Donnerstag, 8. März 2018

Gedanken.Welt aus Meer 4

Dies ist für Christian A. aka. Chess.
Das Gedicht ist mehrere Jahre alt, von 2013 oder 2014
 aber ich wollte es nicht überschreiben,
weil es bis heute sagt, was ich Christian sagen möchte.
Oder eher: Was wir zueinander sagten und was nicht.

Diser Augenblick, irgendwann vor Jahren,
als ich vor der kleinen Kerze sass und in die Flamme starrte,
und hoffte, dass wir beide das Morgengrauen erleben.



Once, there was a sacrifice,
dargebracht, geöffnet.
Eine Kerze brennt still und leis,
Hoffet, ihr Götter, hoffet.

Ein Kerzenlicht erzählt mir Geschichten,
von Motorräder und von Bäumen,
Von Flammen, die die Welt geraderichten,
Von Amokläufen die stattfanden in Träumen.

Zucker verstreut, schwarz und weiss,
Hello-Kitty im Militarydress,
ewig Grenzgänger– endloser Kreis,
Let us play a game, maybe.. Chess?

Welch‘ Dunkle Zeiten.
Das wird schon, ich bin hier!
Die so schnell vorübergleiten,
in dessen Zugluft ich erfrier.

Schmerz, Trauer, Verständnislosigkeit,
wenig Zeit für so viele Worte.
Hab ich dir niemals Zeit geliehn?
wo ich sie sonst doch horte.

Irgendwann, die Kerze brennt stumm,
versteh ich, mein König steht matt.
Unsere Spielzeit ist nun endgültig rum,
und keiner der gewonnen hat.

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