Samstag, 21. April 2018

Wasserfallwahrheitsworte

Hups, da ist mir doch seit langem Mal wieder ein Gedanke zum Gedicht geworden,
der nicht mit dem Projekt Menschen & Erinnerungen zusammenhängt.
Ich glaube, ich hab zuviel Asano gelesen und zuviel Maeckes gehört.
Passiert

Du redest, du lebst,
in goldenem Schein,
versteckst dir hier vergebens,
hinter Entschuldigungen und Wein.

Es ist nicht falsch, was du lebst,
es ist nur nicht richtig.
Es ist nicht falsch, das du strebst,
nur sind die Erstrebungen nichtig.

Mach mal die Augen auf,
und ich meine, mal so echt.
Die Wahrheit die du siehst, nimm sie in kauf,
auch wenn sie dir sagt: Das Leben ist nicht gerecht.

Es ist nicht so, dass dich keiner mag,
Du bist ihnen nur sehr egal.
Leb einfach so weiter, Tag um Tag,
Hey, leb doch mal.

Streck die Hände von dir, hoch,
der Himmel ist eh zu weit,
Aber genau deswegen hast du doch,
die Chance was zu machen aus deiner Zeit.

Du genügst sowieso nicht,
drum sei doch einfach du,
Der Krug, er wird getragen bis er bricht,
dann gehn wir doch wenigstens auf eignen Beinen dem Ende zu.

Krug und Mensch sind gar nicht so verschieden,
auch unsere Seelen sind aus Ton.
Sind wir nicht sorgsam ist alles was da geblieben,
Scherben und Wassertränenhohn.

Scheibenwischerflüssigkeiten,
der moderne Mensch füllt sie auf,
Damit werden sie keine Schwierigkeiten bereiten,
gehn sie doch als Tränen drauf.

Sitz mal in den Sand, er ist ganz warm,
ganz anders als deine Hand
Denn du hast geschuftet, trotz Alarm,
und dich dabei am Leben verbrannt.

Nun sitzt du da, voll mit Whisky und Bier
und sagst, du bist so leer,
und grade unter diesem Himmel,
bietet die Erde nichts mehr.

Es kümmert keinen wenn du jetzt stirbst,
aber ich bau dir aus Mitleid ein Zelt,
damit du morgen nicht die Schlagzeilen verdirbst,
was für eine wunderschöne, wunderschöne Welt.


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