Der kleine Daruma der auf meinem Lappi steht und (noch immer) auf sein zweites Auge wartet hat mich zu dem hier angeregt.
Ich träume voller Ungeduld,
von einem Tag, einmal,
wo mir erfüllt wird was ich suche
ich hab doch keine Wahl.
Der Daruma, er steht da,
mit seinem einen Auge,
starrt er mich nieder immerzu,
ob ich zum Herrchen tauge?
Pupillen in dem tiefen Schwarz,
wie grad die Linien dort,
und während ich die Hand noch hebe,
ist alles auch schon fort.
Durch Schultag und durch Arbeitspausen,
wehte steht's ein Wind,
der mir doch recht unwohl gesonnen,
wie die Winde halt so sind.
Mit einem Kinde an der Hand,
hab ich grad fast gedacht,
dass es vielleicht doch anders wird,
das Gelände flacht.
Der Daruma, er steht da,
mit seinem einen Auge,
starrt er mich nieder, immerzu,
bis ich nichts mehr glaube.
Ein paar Blümchen und ein Herz,
in Kiesel reingezeichnet,
Fragen die ohne Antwort sind,
und die Sonne mein Haupte streichelt.
Am Abgrund in mir drinnen,
hab ich gestanden und geweint,
nicht verstanden das der Kummer da,
Herz und Seel' vereint.
Erst mit leisem Wohlgefallen,
fing ich an zu verstehen,
der Daruma, er steht nur da,
bis ich ihn lasse gehen.
Bis ich vertraue in mich selber,
und mit schwarz auf diesem Wege,
ihm mit meiner eigenen Hand,
sein zweites Auge gebe.
Der Daruma steht nicht mehr da
er nun in Flammen ruht,
mit seinen beiden, beiden Augen
und ich fühle, es wird alles gut.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen