Montag, 5. März 2018

Gedanken.Welt aus Meer

Ich musste grade ein bisschen lachen als ich einen Text über "HAL" gelesen habe, einen Roboteranzug der Menschen mit Lähmungen und Muskelschwund helfen kann, selbständig zu bleiben.
HAL ist der Name des Unheilgottes aus dem gleichnamigen Manga von Aoi Makino, und basically hilft der dir schon auch, du gibst ihm nur deine Seele dafür.
Aber hey, was ist schon ne Seele im vergleich zu Mobilität?

Was mich im Moment am allermeisten beschäftigt sind die Bilder von Lisa.
Ich habe gestern ihr Instagram durchgeschaut und die Inktober-Bilder sind so so wundervoll!!
Sie sind so voller Emotionen, stillem Lächeln, Melancholie, grosser Freude und ein bisschen Wehmut das ich zwischendrin nicht anders konnte als mitzulachen und mitzuweinen.
Sie ist so ein grossartiger Mensch und sie ist so verdammt weit gekommen.
Ich bewundere sie total für ihre Stärke, auch ihre Stärke Schwächen an sich zu akzeptieren.
Ich hab sie so lieb.

Irgendwie dachte ich mir, ich würde auch gerne so ein "Erinnerungen" Dingens machen,
aber da ich Künstlerisch nicht ganz so begabt bin, weiss ich nicht recht, wie umsetzen.
Meine Stärke ist.. eher das Schreiben denke ich.
Deswegen will ich versuchen, Gedichte zu schreiben, jeden Tag eines zu einer Erinnerung von der ich erzählen will.
30 Tage lang.
Ich vermute, nach ner Woche oder so ists mir wieder zu doof haha.
Aber versuchen will ich es trotzdem.
Ich möchte mich an 30 Menschen in meinem Leben erinnern,
die mir was bedeuten oder mit denen ich einen Moment teile, den ich nie wieder vergessen werde.
Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung ob ich soviel zusammenkriege, aber ich werds versuchen.

Ich weiss auch, mit was ich starten will.
Wenn ich an Erinnerungen denke, die mir ein Schatz sind, dann kommen mir viele in den Sinn,
aber eine ist da fast immer zu erst.

Das ist für Benjamin H. und unser gemeinsames Weihnachten, das wir erleben durften.
Während alle andere in der Kirche sassen, waren wir auf einem Hügel im Schnee mit nicht mehr als einer Kerze, kleinen Geschenken und uns selber.
Wo auch immer du heute bist, was auch immer du jetzt machst: Ich habe dich nicht vergessen.
Niemals.


Feier.Abend.

In Dunkelheit und Kälte,
war es ein kleines Licht,
dass unsere Welt erhellte,
als wäre die Dunkelheit nichts.

Im nassen Gras voll Schnee,
eingehüllt in Lachen,
tat es nicht mehr ganz so weh,
aus Träumen ein Feuer zu entfachen.

Zwischen Kerze, Kälte und magischer Knete,
wurd es doch Weihnachten.
und von all den Momenten die wir erlebten,
all den Augenblicken die wir verbrachten,
blieb mir jener.

Obwohl die Welt gehüllt in Kälte,
voller Schnee das Gras doch war,
dein Lachen erhellte,
unser Weihnachten, wunderbar.

(D)eine Rose hatte Dornen,
unsere Geschichte kein Happy End zeigt,
sind wir doch Fremde geworden,
doch diese Erinnerung, sie bleibt.

Nimm mich an der Hand, mein Lieber,
die Welt sie steht uns offen.
so was, wir erleben es nie wieder,
aber lass und dennoch hoffen.

Ich erinnere mich mit Herz,
wie warm die Kälte schien,
und es zieht mich Himmelwärts,
zeigt mir, wie einfach ich bin.

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