Montag, 15. Mai 2017

Orangenkapital



Okay, okay. Okay.
Einiges geht grade ab.

Liebe ist kompliziert.
Aber ich glaube sowas wie eine grobe Einteilung für mich gefunden zu haben,
auch wenn sie wirklich noch sehr.. grob ist und ich in manchen Teilen noch keine Allgemeingültige Definiton gefunden habe.
Grundsätzlich aber folgendes Muster:

Es gibt zwei Arten von Liebe.
Die eine ist eine Liebe, die niemals endet.
Sie ist bedingungslos und an nichts gebunden,
sie kommt irgendwann und hört nie auf.
Egal, ob man überhaupt noch Kontakt zu diesem Menschen hat,
ob er überhaupt noch lebt - ohne, dass man irgendwas dafür tun muss, ist sie da.
Diese Art der Liebe sorgt dafür, dass ein Menschen in meinen Augen leuchtet,
dass meine Welt Farbe annimmt und strahlt.
Diese Liebe verändert sich nicht.
Sie wächst nicht, sie wird nicht kleiner, sie ist einfach da, genau so, wie sie ist.

Und wenn ich sage, ich liebe meine Kais über alles,
und Michelle und Lisa, Dugo und Schweri,
dann meine ich genau diese Liebe.

Sie ist nicht davon abhängig, wie ich im Kontakt zu diesen Menschen stehe,
ungeachtet der Umstände in denen sich beide Parteien befinden ist sie da.
Sie macht, dass ich mir nur das beste für den anderen wünsche, unabhängig von mir.
Heisst direkt gesagt: Egal, ob mich dieser Mensch verlässt, wünsche ich ihm trotzdem nur das Beste,
und werde ihm niemals böse sein.


Die zweite Art der Liebe ist eine,
die von den beiden Parteien und ihrer Beziehung zueinander abhängig ist.
Sie ist an die Bedingung geknüpft,
dass sie Raum kriegt zum wachsen und sich zu entwickeln,
und in 99% der Fälle hängt sie ebenfalls davon ab, dass sich diese Liebe auf die Person selber konzentriert.
Heisst, sollte jemand von seinem Geliebten verlassen werden, ist die Bedingung für diese Form der Liebe nicht mehr gegeben und sie verschwindet irgendwann.
(Liebeskummer werte ich übrigens nicht als Form der Liebe. Liebeskummer ist der Schmerz, weil diese fluktuative, gebundene Liebe einen verlassen hat. Quasi die Absenz dieser Liebe)
Das macht sie übrigens nicht schlechter als die erste Form der Liebe, die beiden existieren quasi in einem Paralleluniversum.
Und darum ist es eigentlich auch nicht möglich, von der einen Form zur anderen zu wechseln,
oder nur in sehr seltenen Fällen.
Beim Tod von jemandem zum Beispiel.
Wobei, wenn die zweite Form der Liebe vergeht, ist es möglich, dass sie zur ersten Form wird.
Aber wenn ich jemandem gegenüber die erste Form enmpfinde, ist es, laut meinem aktuellen Stand,
nicht möglich, dass dies zur zweiten Form wechselt.

Die erste Form ist Agape,
bedingungslos, ewig, über Allem stehend.
Liebe gegenüber Freunden, Menschen, die einem so unglaublich am Herzen liegen.
Die man eben abgrundtief liebt.
Denen man sein Leben anvertraut.
Der Kern der Welt, quasi.

Die zweite Form ist wie ein Baum.
Sie wird gesät, und achtet man gut auf sie,
pflegt sie, gibt ihr Raum, Zeit und Aufmerksamkeit, dann wächst sie.
Und während dem Wachstum verändert sie sich viele Male,
wird vielleicht intensiver und schwächt wieder ab,
wandert und kann vergehen.

Und während es von Agape nur eine, eine alles umfassende "Variante" gibt,
gibt es so viele potentielle Bäume wie welche gesät werden.
Jeder Person einen Baum, weil bei jedem Baum die Bedingung dran geknüpft ist,
dass sie von Person X mitgedüngt wird.
Bei Person Y ist es dann wieder ein ganz anderer Baum.

Martin und ich hatten unseren Baum.
Der eingegangen ist, weil wir beide nicht aufgepasst haben.
Und dieses Loch, wo vormalig die Wurzeln waren, tut sehr sehr weh und braucht Zeit.

Weena und ich haben auch einen Baum,
und es ist unsere Aufgabe, ganz gut auf ihn aufzupassen.

Kompliziert?
Nun, ja, klar.
Liebe ist immerhin eines der grössten Rätsel der Welt.

Ansonsten geniesse ich das spät Aufstehen, auch wenn mir die Arbeit da tatsächlich ein wenig fehlt..^^
Es hat eigentlich sehr spass gemacht, aber es ist klar,
dass ich noch nicht stabil genug bin um sofort anzufangen und voll einzusteigen.

Mein Vater und seine Frau gehen ja fest davon aus,
dass ich direkt nach der zweiten Schnupperwoche da fest einsteigen kann.
(Was vielleicht sogar möglich wäre)

Ich habe keine Ahnung, wie ich ihnen verklickern soll,
dass de Möglichkeit besteht, dass ich bis Januar nochmals eine Klinik von Innen seh,
um dann Januar 2018 mit der Vorbereitungszeit für die Ausbildung anfange, die dann Sommer 2018 startet.
Ideal wäre, wenn ich schon dieses Jahr da ins Wohnheim könnte,
oder eben alternativ und mir lieber mit Schweri zusammenziehen.
Dann müssten die das nämlich gar nicht mal unbedingt mitkriegen.
Es gibt ja sowieso nur Stress deswegen,
und ich bin dann ja sowieso wieder die Faule die eigentlich einfach nicht arbeiten will.

Und ich kann es einfach nicht vernünftig erklären,
weil ich keine Ahnung habe, wo ich ansetzen muss,
damit sies verstehen.

Und damit man mich jetzt richtig versteht: Ich mache ihnen keinen Vorwurf,
dass sies nicht verstehen. Ja, gut, vielleicht ärgert es mich ein kleines Bisschen.
Aber mir ist vollauf bewusst, dass es schwer ist, das alles nachzuvollziehen, 
wenn man selber nicht drinnsteckt.
Insofern.. es ist okay.
Es ist mühsam, kräfteraubend und dumm, aber es ist halt so.
Und wenn ich nicht erklären kann, wies mir geht und warum Sache xy so wichtig ist,
dann trifft mich mindestens genausoviel Schuld daran.

Ich hab keine Ahnung was ich machen soll.
Es soll Freitag werden, ich will mit meiner Betreuerin reden.

Ansonsten... switcht das Leben aktuell zwischen "is ja ganz oke eigentlich" und "god dammit".

H00t H00t, Bruh.

PS: Ich liebe Zitrusfruchtprint.
Also, eigentlich Zitrusfruchtscheibenprint.
Ich will sie zeichnen, anschauen, bis in alle Ewigkeit konservieren und bewundern.
Zitrusfruchtscheibenprint ist life, Zitrusfruchtscheibenprint ist love.


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