Mittwoch, 26. April 2017

Maguma

Irgendwo zwischen der Klinge auf dem Tisch und dem Blut auf dem Laken glaube ich,
etwas zu sehen, etwas gefunden zu haben,
eine Freiheit, ein Hauch von dem, was mir fehlt.

Und ich schaue auf die Wunden und bin frustriert,
wieder nicht tief, wieder nichts schlimmes,
nur an der Oberfläche gekratzt,
die Chance verpasst,
meine Seele zu sehen.

Ich weiss, sie steckt irgendwo da drin,
aber ich finde sie nie und das macht mich traurig.

Bin ich den?

Was wollt ihr denn von mir?
Versucht doch selber mal,
perfekt,
der perfekte,
Mensch zu sein.

Und alles was mir zur Seite steht ist der Manga, in Englisch,
der Milkshake mit Banane, ein Tee, ein Tuch und die irre Hoffnung,
die verzweifelte Hoffnung das alles besser wird.

Ich fühl mich nicht traurig, nicht wütend,
fühle halt nicht, ist eigentlich alles ganz easy,
alles ganz entspannt, 's ist halt so bekannt,
das Gefühl danach, alles wird gut.

Ist letzlich immer meine Entscheidung,
meine Pflicht(?) vielleicht auch noch?

Eigentlich ist doch alles ganz entspannt,
es tut ein bisschen weh, es frustriert mich ein bisschen,
aber der Milkshake schmeckt gut und der Hustensaft grässlich.

Es ist so ein Akt der Gleichgültigkeit,
ganz ohne die grossen, erwarteten, vermuteten, normalen Emotionen,
einfach nur ein "Oh, es wär mal wieder Zeit",
einfach so halt mal.

Und nur schon in wenigen Stunde,
fasse ich mich an den Kopf,
werde ich mich selber fragen:
Bist du noch ganz dicht?


Ich hab die Waschmaschine geschrottet.
Mein Vater killt mich.



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