Dienstag, 29. August 2017

Your friendly neighborhood pidgeon

I'm the King JJ, no one defeats me,
this is who I am, baby.




Theme of the King JJ - Oh! Suketora!!!


Ich bin sehr verwirrt, was das ganze Identitäts, Geschlechterzeugs angeht.
Nachdem ich mich gestern sehr lange mit Aiden unterhalten habe, verstehe ich einige Dinge zwar ein bisschen besser,
aber.. sicher, was ich jetzt eigentlich bin oder wie ich mich fühle, bin ich immer noch nicht.
Die Leute hier versuchen mir die ganze Zeit zu sagen, dass das auch voll okay ist,
und ich möchte das gerne glauben.
Es ist halt so.. ich weiss ja schon länger, dass ich mich wirklich nicht 100% als Frau fühle.
Und das ich es hasse, in die Schublade "Frau" gesteckt zu werden, ist auch kein Geheimniss.
Ich habe auch gemerkt, dass ich es jahrelang einfach irgendwie.. weggeschoben habe,
zum einen, weil es immer irgendwas "brennenderes" gab,
und zum anderen.. ganz extrem, weil ich mir einfach gedacht habe,
dass es gar nicht sein kann, dass ich mich so fühle.
Es gibt Frau und Mann und fertig aus.
Ich weiss nicht, ob ich einfach so erzogen worden bin, oder ob es eher daran lag,
dass es in meinem Umfeld zu Beginn wirklich nur das gab.
(Wobei das irgendwie dasselbe wäre? Keine Ahnung?)
Ich weiss auch gar nicht, was für eine Einstellung meine Eltern zum Thema Trans und allem was dazwischen liegt hatten.
Wobei es mich wirklich krank macht, dass man dazu eine "Einstellung" haben kann/soll/tut.
Das ist doch deren verdammtes Leben, wie kann ich es mir da anmassen, eine Einnnnstellung dazu zu haben?
Es ist einfach respek-, und hirnlos damit ein Problem zu haben.
Weil es kein verdammtes Problem damit gibt!

Natürlich muss man sich vielleicht erst daran gewöhnen und hat vielleicht ein Problem es nachzufühlen,
wenn sich jemand plötzlich outet lieber das andere Geschlecht zu haben, keines oder beide.
Aber nur weil ich etwas nicht auch so fühle heisst das nicht, das ich das Recht habe, den anderen dafür zu verurteilen, es dumm oder falsch zu finden.

Ich habe bisher nur mit sehr sehr wenigen Leuten wirklich über das Thema geredet,
zum einen sicherlich weil ich mir einfach selber total unsicher bin,
und zum anderen, weil die wenigen teilweise herrlich danebengegriffen haben.

Ich glaube, am Schlimmsten ist "ist vielleicht nur eine Phase".
Ja, Jesus Christus, danke dafür.
Ich meine, ich WEISS, dass ich mich vielleicht nicht mein komplettes restliches Leben so fühle.
Vielleicht werde ich auch irgendwann Spass an Sex und Küssen haben,
vielleicht werde ich mich irgendwann in eine Frau verlieben, who tf knows?
Ich bin nerst 23.
Trotzdem ist es.. empfinde ich die Aussage, es sei nur eine Phase oder gehe vielleicht wieder vorbei als einen Angriff, weil damit mein aktuelles Fühlen in Frage gestellt wird.
So als ob ich am Besten nicht mehr drüber nachdenken solle, weil geht ja eh wieder vorbei.
Selbst wenn? Ich empfinde es JETZT eben so.
Ist das denn falsch?

Aiden ist auch Asexuell und Aromantisch, und empfindet im Bezug auf das Geschlecht ausserdem sehr ähnlich wie ich.
Aber wir haben beide keinen Namen dafür, auch keine.. direkte oder einfache Erklärung.
Wobei auch wir uns ein bisschen voneinander unterscheiden.

Aiden fühlt sich definitiv nicht als Frau und will auch nicht so gesehen werden , möchte aber auch nicht ein Mann sein. Etwas dazwischen.
Währenddessen habe ich ja durchaus meine weiblichen Züge und die finde ich voll okay,
ich denke mir zwar nie "Ye, heute bin ich gerne eine Frau", aber es gibt Tage an denen ist es mir egal und ich komm absolut problemlos zurecht mit dem Körper der mir gegeben worden ist.
An anderen, wenigen Tagen hingegen merke ich, dass ich mich eindeutig mehr männlich fühle,
dass sind dann die Tage wo ich die "Frauendüfte" von Parfum, Shampoo und Deo ganz weit hinten ins Regal stelle.
Meistens aber empfinde ich mich als keines von beidem.
Ich kann mich nicht festlegen zwischen Mann und Frau, habe keine Präferenz.

Aiden ist es auch wichtig, dass kein "sie" oder "ihr" oder sowas benutzt wird,
lieber sollte es versucht werden zu umgehen.
Das macht mir jetzt zum Beispiel auch nicht so viel aus.
Es ist mir eher relativ komplett egal.

Wohingegen wir uns aber sehr einig sind, ist dieses "Du bist halt eine Frau" oder "Jetzt sind wir eine reine Frauengruppe" oder "Bitte geben Sie ihr Geschlecht an"
Urghs.
Das macht mich immer so aggro. Generell finde ich diese Verallgemeinerungen "das ist eher Frau, das ist eher Mann" einfach nur dumm,
weil jeder absolut gesunde Mensch mal Tage hat, wo er sich vielleicht mal eher weiblich oder eher männlich fühlt.
(Glaube ich? Ist das so?)
Und es macht so viele Probleme für, eben, zum Beispiel Transsexuelle, dass es so ein dummes Tabu ist,
als Mann "Frauendinge" zu tun/besitzen/mögen und genauso umgekehrt, wenn auch da nicht so schlimm.
Das ist so überflüssig.
Lasst die Leute doch tragen und tun und mögen und whatever sonst noch was sie wollen.
Argh.
Menschen.

Aiden ist auch soweit und hat schon Absprachen mit der Krankenkasse getroffen,
es ist tatsächlich möglich, eine BrustOP, also, eine um die Brüste entfernen zu lassen, von der Krankenkasse übernommen wird.
Das wusste ich gar nicht.
Sie hat mir auch all die >Anlaufstellen und Adressen mal aufgeschrieben, aber das ist.. schon ein RIESIGER Schritt.
Ich meine, das ganze Drama nimmt ja erst so richtig seinen Anfang grade,
denn obwohl ich mich ja schon lange so fühle, fange ich erst jetzt an, zu versuchen damit zu leben,
und mich nicht einfach in die Schablone der typischen Frau zu zwängen.
Und sowas.. lässt sich nicht mal eben wieder rückgängig machen.
Da will ich mindestens noch ein oder zwei Jahre verstreichen lassen, ehe ich sowas auch nur in Erwägung ziehe.
Zum Glück gibt es ja sowas wie Binder, die zumindest ein bisschen gegen dieses abartige Ekelgefühl im Bezug auf meine Brüste helfen.
Ich meine.. ich kann mit diesen Dingern nichts anfangen.
So Null.
Sie stören nur, sie sind hässlich, unangenehm und ich fühle mich einfach.. falsch damit.

Ich fürchte mich davor, dass ich als abartig hingestellt werde,
ich fürchte mich davor, dass ich Menschen verliere, die ich liebe,
weil ich so empfinde.
Ich fürchte mich dafür, nicht ernst genommen zu werden.
Ich fürchte mich davor, dass andere denken, ich übertreibe nur und will nur speziell sein.

Ich wünschte, ich würde ganz normal fühlen.
Ich wünschte, es wäre einfach alles ganz komplett normal.


Generell habe ich viel über das Thema Geschlecht, Sexuelle Identität und so nachgedacht.
Ich frage mich, ob man an solchen Orten wie einer Klinik so viel Varietät findet, weil wir alle versuchen, uns eine Identität aufzubauen,
oder ob unser "Anderssein" dazu beigetragen hat, dass wir heute in der Klinik sind.
Vielleicht ein bisschen beides?

Oder, vielleicht ist dieser breite Fächer da draussen nicht anders, es traut sich nur keiner was zu sagen.

Dummes Thema.

Oh, ich hoffe übrigens, dass ich eines Tages meinen Vater und seine Frau dafür anschreien darf,
dass sie gegen die Homo-Ehe sind.
Das Bedürfnis habe ich, abgesehen von meinem eigenen Empfinden, schon seit ich erfahren habe, dass sie dagegen sind.
Und dieser Mann will mir was von wegen "offen für alles" erzählen.

Jil und ich haben überlegt, ob ich sie mal mit nach Hause nehmen soll und angeben sie sei jetzt meine Freundin.
Oder wir nehmen Milosh noch mit und sind Polyamoral, zwei Frauen und ein Trans - FtM.
Boi.

Ich will ein bisschen provozieren.


Es ist übrigens traumhaft wie viele negative Rückmeldungen ich dazu kriege, dass ich mir jetzt einen Iro geschnitten habe.
lol
Also, ich finde es selber nicht sehr passend.
Ich finde die kurzen Haare grossartig, aber der Iro an sich ist zu kurz und zu schmal.
(Wofür die Friseurin nichts kann. Ich habs ja so gewollt. Und ich hab keine Ahnung warum ich das dazu schreibe, weil Jupiter (die mir die Haare geschnitten hat) den Blog hier gar nicht liest, aber irgendwie braucht das mein Gewissen?)
Vielleicht muss ich mich auch erst dran gewöhnen, dass es jetzt so ausschaut?

Ich glaube, es passt einfach nicht zu meinem Gewicht.
Oder, andersum, weil ich übergewichtig bin, passt die Frisur nicht.

Aber diese Situation gibt mir ganz wichtige Möglichkeiten, zu lernen.

1. Es gibt Dinge, die sind in dem Moment eben so. Lässt sich nicht ändern. Deal with it.
2. Selbst wenn ich scheisse aussehe, heisst das noch lange nicht, dass man mich deswegen nicht mehr mag.
3. Es ist gut und wichtig, mutig zu sein und neue Dinge auszuprobieren, aber man sollte sich nicht von der Hitze des Gefechtes zu komischem Zeugs verleiten lassen.
4. Man maG MICH AUCH DANN NOCH, WENN ICH EINE SCHEISS FRISUR HABE
5. Nur weil jemand etwas Negatives zu mir sagt, entwertet das nicht mein komplettes Wesen
6. Radikal-Veränderungen schaffen Standpunkte und Blickwinkelveränderungen
7. Menschen mögen mich auch dann noch, wenn ich nicht dem Idealbild eines Models entspreche

Ganz wichtiges Zeugs, das ganz furchtbar schmerzt, aber wichtIGES ZEUGS IST WICHTIG.

Jesus.

In zwEI WOCHEN KOMMT MICHELLE WIEDER.
Oh mein Gott, ich freue mich total drauf.
Und ich bin so gespannt auf all die Erfahrungen die sie gemacht hat,
denn auch wenn ich ja dank ihrem Blog ab und an einen Einblick gekriegt habe,
ist das bei weitem nicht Alles und halt eben.. einfach ein Einblick.
Ich freue mich total drauf, es von ihr direkt zu hören.
Aaah.


Ich möchte erwähnen, dass es Bemerkenswert ist, wie sehr ich zum Oikawa-Fan mutiert bin,
obwohl ich den Kerl zu beginn absolut nicht abkonnte.
Aber ich bin currently in HanaMatsuIwaOi-Fanfiction-Hell und niemand wird mich da raus kriegen.
ICH BIN GERNE DAAA Q___Q

Polyamorie ist etwas tolles.

DieSE CHARAKTERE SIND WAS TOLLES.
AUCH WENN ES EIGENTLICH GAR NICHT DIE CANON-CHARAS SIND,
SONDERN IRGENDWELCHE AUSGEDACHTEN VON FANS.
ABER WHO CARES, ICH INHALIERE LIEBER WEITER HAIKYUU-FICTIONS.

Save me plz

Es folgen Random Hanamaki/Matsukawa/Iwaizumi/Oikawa - Pics, sie sind wesentlich für MEIN Leben, aber ihr verpasst in eurem nichts, wenn ihr sie nicht anschaut °^°
Es ggiiiiibt einfach keine wirklich wirklich schönen Fanarts von den viern. Aaaaahhhh!
Man ignoriere die zufällige Anwesenheit von Kunimi, Kindaichi und Watari in manchen Bildern













1 Kommentar:

  1. Jo, ich han dich au trotz neuer Frisur no gern! ♥ Und nei, uf dem Bild wo ich überchoo han find ich's nid hässlich! Und wie du jo mol so schön gseit hesch - "mit de Hoor chames jo mache"... (Mit de Brüst oder so viellicht lieber 3x drüber nohdenke...) Wobii ich dich so oder so unterstütze würd. Hettisch nid selber drüber gschriebe hett ich dir Binder vorgschlage, han ghört die seged sehr praktisch vor allem wenn me genderfluid isch (die Person vo dere ich da ghört han isch genderfluid drum de uusdruck).

    Ich wird immer hinter dir stoh, egal was chunnt und egal wie du dich entscheidisch schlussendlich.



    Aber viellicht gliich lieber nid all zu fest provoziere dihei... ;)

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