Wenn ich eines mitnehme aus dieser Quarantänenzeit dann.. dass ich es auf die andere Seite geschafft habe.
Als ich arbeitslos war nachdem ich die Uni abbrechen musste war ich mir absolut sicher, dass ich nie werde arbeiten können ohne dabei krass zu leiden.
Ich war mir sicher dass es ausser dem unterrichten nichts gibt, was ich wirklich mögen würde und ich hatte immer das Gefühl, alle Arbeit ausser unterrichten klaut mir meine Zeit und macht mich unglück.
Es ist.. schwer zu beschreiben. Aber da war halt diese riesige Blockade aus Frust und Angst und Unsicherheit, aus Wut weil ich das Lehrersein an den Nagel hängen musste, Perspektivenlosigkeit weil ich damals noch nicht sicher war, dass ich wirklich leben will.
Und jetzt.. sitze ich zu hause und merke: Ich vermisse das arbeiten.
Ich würde gerne wieder gehen, was tun und erledigen und im Büro sein. Und das, obwohl diese Arbeit unglaublich weit von Lehrer sein weg ist.
Ich merke, dass ich es geschafft habe. Entweder mich selber zu überzeugen oder mich überzeugen zu lassen,
dass es auch dann noch eine berufliche Zukunft für mich gibt, wenn ich meine Wunschlaufbahn vorerst begraben muss.
Und wer weiss, vielleicht werde ich nie wieder in den Bereich des unterrichten zurückgehen.
Und es ist absolut okay.
Ich fühle, ich habe ein bisschen Frieden mit dieser Sache schliessen können.
Ich bin heute da, wo ich nie gedacht hätte, würde ich mal sein; in einer Lage, die es mir ermöglicht, eine mir mögliche Arbeit zu verrichten, und diese auch gerne zu machen.
Das ist ein Geschenk.
<3
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