Gestern Abend war schön.
Es war eine sehr gute Idee, zum Schüler zu gehen, das hat mich sehr hochgeholt.
Der ist einfach super, der "Kleine".
Haben mit diesen Miniature-Verpackungen, wie man sie in Spiel-Einkaufsläden findet, Sprachspiele gemacht.
Er musste zwei davon blind ziehen und dann eine Story draus basteln.
Gelandet sind wir bei Pizza und Pommes die sich streiten, der perfekten Klopapier-Rolle und Kaugummis die einen auf Wolken tanzen lassen.
Der hat ne Fantasieeeeeee das ist grossartig.
Heute war auch gut bis jetzt.
Irgendwie.. irgendwie ein wenig seltsam.
Hab morgens einen Anime geguckt, nur 23 Minuten lang, wos um nen Jungen geht,
der am Strand gefunden wird und so tut, als würde er sich an nichts mehr erinnern, weil er nicht dran denken wollte, das sich sein Zwillingsbruder das Leben genommen hat.
Aber.. irgendwie.. wurde es zwischendrin total absolut richtig strange,
plötzlich war der Typ ne Halbe Qualle und sein Bruder hat sich aufgelöst.
Vielleicht war ich auch noch nicht ganz wach, aber irgendwie war das echt wie son Trip :D
Gezeichnet hab ich heute auch - ich versuch mich an den Jungs aus Free!
Das ist schwierig ._.
Unten ein WiP, für die Interessierten ^^
Ausserdem war ich am Rhein.
Und so halb im Rhein.
Ich bin nicht geschwommen, aber knietief reingelaufen,
einfach weil mir danach war.
Und mir ist was klar geworden.
Wasser lebt.
Und das ist auch der Grund, warum mich dieser Anime so fasziniert, glaube ich.
Das ist nämlich der erste Satz daraus.
Mizu wa ikite imasu.
Wasser fasziniert mich schon seit ich ganz klein bin.
Aber schon da war ich oft gefangen in meinen Ängsten,
nicht in der Lage sie zu überwinden.
Irgendwie.. irgendwie fühlt es sich für mich einfach am natürlichsten an,
im Wasser zu sein. Irgendwie.
Als kleines Kind habe ich oft davon geträumt, zu ertrinken.
Und halb ängstige mich das, halb faszinierte es mich.
Heute denke ich, das ertrinken zwar sicherlich eklig ist,
aber irgendwie.. hat die Vorstellung was.
Vom Wasser zurückgeholt, sich darin aufzulösen, befreit zu werden.
Denn im Wasser bin ich frei.
Als ich heute runter zum Rhein bin, habe ich Gänsehaut gekriegt,
nur schon vom Geruch der rüberwehte.
Wasser lebt.
Und vorallem Flüsse schlafen nie.
Sie sind immer in Bewegung, aktiv passiv,
das Wasser ist nicht nett, und es ist nicht böse,
es ist irgendwie so eine ganz eigene Welt für sich.
Früher bin ich oft geschwommen.
Bis irgendwann die bescheuerte Mutprobe aufgekommen ist, als ich etwa in der 4. Klasse war.
Es gibt ein Freibad bei uns, wo ein Teil des Rhein eingezäunt ist.
Diese Holzabsperrungen reichen bis fast ganz zum Boden, aber eben nur fast ganz.
Ein 11, 12 Jähriges Kind, das nicht komplett übergewichtig ist, kann genau durch diesen Abstand zwischen Holz und Wasser hindurchschwimmen.
Und je öfter du da hindurch geschwommen bist, desto cooler warst du.
An sich ist es nicht tief, aber für ein Kind ist es quasi eine Weltreise.
Da das Holz aber schon sehr lange im Wasser steht, ist es morsch und abgebröckelt stellenweise.
Irgendwann hat sich die Vorstellung in meinem Kopf festgefressen, dass ich mit meinem Badeanzug am Holz hängen bleibe,
oder sich meine Haare darin verfangen, und ich da unten ertrinke.
Ab da habe ich aufgehört, schwimmen zu gehen, zumindest im Rhein.
Es ist tatsächlich das erste Mal, das mir einfällt, das mich eine Angstvorstellung an etwas gehindert hat,
das ich eigentlich liebe.
Viele weitere Male sollten noch folgen.
Danach, als ich älter war, bin ich manchmal mit Freunden ins Schwimmbad,
aber nicht wirklich zum schwimmen, mehr zum quatschen und etwas rumplanschen.
Irgendwann waren viele Jahre vergangen, seit dem ich das letze richtige Mal geschwommen war,
und irgendwann fing ich an zu glauben, dass das Wasser mich nicht mehr mag.
Weil ich so lange weggeblieben bin, weil ich es nicht beachtet habe,
weil ich mich von ihm abgewandt habe.
Ich fürchtete, das Schwimmen verlernt zu haben, und unterzugehen.
Ich hatte keine Angst vor dem Sterben oder so, mehr.. mehr davon, erkennen zu müssen,
das ich nicht mehr Schwimmen kann, und dem Wasser fernbleiben muss.
Wie so oft mit Ängsten, hat das paradoxerweise genau dazu geführt - ich blieb dem Wasser fern.
Aber ich merke.. ich will das nicht mehr.
Ich will dagegen stehen.
Es hat mich so glücklich gemacht heute, einfach nur da zu stehen und das Wasser zu spüren, zu riechen, zu hören.
Und ich hab im Wasser nach Steinen gesucht, die bestimmte Formen haben.
Ich hab zwei Herzchen, ein Schuh und eine Bergspitze gefunden.
Ich habs sogar geschafft, einen Stein über das Wasser springen zu lassen - das konnte ich früher nie!
Alles in allem.. war heute spannend.
Von einer leichten Melancholie untermalt, aber strahlend.
Ich muss das öfters tun.
Das tut gut.
Total amateurhafte WiPs :P
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen