Manchmal gibt es Tage die.. so normal wirken.
Ich war gestern mit Alex im Kino, davor waren wir in einer kleinen Veganerbar und haben echt geile Süsskartoffelpommes gegessen.
Der Film war ein bisschen tief und ein bisschen lustig.
Und dann haben wir den Zug verpasst und mussten 40 Minuten auf den nächsten warten.
Deswegen haben wir uns an den See gesetzt und geredet.
Es war so.. normal? Das machen normale Menschen an einem Samstagabend so, oder?
Es kommt mir so unwirklich vor, dass es solche Momente auch in meinem Leben gibt.
Ab er ich glaube, das ist auch ein bisschen das, was "Glück" ist.
Ganz normale Abende.
Wir haben "100 Dinge" geschaut, ein Film über zwei Jungunternehmen die 14 Millionen Euro für ihre selbstentwickelte KI-App angeboten kriegen.
Dank Alkohol und jungem Übermut entsteht daraufhin eine Wette: für 100 Tage geben sie beide alles ab, was sie besitzen. Jeden Tag um Mitternacht dürfen sie eine Sache zurückholen.
Und während sie Anfangs sich relativ einig sind, dass Klamotten und Futter als erstes gar nicht mal soo verkehrt wären, splitten sich ihre Prioritäten sehr schnell und beide merken, dass sie auf ihre eigene Art Konsumabhängig sind.
Ja, eine Romanze gibts auch noch, ein bisschen Krach und ein bisschen Drama zwischen den zwei Freunden; aber alles in allem steht die Auseinandersetzung mit dem Konsum und "Glück" im Zentrum.
Da wurden ein paar verdammt wahre Aussagen getätigt.
Und ich will wieder, wenn ich sowas sehe, alles verkaufen, verschenken was ich besitze,
bin einmal mehr all meine Besitztümer leid.
Dinge besitzen fühlt sich so schwer an.
Und doch ist es mindestens genauso schwer, sich davon zu verabschieden.
Die Menschen sind ein sehr verrücktes Volk.
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