Donnerstag, 23. Mai 2019

TW-2767151

I teach my lip its sweetest smile,
My tongue its softest tone;
I borrow others' likeness, till
Almost I lose my own.

I pass through flattery's gilded sieve,
Whatever I would say;
In social life, all, like the blind,
Must learn to feel their way.


The Lines of Life | Letitia Elizabeth Landon

Ich hab son Abodingens abgeschlossen, wo mir einmal am Tag ein random Gedicht aus der Datenbank der Seite per Mail zugeschickt wird. "The Lines of Life" war heute dran.

Und ich musste etwas lachen, als ich es gelesen habe. Nicht, weil es lustig war oder so,
eher, weil ich mir manchmal denke, Lyriker sind einfach Erwachsene, die nie aus ihrer jugendlichen Emophase rausgekommen sind, aber mit den Jahren einen genug grossen Wortschatz erarbeitet haben, um aus dieser Tatsache eine Art Profit zu schlagen.

Like.. dude. Die meisten lyrischen Texte sind so passiv-aggressiv Depri, ohne witz. Und da zähle ich mich übrigens nicht raus.

Trotzdem, ich mochte das hier. Es ist.. sehr wahr (auch wenn es echt laaaaaang ist), und ich mag die Art, wie die Autor*in mit den Worten umgeht.


1 Kommentar:

  1. "Lyriker sind einfach Erwachsene, die nie aus ihrer jugendlichen Emophase rausgekommen sind, aber mit den Jahren einen genug grossen Wortschatz erarbeitet haben, um aus dieser Tatsache eine Art Profit zu schlagen."

    Ja, irgendwie schon :D. Auch wenn ich gerne negiere, dass es eine Emophase war.

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