Montag war richtig krass.
Ich hab mich morgens direkt bei meinem Psychologen fast 30 Minuten lang ausgeheult,
weil ich nicht schlafen kann und wieder ganz stark mit Panik zu kämpfen habe und generell grade alles total undifferenziert beschissen ist.
Hab dann notfallmässig Reservemedis gekriegt, damit ich wenigstens etwas schlafen kann.
Es.. hat gut getan, sich auszukotzen, ohne Grenze und Rücksicht darauf, was es mit meinem Gegenüber macht.
Weil es meinem Gegenüber nichts macht, er ist ja n Fachmann.
(Oder zumindest nichts.. so rum macht. Halt. Dingens)
Er meinte heute auch, das er sich echt sorgen gemacht habe,
und erleichtert sei, das es diese Nacht etwas besser ging.
Das ist irgendwie süss :D
Und es zeigt mir, dass der Mann sein Handwerk beherrscht.
Montag war noch Gestaltungsgruppe, ging um unser Traumhaus.
Am Liebsten würde ich ja in einem alten Zugwaggong leben, so auf nem ausrangierten Gleis.
Ach, das wär so herrlich.
Gezeichnet habe ich aber einfach ein Zimmer, wie ich es gerne bewohnen würde, farblich und von der Form her.
Und dabei eine neue, echt nice Technik entdeckt: Wasservermalbare Neocolor.
Das ist ein so befriedigendes Material, das ist hammer o.o
Heute erst mal verschlafen, bzw den Bus um eine fucking Minute zu verpassen.
War aber okay.
Hatte dann noch kurz Meldepflicht beim Psychologen wegen dem Drama gestern,
hab auch tatsächlich geschlafen, zwar erst nach ein, zwei Stunden wachliegen, ABER ich hab geschlafen.
Das ich aktuell nur durch Chemiekeulen funktioniere ist nicht optimal, aber notwenig.
Temporär muss ich damit halt jetzt leben.
Morgen hab ich dann auch Medigespräch für eine definitive Einstellung.
Yoga war okay, Mittagessen war okay, Maltherapie war okay, Literaturgruppe war.. öhm.. ach ja, okay.
Wenn auch etwas des...orientiert, der gruppenleitende Pfleger hat Urlaub und uns ne Frage zum Diskutieren dagelassen;
"Warum ist Nichts-Wissen besser als "Alles-wissen"?"
Irgendwie sind wir bei Kindererziehung und Pfuschärzten gelandet.
Muss auch mal sein^^
Dann hatte ich noch Standortbesprechung, hab jetzt meinen definitiven Austrittstermin: 26.8.2016
Damdaam.
Ist okay.
Wichtig war mir, dass ich da bleiben kann bis Umzug und Hochzeit von meinem Vater über die Bühne gegangen ist,
und das ist mit diesem Termin der Fall.
Passt alles.
Ein wenig wehmütig stimmt es mich schon - klar, es ist noch ein bisschen hin,
aber in den letzen knapp 5 Monaten hab ich mich sehr an die Einrichtung und die Leute gewöhnt; da fällt Abschied natürlich schon schwer.
Es ist rückblicken aber schon krass, wieviel sich getan hat.
Ich bin so fucking froh, diesen Aufenthalt angetreten zu haben.
Es hat genau gestummen.
Ich hab soviel profitieren können, ich bin so sehr gewachsen, habe mich von Ballast befreien können der mich an meiner Entwicklung gehindert hat.
Soviel Veränderung, aber positive - soviele "Ich habs geschafft"'ts
Ich glaube, ich darf mit Recht einfach mal sagen: Gut gemacht, Jin!
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