Sonntag, 2. April 2017

Hiyokoi

Manchmal frage ich mich, was alle diese Lebensmüden eigentlich für ein Problem haben.
Und dann ärgere ich mich, weil Menschen ihr Leben einfach so wegwerfen wollen,
und sie sich nicht umstimmen lassen.

Geniesst doch das Leben mal, verdammt.
Wasn daran so schwierig?

Und dann habe ich wieder eine Phase, in welcher es mir selber so geht,
und ich frage mich, warum es mir in guten Zeiten so schwer fällt,
dass nachvollziehen zu können.
Und: Wenn es selbst mir in guten Zeiten schwerfällt, die ich das ja eigentlich kenne,
wie kann man dann überhaupt von einem Nicht-Betroffenen verlangen, das zu verstehen?
Ist ja völlig aberwitzig.

Am Donnerstag hat mich Simone angerufen,
und wir haben über Montag geredet.
Es war gut und ich bin unheimlich erleichtert,
dass für sie jetzt nichts Anders ist.

Seit gestern kenne ich sie jetzt ein Jahr,
und ich finde es total krass,
wie kurz das eigentlich ist.
Irgendwie...

Regula kenne ich jetzt auch schon über ein Jahr.
Irgendwie sind diese Menschen einfach passiert.
Einfach so in mein Leben getreten, ohne das ich da irgendwie Einfluss drauf hatte.
Und Hell, sie sollen da bitte einfach bleiben.

Regula reist aktuell mit einem Zirkus durch die Gegend.
Das ist so fucking grossartig das ich tatsächlich ein bisschen neidisch bin, haha.
Aber das passt so total zu ihr.
Einfach ma Yo, Tschö, bin dann ma ne Weile unterwegs.
Ausserdem ist es total schön für sie, dass sie da einen Arbeitsplatz hat, der ihr gefällt und mit dem sie zurecht kommt.
Regula ist toll.


Ich habe seit Dienstag ganz furchtbar Mühe, mit mir selber zurechtzukommen.
Ich weiss nicht wirklich warum, aber ausgelöst wurde es durch Fotos, die ich von mir gesehen habe.
Es ist.. so, dass ich absolut und unwiederruflich nicht verstehen kann, wie mich jemand mögen kann.

Ich sage nicht "ich habe keine Freunde" oder "Ich bin für immer alleine".
Ich weiss, dass ich wunderbare Menschen an meiner Seite habe.
Es ist mehr.. das ich deren Zuneigung nicht verstehen kann.
Ich sage auch nicht, diese Menschen lügen, wenn sie sagen, sie finden mich toll oder lieben mich sogar,
damit würde ich meinem Gegenüber sein Empfinden absprechen, und dazu habe ich kein Recht.
Es ist halt einfach so, dass ich nicht dahinterblicke.
Ich sehe in mir nichts, was liebenswert wäre.
Ich empfinde mich als absolut wertlos.
Als eine unnötige, platzverschwendende Existenz.

Ich hab grad akut den Faden verloren, was ich dazu noch schreiben wollte.
Deswegen hat dieser Beitrag nun kein richtiges Ende.

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