Ich war gestern mit Yasi in Winterthur, haben ein bisschen in verschiedenen Parks gesessen und viel geredet.
Ich mag das sosehr, mit ihr ist reden so einfach.
Viel viel einfacher als mit meiner Mitbewohnerin, mit meinen Mitarbeitern oder Leuten aus dem Wohnheim.
Ich fühle mich ernstgenommen und irgendwie.. habe ich weniger Angst was falsches zu sagen oder so.
Und sie ist auch einfach ein toller Mensch!
In einer Woche gehts endlich endlich wieder nach hause.
Zu meinen Kais, genau da, wo ich hingehöre.
Ich freue mich so so sehr!! <3
Shieldy hat mich heute angeschrieben und mir "gebeichtet" dass er gestern wieder aktiv über Selbstmord nachgedacht hat, obwohl er mir versichert hatte, es gehe im gut.
Irgendwie hab ichs geahnt, aber da ich aktuell am lernen bin Dinge, die nicht ausgesprochen werden nicht zu meiner Verantwortung zu machen, habe ich auch nur einmal nachgefragt und es dann so hingenommen, dass es ihm gut geht.
Es ist.. für mich auf der einen Seite schwierig sowas von ihm zu hören weil es mich so schmerzt das es nicht besser werden darf für ihn, weil ich ihm das so so wünsche.
Auf der anderen Seite ist es auch schön weil er mir genug vertraut um mich einzuweihen.
Das er mir das erzählt und nicht wie letztes Mal alles über Jan und Chris abgestapelt werden muss.
Shieldy ist so ein guter Mensch, so ein unglaublich lieber Kerl.
Wenn es da draussen einen Gott gibt dann bete ich dafür, dass er Shieldy beisteht.
Er hat mir versprochen morgen mit seinem Therapeuten zu reden. (Also Shieldy, nicht Gott haha),
und ich hoffe, dass es dieses Mal hinhaut.
Wiederum.. kann ich nicht mehr tun als seinen Worten zu glauben und auch wenn ich gemischte Gefühle habe, setze ich mein Vertrauen in ihn.
Denn wenn ich Menschen vertraue zeige ich ihnen, wie stark sie sind.
Wies mir selber geht ist.. im Moment irtgendwie kompliziert.
Eigentlich.. ist es okay. Ich freue mich auf den Urlaub und das es Jil wieder ein bisschen besser geht und das ich Yasi, Lucy und Michelle vor meinen Ferien nochmal sehen kann,
dass ich eine sehr gute Unterhaltung mit Lisa per Mail hatte,
dass ich lerne zu mir zu stehen und das meine Mitbewohnerin im Moment sehr kommunikativ ist.
Und trotzdem musste ich heute im Supermarkt aktiv dagegen ankämpfen nicht an Ort und Stelle loszuheulen. Diese Traurig ist so.. so unglaublich tief und so unglaublich plötzlich und so übermächtig das ich nicht weiss wohin damit und wohin mit mir.
Man würde zwar meinen das ich es mich jetzt langsam gewöhnt bin so intensive Emotionen abzufangen aber.. es ist immer wieder einfach overwhelming.
Trauer ist etwas schönes und schreckliches gleichzeitig.

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