Mittwoch, 12. Oktober 2016

Shoot!!

Mir fehlt etwas.

Irgendwas in meinem Leben fehlt mir,
um es erträglich zu machen.
Etwas, was mich trägt.
Ich weiss noch nicht, was dieses Etwas ist.

Mein Anime/Manga Konsum ist irgendwie völlig ausser Kontrolle geraten,
weil ich dieses Loch nicht empfinde, wenn ich mich in einer fremden Story vergraben kann.
Ich sollte aufhören, Shounen-Ai zu lesen,
diese Geschichten wecken eine ganz eklige Sehnsucht in mir.

Manchmal denk ich mir, als Schwuler hat man das grosse Los gezogen,

eine Beziehung zwischen zwei Männer ist für mich die romantiste aller Beziehungen.
Irgendwo weit dahinter kommt die Hetero-Beziehung und irgendwo noch weiter hinten die von Lesben.

Ich weiss nicht, wie ich zu diesem Empfinden komme, aber es lässt mich manchmal bedauern,
dass ich eine Frau bin.
Vielleicht liegt es auch einfach nur dran, dass ich mich so schwer tue mit diesem Thema.

In letzter Zeit denke ich öfters, dass ich vielleicht gar nicht Asexuell bin,
sondern mich nur dahinter versteckt habe, um in meinem Kopf irgendwie damit klarzukommen,
das mein Ex mich angefasst hat, obwohl ich es gehasst habe.
Jedes einzelne Mal hab ich es gehasst, und ihn dafür, dass er mein Nein nie gehört hat,
das er immer sagt "Gut, wir lassen es" und kaum war er wieder bei mir drehte sich alles nur noch um das Eine.
Ich fühle als wäre ich nur ein Objekt gewesen für ihn,
etwas, das man besitzen und benutzen kann, wenn einem grade danach ist.

Ich hatte keinen Willen in dieser Beziehung, keine Stimme, keine Rechte.
Und vielleicht ist grade das der Grund, wieso ich immer behauptet habe, mich so sehr drauf versteift habe, Asexuell zu sein.
Weil es mir eine Entschuldigung gegeben hat, nicht darĂĽber nachzudenken.

Um fair zu bleiben muss ich zugeben, dass ich das auch schon vor der zweijährigen Beziehung mit meinem Ex dachte.
Aber nicht so verzweifelt wie danach.

Ich will da nicht drĂĽber nachdenken.

Ich will mich in fremden Welten vergraben und das Loch in mir drin stopfen.
Mit allem, was mir grade in die Hände fällt.

Ich halte es fast nicht aus.

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