Donnerstag, 30. Mai 2019

A moment of weakness

I'm
drowning
in my
head
my
hearts
leaking

I am
horrified
and I
have no idea why

Life is
exhausting
and
pretty
pointless,
right?

I
am
tired
of
being
human.

Montag, 27. Mai 2019

Tired

I'm tired
of forcing
words to serve
as bait for
my hidden
feelings

I'm tired
of these
unheard sighs
and of
concealing

What my
heart wants the
world to know
what I
try to
hide for
it is way too
heavy

What my
eyes want
to show and
their pained
pride
about my carefully
built
levee

I'm tired
of
being conscious
and
reasoning
with myself
of staying in
touch

I'm tired
of
hurting
and waiting
for the clock
to strike
twelve
of
feeling
so much

Living wears me out


Manchmal denk ich mir, Borderliner*in sein ist wie diese jungen Mangahelden mit Chakra oder whatever Kraft da halt vorkommt, die sie nicht kontrollieren können und deshalb ungehindert in hohem Masse aus ihnen herausströmt.
Nur, dass aus mir die Energie von Emotionen herausfliesst, ich fühle und fühle und irgendwann fall' ich totmüde um, weil ich zu viel Energie verbraucht habe.
Vielleicht habe ich auch wieder zu viel Arakawa under the bridge gelesen, wer weiss das schon.
Dieser Manga ist so.. intensiv.
Er ist so dumm und der Humor ist so absolut kacke, aber gerade DESWEGEN kann ich nicht anders als einfach loszuheulen, weil alle diese echt dämlichen, flachen Witze förmlich ertränkt sind in Verzweiflung und ihrer eigentlichen Bedeutung. So viel Wahrheit steckt in diesen überrissenen Szenen und Grimassen,
so viel nackte Traurigkeit springt mich zwischen den Zeilen an.
Ufffff.
Und wenn ich sowas lese, und mit jeder Figur mitfühle,
und wenn ich dann einkaufen gehe und feststelle, dass es diesen echt geilen zuckerfreien Eistee jetzt auch in grossen Flaschen gibt,
und wenn ich das Buch, das ich bestellen wollte, online finde und es auch noch genau an meinem Geburtstag ankommt,
und wenn ich dann Abends in meine Wohnung laufe und sehe, das der Nelkenstrauss aufgegangen ist, dann ist das einfach ein Tick zu viel.
Dann muss ich schreien, oder irgendwas durch die Gegend werfen, oder weinen, oder schreiben, damit mein Herz wieder auf sein übliches und empfehlenswertes Niveau zurückfindet.
Dann will ich die Löcher stopfen aus denen diese Gefühlsenergie herausfliesst, dann will ich schlafen und erst wieder aufwachen, wenn all meine Batterien und Emotionstanks und der ganze Kram wieder aufgefüllt ist, wenn ich mir mindestens drei Ersatz-Tanks und -Batterien beschaffen konnte, damit ich durch einen weiteren Tag komme.

Leben ist manchmal so fucking anstregend.

Samstag, 25. Mai 2019

Poem of the day

My daughter
                       wouldn’t hurt a spider
That had nested
Between her bicycle handles
For two weeks
She waited
Until it left of its own accord


If you tear down the web I said
It will simply know
This isn’t a place to call home
And you’d get to go biking

She said that’s how others
Become refugees isn’t it?


Mimesis | Fady Joudah


Donnerstag, 23. Mai 2019

TW-2767151

I teach my lip its sweetest smile,
My tongue its softest tone;
I borrow others' likeness, till
Almost I lose my own.

I pass through flattery's gilded sieve,
Whatever I would say;
In social life, all, like the blind,
Must learn to feel their way.


The Lines of Life | Letitia Elizabeth Landon

Ich hab son Abodingens abgeschlossen, wo mir einmal am Tag ein random Gedicht aus der Datenbank der Seite per Mail zugeschickt wird. "The Lines of Life" war heute dran.

Und ich musste etwas lachen, als ich es gelesen habe. Nicht, weil es lustig war oder so,
eher, weil ich mir manchmal denke, Lyriker sind einfach Erwachsene, die nie aus ihrer jugendlichen Emophase rausgekommen sind, aber mit den Jahren einen genug grossen Wortschatz erarbeitet haben, um aus dieser Tatsache eine Art Profit zu schlagen.

Like.. dude. Die meisten lyrischen Texte sind so passiv-aggressiv Depri, ohne witz. Und da zähle ich mich übrigens nicht raus.

Trotzdem, ich mochte das hier. Es ist.. sehr wahr (auch wenn es echt laaaaaang ist), und ich mag die Art, wie die Autor*in mit den Worten umgeht.


Dienstag, 21. Mai 2019

Des Wolfes Sturm

Auf Deutsch zu schreiben ohne "ihre/seine" oder dergleichen zu verwenden ist echt fürchterlich. Deswegen kommt halt dafür 29348023 Mal der Name vor, aber hey, immerhin ist es ein schöner Name.
Auf jeden Fall war es das erste Mal seit langem, dass mir Siomis wieder mal dienlich war.
Ich glaube, das Bild des rennenden Wolfes wird mich eine Weile begleiten.
Ich habe mich daran erinnert, dass ich, als ich auf der Akutstation in Littenheid war, immer Laufen gegangen bin, wenn ich nicht mehr zurecht kam.
Ziellos und ohne auf die Zeit zu achten über das Gras zu rennen bis ich nicht mehr konnte, bis sich meine Muskeln strikt geweigert haben weiterzumachen war.. irgendwie befreiend.
Und schreien. Singen, schreien und alles aus mir heraus"kotzen" bis ich das gefühl hatte, wieder bei Null anfangen zu können. Das war so heilsam. Aus dem heraus ist der Text entstanden.
Es ärgert mich, wenn ich Gefühle nicht benennen kann.
Aber es hat geholfen, es mir von der Seele zu schreiben.

Und falls sich jetzt jemand fragt, wieso zum Teufel ich eine Figur nach (falschgeschriebenem) Zimt benannt habe: ICH WEISS ES NIIICHT. Es ist so lange her seit ich mir die Namen ausgedacht hab. Ich weiss auch nicht, warum zum Teufel ein Wiesel Taschenlampe heisst.
Ich glaube, ich fand einfach den Klang der Wörter cool ohne wirklich zu wissen, was das eigentlich heisst^^

(Das diese Szene so gar nicht wirklich möglich wäre, weil Chéndré sich ja in dem Moment auflöst in dem ein Aufeinandertreffen mit Zanua stattfindet, lassen wir einfach mal aussen vor haha)


Der silberne Wolf jagte durch die Dunkelheit und obwohl er aus Nichts als Licht zu bestehen schien, warf er keinen Schein auf den feuchten, mit Blättern und Tannennadeln übersäten Waldboden oder die dicht nebeneinander stehenden Stämme der Bäume.
Seine grossen, breiten Pfoten erzeugten nicht den geringsten Laut, kein Rascheln oder Knacken eines Zweiges, sein langes Fell sichtlich unberührt vom Wind seiner raschen Reise.
Weit holte das Tier, dass auf eine merkwürdige Art und Weise nicht in das Bild des nächtlichen Waldes passen wollte, mit seinen Beinen aus und rannte zwischen den Stämmen hindurch als wären sie nicht mehr als Trugbilder die ihm nichts anhaben konnten. 
Zanuas Sinne waren auf nichts ausser den rhytmischen Bewegungen gerichtet, das Strecken und Zusammenziehen der Muskeln. Die vorbeifliegende, schemenhafte Umgebung blieb unbeachtet.

Es reichte nicht.
Das Tempo, die Ziellosigkeit, das Ausreizen der Reflexe reichte nicht aus, um dieses abgrundtiefe Gefühl in Zanuas Herzen zurückzutreiben. Dieses Gefühl, dass sich festfrass und aufstaute, dass sich drängend einen Weg nach draussen suchte, dieses Gefühl in dem Zanua zu ertrinken drohte.
Es gab nur wenige Möglichkeiten für Zanua: Schreien, bis nichts mehr übrig war, bis jeder letzte Zipfel das Herz verlassen hatte, schreien bis zur Heiserkeit, mit schriller, hoher Stimme diesem Graus eine erfassbare Form geben. Schreien - oder rennen. Alles hinter sich lassen, diesem Gefühl davonlaufen, nichts mehr wahrnehmen und nichts mehr verstehen. Laufen bis die Erschöpfung die Beine einknicken lässt.
Zanua konnte nicht schreien. Als Abbild einer Seele war es Zanua nicht möglich, irdische Geräusche zu erzeugen. Zanua hatte nur dann eine Stimme, wenn jemand zuhörte, jemand, eine andere Silberseele.
Also rannte Zanua fort von dem Ort wo der Host-Körper zusammengesackt an einem Baum lehnte, die Hände auf die Ohren gepresst und die Augen fest verschlossen.
Fort, weg, weit weit weg von allem. Zanua wusste nicht, wie lange dieser Sturm schon tobte, wie lange die breiten Pfoten schon über die Erde stoben, aber eines wusste Zanua: Es reichte nicht.
Die irdische Unzulänglichkeit der Erschöpfung konnte Zanuas ätherischem Körper nichts anhaben, es gab kein Ende dieser Reise und kein Ende für den Sturm der in Zanua tobte.
Es gab keine Erlösung.

Getrieben von einer Energie die keinen Ausweg fand lief Zanua weiter, die Augen fest geschlossen, aber es spielte keine Rolle. Es waren nicht Zanuas Augen die sahen, es war das Abbild der Erinnerung des Hosts, dass dem dunstigen Nichts um Zanua herum eine Form gab. Diese Welt war nicht wirklich, sie war nur gerade so viel und so weit wie der Host es erlaubte, es zulassen konnte.
Nichts hier war wirklich, nichts ausser dem gefrässigen, ins unermessliche Ansteigende absolut zerstörende Gefühl ohne Namen, dass wie ein ewig währendes Uhrwerk in der Brust des Wolfes dessen Pfoten weiterlaufen liess, dieses Gefühl, dass die gestaltgewordene Seele aus dem Körper der Host herausgerissen hatte.
Stunden vergingen, wurden zu Minuten, zu Tage, es spielte keine Rolle. Zeit spielte keine Rolle.
Alles, was zählte, war, dass Zanuas Lauf kein Ende nahm und dem Sturm im Herzen keine Gelegenheit gegeben wurde, alles zu zerstören.
Und dann, ohne eine Ankündigung, ohne das Zanua bewusst daran gedacht hatte, waren da Stimmen. Das Abbild, die Erinnerung von Stimmen, von wohlklingenden Worten und während noch immer Bäume und Gestrüpp an des Wolfs Flanken vorüberglitten, so war da nun mehr, Gestalten die nichts mit der illusionären Umgebung des Waldes zu tun hatten, Gestalten aus dem selben gleissenden Licht wie Zanua
Eine der Gestalten war ähnlich proportioniert, aber kleiner und geschmeidiger - eine Wildkatze. Daneben huschte ein Fuchs über den düsteren Boden von dem, was für  Zanua ein Wald, für jeden von ihnen aber etwas anderes war.
Ein Storch mit nach hinten gestreckten Beinen und ausgebreiteten Flügeln war zu Zanuas anderer Seite, zusammen mit einem Wiesel mit auffällig buschigem Schwanz.
Silberseelen.
Und mit einem Male merkte Zanua, wie die eisigen Klauen des Unerträglichen ihren Griff lockerten. Nichts hier war real, es gab keine Ermüdung und keine Gefahr, in einem Baum zu krachen.
Es gab keine Möglichkeit alleine zu schreien und keine Chance mit den Wesens jenseits des Silbernebels zu interagieren, aber das bedeutete nicht, dass Zanua alleine war.
Cinamon, Lazeitha, Latarka und Chéndré, andere ewiglich wandernde Seelen dieser gottverlassenen Spähre waren da und sie waren wirklich, sie waren da, egal wo sich Zanuas Host hinprojizierte, egal wie schnell Zanua lief und egal wie lange.
Sie waren da und leisteten Zanua Gesellschaft, auf die einzige Art, die wirksamste Art die diese Nebelwelt zuliess.
Und nicht nur das, sie nahmen die Wellen der Aufgebrachtheit, der Unruhe Zanuas wahr und in dem sie Gesellschaft leisteten, boten sie die Möglichkeit, eine Stimme zu haben.
Und Zanua schrie.

Der Schrei, das Heulen des Wolfes stieg ins unermessliche, schmerzvolle jenseits aller Grenzen, übertönte das freundliche Geplauder der unterstützenden Silbertieren, mischten sich mit dem Tosen des Sturmes in der Brust des kraftvollen Tieres, übertönte es und rang es nieder, zerschmetterte die ungestümen Böen und errang sich den Sieg über das Unkontrollierbare.
Und während Zanua und die Begleiter rannten, redeten, schrien und schreien liessen wurde das Toben in des Wolfes Brust allmählich schwächer und schwächer, bis nur noch ein sachter Wind das stillstehende Herzen umspielte, bis vom Sturm nicht mehr übrig war als ein schwaches Keuchen und ein langsamer Trab, bis die dunklen, finsteren Bäume sich lichtete und eine freundliche, schwach beleuchtete Lichtung Zanua zum anhalten einlud.

Der Sturm war vorbei.

Montag, 20. Mai 2019

Jaron, Neinron, Vielleichtron

Irgendwie.. was.
Mein Vater hat angerufen und sich wegen meinem Geburtstag erkundigt, und als ich ihm sagte, dass ich mit meinen Schwestern essen gehe, wir aber gerne separat was ausmachen können, wirkte er irgendwie angepisst.
Like, dude, von mir aus sei mit deiner Frau verschmolzen, aber das heisst nicht, dass ich nicht einzeln mit meinen Schwestern was machen kann ohne das du dabei bist.
Was zum Teufel.
Dann wollte er mich überreden, dass ich zu ihm nach Hause komme, wir könnten ja grillen oder so.
Ich will aber nicht dahin, sorry. Dieses Haus beinhaltet noch so viele nicht geklärte Konflikte für mich,
dass ich ihm lieber fern bleiben will. Wir könnten aber beispielsweise in ein Restaurant was essen gehen, habe ich ihm vorgeschlagen.
Darauf hin meinte er nur, ich solle es mir nochmals überlegen und mich melden, wenn ich mich entschieden hab.
Anstregend.

Ausserdem hat er gefragt, wann denn nun meine Ausbildung losgehe im Herbst.
Ich hätte am liebsten einfach aufgelegt.
Das.. ich hab so mit mir gekämpft weil ich nicht wusste, soll ich ihm sagen das ich den Lehrvertrag unterschreiben durfte oder nicht,
soll ich warten bis er fragt oder nicht.
Und jetzt.. stellt sich heraus, dass er nicht mal fragt.
Er geht einfach davon aus, weil es ja selbstverständlich ist.
Er rechnet einfach automatisch damit.
Was weisst du denn schon von meinen Kämpfen, was weisst du verdammt noch mal von meinem Leben?
Dieser Mann macht mich so wütend.
Kein "Gut gemacht", kein "Hey, toll!", kein "darfst du jetzt anfangen damit", nur ein "Wann fängst du an?" "Aha, dann, okay, gut"
Fick dich.
Und gleichzeitig frage ich mich, was eigentlich mein Problem ist.
Immerhin kann seine Reaktion ja auch implizieren, dass er halt einfach an mich glaubt und weiss, das ich es schaffe.
nein, nein verdammt, eben nicht.
Er ist nur wieder so völlig verwickelt in seine eigenen Vorstellungen und Lebensweisen, dass ihm nicht einfällt, es könnte für mich vielleicht ein Erfolg sein, dass ich die Ausbildung anfangen darf.
Es ist selbstverständlich für ihn. Einfach so.
Was zur Hölle weiss er denn schon.
Nichts.
Wieso muss ich innehalten und darüber nachdenken, dass er es vermutlich gar nicht böse gemeint hat, sondern eben einfach so ist und nachsichtig nicken und lächeln und brav sein, wenn er keinen fucking Milimeter überlegt, was er da eigentlich tut und was sein Verhalten - auh wenn es nicht böse gemeint ist - auslöst.
Wieso muss ich der erwachsene von uns zwei sein?
Bin ich eben dieses Mal nicht.
Ich bin stinksauer und du bist schuld.
Punkt.

Ich bin so verdammt kindisch.

Samstag, 18. Mai 2019

RNRNS

Inspiriert durch meinen Alltime-Favorit Anime/Manga: Rainbow: Nisha Rokubo no Shichinin

Nicht fertig und nur grob umrissen, aber im Kern schon das, was ich aussagen will

We're painted 
gray 
while we
pray
for a sun in
molten gold

We're immersed in
blue
for it's probably
true
that we are
no one
important

We're tainted 
black
for no one has got
our backs
noone but
ourselves.

We're screaming 
red
our fists
prepared
and ready to
call
justice

We're shining in
gold 
since our sorrow's
sold
and left behind
these bars.

We're drenched in
hope's green
ever since
we've seen
the faint colors
on our hearts
horizon

We're the brightest
rainbow
made from rain and
the sun's glow
we are both the good and
the bad
both the happy and
the sad.

We are 
alive.

Hot Roomer

As time inexplicably marches on, sleep offers but one reprieve. 
A random ass time machine.


Distance means nothing | SapphyreLily, Your_Friendly_Neighborhood_Pigeon

Donnerstag, 16. Mai 2019

Dragons

"Ich habe den Eindruck, dass ihr Vater einfach selber soziale Defizite hat und klare Regeln für sich selber aufgestellt hat, nach denen er leben kann, das macht es ihm einfacher. Wenn Sie mit ihm reden, dann müssen sie möglichst keine Anklagen machen, sondern darauf achten, dass Sie sich im Rahmen dieser seiner Regeln befinden, damit er annehmen kann, was sie ihm sagen wollen. Versuchen Sie, sachlich zu bleiben."
"Also Vater, dein Verhalten löst in mir die Empfindung aus, dass du leider ein Vollidiot bist."
Amen to that.

Ich will aber verdammt noch mal nicht nach seinen Regeln spielen.
Ich will konstruktiv und vernünftig reden, aber ich will nicht darauf achten müssen,
was ich wie sage, damit der Herr auch ja versteht was ich meine.
Ich will, dass er merkt, das er Schaden angerichtet hat und ich will, dass er das eingesteht.
Ich bin wütend. So unfassbar wütend weil er so ein Knallkopf ist und so hart in seiner eigenen, kleinen Welt lebt.
oeruighöaeorgaeoi.

Ich will ihm erzählen, dass ich den Lehrvertrag unterschreiben durfte, aber ich will nicht wieder in alte Muster zurückfallen und mir brav Lob für die Dinge, die er wichtig findet abholen, während alles andere einfach keine Rolle spielt.
Ich will, dass er sich meldet und nachfragt, aber ich will, dass er bitte ja nicht nachfragt.
Ich will in aller ruhe stinkig auf ihn sein, ich will ihn anschreien, ich will ihn beschuldigen, ich will ihm sagen, dass ich ihn gerne hab, ich will ihm sagen, dass ich Hochachtung vor ihm hab, ich will ihm sagen, dass er das Leben verdammt noch mal nicht verstanden hat.
Ambivalenz.
Ich bin so dermassen ambivalent, dass es selbst meine perfekt eingeübten Schachzüge fast auseinanderreisst.
Selbst schwarz und weiss liegt eben nur so viel auseinander, und mehr verträgt es nicht.
Es macht mich wahnsinnig.

Eine die mit mir im Vorbereitungsmodul in unsrem Betrieb is, musste wieder in die Klinik weil sie einen psychotischen Schub hatte.
Das Mädchen ist 17.
Das ist so fürchterlich, so ein junger Mensch.
Es beschäftigt mich.
Es beschäftigt mich.
Es beschäftigt mich.
Es beschäftigt mich.

Ich wünsche ihr von Herzen, dass es ihr bald wieder etwas besser geht,
und dass es lange lange Zeit dauert bis zum nächsten Schub.

Mir wird auch bewusst, wie verschieden Psychosen sind.
Mein Exfreund war in schlimmen Zeiten komplett von der Rolle und hat seiner eigenen Logik gefolgt,
die ausser ihm niemand verstehen konnte. Er hatte die ganze Zeit über furchtbare Angst vor allem.
Der eine Typ, der mal mit mir in der Klinik war, wurde extrem aggressiv und hat Gegenstände durch die Gegend geworfen und geschrien.
Ein guter Freund von mir erzählte mir, bei akuten Schüben habe er plötzlich das Gefühl gehabt, alle würden über ihn reden, selbst die Nachrichtensprecherin im Fernsehen.
Sie, die mit mir im Vorbereitungsmodul ist, hat einfach nur einen Input-Overload gekriegt, fremde Gedanken die sich mit ihren eigenen vermischen die sie nicht mehr in angemessenem Tempo verarbeiten konnte.

Es erinnert mich dran wie vielseitig alle psychischen Erkrankungen sind, dass es so viele Varianten wie Menschen, die an ihnen leiden, gibt.
Und ich habe Hochachtung vor den Psychiatern und Psychologen, die in diesem ganzen Gewimmel das richtige herauspicken müssen.
Kein Wunder gibt es so viele Fehldiagnosen.

Aber eines haben alle - haben wir alle - gemeinsam. Es sind Dinge da, mit denen wir nicht fertig werden.
Nur eben andere Dinge, oder auf eine andere Art.

Samstag, 11. Mai 2019

The phantom keeps their tryst

Some love too little, some too long,
Some sell, and others buy;
Some do the deed with many tears,
And some without a sigh:
For each man kills the thing he loves,
Yet each man does not die.


Ballad of reading gaol | Oscar Wilde

Freitag, 10. Mai 2019

Flusskrebshochzeit

Nice, ich hab die Unterschriften fürs Tattoo verlegt.
Aber ich bin irgendwie eh unsicher, was das angeht.
Also, nicht, dass ich sie tättowieren lassen will, das auf jeden Fall,
eher wegen dem "wie"
Kurzzeitig hatte ich die Ambition, etwas grösseres anzustreben, irgendwie eine Sternenkarte auf dem Rücken,
und die Sterne sind dann halt die Unterschriften.
Weil ich das Universum und den Sternenhimmel liebe, und weil diese Menschen mein Universum sind.
Aber irgendwieee.. habe ich Respekt vor einem "grösseren" Ding.
Ausserdem finde ich es irgendwie kacke wenn ich das Tattoo selber nicht immer sehen kann.
Die zweite Idee war, die Namen nahe dem Herzen in einer Reihe respektive untereinander zu machen,
und zwischen den Namen ein kleines Herzchen, als Hommage an die Geschichte(n) "Tangled Threats of Fate" die mir viel beudetet.
Aber.. mir ist ehrlich gesagt absolut unwohl beim Gedanken, jemanden so nah an eine intime Zone von mir zu lassen... x))))
Auch wenn ich weiss, für die is das nur Business as Usual, irgendwie werde ich leicht panisch bei dem Gedanken.
Das ist auch der Grund, warum ich das Kimimaro-Tattoo bis auf Weiteres verschoben habe.
Die dritte Idee war dann, die Herzchen-Variante am Bein zu machen, aber irgendwie.. ich mag meine Beine nicht und ich will dieses Tattoo an einem schönen Ort haben.
Ich meine, eigentlich eilt es ja auch nicht, und ich hab noch genügend andere "Projekte" die ich angehen kann diesbezüglich, aber ich will diese Namen so gerne tätowiert habennn..
Nicht nur, weil es mir unendlich wichtig ist, sondern auch, weil es ja eine Art "Treue"(?) Beweis an die Menschen ist, die mir ihre Unterschrift gegeben haben.
Ich will nicht, dass es so wirkt, als wäre mir das nicht wichtig.
Denn das ist es.
Und so weiss ich echt nicht was machen damit.. x)
Aber gut, bis ich diesen blöden Umschlag mit den Zetteln drin wieder gefunden habe kann ich sowieso nix machen.
3ruigfoa-egraepgj