Leben ist so fucking anstregend.
Ich möchte stille Probs an meine Betreuerin schicken,
die mir mit ihrer mütterlichen Art teilweise unfassbar auf den Wecker geht,
sich aber mal um mal mein gejammere anhöhrt und auch noch sinnvolle Beiträge dazu leistet.
Dass sie sich jedes Mal aufs Neue anhört das ich keine Lust mehr habe,
dass es anstregend ist, dass ich Kommunikation hasse und eigentlich generell alles doof ist.
Es braucht mehr solcher Frauen wie sie auf der Welt.
Es ist einfach so.. zum die Wände hochgehen.
Zum ersten Mal habe ich eine "Schulzeit", wie ich sie mir immer vorgestellt habe.
Das ist so richtige die Experience, viel zu früh aufstehen müssen,
echt langweiligen und echt spannenden Kram lernen,
verpennen wann die Prüfungen angesagt sind,
in den Pausen und Mittags mit Mitschülern zusammen sein und reden,
in Gruppenarbeiten sich nicht panisch fragen, ob sich jemand erbarmt und mit mir das zusammen macht.
Schulbücher vergessen und es wesentlich weniger tragisch finden als der Lehrer,
Ausflüge mitmachen und dabei Spass haben, und nicht schon Tage vorher panisch nicht mehr schlafen können.
Das ich das in dieser Form nochmal erleben darf, obwohl ich ausm Schulalter schon länger raus bin,
ist ein unfassbares Geschenk.
Und ich kann es verdammt noch mal nicht annehmen.
Ich trau dieser Situation einfach nicht.
Ob diese Menschen wohl wirklich Zeit mit mir verbringen wollen-
wirke ich wie ein Klugscheisser-
wäre er lieber mit wem anderem in der Gruppe-
könnte mein Platz am Mittagtisch nicht von wem würdigerem besetzt werden-
sehe ich alles zu locker-
warum habe ich vor zwei Wochen um genau viertel nach zwei in genau dieser Lektion genau jenes Wort gesagt anstelle von was anderem-
Uff.
Ausserdem denke ich mir, es ist unfair den wenigen, aber nichtsdestotrotz existenten Freunden die ich in meiner "wirklichen" Schulzeit hatte, jetzt zu denken, dass es endlich so ist, wie es sein soll.
Aber das es sich damals nicht so angefühlt hat, war ja zu 99.99% nicht deren sondern meine Schuld.
Weil ich da noch viel weniger annehmen konnte, was mir geschenkt wurde.
Und heute - heute bin ich drauf und dran, diese wohl letzte Chance erneut zu verschenken.
Das ärgert mich furchtbar.
Meine Betreuerin sagt, ich solle halt jeweils direkt nachfragen, wenn ich nicht verstehe, wie etwas gemeint ist,
oder unsicher bin, ob die mir entgegengebrachte Freundlichkeit ehrlich gemeint ist.
Bruder.
1. Würde ich dann über nichts anderes mehr reden als über all die Dinge die ich mich frage,
und 2. lebe ich schon lange genug mit meinem Kopf, dass ich weiss, dass der es sowieso schafft das alles so komplett zu verdrehen dass ich schlussendlich gar nicht mehr weiss, was wahr ist und was nicht.
Diese "Realitätsüberprüfung" ist toll, aber funktioniert leider nicht immer.
Aber hey; ohne Challenge und so blaa
Schweri hat mir ein pinkes Plüschschnabeltier geschenkt.
Sein Schnabel glitzert!!
Ich sterbe, das Ding ist viel zu süss ;-; <3
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