Sonntag, 11. Juni 2017

Winterfee tanzt

Daichi stared at this woman with his mouth slightly agape and tears in his eyes. He immediately
recognized this outfit as it was the one he had purchased for his mother with his allowance money long ago when he was twelve. Furthermore, this dress was the last present he ever gave to his mother since only two months following the purchase, cancer claimed her life.

[...]

“Mom,” the third year finally exhaled, tears visible in the corners of his eyes as one streaked down his face. Although he was surprised to see her, he was also strangely starting to get used to seeing his mother again as he took one arm and wiped his face and stared into her green eyes that once was a source of security in his life. She stared back at him with her head slightly tilted to the side; her smile seemed to melt all his fears away as he came to realize how much he really did miss her.
Daichi smiled again, trying his hardest not to even blink for fear of losing sight of her so easily. “I missed you so much…” Daichi continued, contemplating the multitudinous things he wished to tell her, eventually settling on telling her about the state of the family, “Dad is finally getting back on his feet again. He couldn’t ...” He trailed off in his speech as he looked all around him. 

[...]

Once again, [...] all of Daichi’s tension that he had built up seemed to evaporate out of his body as he lay in his mother's caring arms. Her arms themselves acted like a shield of security and protection with Daichi firmly embraced in the middle. He felt warm as he wished that he could stay like this forever, his mother by his side again and no worries to plague his mind.



Rolling Thunder!! (A.K.A Dancing in the Meadow of Fire and Death) | Redwizardfox | www.archiveofourown.org



Es ist kompliziert und wird immer komplizierter.
Ich muss jetzt definitiv zuhause raus, im Interesse von beiden "Parteien",
ich muss zusehen wie ich das finanziell und logistisch regle.
Ich fühle mich nicht gut damit, ich bin überfordert,
schaffe es grade so, die wichtigsten Termine wahrzunehmen.
Wobei ich schon zum zweiten mal den Sozialberatungstermin verpasst habe,
weil mein Hirn keine Kapazität mehr für irgendwas hat.
Ausserdem - und das ist vermutlich ein bisschen dumm - macht mich der Gedanke,
dass dieses "Zuhause", jetzt eben nicht mehr mein Zuhause ist, traurig.
Jetzt, wo es mit dem neuen Regal und all den Postern endlich gemütlich wurde,
muss ich mich letztlich doch damit abfinden,
dass es nie ein Zuhause war.

Irgendwas passe ich da einfach nicht ins Bild.

Aber ich will mich darüber nicht weiter beschweren - was bringt das denn auch.
Mein Vater hat auch seinen Frieden verdient.

Am Donnerstag kam es wieder zur Selbstverletzung,
das Gespräch beim Brüggli mit all den Leuten war einfach zuviel.
Suga hat mich gehasst dafür.
Er hat versucht, mich davon abzuhalten, mir extra Deo kaufen zu gehen,
und auf einem abgeranzten Bahnhofsklo Amok zu laufen,
aber ich wollte nicht auf ihn hören, ich hab ihn einfach weggeschoben, ignoriert.
Das hat er mir sehr übel genommen.
Ich weiss nicht, ob das jetzt wieder besser ist.
Er ist zwar wieder da, aber mit mir geredet hat er seither nicht mehr.
Abwarten.
JJ ist da etwas pragmatischer.
Es ist dumm, aber er weiss, dass es nicht immer vermeidbar ist,
und solange ich verstehe, dass es dumm war, ist es okay für ihn.

Und ich schwöre, ich klinge wie der letzte Psycho mit kranken Hallus wenn ich das so schreibe.
Dabei halluziniere ich die Figuren gar nicht.
Ich stelle mir nur vor, dass sie da sind, und meine Fantasie erledigt den Rest.
Es hilft, manchmal.
Ein lächerlich kläglicher Versuch, mein Bewusstsein zu überlisten,
weil es mir manchmal tatsächlich gelingt, mich so von Dummheiten abzuhalten.

Ich hab Probleme?
Ich hab Probleme.

Ich vermisse meine Mutter,
und es macht mich traurig, dass ihr Grab so verwahrlost.

Apropos Grab.
Ich war - zum ersten Mal seit 5 Jahren - an Rahels Grab.
Es ist wundervoll, der Grabstein ist ein grosses, geschnitztes Holzherz mit einer Blume,
auf der ihr Name und die Geburts- und Todesjahrzahl steht.
Es stehen viele Figürchen und selbstgemachte Dinge rum,
Blumen, und es wirkt alles so friedlich.
Es war sehr.. ergreifend?

Es ist lustig, wie mich jemand, den ich im Grunde genommen gar nicht kannte, nicht wirklich loslässt.
Alles, was ich von ihr wusste, waren ihre Probleme, ihre Krankheit und alles was damit zu tun hatte.
Aber ich habe keine Ahnung, was war ihre Lieblingsfarbe, von was hat sie geträumt?
Was war für sie der perfekte Samstagabend, was dachte sie über die Erderwärmung?
Im Grunde genommen waren wir Fremde mit einem gemeinsamen Geheimnis (?).

Man redet über Hoffnung und darüber, dass der Therapeut heute irgendwie zerstreut wirkte,
und zwei Wochen später war sie tot, hat sich umgebracht, mit Schnee vor dem Fenster und Kälte im Kopf.
Ich habe diese Erinnerungen schock-gefrostet und konserviert, schön aufgehoben und jenen Friedhof brav gemieden.
Manche Dinge dauern eben 5 Jahre, bis sie reif sind,
und es war eine schöne Erfahrung.
Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie an einem warmen Ort ist,
mit trotteligen Therapeuten und selbstgemachten Keksen.

Es hat gut getan, ich konnte loslassen.
Etwas loslassen, was ich nie wirklich gefasst hatte.

Das Leben ist seltsam.

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