Ich bin sehr aufgewühlt.
Oder vielleicht auch nur ein bisschen?
Und ein bisschen angepisst.
Wenn ich einen zweiten Aufenthalt an diesen hier hängen will,
was eben eine eventuelle Möglichkeit wäre, muss ich mehr zeigen,
dass ich wirklich bereit dazu bin.
Na dann.
Ich hab nachgefragt, wie ich das denn zeigen kann,
und als Antwort kam, dass ich mir zum Beispiel mehr Hilfe holen sollte bei der Pflege,
wenn ich an Grenzen stosse und so weiter.
Bitch.
Meine Bezugsperson hat beim letzten Mal, als ich das gemacht habe, alle 5 Minuten auf die Uhr geschaut,
und mir hinterher gesagt, dass sie da halt ein bisschen auf die Zeit gucken muss,
damit es fair bleibt.
Und hey, ja, das versteh ich, es sind immerhin immer um die 18 Patienten auf einmal da.
ABER
dann kommt doch bitte nicht mit irgendwelchen Forderungen die ich in dem Falle nicht wirklich erfüllen kann?
Es verwirrt mich total und das macht mich aggressiv und das hasse ich auf den Tod.
Daraus resultiert wohl.. Anspannung und.. ähm.. nochmehr Wut?
Wut, ja, ich glaube, ich bin grade sehr wütend darüber.
Ausserdem hiess es auch, ich wirke halt so, als würde ich mich selber meiner Krankheit ausliefern,
und mich damit selber darin gefangennehmen.
Okay, der Teil hat mich WIRKLICH pissig gemacht.
What the fuck denken die tu ich in dieser Einrichtung?
Warum schreib ich denn die ganzen VA's, Gefühlsprotokolle, warum frag ich immer nach und bemühe mich so, mich zu exponieren?
Ich konfrontiere mich selber SO OFT am Tag mit meinen Ängsten und selbst wenn ich wirklich am Liebsten weglaufen will,
bleib ich da und beweise mir selber, dass es nichts is, wovor ich mich fürchten muss.
Was soll ich denn noch tun?
Es ärgert mich deswegen sosehr, weil ich eben nie jemand sein wollte,
der.. aufgibt, es irgendwie weiterzuschaffen?
Ich nehme meine aktuellen Probleme doch nicht als Dauerzustand für immer und Ewig,
ich versuche doch, was zu ändern.
Und ich bin so wütend darüber, dass sie das offenbar gar nicht wahrnehmen.
Ich habe viel nachgedacht darüber, ob ich nicht vielleicht doch ein bisschen mich einfach gefügt habe,
und kann eigentlich nur sagen: Nö.
Ja, klar, manchmal denk ich, alles bleibt so scheisse und wird nie wieder gut,
aber das ist doch nicht dasselbe.
Ich geh ja nicht und hol mir keine Hilfe, weil ich denke, dass es sowieso nichts bringt,
sondern weil mir einfach bewusst ist, dass ich die meisten Werkzeuge schon selber besitze,
und ich ihnen dann, wie ja schon erwähnt, nicht noch ihre Zeit klauen muss.
Ich habe so viele Strategien um zu versuchen, mit schwierigen Anspannungszuständen umzugehen,
dass es einfach dumm wäre, mir nochmal genau denselben Rat abzuholen wie ich sowieso schon selber habe.
Wo ich wirklich die Hilfe bräuchte, wäre im Erkennen und Umgehen mit Gefühlen,
und daran arbeite ich in den Gruppen.
Was
wollen
die
denn
noch
alles?
Vielleicht bin ich grade auch einfach nur unreflektiert und trotzig.
Vielleicht sehe ich es morgen klarer.
Ich werde am Montag auf jeden Fall einiges mit meiner Bezugsperson zu besprechen haben.
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