Freitag, 26. August 2016

120, 121, 122, 123 | Finito

So endet es also.



Grade jetzt in dem Moment bringt mich dieses Lied zum weinen,
Abschied ist schwer.
Eigentlich gibts gar nichts zu weinen - ich glaube, ich konnte den Abschied
auf genau die Weise zelebrieren, wie ichs gebraucht habe.
Es war okay, es ist gut.
Ich bin clean damit.

Aber trotzdem lässt sich dieses eklige Gefühl der Wehmut nicht los.
Ich glaube, 6 Monate sind einfach ne scheisse lange Zeit.
Und es braucht noch mehr Zeit, um annehmen zu können,
dass es sich nun ändert.

Die letzte Woche konnte ich geniessen,
ich habe wirklich versucht, im Moment zu sein,
und nicht dauern an den näher rückenden Freitag zu denken.
Das ging gut.
Ich habe in jeder Gruppe Abschied nehmen können, und meine Zeilen zur Gruppe sagen können.
Das ist okay so.

Ich glaube, ein bisschen darf diese Wehmütigkeit auch sein.
Schliesslich habe ich ganz ganz tolle Menschen kennenlernen dürften,
und feststellen dürfen: Hey, die mögen mich auch!
Da ist es glaube ich nur natürlich, nicht freudestrahlend zu gehen.

Das Team war echt süss, haben mir alle zu meinem enormen Fortschritt
im letzen Halben Jahr gratuliert und mir gewünscht,
das ich es so beibehalten kann.
Der eine Pfleger hat mir noch drei Autoren aufgeschrieben,
und einen Buchtitel.
Er meinte, ich solle die mal lesen.
Daran werd ich mich die Tage mal machen, schauen wo das Zeugs erhältlich ist.

Meine aktuelle Nummer 1 Priorität in Sachen Wie jetzt weiter ist,
einen ambulanten Therapeuten zu finden.
Irgendwie ziemlich dumm, ausgetreten zu sein, ohne da was genaues in der Hand zu haben.
Aber auch das ist irgendwie okay.
Es sit eben so, lässt sich eh nicht ändern.

Nen Termin mit der Psychiatrischen Spitex habe ich auch bereits,
das ist schonmal gut.
Generell hab ich einen Arsch voll Termine demnächst - mir wird ein wenig bange zu Mute,
wenn ich die Liste anschaue.
Ich habe Angst, etwas davon zu verpennen oder etwas gar nicht aufgeschrieben zu haben.
Ein bisschen Chaos herrscht grade, würd ich sagen.

Ich bin grade irgendwie gar nicht in der Sitmmung, gross Resume zu ziehen 
aus den letzen 6 Monaten.
Ich vertage das auf Morgen, oder Sonntag.
Mal schauen.

Eins aber dazu noch:
Ich bin zutiefst, aus ganzem Herzen DANKBAR für die krasse Arbeit,
die das Team geleistet hat.
Für die Engelsgeduld, die Tipps und Anregungen.
Das Trösten und Auf die Beine Helfen,
für die Arschtritte und Vergewohltätigungen.
Für die Chance, die ich gekriegt habe.
Die Chance, zu lernen, wie man Mensch ist.

Und ich glaube, das kann ich so behaupte von mir.
Ich bin jetzt Mensch.
Oder zumindest so nah dran, das der Mensch in mir bereits erkennbar ist.

DANKE!

1 Kommentar:

  1. Hallo du :)
    Magst du die Autoren/den Buchtitel die dir empfohlen wurden vll nennen? Würde mich interessieren!
    LG, Jaxida

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