The color of the world has turned dark on me.
Infected Mushrooms | Killing Time
Ich habe Angst.
Ich fürchte mich sehr vor Morgen und vor dem, was nach Morgen noch alles kommt.
Aktuell komme ich absolut nicht auf meine Zukunftsaussichten klar,
es macht mir unglaublich grosse Angst.
Ich fürchte mich schrecklich davor, Morgen das Telefonat mit dem Pferdehof zu führen,
ich fürchte mich schrecklich vor der Antwort auf meine Mail von der Kindergärtnerin,
ich fürchte mich schrecklich vor dem Termin um 10 Uhr mit meiner Jobcoachin.
Aber es hilft eben nichts.
Egal wie grosse Angst ich habe, egal wie schlecht ich deswegen schlafe,
egal wie panisch ich beim Gedanken daran werde, es hilft ja doch nichts.
Ich muss es trotzdem tun, und das ist auch genau das, was ich tun werde.
Ich werde zum Termin hingehen, ich werde die Antwortmail lesen,
ich werde anrufen.
Ich will mein Leben in die Hand nehmen und ich will vorwärts kommen,
ich will diese Chance, wie winzig sie auch sein mag, packen und nicht mehr loslassen.
Ich will.
Ich habe Angst.
Ich kann nicht.
Ich tus.
Dabei muss ich irgendwie an Yogi denken, aus Karneval (2013).
Der hat auch extreme Ängste und ist 24/7 komplett unsicher,
und schafft es trotzdem irgendwie die Welt zu retten, oder zur Rettung beizutragen.
Manchmal denk ich mir, meine Vergleiche und meine Motivations..bringer(?) sind echt fürchterlich,
aber solange es funktioniert ists erlaub, wa?
Yogi ist halt toll.
Und irgendwie ziehe ich tatsächlich Kraft auf diesen Figuren,
weil sie (meistens) niemals aufgeben, und weil sie mir zeigen, dass es weitergeht.
Dumm?
Vielleicht.
Ja.
Nein.
Am 9.2 haben wir Familiengespräch mit meiner Betreuerin und meinem ehemaligen Therapeuten.
Ich weiss nicht, was ich erwarte oder was ich mir vorstellen soll,
bisher waren diese Familiengespräche ja eher.. nja. Nein. Nicht so doll.
Aber auch hier: ES HILFT JA NICHTS.
Augen zu, Kopf nach unten, durchrennen.
Ertragen.
Erdulden.
Erdulden.
Über sich ergehen lassen.
Das ist alles so anstregend, aber.. so ist es.
Ich komme nicht weiter, ohne Mut, ohne Wagemut, ohne Wille.
Und genau jenen sammle ich mir aktuell zusammen, ein Versuch, ein Experiment.
Wird schon schief gehen.
Ich bin müde.

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