Sonntag, 19. September 2021

Moondust

Glaubst du, wir können einen Unterschied machen?
Glaubst du, wir können etwas bewegen?
Angesicht zu Angesicht mit der Welt und unserer unglaublich insignifikanten Existenz.
Wir, ich, das kleine Wesen das im Laufe der Gezeiten nur für einen Hauch eines Momentes überhaupt da ist.
Was braucht es, dass ich bleiben darf?
In Erinnerung, in der Erinnerung der Welt. Nicht nur der Menschen, denn auch sie sind wie ich nur für den Augenblick eines Augenaufschlages hier, ihre Erinnerung ist löchrig und endlich. Die Welt um mich herum aber erinnert sich für immer.
Was braucht es, um nicht vergessen zu werden?
Was braucht es, um Sinn zu finden? Zu sehen? Zu erfassen?
Alles was ich sehe ist durch meine Wahrnehmung verändert, verdreht, verflüchtigt. Alles, was ich wahrnehme ist vielleicht gar nicht wirklich so, wie ich das glaube. Nichts davon. Nie.
Um zu erkennen, wo ich wann wie bin muss ich so unglaublich nah heranzoomen das ich manchmal gar nicht mehr weiss, warum überhaupt. Wenn doch alles so unendlich kurz ist, meine Zeit hier, die Zeit der Me- |


Mein Kopf stockt. Ich weiss nicht, wohin ich mit diesen Gedanken will. Nicht weit. Denn sie sind zu schwer um weit getragen zu werden.
Ich fessle mich selber.
Und doch kann ich nicht anders, jetzt, in diesem Moment.
Nur für eine Sekunde.
Fullstop.

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