was das treffendste Wort dafür wäre.
Es gab von allem ein wenig, vor allem viel was mich aufgewühlt und unsicher gemacht hat.
Morgeneinstimmung war ein Zitat zum Thema Glück und darüber, dass man andere am Glücklichsten macht, wenn man selber glücklich ist.
Dann.. kam eine Mitpatientin auf mich zu und meinte, dass sie das Gefühl hat, ich hätte was gegen sie,
weil ich im BZA am Freitag anscheinend ihr gegenüber so aggressiv gewesen wäre.
Oookay.. zwei Dinge.
1. Ich war aggressiv im BZA?
2. Was lässt sie annehmen, dass ich sie nicht mögen würde?
Wir haben nichts miteinander zu tun, ausser besagtes BZA, was jetzt einmal war,
die Psychoedukationsgruppe wo ich aber generell nichts sage und die Literaturgruppe,
wo wir nie irgendwelche Meinungschverschiedenenheiten hatten, soweit ich weiss.
Generell war dieses BZA ein mittelgradiges Desaster, wenn man das so nennen darf.
Allerdings hatte ich eher den Eindruck, dass ich zu gehemmt war als das ich zu aggressiv vorgegangen wäre.
Aber gut, da kann ich mich auch täuschen.
Andererseits.. ja, es ist schon eine Achtsamkeitsgruppe.. aber ist das nicht irgendwo auch der SINN einer Kampfsportart, dass man mal etwas herausfordert?
Also, irgendwie..
Jetzt mache ich mir irgendwie Sorgen, dass der gruppenleitende Pfleger nicht mit mir drüber reden will,
weil er denkt, die Gruppe wäre (noch) nichts für mich,
sondern weil er mich rüffeln will weil ich zu aggressiv war.. nargh.
Ungutes Gefühl of doom.
Das diese Mitpatientin mindestens doppelt so alt ist wie ich macht die Sache auch nicht besser.
Mit Menschen in dieser Altersgruppe, die gewisse Charaktereigenschaften aufweisen,
hab ich grosse Probleme. Nicht, dass ich diese nicht mögen würde,
sondern eher.. das ich mich dann total überfahren und überverautorisiert fühle.
Das ist zwar kein Wort, aber es trifft grade das, was ich damit aussagen will.
Hab direkt am Nachmittag mit meinem Psychologen geredet,
das hat ein wenig geholfen.
Aber angesichts des Gesprächs mit dem Pfleger, dass mir noch bevorsteht, werde ich wieder ganz dusselig.. wääh.
Ansonsten.. hab ich Besuch, und das ist schön und anstregend.
Ich glaube, ich bin im Moment ungefähr so gesellschaftsfähig wie ein eine Zahnpastatube,
ich kann körperlichen Kontakt null ab gerade.
Es gibt mir so das Gefühl nur benutzt zu werden, es ermüdet mich total.
Ansonsten hatte ich noch Gestaltungstherapie,
es ging darum einen glücklichen Moment gedanklich festzuhalten und das Gefühl von diesem Moment in einen Blumensamen zu verpacken.
Die gewachsenen und blühende Blume haben wir dann gezeichnet.
War ganz okay.
Lustigerweise kam mir instant ein Bild vom Pferdehof von damals in den Sinn.
Erst wollte ich das eigenntlich gar nicht, weil ich mir sicher war, noch bessere Momente zu finden,
bis ich irgendwann aufgegeben habe. Es sollte in dieser Situation eben dieser Moment sein.
Zumal man das durchaus einen glücklichen Moment nennen kann.
Oder viele glückliche Momente.
Dieser Hof war meine Zuflucht vor der Misshandlung und dem Elend zuhause, in der Nachbarschaft, in der Schule..
Auf dem Hof wurde ich zwar auch oft genug angeschnauzt wenn was nicht richtig war,
aber ich habe mich da sicher gefühlt.
Bei den Tieren und den Menschen da.. das hat mich im nachhinein überlegt vermutlich davor bewahrt,
vollends durchzuknallen.
Ich verdanke diesen Leuten da unheimlich viel.
Meine Blume hingegen war recht unspektakulär, irgendeinen.. Dings.
Ich mach morgen ein Bild^^
Die eine Mitpatientin wollte unbedingt einen violett-weissen Hibiskus zeichnen,
hat ihn aber nicht wie gewünscht hingekriegt und sich total darüber geärgert.
Deswegen bin ich spontan in der halben Stadt umhergerannt auf der Suche nach Hibiskus-Samen.
Da ich absolut keine gefunden habe, hab ich heute Abend welche online bestellt.
Hoffe die sind schnell da!
Ansonsten.. viel Gesprächsbedarf ist vorhanden,
ich hab das Gefühl die eine Stunde die Woche mit meinem Psychologen reicht niemals aus,
zumal ich auch diese Woche ohne meine BP bin.
Ich hab zwar nen Ersatztermin mit einer anderen Pflegerin, aber es ist dumm da was grosses anzusprechen,
ist ja eh nur noch dieses eine Mal.
Da ist so viel los in meinem Kopf.. das mit der Mitpatientin beschäftigt mich, ich will einfach keinem auf die Füsse treten.. das mit dem Gespräch morgen/übermorgen/spätestens Donnerstag,
die Sache mit meinem Vater und der Tatsache, dass er alles, was von meiner Mutter geblieben ist,
wie ein wahnsinniger ausm Haus wirft,
das ich grade einfach nicht beziehungs- und freundschaftsfähig bin, was mir von Herzen leid tut,
das ich nichts mit mir anzufangen weiss, und eigentlich gar nicht an die Uni zurückwill, weil ich fürchte, nur wieder zu versagen.
Generell... ist da grade mehr los, als ich verkraften kann.
Aber solche Tage gibts eben.
Solche Wochen.
Solche Monate.
Es kommen wieder andere Zeiten.
Alles wird gut.
Ich lasse euch das OST von Shigatus wa Kimi no Uso da - wunderschön!
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