Donnerstag, 6. Oktober 2016

HunterxDoctor

''This House no longer feels like Home''

Mit Haus meine ich mich.
Und mein Leben.

Am Mittwoch bin ich mit meinem Psychologen die Symptome von Borderline durchgegangen,
beziehungsweise der "Emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung Typ Borderline".
Irgendwas mit Interaktiv gestört war da auch noch, und irgendwie finde ich, das passt fast am Besten.
Letzlich bin ich ja genau das: Interaktiv.. behindert? Gestört? Inkompetent?
Alles zusammen vielleicht^^

Es ist so schrecklich beängstigend weder sich noch die Wesen um einen rum verstehen zu können.
Warum lacht dieser, wieso weint jene?
Wie drücke ich Freude aus, wie trauere ich, was sind Freude und Trauer überhaupt?
So habe ich ewig von allen isloliert vor mich hingelebt,
irgendwann Freundschaften geschlossen, die gehalten haben, irgendwann verstanden, dass es so nicht weiter geht.
Ich wollte nicht länger Fremde auf dem eigenen Planeten sein.


Ich hab viel gelernt, verstanden, entdeckt in den langen Jahren seit da,
und habe nun letzlich Ende August verstehen dürfen, dass ich Mensch geworden bin.
Mit Ecken und Kanten und Deffiziten wo man hinschaut, aber ein Mensch, einer unter Menschen.
Trotzdem frustriert es mich manchmal, so auf die Symptome zu schauen und mich zu 100% darin zu sehen.
Genau zu wissen: Hey, das ist fehlerhaft an dir.
Normalerweise bemühe ich mich, meine Krankheit lediglich als Teil von mir zu sehen, und nicht als Haupt"zutat".
Ihr nicht mehr und nicht weniger Aufmerksamkeit zu schenken als allen anderen Teilen an mir.
Aber manchmal fällt mir das schwer, manchmal bin ich sehr unsicher.

Aber ich glaube, Morgen wirds wieder besser.
Bestimmt.

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