wie es mir jetzt eigentlich damit geht und was ich fühlen soll.
Generell habe ich aktuell wieder vermehrt Probleme, meine Gefühle zu ordnen,
und das resultiert oft in grosser Anspannung und Schneide-Druck.
Aber ich hab ja meinen Disco-Kraken-Flummy, das Ding ist unglaublich grossartig,
und der erträgt meinen Spannungsabbau willig.
Wäre er nur gestern nicht runtergefallen und insta ins Nirvana runtergefallener Gegenstände eingegangen.. oO
Ich weiss grade auch gar nicht wo anfangen.
Am Mittwoch vor einer Woche, hat mir die Frau meines Vaters an den Kopf geschmissen,
dass sie glaubt, dass ich sie und meinen Vater ja nur verarschen und ausnutzen würde,
das ich sehr wohl arbeiten könnte wenn ich nur wollen würde.
Das hat gesessen, und ehrlich, ich bin bis jetzt absolut nicht sicher,
wo ich das jetzt hinstecke.
Ja, es war eine echt dumme Situation, es war Morgens kurz vor 1:00 Uhr und ich hatte sie wohl geweckt,
weil ich noch telefoniert habe.
Und ich kann zu 394% nachvollziehen, dass sie das total abgefuckt hat,
und ich hätte es auch total gerechtfertigt gefunden, wenn sie hochgekommen wäre und mich voll angeschnauzt hätte,
dass ich die Schnauze halten soll, sie will schlafen. Absolut verständlich.
Aber nicht das.
Exakt genau das, was ich mich selber immer Frage, ob ich denn nicht einfach nur zu faul bin,
ob ich mir denn nicht eigentlich alles nur einbilde.
Ausserdem hat diese "Auseinandersetzung" die Gedanken in mir geweckt,
dass sie sich wohl bisher nur so für mich eingesetzt hat, damit ich schnellstmöglich aus dem Haus bin.
Und das sind Dinge, die ich niemals denken sollte, weil ich das absolut nicht mehr loswerde.
Es hat halt insta meine Grundannahme aktiviert, dass ich eh nicht erwünscht bin und allen nur eine Last und falsch hier.
Eine Grundannahme, gegen die ich die letzten 14 Monate ganz erbittert gekämpft habe,
und der ich endlich ein Stückchen beigekommen bin in den letzten Wochen.
Da war das natürlich ungefähr das unpraktischste, was sie mir hätte sagen sollen.
Ich weiss auch nicht, ob es okay ist, dass mich das wütend macht, weil, ja, ich hab sie geweckt, ist halt scheisse.
Andererseits.. sagt eine ganz kleine, leise, schüchterne Stimme in mir,
dass es absolut nicht okay war, dass sie das gesagt hat.
Das, EGAL in welcher Situation, welche Uhrzeit, welche Begebenheit, man sowas niemals sagen darf.
Es ist eines der obersten Gebote für mich, niemals unüberlegte Dinge zu sagen,
das extreme Gefühle, und insbesondere Wut, ein schlechter Ratgeber sind,
und ich alles, was ich im Rausche der Wut, der Freunde, der Angst usw. sagen will,
besser nochmals in neutralem Zustand überdacht werden will.
Vielleicht ist das auch ein.. keine Ahnung, "Privileg"(?) von jemandem, der in Kliniken war,
gelernt haben zu dürfen, über sowas zweimal nachzudenken.
Worte können niemals zurückgenommen werden.
Es ist egal, ob es schlussendlich ein Missverständnis war, ob man sich entschuldigt, ausspricht,
ob man die Sache später neutraler betrachten kann; der Schaden ist exakt genau in dem Moment angerichtet,
in welchem die Worte ausgesprochen werden, und das kann nicht rückgängig gemacht werden.
Das ist einfach so.
Tatsächlich hatten wir am Freitag Abend eine Art aussprache, nachdem ich das Thema eingehend mit meiner Betreuerin besprochen hatte,
und eigentlich zum Schluss gekommen war, das ich es vorerst nicht wieder ansprechen will.
Aber war dann halt so.
Auf jedenfall hiess es dann erst nur, wie ich denn gedenke in Zukunft zu verhindern,
um die Uhrzeit noch zu telefonieren bzw. laut zu sein.
Ich habe es im Laufe des Gesprächs tatsächlich geschafft, zu sagen, dass mich das extrem verletzt hat,
und dass das etwas vom Schlimmsten ist, was man mir sagen kann.
Die Reaktion... war nicht wirklich zufriedenstellend für mich.
Ja, sie hat sich entschuldigt, ja vielleicht bin ich auch einfach nur stur,
aber sie meinte dann halt auch direkt, dass sie ja auch nicht endlos Nerven hat,
und dass man halt manchmal Dinge sagt, die nicht so gemeint sind.
Uh.
Ich weiss wirklich nicht, wie ich damit jetzt umgehen soll.
Ich will doch nicht die sture, dumme sein, die deswegen jetzt ein riesen Fass aufmacht,
sie hat sich entschuldigt, fertig.
Und trotzdem.. komme ich nicht um den Gedanken rum, dass man als erwachsener Mensch sich in der Hinsicht doch besser im Griff haben sollte.
Wobei ich ja nicht viel Ahnung vom Erwachsensein habe.
Mir wird hier ja auch immer vorgeworfen, dass ich endlich mal erwachsen werden solle.
Vielleicht habe ich auch einfach komische, überromantisierte Vorstellungen von menschlichem Kontakt.
Wer weiss das schon.
Ich gebe mir furchtbar Mühe, das Thema sein zu lassen und es als Okay abzustempeln.
Aber es will mir nicht gelingen.
Der Vorwurf, ich sei faul und unmotiviert und ein Lügner, welcher für mich aus der Aussage hervorgeht,
schleicht in meinem Hinterkopf rum und fordert hin und wieder meine volle Zeit ein.
Ich komme mir scheisse vor, weil ichs nicht einfach akzeptieren und als "Shit Happens" einstufen kann.
Es ärgert mich, dass es soviel mit mir macht.
Aber ich werde dieses Gefühl, letzlich halt doch hier nicht erwünscht zu sein, nicht los.
Diese altbekannten, tief eingekerbten Gedankengänge nicht los.
Mich will hier keiner.
Meine Familie hasst mich.
Ich bin eine Last.
Ich bin defekt.
Ich bin scheisse.
Spannenderweise bezieht sich das aktuell wirklich ausschliesslich auf die Familie.
Ich habe Freunde, ich habe wunderbare Freunde und denen fühle ich mich sehr nah.
Und ich weiss, dass diese mich nicht hassen.
Und dieses Wissen gibt mir aktuell "Peace of Mind"
Ich kann kein fucking Deutsch mehr, ich lese zuviele Fanfics o.O
Ja, und im Zuge dieses Dramas kams auch am Mittwoch direkt nach der Auseinandersetzung zu einem kompletten Absturz meinerseits,
mit Schneiden und Heulen und dem innigen Wunsch, mich jetzt auf der Stelle umzubringen.
Ist eine ganze Weile her, seit ich so schlimm abgestürzt bin.
Aber das will ich hier, insbesondere nicht meiner Familie, nicht sagen.
Ich meine, ich will niemanden anklagen, denn, egal wie scheisse jemand aus sein mag im Moment,
für meine Instabilität und meine Impulsivität kann ja im Endeffekt keiner was.
Jetzt darf ich halt wieder eine Verhaltensanalyse schreiben, yay.
Aber ist okay, es ist wichtig, auch wenn ich echt Null Lust habe, mich schon wieder mit dem Scheiss auseinanderzusetzen.
Das erinnert mich an meine "aktiven" SvV Zeiten, wo ich teilweise dreimal pro Woche sone dümme VA schreiben musste,
und mit jeder war ich mehr aggro..^^
Wobei ich damals auch nicht verstanden habe, wozu der Scheiss denn eigentlich dient.
Heute weiss ich es.
Denn, entgegen der offensichtlich allgemeinen Meinung, kann ich, glaube ich, durchaus behaupten, ziemlich erwachsen zu sein.
Die Woche hat mich auch zweimal eine Panikattacke absolut kalt erwischt,
einfach so. Einmal bin ich Nachts um vier aufgewacht deswegen und einmal im Bus nach Frauenfeld.
Aber es ist okay, es kommt eben vor.
Und glücklicherweise bin ich ja gut vorbereitet auf sowas mittlerweile.
Und es ist immer wieder erstaunlich, was für eine Wirkung bestimmte Lieder haben können.
Ich habs ohne Notfallmedikamente geschafft, und darauf bin ich stolz!
Montag hatte ich dann einen Termin bei meiner Jobcoaching in der Quellenhofstiftung,
betreff Arbeitsaufbautraining.
Da ich als zu instabil eingestuft wurde für ein Arbeitstraining fangen wir jetzt halt mal mit einer Tagesstruktur an.
Das bedeutet, das ich mir irgendwo eine Stelle suche, wo ich dann zwei Tage die Woche,
oder drei Nachmittage, ooder wie auch immer arbeiten kann.
Vielleicht auch nur jeweils zwei Stunden am Morgen, wies halt dann grade passt,
um überhaupt mal Arbeitstechnisch was aufbauen zu können.
Das ist alles sehr anspruchsvoll und im ersten Moment war ich sehr überfordert mit der Tatsache,
dass ich nicht direkt ein Arbeitstraining machen kann, auch, weil es mir so grenzenlos anpisst,
dass ich nicht vorwärts komme, und wieder eine Zwischenstation einlegen muss, und wieder, und wieder und wääääääh.
Aber es ist eben so, deal with it.
Dann machen wir eben noch einen Zwischenschritt.
Es ist nicht mehr als ein weiteres Hindernis auf dem Weg zum Ziel.
Zu dem Zwecke wollte ich bei dem Pferdehof, auf welchem ich früher oft war,
nachfragen ob die eben Stundenweise wen suchen.
Und heute war ich tatsächlich da.
Habe mir Regula geschnappt und bin mit ihr hin, oder sie mit mir, is ja ihr Auto^^
Alleine.. wäre ich nicht gegangen.
Es hängt für mich so vieles an diesem Hof und den Tieren und genrell allem da,
dass ich absolut nicht einschätzen konnte, was mit mir passiert, wenn ich dahin gehe.
Ich habe welche von meinen schönsten Zeiten meiner Kindheit dort verbracht,
diese Tiere, insbesondere eines der Pferde, waren für einige Zeit meine einzigen Vertrauten auf der ganzen weiten Welt.
Der einzige Ort, wohin ich mich wenden konnte, wenn mal wieder alles eskalierte.
Es war mein Zufluchtsort, wenn mich mal wieder nicht nach Hause getraut habe,
wenn die Gewalt gegen mich mal wieder absolut überhand genommen hat.
Ich habe in den damaligen Angestellten Menschen gefunden, die mich nicht per se ablehnen, Menschen, die mir nichts tun.
Auch wenn wir oft Streit hatten, ich kann absolut nicht abstreiten, dass ich ein total stures, dummes Kind gewesen bin, so sind mir doch hauptsächlich die schönen Momente geblieben.
Mit den Tieren sowieso.
Auf dem Weg dahin bin ich absolut gestorben, und irgendwie waren wir plötzlich so schnell da.
Tja und dann, als wir da waren.. war alles so unglaublich natürlich plötzlich.
Das erste Pferd, welches ich gesehen habe, kannte ich aus alten Zeiten noch - Daisy - und es hat sich instant so richtig angefühlt.
Viele Pferde, die ich noch kannte, warens nicht mehr - aber es waren welche da, und das hat mich fast zum heulen gebracht, so gefreut hats mich.
Und, und das hat mich komplett weggehauen, Lordino lebt noch.
Ich meine.. mir ist vor gut 4 oder 5 Jahren gesagt worden, er sei gestorben.
UND DANN LAUF ICH DA HIN UND SEH IHN, ICH BIN GESTORBEN IN DIESEM MOMENT.
Das war echt krass.
Er ist alt geworden, unglaublich alt, aber er hat mich mit denselben Augen angeschaut wie schon immer.
Ich hab keine Ahnung, ob er mich erkannt hat - es ist immerhin 10 Jahre her und ich war eine von hunderten von Reitschülerinnen da.
Aber es war so.. ein so fucking purer Moment.
Dieses Tier kennt mehr Geheimnisse und Gefühle von mir als irgendjemand sonst,
wenn ich mit keinem reden konnte, hat er mir immer zugehört.
(Hatte ja keine andere Wahl, der Arme, haha)
Das war wirklich überwältigend.
Auch Pirouette lebt noch, und ich bin mir fast ganz sicher, das wenigstens sie mich noch gekannt hat.
Sie ist sofort kuscheln gekommen und das war wunderschön.
Auf dem Pferd hab ich mehr oder weniger reiten gelernt.
Und einer der Angestellen, die damals da waren, ist immer noch da.
Also, eine die damals in der Ausbildung war.
Das war irgendwie. eeecht strange, sie meinte auch, sie erinnert sich an mein Gesicht, aber an sonst nichts.
Was vielleicht gar nicht so schlecht ist^^
Ich erinnere mich immer noch an ihr total geschocktes Gesicht, als ich so nebenbei hab fallen lassen,
das meine Mutter letze Woche gestorben ist, nachdem sie mich gefragt hatte,
obs der eigentlich besser ginge.
Haha, ich war echt schrecklich... blunt damals. (Deutsch Jin, DEUTSCH)
Generell hatten die Leute wohl echt mehr als genug ärger mit mir damals, und das tut mir echt leid^^
Wär schon was, da arbeiten zu können.
Auf jedenfall.. sitze ich jetzt hier und kanns echt nicht fassen das ich da wirklich hingegangen bin,
und ich kann Regula nicht genug danken, dass sie mich begleitet hat.
Ich weiss nicht, was ich fühlen soll.
Freude, Erleichterung?
Irgendwie ist es auch echt schräg und beängstigend, und irgendwie... fringe.
Aber ich meine, ich habs geschafft, ich war da, ich war echt da und hab gefragt.
(Auch wenn der Chef grade in Urlaub ist, weswegen ich Montags da nochmals anrufen darf, haha.)
Ich glaube, grade bin ich ganz zufrieden damit, wenn ich einfach.. ein bisschen sein kann.
Wäh.
Aber meine AnimaniA ist endlich da, which is nice.
Da ist ein Artikel über den Free! Movie, Starting Days drinn, und das ist super.
Und einer über Ogeretsu Tanaka und ihre aussergewöhnlichen Werke.
Und über Food Wars.
Es ist okay.
Ich lebe, ich habe was erreicht, ich bin grade nicht angespannt und kann normal atmen.
Alles cheesy.
Alles gut.
He feels himself growing tired - not physically but mentally - and all he wants is to hold desperately onto this easygoing feeling. Happy. Comfortable, Light. Content. They're such nice feelings. "I want to stay here," he thinks resolutely. "I want to stay in this moment, with this person, with this feelings."
(Things he couldn't take | AizaPonders | fanfictions.net)
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