Ich hab Montag tatsächlich überlebt, und irgendwo dazwischen meinen schwarzen Humor wieder gefunden..^^
Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit meinem Psychologen,
mein Rückfall wird keine weiteren Konsequenzen mit sich bringen,
ausser vielleicht, dass ich mich jetzt damit anfreunden darf, die VHA öfters machen zu dürfen.
Und nächste Stunde gibts ne Auffrischung meiner Skilliste und des (nicht existenten) Notfallkoffers.
Damit kann ich leben, das passt.
Aber ich hab.. angelehnt an die VHA endlich mal einiges sagen können,
dass ich mich nicht getraue, zu sagen wenn grade alles scheisse ist,
und das ich oft so unsicher im Umgang mit mir und der Welt bin.
Es war wirklich gut und ich glaube, wir haben einiges anschauen können, was lange liegen geblieben ist.
Mit ist aber auch klar geworden, dass ich, wenn ich wirklich weiter kommen will,
meine Vergangenheit aufarbeiten muss.
Also, so richtig, im Therapiesinne.
Bisher hatte ich ja nur Stabilisierung und Situative Verhaltenstherapie,
die Vergangenheit wurde nur kurz gestreift zwecks Diagnosestellung.
Ich erfahre immer mehr über mich selber, über meine Vergangenheit,
und manchmal denk ich mir, dass das doch alles gar nicht so passiert sein kann.
Ich meine, ein Ereignis davon alleine reicht schon für nen lebenslangen Dachschaden aus.
Aber es ist ja oft so, wenn man erst mal drinnsteckt häuft sich das automatisch,
weil man auch einfach nicht in der Lage ist, sowas abzufangen.
Hab das auch mit dem Psychologen beredet, und er sah das genau so.
Montag war auch noch Sozialberatertypintermin,
und wir haben.. nicht viel gemacht. Antrag für AHV-Ausweis is raus,
und der nächste Termin steht.
Ach, und ich hab erfahren,
dass in meinen Akten vermerkt ist,
dass ein Kostenverlängerungsantrag an die Krankenkasse gestellt wurde,
mit der Notiz, dass nach Juni mindestens noch zwei Monate Aufenthalt nötig sein werden.
Spaaaannend. Das wusste ich nicht. Toll ^^
Aber es.. nimmt etwas Druck raus. Das ist so viel Zeit noch.. °sfz°
Heute (Dienstag) bin ich dafür irgendwie Null wach geworden.
Im Yoga hatte ich furchtbare Schwierigkeiten, nicht zu werten und nicht in den Wettbewerb mit anderen zu gehen.
(OhMeinGottDerKannDasVielBesserAlsIchNoooiiiiiin!!!eins!!elf)
Hat einfach nicht hingehauen, aber das ist okay.
Es kommt wieder ein Dienstag und da gehts dann besser.
Ausserdem habe ich heute etwas.. interessantes festgestellt.
Glück stresst mich.
Ich kann nicht damit umgehen, wenn man mir ein Kompliment macht,
oder wenn richtig ausgelassene Stimmung ist und einfach alle gut drauf.
Dann kippt das bei mir insta ins Negative, weil ich nicht weiss wie man mit guten Gefühlen umgeht.
Schlechte kenne ich, da hab ich Strategien.
Aber Glück? Fürchterlich, das Zeugs. Eklig.
Das würde ich gerne lernen, einfach Spass zu haben ohne danach der grosse Knall.
Anlass dazu war übrigens, dass ich mich getraut habe, eins meiner Gedichte in die Literaturgruppe mitzubringen.
Und gott verdammt, ich war so endlos erleichtert, als es "gut" ankam und ein Gespräch draus entstehen konnte,
das ich fast ein bisschen Übermütig geworden bin und viel mitdiskutiert hab.
Nachher hat mich eine Mitpatientin noch nach Hause gebracht und wir haben ganz lange geredet.
Sie ist auch Dyskalkulistin, und damit der erste Mensch der mir begegnet, der das ebenfalls hat.
Es war echt.. irgendwie mega erleichtern mal von wem anderes zu hören, das Dinge wie "500-7" quasi unmöglich sind, so ausm Stehgreif.
Das ich nicht die einzige bin, die keine analogen Uhren lesen kann und nie auf die Kette kriegt,
dass 6 Uhr nicht gleich 16 Uhr ist.
Das ist SO erleichternd!
Ja, und bei all den Happy Happy Feelings hab ich gemerkt, dass mich das Ends Stresst.
Das ist irgendwie traurig.
Aber Erkenntnisse helfen, daran zu arbeiten.
Which colour should we add to the cobalt blue?
Destroy the sad reality reflecting in your eyes.
We sure are fallen angels,
singing right from our hearts!
-Crazy Rainbowstar | One Piece OP
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