Erdöl ist irgendwann aufgebraucht.
Wälder sind irgendwann restlos abgeholzt.
Auch Salz- und andere Vorkommen sind irgendwann ausgeschöpft.
Nur die Hoffnung ist unendlich da.
Mein Leben chaotet lustig vor sich hin,
was irgendwie unterhaltsam wäre, würds nicht mich betreffen.
Eigentlich war heute sehr gut.
Angefangen hat der Tag mit... verschlafen!
Yay!
Glücklicherweise nur eine Stunde, aber verschlafen ist eben verschlafen und mein Pflichtgefühl bleibt eben mein Pflichtgefühl, und das pflegt amok zu laufen in solchen Fällen.
Na gut, damit kann ich leben.
Heute war verhältnissmässig wenig los, hatte Einzeltherapie bei meinem zuständigen Psychologen.
Der hat mich beim letzen Aufenthalt schon betreut und ich komm super zurecht mit ihm.
Haben über das Thema Schlaf und dessen Leidigkeiten geredet.
Und ich hatte einige "Aha"-Momente, das war faszinierend.
Es ging darum, dass jeder Mensch sowas wie ein natürliches Radarsystem hat,
das sichert uns ab vor Gefahren wenn wir grade nicht bei vollem Bewusstsein sind.
In anderen Kulturen, beispielsweise welche, die vor offenem Feuer schlafen,
ist es durchaus sinnvoll, nicht allzutief zu schlafen, um im Notfall schnell wach zu sein.
In unserer Westlichen Gesellschaft ist dieses Radarsystem ziemlich durcheinandergeraten,
nicht nur weil wir den Anspruch haben "so jetzt ich Bett und schlafen", sondern auch weil wir uns in vermeintlicher Dauer-Sicherheit befinden.
Wir müssen nicht achtsam sein wenn wir schlafen, weil wir Türen und Schlösser und Alarmanlagen haben,
und der die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Schlaf sterben sehr gering ist.
Umso dramatischer ist es, wenn etwas diese Sicherheit durcheinanderbringt.
Beispielsweise ein Einbruch, wenn Feuer ausbricht usw.
Da kann es schnell passieren, dass man quasi dauerhaft auf Alarm eingestellt ist,
obwohl gar keine Gefahr droht.
Das ergibt.. irgendwie total viel Sinn o.o
Die Frage wäre jetzt nur, was zum Teufel treibt mein inneres Alarmsystem dazu, andauernd abzugehen?
Aber es ist ein.. sehr gutes Gefühl, ENDLICH, nach Jahren ohne oder mit nur wenig vernünftigem Schlaf eine Erklärung zu haben,
die über "Joa is son Psycheding, ne?" ausgeht.
Etwas, dass in meinem Kopf wirklich logisch erscheint.
Jetzt heissts, sich damit auseinanderzusetzen woher das wohl kommen könnte.
Der Psychologe hat mir auch angeboten, eine Hypnotherapie zu versuchen,
das ist sowas wie Hypnose, nur ohne.. Hypnose.. :D
Man bringt sich in einen Zustand des Halbschlafes, weil man "da eine ganz andere Logik besitzt als sonst. Das kann sehr viel aufdecken."
Aha, das heisst, im Halbschlaf bin ich total logisch veranlagt, da ich im wachen Zustand gar keine Logik besitze? :D
Spass beiseite. Klingt interessant, aber irgendwie auch gruselig. Ich lass es mir durch den Kopf gehen.
Danach musste ich ins Labor (LABIR) um Blut abzugeben,
die zuständige Pflegerin war erst sehr kritisch, weil man an meinen Armbeugen null garnix sieht,
und dann sehr begeistert, weil mein Blut gut fliesst..^^
Seit jeher habe ich null Probleme mit Blutabnahme, vorallem in der Armbeuge juckt mich das keinen Milimeter.
Es tut nicht mal weh oder ist gruselig.
Aber selber könnte ich mir wohl keine Spritze geben.
Zuletzt hatte ich noch ein Vorgespräch für die Psychodrama-Gruppe.
Wir haben beschlossen, dass ich vorerst nicht teilnehmen werde, da ich als zu instabil befunden wurde,
sowohl von der Gruppenleiterin als auch von mir selber. Macht nix, daran kann man arbeiten.
Mit der Psychologin, welche die Gruppe leitet, hatte ich bisher nie viel zu tun,
hab aber zum Schluss trotzdem die sehr offene Rückmeldung gekriegt,
dass ich total verändert wirken würde, im Vergleich zum letzen Aufenthalt.
Viel offener und irgendwie würde meine Ausstrahlung... leuchten.
Das sei sehr schön.
Ich glaube, ich weiss auch, was sie meint.
Und ich glaube auch, dieses "Leuchten" gegen aussen ist das, was ich an soraka immer total bewundert habe,
es ist so ein.. ein natürliches Verständnis für sich und sein Umfeld.
Das ist etwas sehr wunderbares.
Man strahlt von Innen heraus nach Aussen, wie eine bunte, leuchtende Rüstung die nicht nur mich selber schützt und stärkt,
sondern auch für andere sichtbar das Leben heller macht.
Das ist ein unglaublich schönes Gefühl.
Das Leben ist wertvoll.
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