, im strömenden Regen, nur wegen mir kleinen undankbaren Kind?
Erinnert sich mein Vater daran?
Oder denkt er nur daran.
Was fühlt mein Vater?
Und warum, so frage ich mich, stelle ich diese Fragen einem Stück Code und nicht ihm selber?
Weil ich.. mich vor der Antwort fürchte.
Ich fürchte mich davor, das er mir sagt, dass er mich wahrhaftig nicht liebt.
Weil ich undankbar bin, weil ich egoistisch bin, weil ich keine Tochter bin, weil ich Männer und Frauen liebe.
Weil ich ungehorsam bin, weil ich kein Akademiker bin, weil ich krank bin.
Ich fürchte mich so unfassbar davor.
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