So viel >Zeugs, was mir bewusst geworden ist und so viel Zeugs das ich gerne gar nicht gewusst hätte.
Wat mach ich denn nur mit meinem Leben?
Ich will was verändern, ich will mich verändern, solange, bis ich weiss, was ich will.
Tjoa.
Guten Abend/Morgen/Mittag/
Sie meinten, ich solle öfters schreiben und ja, hier bin ich also.
Nach dem Gespräch am Freitag habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht also, mehr als sonst schon, und ich glaube, da sind einige Dinge die ich unbedingt loswerden will beziehungsweise die ich weiss-gott-warum irgendwie schreiben will.
Ich habe gestern eine Geschichte gelesen und musste teilweise ein bisschen lachen, weil ich mich in den Zeilen sehr wiedererkannt habe. Und gleichzeitig hat es mich sehr traurig gemacht, weil es mir gezeigt hat, was ich eigentlich gar nicht wissen wollte.
Sie hatten recht als Sie sagten, dass es zwar gut ist zwischendurch mal einfach auf alles zu pfeiffen, aber dass sich das bei mir mittlerweile etwas lange zieht.
Ich könnte da jetzt die Schuld auf meine Schachmuster schieben, aber ich hab leider vergessen wie die jeweiligen Figuren ziehen dürfen, deswegen bleibt mir nur eines: Die wahre Antwort drauf in mir suchen.
Ich denke, zum einen bin ich wirklich einfach sauer auf alles. Auf mein Leben und meinen Vater und all die Umstände und das sich nichts ändert.
Andererseits bin ich traurig und unsicher und so furchtbar rastlos, weil in mir so viel Aktivismus steckt den ich nicht loswerden kann.
Ich bin so unfassbar traurig manchmal ohne das ich es bemerke und wirklich benennen kann. Ich glaube es gibt einfach Dinge, die unbedingt ausgesprochen werden mĂĽssen, die ich aber (noch) nicht kann. Ich glaube, Trauer ist ein GefĂĽhl das ich immer ignoriere, aber das eigentlich gerne mal wahrgenommen werden wĂĽrde.
Manchmal will ich losrennen und was verändern und Dinge tun, aber weil ich mich davor fürchte, das ich meine ganze Energie dann mit einem Mal auf einer einzigen Strecke lasse, nur um nachher mühsam alles wieder zurückgehen zu müssen weil es sich einmal mehr als Sackgasse erwiesen hat, bleibe ich lieber hinter der Startlinie. Ich fürchte mich davor, diese kleine unscheinbare Linie zu überschreiten, weil ich mich nicht vorbereiten kann, weil es leider keinen fucking Wegweiser für das Leben gibt.
Ich habe Angst und das Lähmt mich, und das die Umstände sonst bei mir grad nicht so gut sind gibt mir eine Ausrede die gut genug ist, um so zu tun, als könnte ich, aber wollte nicht.
Ich verstehe, dass es nicht möglich ist, die Welt zu retten. Ich verstehe das absolut, aber ich hasse es mindestens genauso absolut.
Ich WILL aber.
Sie hatten recht als Sie sagten, dass es zwar gut ist zwischendurch mal einfach auf alles zu pfeiffen, aber dass sich das bei mir mittlerweile etwas lange zieht.
Ich könnte da jetzt die Schuld auf meine Schachmuster schieben, aber ich hab leider vergessen wie die jeweiligen Figuren ziehen dürfen, deswegen bleibt mir nur eines: Die wahre Antwort drauf in mir suchen.
Ich denke, zum einen bin ich wirklich einfach sauer auf alles. Auf mein Leben und meinen Vater und all die Umstände und das sich nichts ändert.
Andererseits bin ich traurig und unsicher und so furchtbar rastlos, weil in mir so viel Aktivismus steckt den ich nicht loswerden kann.
Ich bin so unfassbar traurig manchmal ohne das ich es bemerke und wirklich benennen kann. Ich glaube es gibt einfach Dinge, die unbedingt ausgesprochen werden mĂĽssen, die ich aber (noch) nicht kann. Ich glaube, Trauer ist ein GefĂĽhl das ich immer ignoriere, aber das eigentlich gerne mal wahrgenommen werden wĂĽrde.
Manchmal will ich losrennen und was verändern und Dinge tun, aber weil ich mich davor fürchte, das ich meine ganze Energie dann mit einem Mal auf einer einzigen Strecke lasse, nur um nachher mühsam alles wieder zurückgehen zu müssen weil es sich einmal mehr als Sackgasse erwiesen hat, bleibe ich lieber hinter der Startlinie. Ich fürchte mich davor, diese kleine unscheinbare Linie zu überschreiten, weil ich mich nicht vorbereiten kann, weil es leider keinen fucking Wegweiser für das Leben gibt.
Ich habe Angst und das Lähmt mich, und das die Umstände sonst bei mir grad nicht so gut sind gibt mir eine Ausrede die gut genug ist, um so zu tun, als könnte ich, aber wollte nicht.
Ich verstehe, dass es nicht möglich ist, die Welt zu retten. Ich verstehe das absolut, aber ich hasse es mindestens genauso absolut.
Ich WILL aber.
Und ich hab so unfassbar viel Energie die darauf wartet freigelassen zu werden und fĂĽr ein komplett dummes Unterfangen verpufft zu werden.
So sehr ich die Welt retten will, so sehr will ich aber von diesem Trip auch wieder runterkommen, aber ich weiss nicht wie.
Und ich glaube, das ist irgendwie ein bisschen das Problem und die Lösung gleichzeitig;
ich habe null Ahnung wie ich diese Energie, auf der gross rot schreiend steht "Das ist unmöglich du Depp aber ich machs trotzdem", ein bisschen umdekorieren kann.
Ich habe hinterher nach dem Gespräch auch gemerkt, das ich angst gekriegt habe, dass ich mich zu wenig anstrenge, dass, weil mein Fortschritt im Moment stagniert Sie mir gleich eröffnen werden dass dies meine letzte Stunde bei Ihnen gewesen sei weil ich nicht mehr tragbar bin oder was auch immer. Vermutlich auch, weil Sie meinten, der ganze Identitätskram sei ausserhalb ihres Fachgebietes.
Was ja absolut Sinn ergibt, also das zu sagen, aber mein Kopf ist da ein bisschen amok gerannt und hat sich weiss ich was zusammengeschustert.
Ich hab keine Ahnung warum ich das jetzt tatsächlich schreibe, weil mir rational bewusst ist das meine emotionale Schiene grad ein bisschen die falsche Abzweigung erwischt hat.
Aber grade weil ich das gleichzeitig verstehe und nicht verstehe macht es mich absolut wahnsinnig.
Ich fĂĽrchte mich davor, auf einem emotionalen Abstellgleis zu enden weil meine rationale Schaltzentrale nicht stark genug ist um die Weichen manuell auf "Geh und mach was" zu stellen.
Ich hab keine Ahnung ob dieser Vergleich irgendwie Sinn macht, aber was besseres fällt mir grade nicht ein.
Ja.. ich weiss auch nicht, was jetzt die Quintessenz dieser Mail ist, aber irgendwie geht es mir jetzt besser und ich hab das GefĂĽhl mein Chaos im Kopf etwas geordnet zu haben.
Falls es Sie interessiert sind hier noch die zwei Ausschnitte aus dem Text den ich vor zehn Jahren, als ich diese Mail angefangen habe, erwähnt habe.
Ich weiss leider nicht ob die so aus dem Kontext gerissen Sinn ergeben, aber versuchen kann mans ja mal.
"Tooru was right in the end. Life is life. Things don’t change just because you tell yourself they will. Life is about setting up goals. I will smile tomorrow. I will get out of bed. And sometimes it’s about deluding ourselves. I’ll try to think positively. Tomorrow I’ll get this done.
So everyday we romanticize everything that seems too prosaic, and live our lives as if we lived inside a movie. For those unafraid to use their imagination, there’s music to their actions and there’s a beautiful symbolism behind each occurrence. It’s hard not to be afraid to live if we don’t romanticize things. It’s the kind of lie we all just accept, free of sin and simply pure. So we lie to make our stories more colorful. Our words become slightly over-dramatic. And we make fun of it too, so that all that romance wouldn’t make us too vulnerable.
But even if only illusions keep us alive, Iwaizumi thought to himself, it was moments like this that made it all worth it."
------
"This whole time, Oikawa had been right. To Hajime, things were only black or white and whenever things felt gray, they had their shade carefully examined because they could only fit into one of the two categories.
So sehr ich die Welt retten will, so sehr will ich aber von diesem Trip auch wieder runterkommen, aber ich weiss nicht wie.
Und ich glaube, das ist irgendwie ein bisschen das Problem und die Lösung gleichzeitig;
ich habe null Ahnung wie ich diese Energie, auf der gross rot schreiend steht "Das ist unmöglich du Depp aber ich machs trotzdem", ein bisschen umdekorieren kann.
Ich habe hinterher nach dem Gespräch auch gemerkt, das ich angst gekriegt habe, dass ich mich zu wenig anstrenge, dass, weil mein Fortschritt im Moment stagniert Sie mir gleich eröffnen werden dass dies meine letzte Stunde bei Ihnen gewesen sei weil ich nicht mehr tragbar bin oder was auch immer. Vermutlich auch, weil Sie meinten, der ganze Identitätskram sei ausserhalb ihres Fachgebietes.
Was ja absolut Sinn ergibt, also das zu sagen, aber mein Kopf ist da ein bisschen amok gerannt und hat sich weiss ich was zusammengeschustert.
Ich hab keine Ahnung warum ich das jetzt tatsächlich schreibe, weil mir rational bewusst ist das meine emotionale Schiene grad ein bisschen die falsche Abzweigung erwischt hat.
Aber grade weil ich das gleichzeitig verstehe und nicht verstehe macht es mich absolut wahnsinnig.
Ich fĂĽrchte mich davor, auf einem emotionalen Abstellgleis zu enden weil meine rationale Schaltzentrale nicht stark genug ist um die Weichen manuell auf "Geh und mach was" zu stellen.
Ich hab keine Ahnung ob dieser Vergleich irgendwie Sinn macht, aber was besseres fällt mir grade nicht ein.
Ja.. ich weiss auch nicht, was jetzt die Quintessenz dieser Mail ist, aber irgendwie geht es mir jetzt besser und ich hab das GefĂĽhl mein Chaos im Kopf etwas geordnet zu haben.
Falls es Sie interessiert sind hier noch die zwei Ausschnitte aus dem Text den ich vor zehn Jahren, als ich diese Mail angefangen habe, erwähnt habe.
Ich weiss leider nicht ob die so aus dem Kontext gerissen Sinn ergeben, aber versuchen kann mans ja mal.
"Tooru was right in the end. Life is life. Things don’t change just because you tell yourself they will. Life is about setting up goals. I will smile tomorrow. I will get out of bed. And sometimes it’s about deluding ourselves. I’ll try to think positively. Tomorrow I’ll get this done.
So everyday we romanticize everything that seems too prosaic, and live our lives as if we lived inside a movie. For those unafraid to use their imagination, there’s music to their actions and there’s a beautiful symbolism behind each occurrence. It’s hard not to be afraid to live if we don’t romanticize things. It’s the kind of lie we all just accept, free of sin and simply pure. So we lie to make our stories more colorful. Our words become slightly over-dramatic. And we make fun of it too, so that all that romance wouldn’t make us too vulnerable.
But even if only illusions keep us alive, Iwaizumi thought to himself, it was moments like this that made it all worth it."
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"This whole time, Oikawa had been right. To Hajime, things were only black or white and whenever things felt gray, they had their shade carefully examined because they could only fit into one of the two categories.
In this world, sadness spreads like a virus. And it’s sadness that makes people seem selfish and unkind. There are different fatal diseases that humanity has to face every single day. There are different tragedies we talk about over a dinner table. But sadness might be the worst of them all, because it’s everywhere and we choose to ignore it. It’s been with us for so long that we forgot to be afraid of it. So we belittle those who have little resistance against sadness and tell them to live on if they want to keep up.
It wasn’t malevolence that Oikawa was hiding under the cheerful mask all these years. There was a deep sadness inside Oikawa that he could not control. Maybe understanding people had been a curse after all. He saw more and felt more. It’s hard to stay pure when facing the entire ugliness of this world. And Oikawa wasn’t unkind. His kindness just wasn’t obvious and easy to understand.
There’s no such thing as ultimate kindness.
It’s impossible to live in this world without hurting people, Iwaizumi thought to himself. So then, was staying away from everyone an act of kindness or cowardice? What should he do?"
Ich glaube, das war die längste Mail die ich je geschrieben habe.
Falls Sie es bis hierhin geschafft haben: Herzlichen GlĂĽckwunsch! Leider kann ich Ihnen dafĂĽr kein Diplom ausstellen, aber meine Dankbarkeit soll Ihnen dafĂĽr gewiss sein.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!
freundliche GrĂĽsse,
J.Naeff
Ich glaube, das war die längste Mail die ich je geschrieben habe.
Falls Sie es bis hierhin geschafft haben: Herzlichen GlĂĽckwunsch! Leider kann ich Ihnen dafĂĽr kein Diplom ausstellen, aber meine Dankbarkeit soll Ihnen dafĂĽr gewiss sein.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!
freundliche GrĂĽsse,
J.Naeff
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