Ich hoffe, es hat keiner bemerkt, das ich aus akuter Unkreativität die Titel nach One Piece-Attacken benannt habe xD
Moh, heute war ein toller Tag.
Ich habs tatsächlich geschafft, als Morgeneinstimmung ein selbstgesungenes Lied mitzubringen.
Ich hab nicht gesagt, dass es von mir is, nur, dass es von jemandem ist, den ich die letzte Zeit hab kennen lernen und lieb haben dürfen. Nihihi.
Ich bin sooo gestooorben. Um Gottes Willen.
Wobei ich glaube, der eine Pfleger hats sofort gerallt. Das meinte zumindest S., dies ja auch wusste,
(die mich ja hauptsächlich dazu überredet hat^^).
Das hat mich irgendwie in Hochstimmung versetzt.
Einfach, weil ich stolz auf mich war, das ichs gepackt hab.
Danach hatte ich ein super Gespräch mit meiner Bezugsperson.
So generell über meinen Verlauf in der Klinik und wies so weitergehen soll. Sie meinte auch,
dass es voll okay ist, die letzen drei Wochen nicht mehr hardcore an sich zu arbeiten.
Mehr.. ausklingen lassen, Abschied nehmen, einfach noch dabei sein.
Das ist schon wahr.
Über 100 Tage, knapp 6 Monate sind eine lange Zeit, da stellt sich unweigerlich gewisse Routine
und eine gewisse Vertrautheit ein.
Ich glaube, irgendwie habe ich mir eingebildet, vor meiner BP verstecken zu können,
das mir der Austritt am 26. zu schaffen macht.
Heh. Als ob. Die wusste das vermutlich noch bevor ich es wusste :D
Neue Medis gibts auch.
Neu nur noch 15mg Remeron, dafür Abends noch 50mg Tritticon zum Quetiapin hinzu,
und neu morgens noch Deanxit 100mg.
Viele viele Bunte Smarties!
(Jetzt hab ich weiss, Pink, Apricot und... komisches Orange. Yay)
Ich finds gruselig, ganz neue Medis zu testen.
Ich bleib lieber beim altbewährten. Nur das es eben nicht so bewährt ist ._.
Neu bin ich nun Mittwochs nicht mehr da, als Pensum-Reduktion, eben auch um leichter Abschied nehmen zu können.
Es macht wehmütig. Sehr wehmütig.
Aber es ist auch krass, zurückzublicken.
Ich glaube, in diesen sechs Monaten habe ich wirklich gelernt, Mensch zu sein.
Ich BIN jetzt.
Ich habe einen Wert, ich habe Berechtigung,
ich lebe mit mir selber.
Und das ist so wunderschön.
Habe mit der Ergotherapeutin noch besprochen wegen ambulanter Ergo.
Wenn alles rundgeht und die KraKa das akzeptiert, kann ich noch n halbes Jahr ambulant zur Ergotherapie da gehen.
Das fände ich toll.
Nicht nur, das ich im Basteln eine echt tolle Möglichkeit gefunden habe,
mich selber kennenzulernen, meine Fähigkeiten und Vorlieben auszuloten,
auch lerne ich da Ordnungssysteme. Es ist zwar etwas peinlich,
aber ich habe nie wirklich Ordnung beigebracht gekriegt, ich habe null Plan davon.
Durch die Arbeit da in der Ergo, wo alles seinen Platz hat und alles wieder verräumt wird am Ende,
lerne ich, Ordnung herzustellen und zu halten.
Die Therapie da tut mir einfach gut.
Über Mittag habe ich mit S. gepuzzlet.
Zumindest haben wir angefangen und es dann wieder abgebrochen.. egal, war toll :D
Und jaa, die Sache mit S. ist immer noch kompliziert.
Ich finde aber schwierig, zu beschreiben wieso.
Zum einen, weil sie eine Frau ist und älter als ich. Also, nicht nur so drei vier Jahre,
sondern mehr.
Und ich grosse Probleme mit Frauen in dem Alter habe.
Aber ich mag S. total und würde mir wirklich wünschen, den Kontakt auch nach der Klinik noch halten zu können.
Erschwerend kommt halt hinzu, das ich wirklich erst am lernen bin,
wie man Freundschaften führt und aufrechterhält.
Ich glaube, die bisherigen Freundschaften die ich habe oder hatte,
halten deswegen, weil der andere Part Charakterstark ist.
(Hey, das ist nicht böse gemeint :P)
Und jetzt fange ich an zu entdecken, was ich denn für eine Freundschaft tun kann.
Ausserdem habe ich bei S. immer Angst, zu übersehen, wann es ihr nicht so gut geht,
weil sie Mühe damit hat, das zu Kommunizieren.
Und ich generell relativ wenig von ihr weiss.
Also auch nicht weiss, wo eventuelle Fallen lauern, oder Dinge, die nicht angesprochen werden könnten.
Zum Glück sind wir beide so offen,
das wir über sowas reden können.
Zumindest dann, wenn sich einer von uns traut, es anzusprechen..^^
Aber es ist spannend.
Es ist sooo spannend Mensch zu sein!
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