Mittwoch, 27. Juli 2016

Tag 104 | White Blow!

“There are things that you can’t see unless you change your standing.”

Trafalgar Law, One Piece Episode 587



Manchmal ist es nötig einen Perspektivenwechsel durchzuführen.
Ein Mitpatient von mir ist Vater, die Kinder sind in meinem Alter.
Und wenn er so redet, ist das für mich wie einen Spiegel vorgehalten zu kriegen von meinem eigenen Vater.
Mein Mitpatient bedauert oft, dass er die Kindheit seiner Sprösslinge eigentlich gar nicht mitgekriegt hat, weil er immer gearbeitet hat.
Und man fühlt so sehr, wie leid es ihm tut.

Manchmal frage ich mich dann, ob es meinem Vater auch so geht.
Manchmal frage ich mich, ob er das überhaupt genauso sieht, mit dem Abswesend sein.

Heute war spannend.
Ergo war gut, die neuen Räumlichkeiten sind immer noch gewöhnungsbedürftig,
aber ich bin halt ein elendiges Gewohnheitstier^^
Probiere mich nochmals an Pedigrohr - das Zeugs ist halt doch irgendwie faszinierend.
Die Ergotherapeutin ist so lieb, sie übernimmt extra das Bohren der Löcher für mich,
weil ich so ein elende Angst vor solchem Maschinenzeugs habe. Q_Q

Freizeit und Aktivitäten-Gruppe war auch okay,
wir haben uns mal die Frage gestellt, was wir da eigentlich machen.
Und.. die Frage war sehr gut :D

Viele meinten, das sie eigentlich nur hier sind, weil die Pflege sie nicht aus der Gruppe aussteigen lässt - und weil wir es doch relativ lustig haben.
Clowns |:

Mittags war ich dann spontan mit einer Mitpatientin Eisessen - und irgendwie wars dann plötzlich 16:30 Uhr und klein Jin total baff.
Normalerweise fängt es nach einer Stunde an, anstregend zu werden wenn ich mit (fast) Fremden zu tun habe.

Ich glaube, man kann sagen, das wir anfangen uns aneinander zu gewöhnen.
Zu diesem Zwecke haben wir auch ausgemacht, das wir uns gegenseitig eine Liste schreiben,
mit 50 Dingen die wir mögen.
Das klingt nach Viel. Aber verdammt, ich hätte noch mehr aufschreiben können :D

Ich bin gespannt.
Es läuft.



Dienstag, 26. Juli 2016

Tag 103 | Please add sugar to the coffee

Ye, das Vorbereiten und beten hat geholfen - ich habe geschlafen!
Nur kurz zwar, ABER ich habe geschlafen.

Yoga war gut, auch wenn ich immer noch der Meinung bin,
dass die zwei Stunden am Nachmittag besser angesiedelt wären.

Malen war.. auch okay.
Hab an meinem Corazon weitergemacht, seit.. keine Ahnung wie lange mal wieder.
Ich merke, wie ich jetzt, bald ein Jahr, immer noch total an dieser Figur hänge.
Er ist einfach (m)ein Gott.
Und irgendwie fällt mir auch auf, dass das Grüne Ich von Gestern,
das "Wie ich gerne wäre"-Ich viele Charakterzüge von Corazon aufweist.
Ist das seltsam, eine solche Affinität zu einer Figur zu haben?
Schon n bisschen, oder?
Aber ich kann einfach nicht anders.
Nicht nur hat mich der Storyteil mit Corazon und Law tief bewegt, er hat.. etwas (aus)gelöst in mir,
mir etwas aufgezeigt.
Und mir ein Strahlen gegeben, eines von Innen.
Das klingt echt Freakig.

Aber grade weil ich so vieles mit dieser Figur verbinde,
habe ich furchtbar Angst das Bild nicht gut hinzukriegen.
Meine Erwartungshaltung ist utopisch.

Ich weiss nicht, wie ich diese Messlatte da wieder runterkriege.
Am Besten die Kunsttherapeutin fragen.
Vielleicht weiss die Rat.


Die Literaturgruppe war an sich okay,
aber es ist mir überhaupt nicht gelungen, meine Aussagen nicht zu (be)werten.
Als Thema hatten wir Vorwürfe, die die Erwachsenen den "Jugendlichen von Heute" machen,
und das eben schon seit bald 5000 Jahren.
Ich habe mich im Nachhinein für alles, was ich gesagt habe, total doof gefühlt,
ich fand, alles war irgendwie überflüssig oder hat komisch gewirkt.
Mir war nicht wohl da.
Bäh.

Ich freue mich ein bisschen auf Morgen.
Ergo ist was feines, auch wenn ich spontan nicht weiss was machen.
(Habe mich recht in der Serviettentechnik vergraben gehabt, aber so auf Dauer wird das auch langweilig.)
Ich würde gerne was Corazon-artiges machen, mir fällt aber nicht ein, was.
Ich könnte seine Kapuze nähen.
Ich kann nicht nähen °^°


Wir werden sehen :)

Here, have a Corazon!
Oder auch mehr als einer :3










Montag, 25. Juli 2016

Tag 102 | Das Selbst in Rot

Heute im Einzel mim Psychologe haben wir (hauptsächlich) über (m)ein Selbstbild geredet.
Ich sollte ein Blatt gestaltet,
wo ich drei verschiedene Ichs aufzeichne.
Das erste Ich (rot) ist, wie ich mich selber sehe.
Das zweite Ich (grün) ist, wie ich gerne wäre.

Und das dritte Ich (blau) ist, wie andere mich sehen.

Das war echt schwer!
Alle drei Ichs bergen irgendwie Gefahren, beziehungsweise eher Schwierigkeiten beim "ausfüllen".
Das Rote Ich ist generell. schwierig.
Ich weiss, das Menschen, wenn sie sich selber beschreiben, dazu tendieren, sich selbst eher positiv darzustellen.

Das will ich auf keinen Fall!
Ich will ja nicht überheblich wirken.
Dazu kommt, dass ich generell sehr schwer was positives an mir lassen kann,

bez. mir meiner Positiven Seiten gar nicht bewusst bin.
Irgendwie auch der Negativen nicht.
Irgendwie ist es scheisse schwer, mich zu beschrieben o_o
Also hab ichs einfach rational versucht.
Das hat einigermassen geklappt.


Das grüne Ich war okay, 
ich hab eine relativ fixe Vorstellung vom perfekten Ich.
...nur blöd, dass das völlig utopisch ist..^^

Also auch hier: Ab auf die rationale Seite, realistisch bleiben.

Das blaue Ich ist insofern einfach,
als das ich nichts aktiv tun muss.
Ich muss nur Leute fragen und das aufschreiben.

Und versuchen, dabei nicht zu werten.
Schwer!

Wir haben viel drüber geredet und verglichen.
Jetzt soll ich quasi ein Rot-Grünes Ich kreieren,
ein Kompromiss aus "So sehe ich mich" und "So will ich sein".
Noch mehr Schwer ._.

Ansonsten.. schlaf ich wieder kaum,
das zerrt an den Nerven.
Aus Verzweiflung habe ich für heute Nacht alle Register gezogen;
3-4 Stunden vor dem Schlafengehen Sport,
2 Stunden vorher nichts mehr Essen,
direkt vorher warm duschen,
Bettzeug neu beziehen,
gut lüften,
... ~

Wehe es haut nicht hin.
Ich bin mit meinem Latein am Ende.

Das folgende Bild ist sehr persönlich.
Ich bitte um Rücksichtsnahme :)


Samstag, 23. Juli 2016

Tag 97, 98, 99, 100, 101 ~

100 Tage in der Klinik!
Wahnsinn.

Es tut mir leid das ich so lange nicht geschrieben habe,
ich merke, das ich viele Eindrücke erst verarbeiten muss,
und einen Tag später darüber zu bereichten erscheint mir dann so.. abgestanden.

Wir haben am Donnerstag den neuen Ergo-raum eingeweiht,
die Mal-, und Ergotherapie ist umgezogen, noch im selben Haus aber nun im Untergeschoss.
Da ist sooo viel mehr Platz als oben, erst wirkte es total verloren.
Aber ich glaube, wenns erst voll eingerichtet ist, ist es da unten super.
Auch, weil es nun für die Werkbank mit dem Sägewerkzeugs-Zeugs eine eigene Ecke hat,
wo die in aller Ruhe werken können, ohne das sich immer alle die Ohren zuhalten müssen^^
Und eine Nähmaschine gibts jetzt auch.
Richtig gewachsen das Ganze!

Im Malraum war ich noch nicht, das folgt dann wohl Montag.
Aber ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen,
irgendwie haben die leicht beengenden Verhältnisse einfach dazugehört.
Aber wir sind ja alle flexibel.

In den Einzelgesprächen ging es viel um die anstehende Hochzeit meines Vaters und den Problemen die sich drumrum für mich ergeben könnten.
Den ersten Teil habe ich ja gestern nun erfolgreich hinter mich gebracht.
Irgendwie war ich echt hin und her gerissen, einerseits soll die Klinik mich ja eigentlich genau auf das Leben da draussen vorbereiten,
andererseits wäre ich Freitag echt gerne in der Klinik gewesen.
Nicht nur weil ich BZA und Achtsamkeit verpasst habe,
auch wegen den Menschen.

Es kommt eigentlich fast einem Wunder gleich,
aber da sind MENSCHEN, mit denen ich langsam aber sicher völlig normal umgehen kann,
das ist so.. so wahnsinn.
Ich meine, vielleicht hilft es zu wissen, das diese Menschen mindestens genauso unsicher sind im Kontakt wie ich,
aber irgendwie haut es halt einfach hin.
Und dafür bin ich ihnen zutiefst dankbar.

R., S., und D.,
danke.

Das mit der Liste ist ne lustige Sache.
Wir haben zu dritt beschlossen,
dass jeder eine Liste mit Dingen, die er gerne mal noch machen würde, erstellen.
Also, nicht so gross iwo hinreise, mehr so.. hier in der Nähe machbar.
Und wir verpflichten uns blind im vornherein alles mitzumachen, was die anderen aufschreiben.
Das wird spannend!

Angeln waren wir ja schon.. :D

Generell merke ich, kann ich den Wert von Menschen, die mir Nahe stehen, mehr wahrnehmen.
Auch diejenigen, die schon länger da sind.
Oder vielleicht genau diejenigen, die schon länger da sind.
Weil das nichts selbstverständliches ist.

So im Allgemeinen.. hänge ich aktuell etwas in der Luft,
einerseits habe ich soviel dazugelernt und erfahren und geschafft,
andererseits weiss ich immer noch nicht recht wohin ich eigentlich will und wo ich schlussendlich hingehöre.
Aber vielleicht ist das auch nichts, was man irgendwann einfach so weiss.
Vielleicht ist das etwas, was sich entwickelt, und wenn man es bemerkt, ist die Reise zu Ende.
Irgendwie auch ein schöner Gedanke.


Freitag, 15. Juli 2016

Tag 93-96 | Wie Joghurt mit frischen Himbeeren

Das Leben ist eine ziemliche Achterbahn.

Auf der einen Seite sind da all diese kleinen Dinge die ich so abgöttisch liebe;
all die Karten aus der ganzen Welt die ihren Weg zu mir finden,
die tollen Karten der lieben Menschen die ich in der Klinik getroffen habe.
(Ja, ich habe wirklich Menschen gefunden die mir wirklich einfach so Postkarten schreiben, obwohl ich sie täglich sehe. Das ist so wunderbar!)
Da sind Seifenblasen, die durch den Aufenthaltsraum wirbeln, weil ich entdeckt habe,
das ich das Pustedings einfach vor den Ventilator halten kann,
diese kurzen Momenten im Zusammensein, in den Therapien und ausserhalb, wo einfach nur gelacht wird und diese Energie von Zusammenhalt spürbar ist.
Musik und die unendliche Möglichkeit diese für sich zu entdecken,
Capri-Sonne, Shopping-Trips mit soraka,
Nächte, in denen ich einfach so durchschlafe,
das Gefühl, endlich einmal verstanden zu werden.
Da ist so viel, was mich erfüllt, was mir in diesem kurzen Moment so viel gibt.

Und auf der anderen Seite sind all diese schwierigen und belastenden Themen;
das mein Vater bald heiratet,
jedes Mal, wenn ich nach Hause komme, wieder irgendwo ein Möbel anders steht oder gar ganz weg ist,
das ich Dienstags schon wieder einen Rückfall hatte in Selbstverletzung,
ich berufswahltenisch auf keinen grünen Zweig komme, weil ich zwar immer öfters weiss was ich will,
aber mich nicht traue, mich auch auszuprobieren.
All diese Hinterher-Zwischenmenschliche-WarDasJetztKorrekt-Hinterfragerei,
mein Wunsch nach stabiler Freundschaft zu Menschen die mir wichtig sind,
Nächte, in denen ich einfach nicht schlafen kann,
mein Zimmer, das eine ewige Baustelle ist,
mein Kopf, der eine ewige Baustelle is.

Verzweiflung und Hoffnung hält sich sehr genau die Waage aktuell;
ich bin traurig, ich bin erschöpft,
ich liebe mein Leben, ich lass mir mein inneres Licht nicht nehmen.

Es ist schwierig.




Montag, 11. Juli 2016

Tag 91/92 | Natürlicher Aggregatszustand: Verwirrt

Es pisst mich so dermassen an das ich heute nicht inner Klinik war.
Zum einen hab verschlafen und zum anderen bin ich richtig schrecklick erkältet.
Deswegen habe ich mich ordnungsgemäss abgemeldet, alles easy.
Aber es ärgert mich so, ich will dahin, ich will bei diesen Leuten sein,
ich will mit meinen Themen vorwärtskommen.
Ich glaube, weil ich im Moment so auf Tempo aus bin,
frustriert es mich so sehr, das es nicht im gewünschten Tempo vorwärts geht.
Dabei ist es gar nicht möglich, da mehr Geschwindigkeit reinzubringen.
Ich werde mit vielen Themen austreten, die ich ambulant weiterbehandeln werde,
ich werde viele Themen in mein weiteres Leben mitnehmen,
vielleicht werde ich manches bis ans Ende meines Lebens nie 100% durchhaben.
Und das ist völlig okay!
Zumindest rational gesehen, weiss ich das auch.
Es ist eben so.
Das Leben ist im Grunde genommen nur ein winziger Ausschnitt aus dem Ganzen,
auch wenn ich nicht weiss was "Das Ganze" in diesem Falle sein soll.
Vielleicht unser kompletter Kosmos, keine Ahnung.

Manchmal denke ich, der 26.8 kommt viel zu schnell, und das jede Minute, die ich da nicht nutze, verloren ist.
Manchmal ist es voll okay, und ich habe gar kein Problem damit, dass ich am 26.8 Austritt habe.

Was mir aktuell viel mehr Sorgen bereitet,
ist die anstehende Hochzeit meines Vaters.
Das ist so ein riesen Scheissanlass auf den ich so absolut keine Lust habe.
Im Ernst, es nervt mich richtig, dass die ausgerechnet jetzt heiraten müssen.
Und das ich dabei sei muss.
Bäh.

Ansonsten hat Mitpatientin R. die letzte Woche,
und C. auch.
Das ist total schade, die werden sehr sehr fehlen.
Generell hagelt es im Moment Austritte wie bekloppt.
Die Gruppe verändert sich.

Mir kann es grade echt nicht schnell genug Abend werden,
damit ich ins Bett kann und morgen wieder dahin.
Ich will was tun!
Sonst fühl ich mich so nutzlos.


Donnerstag, 7. Juli 2016

Tag 89/90 | Bridge over troubled water




Mittwoch war unspektakulär,
hab mich in der Ergo aufgeregt weil es nicht will wie ich,
habe einmal mehr festgestellt,
das ich da total ins Hamsterrad falle,
ala "Ich muss was arbeiten, ich muss was tun" und keine 5 Minuten ruhig nichts tun kann.
Aber der zweite Versuch hat geklappt, ist ne schicke Pinnwand für meine Anime/Manga-Karten draus geworden.

Hab jetzt auch wieder ne neue Medikombination,
kriege wieder das altbekannte Remeron, plus das Quetiapin plus reduzierte Menge Valdoxan.
PLUS Fluanxol und Temesta EX in der Reserve.
(Quetiapin ist auch noch Reserve, zusätzlich zum Fix)
Hallelujah.
Soll aber nur eine Woche so bleiben,
schlage ich drauf an wird das Remeron erhöht und das Valdoxan abgesetzt.
Bin ich nicht so böse, keine Blutentnahme mehr.

Mal schauen, ich hoffe es funzt soweit alles.

Heute war.. okay, glaube ich.
War gleich für drei Leute Pate,
weil der Pate der einen nicht da war und ein spontaner Eintritt war,
zusätzlich zu der, die ich eigentlich hatte.
Ging aber gut.

Im Einzelmalen ging es - mal wieder - um den Selbstwert.
Das Thema ist so rieisg, es lässt mich nicht los.

Und es ging auch um meine Situation zu Hause,
und wieso das aktuell so anstregend ist.
Entstanden ist das Bild oben; es zeigt meinen Inneren Kampf zwischen 
"Ich darf mich selber achten und behüten" und "ich bin das nicht wert"
Inklusive Brücke und Selbstwertstab inner Mitte.
Voila.

Eigentlich wollte ich auf diesem Blog ja vorallem einen Einblick in den Klinikalltag geben,
aber irgendwie ist das mehr zu einem "Wie fühlt sich Jin grade" geworden.
Deswegen erkläre ich euch jetzt einfach mal,

wie eine solche Stationsversammlung abläuft.

Also, es ist jedes Mal ein Patient, der sie leitet,
und ein anderer der das Protokoll führt.
Dabei sind alle, die grade im Haus sind - Patienten und Pfleger; 
Mal,- und Ergotherapeutin.
Die Psychologen sind nicht zugegen.

(Wieso auch immer)

Zu Beginn werden Fragen zum letzen Protokoll geklärt,
oder Ergänzungen, Anmerkungen usw..
Dann werden die Hausarbeitsämter vergeben;
Spühlmaschine ausräumen,
Ordnung im Aufenthaltsraum und Küche,
Vorbereiten des Esszimmers fürs gemeinsame Mittagessen am Dienstag,
Kühlschrankkontrolle (Was schon selber läuft soll raus),
Leitung der nächsten Versammlung & Protokollant,
Planung gemeinsames Mittagessen (Wer kocht),
Pate für eventuelle Neueintritte,
Zopf/Brot backen fürs Frühstück am Freitag,
Aufschnitt usw einkaufen für Freitag

Der zweite Punkt ist "Infos aus dem Team",
allfällige Raumänderungen bei Therapien, neue Therapieformen oder Urlaube von Pfleger usw werden hier angesprochen.
Oder generell Diskussionspunkte im Bezug auf das Team.
Punkt drei ist "Infos aus der Patientengruppe";
Dinge wie Austrittstermine die feststehen, Aufträge die jemand gefasst hat im Bezug auf die Gruppe (Mal immer Nein sagen zb), 
Abwesenheiten und solchen Krams.
Der letze Punkt ist "Diverses" und naja.. beinhaltet so ziemlich alles andere.
Wenn mal wieder das Frühstücksgeld nicht bezahlt wurde,
wenn gemeinsame Ausflüge geplant sind,
wenn jemand irgendwas zu verkaufen/verschenken hat blaablubb.
Alles eben.

Ist das alles durch, ist Ende.
Endlich.

;P




Dienstag, 5. Juli 2016

Tag 87/88 | 404, Titel not found

Montag war richtig krass.
Ich hab mich morgens direkt bei meinem Psychologen fast 30 Minuten lang ausgeheult,
weil ich nicht schlafen kann und wieder ganz stark mit Panik zu kämpfen habe und generell grade alles total undifferenziert beschissen ist.
Hab dann notfallmässig Reservemedis gekriegt, damit ich wenigstens etwas schlafen kann.
Es.. hat gut getan, sich auszukotzen, ohne Grenze und Rücksicht darauf, was es mit meinem Gegenüber macht.
Weil es meinem Gegenüber nichts macht, er ist ja n Fachmann.
(Oder zumindest nichts.. so rum macht. Halt. Dingens)

Er meinte heute auch, das er sich echt sorgen gemacht habe,
und erleichtert sei, das es diese Nacht etwas besser ging.
Das ist irgendwie süss :D
Und es zeigt mir, dass der Mann sein Handwerk beherrscht.

Montag war noch Gestaltungsgruppe, ging um unser Traumhaus.
Am Liebsten würde ich ja in einem alten Zugwaggong leben, so auf nem ausrangierten Gleis.
Ach, das wär so herrlich.
Gezeichnet habe ich aber einfach ein Zimmer, wie ich es gerne bewohnen würde, farblich und von der Form her.
Und dabei eine neue, echt nice Technik entdeckt: Wasservermalbare Neocolor.
Das ist ein so befriedigendes Material, das ist hammer o.o

Heute erst mal verschlafen, bzw den Bus um eine fucking Minute zu verpassen.
War aber okay.
Hatte dann noch kurz Meldepflicht beim Psychologen wegen dem Drama gestern,
hab auch tatsächlich geschlafen, zwar erst nach ein, zwei Stunden wachliegen, ABER ich hab geschlafen.
Das ich aktuell nur durch Chemiekeulen funktioniere ist nicht optimal, aber notwenig.
Temporär muss ich damit halt jetzt leben.
Morgen hab ich dann auch Medigespräch für eine definitive Einstellung.

Yoga war okay, Mittagessen war okay, Maltherapie war okay, Literaturgruppe war.. öhm.. ach ja, okay.
Wenn auch etwas des...orientiert, der gruppenleitende Pfleger hat Urlaub und uns ne Frage zum Diskutieren dagelassen;
"Warum ist Nichts-Wissen besser als "Alles-wissen"?"
Irgendwie sind wir bei Kindererziehung und Pfuschärzten gelandet.
Muss auch mal sein^^

Dann hatte ich noch Standortbesprechung, hab jetzt meinen definitiven Austrittstermin: 26.8.2016
Damdaam.
Ist okay.
Wichtig war mir, dass ich da bleiben kann bis Umzug und Hochzeit von meinem Vater über die Bühne gegangen ist,
und das ist mit diesem Termin der Fall.
Passt alles.

Ein wenig wehmütig stimmt es mich schon - klar, es ist noch ein bisschen hin,
aber in den letzen knapp 5 Monaten hab ich mich sehr an die Einrichtung und die Leute gewöhnt; da fällt Abschied natürlich schon schwer.

Es ist rückblicken aber schon krass, wieviel sich getan hat.
Ich bin so fucking froh, diesen Aufenthalt angetreten zu haben.
Es hat genau gestummen.
Ich hab soviel profitieren können, ich bin so sehr gewachsen, habe mich von Ballast befreien können der mich an meiner Entwicklung gehindert hat.
Soviel Veränderung, aber positive - soviele "Ich habs geschafft"'ts


Ich glaube, ich darf mit Recht einfach mal sagen: Gut gemacht, Jin!

Sonntag, 3. Juli 2016

Tag 86 | Unzuverlässigkeiten



Es gibt echt so vieles, worüber ich schreiben könnte,
aber irgendwie.. irgendwie.

Ich hab auf Anraten meiner Maltherapeutin ein kleines Büchlein angefangen, mit Texten, Bilder, Allerleizeugs von mir und für mich.
Das tut gut, und es macht Spass es zu gestalten.

Und ich hab mir einen Massstab gekauft,
der absolut toll ist. Ich liebe ihn!
Ich brauche ihn zwar kaum, aber er ist toll.. Q_Q


Das Kind in mir.

Dieses Wochenende war.. mühsam.
Ich kämpfe mit der Panik und meinen Gedanken,
es ist grade sehr anstregend, mich selber zu ertragen.
Wegen Standort diese Woche habe ich kein Einzel, aber ich werde meinen Psychologen morgen trotzdem in Anspruch nehmen.
Ich brauche Strategien gegen die Angst, sonst werd ich irre.

Meh.