Montag, 11. April 2016

Tag 32 | ... mir fällt kein witziger Titel ein

Heute war schwierig aber faszinierend.
Nein, es war wirklich ein guter Tag.
Es ging mir gut, trotzdem frĂĽhem Aufstehen und Ultraschall in einem Krankenhaus,

dass seine Abteilungen nach Papageien benennnt.
Soweit nichts auffälliges, also weitersuchen. Yay.

Kam deswegen auch nicht mehr zur Morgenrunde,
weil halt Termin frĂĽher und so.

In der Gestaltungstherapie haben wir mit Ton gearbeitet,
eine Form, die uns grade passt.
Ich habe ein unperfektes Ich erschaffen, sehr.. sehr irgendwie schräg.
Aber irgendwie auch passend.
Muss ich mal fotografieren^^

War mal ganz nett nur zu dritt, ist irgendwie eine andere Atmosphäre.

Nachmittags war dann Einzel mim Psychologen,
hab das Bild vom Donnerstag mitgeschleppt und darauf aufbauend haben wir versucht,
meine Erkentnisse, die ich aus diesem Bild ziehe, zu ordnen.
Irgendwie ist mir jetzt viel klarer, was meine Ziele fĂĽr diesen Klinikaufenthalt sind,
das ist gut. 
Und eines davon, als Auftrag von meinem Therapeuten: "Lernen sie, kindisch zu sein."
Haha..
Er meinte, dass man eine verlorene Kindheit zwar nicht nachholen kann,
aber indem man das Kind in sich wiederfindet und um verzeihung bittet,
gelingt es, das ganze abzuschliessen.
Das wäre sehr schön, denke ich..


Nachher hatte ich Sozialberatung,
ging um die Anmeldung zur IV.
Wird generell immer empfohlen, und da ich nun schon zum zweiten Mal wärend der Erstausbildung krankheitsbegründet längerfristig ausfalle,

wirds wohl höchste Zeit.
Irgendwie stimmt mich das traurig, es ist schwarz auf weiss ein "Du bist unheilbar krank."
Klar, vielleicht werde ich diese Leistungen nie in Anspruch nehmen mĂĽssen,
es ist mehr eine Absicherung.
Aber ich weiss auch, das es gut möglich ist, dass ich nie in der Lage sein werde, 100% zu arbeiten,
oder ein Studium durchzuziehen.
Aber das ist okay, das weiss ich schon lange.
Es ist eben so.

Zuletzt war noch Vorgespräch Teil II.
Das ging.. erst gut, dann war irgendwo einfach schluss.
Das ist so ein.. beängstigendes Gefühl.
Wenn dein Kopf plötzlich einfach dicht macht, nö, nein, fertig.

Es ging um die Vorstellung, einer Gruppe von meiner Vergangenheit zu erzählen,

bzw meine Erfahrungen in ein Gespräch mit mehreren miteinfliessen zu lassen.
Um Gottes willen!
Nein.
Nein.

NEIN.

Das ist so.. nein.
Da ist es sofort zu Ende in meinem Kopf.

Ich kann das nicht erzählen.
Ich will nicht als wehleidig oder als jemand, der ĂĽbertreibt abgestempelt werden.
Ich fĂĽrchte so schrecklich, dass mir keiner glaubt.

Ausserdem.. kann ich das nicht aussprechen.
Es ist dann so endgĂĽltig.
Es ist dann passiert.
Das macht mir angst.

Jetzt ist es wieder einigermassen okay.
Ich bin erleichtert, dass ich vorerst nicht in diese Gruppe muss,
und ich freue mich auf das malen morgen.

Gute Nacht!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen