Ich bin ein Vollidiot.
Seit Monaten will ich wirklich.. like.. WIRKLICH nach einem Verlag suchen, weil ich gerne ein Lyrikbüchlein veröffentlichen würde.
Aber ich habs immer rausgeschoben.
Mir Verlage rausgesucht und ihre Bedingungen durchgelesen, und dann doch nichts eingeschickt.
Mir die Wettbewerbsbedingungen für diverse Anthologien usw angeschaut und dann schnell wieder die Seite geschlossen.
Wie ich feige bin.
Es geht mir so auf den Wecker das ich es anscheinend nicht überwinden kann,
dass es echt mal Zeit wurde rauszufinden, WIESO mich das so beschäftigt oder eher, wieso ich das nicht "einfach" mache.
Ich glaube, die Antwort ist, dass ich mich vor Abweisung fürchte.
Ich fürchte mich davor, Erwartungen zu haben, die enttäuscht werden.
Dass ich zurückgemeldet kriege, dass meine Worte nichts taugen, oder schlimmer, KEINE Rückmeldung zu erhalten.
Und genau das passiert bei solchen Ausschreibungen respektive wenn man ein Manuskript einschickt, und es nicht angenommen wird: Man hört einfach nichts.
Weil die Menschen da nicht die Kapazität haben, sich um jede Absage zu kümmern. Im Normalfall wird man nur in Kenntnis davon gesetzt, wenn man was gewonnen hat/das Manuskript angenommen wurde.
Ich glaube, das würde mich hart killen.
Das war schon bei Bewerbungen so; diese Trottel die sich einfach nicht gemeldet haben, weder mit Zu- noch mit Absage.
Einfach im Leeren zu hängen und keine Ahnung zu haben ob man jetzt als vierter oder als vierhundertster ausgeschieden ist, ist für mich schlimm.
Und trotzdem darf das eigentlich kein Grund sein, nichts einzusenden.
Ich meine.. wie soll ich überhaupt abschätzen können, wo ich stehe mit meinen Fähigkeiten, wenn ich sowas immer aus dem Weg gehe?
Einerseits will ich eine ehrliche Rückmeldung, damit ich besser werden kann, damit ich daran rumfeilen kann, andererseits ist dieses ganze Kartenhaus, auf dem mein 5-Sekunden-Mut aufbaut so dermassen fragil, dass beim geringsten Gegenwind alles zusammenkracht und ich nicht mehr weiss, woran ich noch glauben soll.
Ich klammere mich viel zu sehr an die Hoffnung, dass ich schreiben kann, und dasselbe ist es übrigens mit dem Singen, als das ich eine Zurückweisung diesbezüglich vertragen würde.
Und das ist echt beschissen, weil ich so nicht weiterkomme und mein Gegenüber immer angst haben muss, was falsches zu sagen.
Ich brauch mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten, mehr.. Zuversicht.
Die Gewissheit, dass ich als Mensch valid bin, auch wenn ich keine aktuell direkt vorweisbare "Special-Features" habe.
Auch wenn ich kein offensichtliches Talent besitze, nichts, was mich in dem Sinne ausmacht.
Das ich auch einfach so ein Mensch sein kann, der etwas wert ist.
Ugh.
Fühl dich einfach gedrückt <3
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