Donnerstag, 14. Juni 2018

Bambusmilch-Duft

"Your intentions were good, if anything. But money issues can be fixed with outside help. Loving your child, though... That's something only you can do."
sharkbaitsekki | Against all Odds | www.archiveofourown.org


Oke, wow.
Es ist.. ein bisschen was passiert.

Vor ein paar Tagen hat mir meine Bezugsperson vom Wohnen angekündigt, dass wir ein Gespräch haben werden, was an sich nichts soo aussergewöhnliches ist.
Bis mir meine Mitbewohnerin dann sagte, dass das mit ihr und ihrer Bezugsperson stattfinden solle, und dass es wohl darum gehe, dass ich zu unselbstständig bin für die AussenWG.
Wat.
Das war.. auf mehreren Ebenen sehr seltsam,
zum einen warum zur Hölle kommt man da drauf?
Ich glaube ich mach einen verdammt guten Job hier, kann mich um meine Wäsche, einkaufen und Hygiene kümmern, gehe arbeiten und nehm meine Termine wahr.
Zweitens.. warum sollten die das ausgerechnet meiner Mitbewohnerin sagen?
Sinn?
Als ich dann drauf und dran war, meine Bezugsperson anzurufen, meinte meine Mitbewohnerin dann plötzlich, dass ich das ihr nicht erzählen soll weil sie mir das ja eigentlich gar nicht hätte sagen dürfen.
Die Sache ist, dass sie mit ihrer Bezugsperson schon lange zusammenarbeitet und ich lange genug in solchen Einrichtungen verbracht habe um zu wissen, dass solche "internen" Infos manchmal nach aussen gelangen, mehr als manchmal.
Ich hab dann trotzdem meine Bezugsperson angerufen und ihr gesagt dass ich das mit dem Gespräch nicht ganz nachvollziehen kann und so.
Sie ist dann rübergekommen und hat mir erklärt, dass es eine ausserordentliche WG-Sitzung sei, weil meine Mitbewohnerin Beschwerde gegen mich geäussert hätte.
Oke, wow.
Das war.. - ist - ein starkes Stück.
Nicht nur das sie mir die komplette Zeit über kein einziges fucking Wort gesagt hat, nein, sie hat sogar noch das Gegenteil gemacht und mir gesagt, dass Dinge, die sie offenbar stören, okay für sie sind.

Ich behaupte doch ein sehr unkomplizierter und anpassungsfähiger Mensch zu sein.
Du willst die Tür auch dann abgeschlossen haben wenn wir zuhause sind?
Sags mir, ich machs.
Du willst kein Fleisch im Kühlschrank neben deinen Esswaren haben?
Sags mir, ich pass mich an.
Du willst.. keine Ahnung, nur grüne Wäsche zusammen waschen?
Ist okay, dann machen wir das so!

(Das oben waren übrigens wirklich nur Beispiele^^)

Aber was ich nicht kann ist fucking hellsehen.
Und wenn sie mir sagt "Nene, das Poster stört mich da gar nicht",
dann gehe ich fucking davon aus das es auch so ist.
Also, nein, ich Hinterfrage sowieso immer alles, aber da ich am lernen bin, dass alles, was nicht ausgesprochen wird, nicht meine Verantwortung ist, ist das so.. ein bisschen ironisch das ich jetzt in dieser Situation stecke.
Ja.. wir hatten dann das Gespräch und meine Mitbewohnerin geHT HIN UND SAGT SIE HABE SICH GAR NIE BESCHWERT.
lul
For real.
Ich weiss nicht wem glauben, ich weiss nicht an was glauben.
Ich weiss nicht was tun wenn sie mir sagt das ich mein Geschirr nie abwasche,
wenn in Wahrheit ich die bin, die alle paar Tage n rappel kriegt und mal klar schiff macht in der Küche.
Ich weiss nicht was tun wenn sie mir sagt, ich würde nie staubsaugen, wenn sie selber offen zugibt das sie mich beim saugen gesehen hat, selber aber noch nie das Ding in der Hand hatte.
Ich weiss nicht was ich sagen soll, wenn sie mir sagt das ich den Backofen nie putze, obwohl ich ihn in den zwei Wochen noch gar nie gebraucht hab.
Ich weiss nicht, was ich tun und sagen soll.

Es hat auf jeden Fall darin geendet das mir ihre Bezugsperson erklärt hat das sie ein sehr schwieriger Mensch ist und es eigentlich gar nichts mit mir zu tun habe, sondern sie einfach einen "Schuldigen" brauche.
Das ich geduld haben muss mit ihr und weiter dran bleiben.
Sie haben mir sehr gut und sehr ausführlich erklärt. was und wie und.. ja.
Okay.

Und ich komme nicht umhin,
ganz ganz leise, irgendwo in meinem Hinterkopf
mir die Frage zu stellen: Und wer hat Geduld mit mir?
Und ich hasse mich dafür.

Wünsche mir, irgendwo
ganz ganz tief in mir drin,
das mich jemand anderen erklärt, rechtfertigt,
andere bittet, Geduld mit mir zu haben.
Und ich hasse mich dafür.

Sie haben auch gesagt, dass ich es mir überlegen soll,
ob mir das nicht zuviel ist mit ihr, oder ob ich das als "Lernfeld" sehen will.
Und das ist eine sehr schwierige Frage für mich,
weil ich nie im Leben sagen könnte "Nein, ich will das Lernfeld nicht."
Weil ich in nun fast 10 Jahren so gepolt worden bin, dass Lernfelder was gutes sind,
das sie nötig sind, und das sie nicht wahrzunehmen etwas Schlechtes ist.
Das es bedeutet, das ich nicht weiterkommen will.
Challenge um Challenge um Challenge und niemals nein sagen,
immerzu Augen zu und durch und draus lernen und besser werden und geschmeidiger werden.
Immerzu weiter gehen.

Aber ich weiss nicht, ob ich mag.
Ich weiss nicht, ob ich mich nicht einfach ein bisschen in die Hollywoodschaukel in meinem Hinterkopf setzen,
und ein bisschen schaukerln will.
Ein bisschen ausruhen und das Schlachtfeld hinter mir für ein bisschen vergessen.
Mal kurz durchschnaufen.
Aber die Sache mit den Blumen auf dem Schlachtfeld ist die, dass sie täglich gegossen werden müssen,
sonst gehen sie wieder ein.
Ich habe keinen Tag Auszeit, weil sonst alles wieder stirbt.
Weil ein Tag Stagnation bedeuten kann, das alles wieder rückwärtsrollt.
Der Fluch, wenn man sich aufmacht, den Berg zu erklimmen, ist, dass man nicht innehalten kann, wenn man erstmal unterwegs ist.
Und dieser Scheissweg ist Steinig und voll mit unterdrückten Gefühlen und Vätern die mir lieber Geld statt Liebe gaben,
und Mitbewohner*innen die launisch sind,
und Freund*innen die mich versetzen und stattdessen betrunken einpennen und sich nacher nicht mal melden,
voll mit Insecurities und Fehlern und Schulden.
Lebenslange Schulden die ich nicht loswerde.

Leben ist so so anstregend.

I come to
you
at my
lowest,
my feeling the
rawest
but honest
standing grounds.

I cross my
heart and
hope
to
die,
all while,
I,
try to
fly.

Try
to obtain,
what I see
oh,
what I see.
What I hope
to be,
someday.

I come to you
in cold
november-
nights out
stars shining
low.

My heart already
ready
steady beating,
up until,
I beginn to
cry.

Take my
hand and
tell my
sins,
they're home -
finally
we all are
safe.

Tell my mistakes,
they are
wanted,
for I was,
wanted
as well.

Tell my insecurities
they are
real
and valid
enough to feel
to be
felt,
and held
through the
night.

Just the same as me.

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