Mittwoch, 4. Juli 2018

KopfProxy

A part of your soul ties you to the next world
Or maybe to the last, but I'm still not sure
But what I do know, is to us the world is different
As we are to the world but I guess you would know that

Please don't go, I want you to stay
I'm begging you please, please don't leave here
I don't want you to hate for all the hurt that you feel
The world is just illusion trying to change you


VNV Nation | Illusion



Seit einigen Tagen trage ich eine unglaubliche Traurigkeit mit mir rum.
Eine Traurigkeit über das Leben, mein Leben, diese Melancholie die mich befällt wenn der Himmel in genau jener Farbe, die Luft in genau jener Temperatur ist.
Wenn ich eine Gänsehaut kriege, weil ich daran denke, wie klein und unbedeutend wir alle sind in diesem Universum.
Wie bei diesen Filmen wo aus dem Weltall herangezoomt wird fährt mein Kopf Achterbahn, bis er schliesslich genau da ist, wo ich grade bin, und mir bewusst wird, dass alles eigentlich sinnlos ist.
Leben, leben lassen, sterben, sterben lassen -

Ich denke wieder in Spiegelbildern.
Ich separiere mich vom Resten der Welt durch die silberne Wunderwand,
ich verstehe und gestehe das Menschen, andere, so einen riesigen Einfluss auf mich haben,
Spuren hinterlassen, Farben, Melodien, Erinnerungen.
Das keiner von ihnen vergebens hier ist und keiner von ihnen vergebens in meinem Dunstkreis aufgetaucht ist.
Aber ich sehe mich nicht so.
Ich stehe auf der anderen Seite dieser schmerzhaften Silberwand, gefangen in diesem Spiegelkabinett der Absonderlichkeiten,
bestehend aus aufstehen, weinen, trotzdem zur Arbeit gehen, dem Gewitter zuschauen, sich überlegen, wieviele Liter Regen es wohl benötigt, um darin die Stadt und die Welt zu versenken.
Leere, Regen, Trauer, Wut, Rechnungen schreiben, über ein Bild lachen, Sonne, Gewitter, Verständnis, schlecht gelaunte Menschen, Kontostand checken, der einäugige Daruma auf dem Lappi,  zur Post laufen, Regen, mit den Jungs quatschen, Bobble-head-Gronkh, die Mitbewohnerin wieder nicht sehen, Videos gucken, Wäsche, Sonne, Regen, Leere, Regen, Gefühl, Stop-

Die Welt dreht sich immer schneller umso später es wird, und plötzlich ist es kurz vor 9 Uhr an einem Mittwochabend und ich weiss nicht was ich die Woche über getrieben hab,
und ich weiss nicht wofür ich morgen noch aufstehen soll.

Schritt für Schritt für Schritt für Wort für Stück des Herzens vergeht die Zeit und mit jedem Sandkörnchen ergibt alles ein bisschen weniger Sinn.



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