Grade ist alles sehr wirr.
Ich sehe zum ersten Mal seit langem wieder eine berufliche Perspektive,
und merke, dass es mir Hoffnung auf eine gute Zukunft gibt.
Ansonsten klammere ich mich an kleine Utopien.
Das Weena irgendwann mal hierher zieht und wie zusammen wohnen,
dass ich jeden Samstag eine neue Folge All Out!! und Haikyuu!! 3 schauen kann.
Dass da draussen immer noch Menschen sind, die etwas mit mir zu tun haben wollen.
Die wahnwitzige Vorstellung, irgendwann ein eigenes Pferd zu haben, oder andere Haustiere.
Eigentlich weiss ich gar nicht, was ich mir wirklich wünschen würde.
Einen Ausweg aus dieser graudunklen Autobahn, das sicherlich.
Aber wie immer fehlt es mir an der Initiative.
Fahre lieber weiter durch den stummen Tunnel, anstelle davon die Wand einzureissen,
einfach mal mit Dynamit um mich schmeissen, und schauen, wie das Licht,
das durch die zerstörten Wände bricht, mein Leben verändert.
Ich fürchte mich nicht vor der Veränderung,
ich fürchte mich davor, dass die Veränderung nichts bringt.
Das ist das Schlimmste.
Zeit, Liebe, Hoffnung in eine Veränderung zu stecken, nur um dann zu merken,
dass alles immer noch gleich grau ist.
Das ist grausam.
Freitag habe ich zusammen mit meinem neuen Thera eines meiner Medikamente abgesetzt.
Vielleicht merke ich auch das ein bisschen, es war immerhin das einzige (wirkliche) Antidepressiva das ich hatte.
Irgendwie scheine ich kein Glück zu haben mit diesen Medis.
Ist doch eh überflüssig.
Das alles.
Die Sonne scheint grade richtig schön durch richtig schmutzige Fenster,
erhellt meiner leuchtenden Depression Versteck,
erhellt meine Augen, und vermag mir doch nicht die Freude zurückgeben.
"Irgendwann sagt auch mal die Welt entschuldigung,
und solange bleibe ich angestellt bei meiner Selbstentrümpelung."
- Maeckes | Nisma
Aber wofür denn entschuldigen?
Ist ja mein Leben, ist ja meine Sache.
Manchmal wünschte ich, ich wäre nicht zurechnungsfähig, müsste nur noch klaren Linien folgen.
Und dann fällt mir wieder ein, dass das noch trostloser wäre, als es jetzt schon ist.
Ich weiss nicht, wo ich hin will.
Ich stehe nur da und umklammere meine kleinen, dummen Träume.
Elend.
Ich bin heute über diesen Artikel gestolpert, und er hat mich sehr berührt.
Wenigstens sind da noch Dinge, die mich berühren.
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