Ah Welt
Ich trag einen wolkenlosen, blauen Himmel in der Brust,
ich atme die Melodie des Waldes am späten Nachmittag,
diese wundervolle Stille in all ihren Farben.
Ich sehe auf meine Hände und die Ketten,
die sie umschlingen sind nicht Eisen, sind Eis,
sie schmelzen dahin und ich gehe, laufe, erklimme eine Freiheit die sich mir nur in diesem Moment zeigen mag.
Steh auf, geh, geh! Die Weite duftet nach Regen und Tanz, das schwindende Licht,
es winkt am Horizont, Bäume, Felder - in langsamer Trance der Windströme versunken bilden sie Worte,
Sätze, Melodien die aus mir herausströmen, all diese wunderschönen Momente die mich zum überfliessen bringen, mehr, als ich auszudrücken vermag.
Und wenn der letzte Sonnenstrahl dahingeschieden ist, nicht gestorben, nur gegangen, im Laufe dieser Welt, nicht gestorben weil ich ihn gesehen habe - weil er gesehen wurde, nur vergangen - wenn dieser letzte Strahl aus der Wirklichkeit in mein Erinnern hinübergegangen ist, dann sehe ich die Nacht und weiss, nur heute, nur jetzt, nur grade jetzt kann ich unter diesem Sternenhimmel leben, aufsaugen, einprägen, denn nur jetzt ist hier und nur hier bin ich da. Lebe - erschaffe noch so viele Momente mehr, die in mir zu Worten werden und füllen, füllen, bis ich platze, bis ich überfliesse, auf ein Neues, ab all dieser Schönheit, die die Welt mir zeigt.
Ab all dieser Unendlichkeit, die als Foto in mir weiterleben, weiterscheinen darf.
Ah, Welt.
Manchmal
bin ich
gerne.
Mittwoch, 4. August 2021
Melodie
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