aber irgendwie.. war mir nicht nach Schreiben.
Ich hab ganz viel, was aufgeschrieben werden will, vielleicht auch sollte,
was mir Gedanken macht, mich beschäftigt, mich belastet, mich befreit.
Aber ich.. kannwillweiss nicht wieso ich nicht schreibe.
Es geht mir sehr schlecht grade, gezogen über die letzten Tage schon.
Und ich.. weissjadoch (nicht) wieso. Hah.
Es läuft alles, aber leider in vollem Tempo an mir vorbei,
ich an mir selber, durch mich selber hindurch,
und ich kann nichts ausser Abend für Abend weinen,
oder mich in wilde virtuelle Abenteuer stürzen, um dem Weinen zu entgehen.
Mein Kopf besitzt grade nicht die richtige Garderobe, um sich zu zeigen.
Genau genommen besitzt mein Kopf grade gar nichts, und ich besitze ihn nicht.
Ich weiss nichts, ich habe nichts, nichts ausser mir selber, und das ist irgendwie nicht viel.
Vielleicht habe ich nicht mal mich.
Ich finde mich nicht zurecht in dieser Welt und in meinem Leben,
ich werde überflutet mit Mails von der Uni, ob ich nun weitermache,
von der Berufsberaterin vom letzen Jahr, ob ich den Termin am Freitag nun will,
vom IV-Amt, weil Angaben fehlen,
von Freunden, die gerne Aufmerksamkeit hätten und sich vernachlässigt fühlen,
von irgendwelchen Youtubern, weil sie Video XY hochgeladen haben,
Videos die ich sowieso nicht schaue,
aber ich kann mich nicht dazu aufraffen, den Newsletter abzubestellen.
Ich kann mich zu gar nichts aufraffen.
Ich kann gar nichts.
Da ist so vieles von früher, erlernte Schubladen und Muster,
deren ich mir immer mehr bewusst werde,
ich erkenne, wer was falsch gemacht hat, was wann falsch gelaufen ist.
Ich will das nicht schreiben, weil ich mich furchtbar egoistisch fühle dabei,
und auch das ist eine erlernte Spur,
ja nicht egoistisch wirken, bloss nicht..
Ich kann das fast nicht aufschreiben.
Aber ich glaube, es ist wichtig, dass es mal getan wird.
Es tut weh.
ES TUT WEH.
Es tut weh sich zu erinnern,
es ist so verdammt schwierig, einfach mal traurig zu sein,
dass vieles so krumm gelaufen ist.
Und gleichzeitig wäre es unheimlich wichtig, es zu sein.
Aber ich kann nicht..
Ich kann nur diese diffuse Art von Trauer empfinden,
die mich aus den Ecken des Raumes, aus den Spitzen der Sonnenstrahlen und Regentropfen heimsucht,
die mich einhüllt und an der ich irgendwann erfrieren werde.
Das ist so schwer.
Heute hat mir mein Hellblau der Woche gesagt,
dass ich nicht die richtige Ansprechperson bin.
Das man zwar gerne mal Schwach wäre, und das auch brauchen würde,
aber das ich da nicht für infrage komme.
Das tut weh.
Ich weiss, dass ich nicht wirklich für sowas geeignet bin,
nicht solange ich mir selber nicht mal helfen kann,
aber es.. tut einfach weh.
Das war fester Bestandteil meines Wochenablaufes,
ich habe die Unterhaltungen geschätzt.
Und ironischerweise gerne weitergeholfen, wenns genau um solche Themen ging.
Ich meine, das heisst ja nicht, dass sich jetzt irgendwas ändert.
Im Grunde genommen ist alles genauso wie vorher, nicht nur im Grunde genommen,
es ist genau so wie vorher.
Das ist okay, denke ich.
Menschen sind so unglaublich individuelle Wesen, dass es überhaupt ein Wunder ist,
dass sich manche finden und verstehen.
Ich glaube, ich würde gerne den Leuten mehr von mir erzählen.
Überhaupt mal jemandem erzählen.
Aber ich kann nicht.
Das ist so falsch.. es fühlt sich so falsch an.
Ich fühle mich so fürchterlich alleine.
Ich weiss nicht weiter.
Ist es okay, dass ich sowas schreibe?
Ist es okay, dass mir das wehtut?
Darf ich das?
~~~~~~
Aber hey, da ist dieses Lied, wenn ich das höre, dann gehts mir besser.
Es ist von den japanischen Sprecher von den One Piece-Figuren gesungen,
und einfach.. grossartig.
Generell finde ich aktuell viel in dieser Serie,
genug, um mich durch den Tag zu bringen.
Und das ist schön, weil das nicht jeder hat.
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