Okay, der Rage vom letzten Beitrag ist mir fast ein wenig peinlich.
Wobei, angeblich soll ja auch Wut ein Gefühl sein, was gelebt werden soll,
bzw eben halt gefühlt. Aber ich mag Wut nicht.
Sie verleitet so schnell zu falschen Aussagen, Taten, falschen Schlüssen.
Wut ist gefährlich.
Ich muss erst lernen, damit umzugehen.
Und ich liebe die Kids da ja über alles, insofern ist es mir doppelt unangenehm das ich mich so über sie aufgeregt habe.
Apropo Kids: Ich liebe meine fucking Arbeit als Nachhilfelehrerin.
Ich fühle mich jedes Mal richtig gut, wenn eine Stunde rum ist,
egal was wir grade gelernt oder gemacht haben,
egal wies mir vorher ging.
Es gibt mir so unglaublich viel, ich fühle mich gebraucht und kann mein Wissen weitergeben.
Ich bin mir zwar aktuell nicht sicher, ob das nicht irgendwie falsche Motive sind,
schliesslich solls ja nur ums Kind gehen, und nicht darum, ob ich mich gebraucht fühlen soll oder nicht,
aber.. vielleicht ist das ja auch okay so.
Immerhin tue ich es ja hauptsächlich aus dem innigen Wunsch heraus, zu helfen.
Etwas weiterzugeben.
Jemandem wieder Hoffnung zu schenken, der vielleicht gedacht hat, das nie hinzukriegen.
Es gibt fast nichts Schöneres, als zu hören "Aaah, JETZT hab ich das verstanden!"
Das ist so ein grossartiges Gefühl, und das nicht nur, weil es mich in gewisser Weise in meiner Kompetenz bestätigt,
sondern vorallem, weil das Kind strahlend vor mir sitzt und der Kummer über die verhauene Prüfung grade in weite Ferne gerückt ist.
Das ist wundervoll.
Ich möchte diesen Kindern ihre Sorgen und ihre Angst nehmen.
Das ist mir sehr wichtig.
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